Satirische Adelskritik in Georg Weerths „Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski“


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017
36 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Autor
2.1 Rezeption, Forschung und Überlieferung

3 Historischer und literaturgeschichtlicher Kontext
3.1 Gesellschaftliche Umbrüche
3.2 Der Adel in der Mitte des 19. Jahrhunderts
3.3 Staatliche Zensur

4 Satire und Ironie

5 „Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski“ als Bestandteil des Feuilletons der Neuen Rheinischen Zeitung
5.1 Publikation des Romans

6 Der Schnapphahnski-Roman als Adelssatire
6.1 Ironie in Romanstruktur, Titel und Personal
6.2 Kritik an der Verortung des Adels an der Spitze der ständischen Gesellschaft
6.3 Kritik am nichtarbeitenden Adel
6.4 Adliges Selbstverständnis
6.5 Eigene Rechtswelt des Adels
6.6 Explizite politische Kritik

7 Fazit

8 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Als Georg Weerth in den Jahren 1848 und 1849 seinen Feuilletonroman „Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski“ schrieb und in der Neuen Rheinischen Zeitung veröffentlichte, befand sich die politische, ökonomische und gesellschaftliche Struktur in den deutschen Teilstaaten im Umbruch. Reformwille und Restaurationsbestrebungen standen sich gegenüber und machten Schriftstellern und Journalisten das Leben schwer. Um so bedeutender ist die Konsequenz, mit der Weerth den Adel in seinem Roman kritisierte.

Ziel dieser Arbeit ist es, die satirische Adelskritik im Roman „Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski“ herauszuarbeiten und zu analysieren. Hierfür würden sich eine Vielzahl an Ansatzpunkten anbieten, strotz das Werk doch vor analysewürdigen Vergleichen, Metaphern, Wortspielen, scheinbar funktionslosen Details, Exkursen, Intertextualität, Erzählerperspektive und Perspektivwechsel. Eine detaillierte Interpretation des gesamten Werkes ist daher an dieser Stelle nicht möglich, da sie den gebotenen Rahmen sprengen würde. Daher wird die Analyse der Adelskritik in sechs Faktoren zerteilt und untersucht. Das sich auch bei diesem Verfahren analysierte Textstellen wiederholen, ist der Vielschichtigkeit des Romans geschuldet. An diesen Stellen wurde daher auf eine erneute ausführliche Wiedergabe der Textstellen verzichtet.

Die Analyse des Feuilletonromans ohne Kontextualisierung des Autors, der politischen und literaturgeschichtlichen Ereignisse und der Publikation des Romans wäre unvollständig und nicht tragbar. Daher werden einleitend der Autor und der historische und literaturgeschichtliche Kontext ausgeführt. Der Fokus liegt dabei auf Faktoren, die Georg Weerth zum politischen Satiriker gemacht haben und denen, die für Entstehung, Einordnung und Publikation des Romans wichtig sind. Da die Interpretation auf dem Einsatz von Satire und Ironie basiert, werden die hierfür notwendigen theoretischen Grundlagen im vierten Kapitel kurz eingeführt.

Der dürftigen Forschung zum Roman ist geschuldet, dass die Literaturbasis dieser Arbeit auch Titel von politischen, journalistischen und literarischen Weggefährten Weerths und Abhandlungen über angrenzende Themengebiete umfasst.

2 Der Autor

Georg Ludwig Weerth wurde am 17. Februar 1822 in Detmold, der Hauptstadt des 1789 entstandenen Reichsfürstentums Lippe geboren. Der Pfarrerssohn besuchte das Detmolder Gymnasium, welches er 1838 verließ, um im heutigen Wuppertal eine kaufmännische Lehre zu beginnen.[1] Für Weerth war die kaufmännische Ausbildung keine ausschließliche Vernunftentscheidung: Um als Kaufmann in ferne Länder reisen zu können, lernte Weerth bereits in seiner Lehrzeit Englisch und Französisch. Während seiner schriftstellerischen Schaffenszeit war er weiterhin kaufmännisch tätig. Auch nach seiner kurzen Schriftstellerkarriere arbeitete er als Kaufmann und unternahm, die mit der Berufsausübung verbundenen Fernreisen. An seinen Bruder Wilhelm schrieb er mehrfach, welche Freude ihm der Kaufmannsberuf bereite.[2]

Erste Kontakte zu literarischen und journalistischen Kreisen knüpfte Weerth bereits in seiner Lehrzeit im Umfeld des Literaturzirkels Ferdinand Freiligraths, welchen Weerth ironisch als „Literatur-Kränzchen [...] aus 15 Doktoren, Poeten, Kaufleuten und Taugenichtsen“[3] betitelte.[4] 1842 zog Weerth von Berufs wegen nach Bonn und lernte dort den Theologen Gottfried Kinkel und den Altgermanisten Karl Simrock kennen. Beide ermutigten ihn, literarisch tätig zu werden.[5] In den Jahren 1843 bis 1846 lebte und arbeitete Weerth im nordenglischen Bradford, wo er sich – durch die Kombination seiner religiösen Herkunft und dem direkten Kontakt mit den Folgen der Industrialisierung – politisierte.[6] Da Weerths politische Disziplin für Weggefährten wie Marx und Engels nicht zufriedenstellend war – Weerth pflegte weiterhin ausgedehnte Geschäftsreisen zu tätigen und verpasste es, seine Verbindungen zu den sich organisierenden kommunistischen Zusammenschlüssen zu festigen, ohne sich jedoch der direkten Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen der nationalen und internationalen Politik zu entziehen – war er von der politischen Bewegung relativ isoliert.[7] Dennoch ist sein Artikel „Die Armen der Senne“, welcher 1845 in Püttmanns Deutschem Bürgerbuch erschien, ein erstes deutliches literarisches Zeugnis der Politisierung.[8] Die Begegnung mit Friedrich Engels und Karl Marx bewog Weerth dazu, sich der kommunistischen Bewegung anzuschließen.[9] Neben dem Briefwechsel zwischen Weerth und den Ikonen des Kommunismus sind aus der Zeit vor der Februarrevolution 1848 Gedichte und Zeitungsartikel überliefert, die die sozialistische Position Weerths widerspiegeln.[10] Seine Reise nach Paris im Februar/März 1848[11] zeigt zusätzlich Weerths Sehnsucht nach Veränderung der politischen und sozialen Lage in Europa.[12]

Im April 1848 half er Karl Marx und Friedrich Engels bei der Gründung der Neuen Rheinischen Zeitung (NRhZ) in Köln – einem weitreichenden Sprachrohr des deutschen Revolutionsstrebens. Weerth war als Redakteur für Großbritannien und Belgien beschäftigt und leitete das Feuilleton.[13] Die Zeitungsgründer wollten die Rufe nach einer Revolution sowie einer Republik unterstützen und so ein neues Bewusstsein für politische Partizipation und soziale Gerechtigkeit schaffen.[14] Weil Weerth die allgemeine Bildung der unteren Klassen als wichtigstes Instrument zur Verbesserung der Lage sah, erscheint diese Beteiligung an einer Zeitung als logische Folge.[15] In der NRhZ publizierte er sein wohl folgenreichstes Werk: den Fortsetzungsroman „Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski“. Da Fürst Felix Lichnowsky[16] – die Vorlage für Weerths Titelfigur – am 19. September 1848 in Frankfurt am Main ermordet wurde, kam es zum Gerichtsprozess gegen Hermann Korff, Karl Marx und Georg Weerth wegen „Verleumdung von Abgeordneten zur Deutschen Nationalversammlung“, als dessen Ergebnis Weerth zu drei Monate Haft und dem Verlust seiner Bürgerrechte auf fünf Jahre verurteilt wurde.[17] Verurteilung, Inhaftierung, das Scheitern der Revolution 1848/49 und die korrekte Analyse des postrevolutionären Schriftstellerlebens führten dazu, dass Georg Weerth seine schriftstellerische Tätigkeit aufgab und nur noch als Kaufmann tätig war.[18] Er unternahm die Fernreisen, von denen er schon als Lehrling geträumt hatte. Er bereiste unter anderem Spanien, Portugal, Großbritannien, Frankreich, die Amerikanischen Jungferninseln, die USA, Mexiko, Kuba und Brasilien.[19] Im März 1856 setzte er sich auf Kuba zur Ruhe und verstarb nur vier Monate später, am 30. Juli 1856, im Alter von 34 Jahren in Havanna an den Folgen einer Malariaerkrankung.[20]

Weerths schriftstellerische Entwicklung vollzog sich nicht als linearer Stufenprozess, sondern war von verschiedenen, oft gegensätzlichen Einflüssen, Überlagerungen, Rückfallen und Fortschritten geprägt.[21] Die politisch-soziale Prägung des Dichters scheint in allen Werken durch, verfestigte sich in seinen Texten aber vor allem seit Weerths England-Aufenthalt. Schriftstellerisch ließ Georg Weerth sich von Heinrich Heine, Friedrich Engels und Karl Marx inspirieren und beraten – was an den ausgedehnten Briefwechseln belegbar ist.[22] Weerths berühmteste Figur – der Ritter Schnapphahnski – stammt aus Heines „Atta Troll“, wo sie jedoch nur kurze Auftritte hatte. Weerth hauchte dem Ritter Leben ein und schafft es so, den karrieresüchtigen Adligen der Lächerlichkeit preiszugeben.

2.1 Rezeption, Forschung und Überlieferung

Die Restabilisierung der politischen Verhältnisse auf deutschem Boden in den 1850er Jahren schloss eine öffentliche Wirkung des sozialdemokratischen Schriftstellers Weerth aus. Zwar betitelte Friedrich Engels Georg Weerth 1883 – und damit in einer Zeit, in der die Arbeiterbewegung wieder an Fahrt aufnahm – als „erste[n] und bedeutendste[n] Dichter des deutschen Proletariats“[23], für das schmale Werk des bereits verstorbenen Weerth, reichte dies jedoch nicht, um in den deutschen Literaturkanon aufgenommen zu werden.[24] Im 20. Jahrhundert waren es die sozialistisch geprägte Staaten UDSSR und DDR, die das Œuvre des Dichters in Schulbücher und wissenschaftliche Forschungsarbeiten einfließen ließen. Im Bereich der alten Bundesländer sucht man eine ähnliche Rezeption für diese Zeitspanne vergebens.[25]

Sein literarischer und persönlicher Nachlass ist heute auf drei Archive verteilt. Seine wichtigsten Werksmanuskripte lagern im „Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis“ in Amsterdam, ein Teil der Originalmanuskripte lagert im Moskauer Marx-Engels-Institut. Gedicht-Autographen, Handexemplare der Neuen Rheinischen Zeitung und Briefe werden in der Lippischen Landesbibliothek Detmold der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.[26]

3 Historischer und literaturgeschichtlicher Kontext

Den Schriftsteller Georg Weerth einer Literaturepoche zuzuordnen erscheint an dieser Stelle nicht sinnvoll. Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts ist geprägt von der Gleichzeitigkeit der Literaturepochen der späten Romantik, des Biedermeier und des Vormärz. Auch wenn sie alle ihr Profil im Wesentlichen der literarisch-politischen Bewegung des „Jungen Deutschlands“ verdanken, zeigt sich hier, dass Beginn und Ende einer Literaturepoche nicht an einem spezifischen historischen Ereignis festzumachen ist, da der Einfluss realhistorischer Ereignisse auf die Literaturwelt Zeit zur Umsetzung benötigt.[27]

3.1 Gesellschaftliche Umbrüche

Charakteristisch für die Schaffenszeit Weerths sind Modernisierungsbestrebungen und -prozesse, die ihren Ursprung in der Industrialisierung[28] und der Aufklärung haben. Diese Prozesse führten zur sozialen Spaltung der Gesellschaft: Die immer ärmer werdende Arbeiterschicht sah sich der neu entstandenen Klasse der Bourgeoise gegenüber, die durch Ausbeutung der Arbeitskraft anderer ihre Reichtum rasch vermehrte.[29] Hatten die technisch-wirtschaftlichen Prozesse, als Übergang von agrarischen zu industriellen Produktionsweisen, ihren Ausgangspunkt in Großbritannien, haben die philosophischen Bestrebungen der Aufklärer ihre Wurzeln primär in Frankreich und gipfelten hier 1789 in der Französischen Revolution.[30] Beide Bewegungen erreichten die deutschen Territorialstaaten mit Verzögerung und dann in den Einzelstaaten in unterschiedlicher Intensität. Wer über ausreichend monetäre Mittel verfügte, fuhr an die Geburtsorte der neuen „moderneren Welt“ – nach England und Frankreich. So auch Georg Weerth. Seine Berufstätigkeit als Kaufmann ließ ihn in den Jahren 1843 bis 1845 Augenzeuge der Auswirkungen der Industrialisierung im englischen Bradford werden. Im Februar 1847 war es ihm möglich, nach Paris zu reisen und die Februarrevolution mitzuerleben. Diese Ereignisse und die dort geknüpften Kontakte dürften ihn und somit auch sein schriftstellerisches Werk bedeutend geprägt haben.

Gesellschaftlich und literarisch finden sich zwei Grundhaltungen – der Progressismus und der Konservatismus.[31] Georg Weerth reiht sich in die Riege der progressiven Schriftsteller ein. Es war Karl Ferdinand Gutzkow, der schrieb: „Modern ist es, die Welt anzuerkennen, wie sie geworden ist, aber das Recht zu bezweifeln, ob sie so bleiben darf, wie sie ist.“[32] In diesem Sinne kann Georg Weerth als moderner Schriftsteller bezeichnet werden: In seinen Texten thematisiert er aktuelle Entwicklungen und kritisiert sie zuweilen scharf. Er anerkennt somit die Welt „wie sie geworden ist“, versucht aber mit Hilfe seiner schriftstellerischen Tätigkeit (weiter)bestehende Missstände aufzuzeigen, anzuprangern und so zu einem Umdenken und einer Veränderung anzuregen. Dies tat er in einer bewegten Zeit. Der ständige Kampf von Fortschritt und Vergangenheit – von Demokratiebewegung, Liberalismus, Sozialismus und Monarchie, Adel, Kirche – war allgegenwärtig. Alle Bereiche des Lebens und nahezu alle gesellschaftlichen Schichten politisierten sich. Hierbei spielte die Presse eine große Rolle. Zeitungen und Journale entstanden und vermehrten sich und die neuen Journalisten versorgten die Öffentlichkeit mit Neuigkeiten, Kritiken und Denkanstößen. Der Leserkreis der Zeitungen wuchs immer mehr.[33]

3.2 Der Adel in der Mitte des 19. Jahrhunderts

Die Französische Revolution 1789 hatte in den deutschen Staaten keine grundlegenden Auswirkungen. Alleinig in Mainz kam es zur Republikgründung. Andere deutsche Staaten beschränkten sich auf Reformen, strebten aber eine Restauration von Thron und Altar an. Mit dem Wiener Kongress 1814/15 und den Karlsbader Beschlüssen 1819 begann eine Periode der staatlichen Zensur, eines ausgedehnten Spitzelwesens und repressiven polizeilichen Maßnahmen. Anhänger der Verfassungsbewegung, Literaten und andere hielten die Ziele der Französischen Revolution in Erinnerung und forderten Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Verfassungen in den deutschen Staaten und freie Wahlen. Auch die folgenden Revolutionen in Frankreich (Julirevolution 1830 und Februarrevolution 1848) hatten nicht die erhofften Auswirkungen auf das territorial zersplitterte Deutsche Reich, sondern führten zu immer schärferen Restaurationsmaßnahmen durch die machthabende Elite. Ziel dieser Restaurationen war es immer, die Monarchie zu stärken und die Position des Adels als politisch-gesellschaftliche Elite zu sichern. Der Adel war aber bereits angeschlagen: Mit dem Wiener Kongress waren hunderte kleine Staaten mediatisiert worden und die ehemaligen Staatsoberhäupter mussten sich auf ihre Schlösser zurückziehen. Ökonomisch wurde der Adel von den Industriellen abgehängt. Je weiter abgeschlagen der Adel war, desto verbissener bestanden er auf seine Privilegien und präsentierte sich in tradierten Rollen.

Gesellschaftlich blieb der Adel aber ein bedeutender Faktor: Beim Militär, bei Hofe und im Staatsdienst wurde der Adel bevorzugt und im gesellschaftlichen Leben wurde er besonders beachtet.[34] Zwar brachte die Märzrevolution 1848 freie Wahlen und die Einrichtung einer parlamentarischen Versammlung, die errungenen Erfolge waren aber nur von kurzer Dauer. Nach 18 Monaten hatte sich das gestürzte Regime restauriert und übte seine Herrschaft erneut aus.[35]

Der Adel zeigte sich im Vormärz exklusiv und stolz gegenüber der übrigen Bevölkerung. Er trotzte Säkularisierung, Mediatisierung und Reformen in den deutschen Kleinstaaten und blieb einflussreichste politische Fraktion. Seine Machtposition nutze er, um seine alten Vorrechte zu wahren.[36] Zu diesen Adelsprivilegien gehörten die dem Adel vorbehaltenen Ausbildungsinstitute (z.B. die Kadettenanstalten und Pagerien), die Bevorzugung für höhere Posten im Staats- und Militärdienst, eine strafrechtlich kulantere Behandlung, das Zugeständnis eines justiziablen Ehrbegriffs durch das Duellrecht, Jagdprivilegien und die zum Teil noch bestehende Grund- und Gerichtsherrschaft.[37] Exklusivität und Privilegien des Adels waren entscheidende Hemmnisse für einen volksgetragenen Staat und wurden daher von Reformwilligen kritisiert und angegriffen. Die Überwindung der alten Ordnung und der damit verbundenen Machtverhältnisse war erklärtes Ziel revolutionärer und reformwilliger Kräfte.

3.3 Staatliche Zensur

Für Georg Weerths literarische und journalistische Tätigkeit waren die Zensurmaßnahmen der Obrigkeit arbeitsbestimmend. 1820 wurde in den preußischen Gebieten ein Ober-Zensur-Kollegium eingerichtet, welches vor allem journalistische und literarische Texte kontrollieren, zensieren oder verbieten sollte. Die Gedanken des Volkes sollten so nach preußischer Auffassung gelenkt und politische Fortschritte nur in einem erwünschten Rahmen zugelassen werden. Strukturprobleme und die Thronbesteigung Friedrich Wilhelm IV. gelten als Gründe dafür, dass die Zensurbehörden in den 1830/40er Jahren eigentlich zensurwürdige Texte zur Veröffentlichung freigab oder erst gar nicht kontrollierte.[38] Daraus folgte, dass sich der Revolutionsgeist Bahn brach, sich in journalistischen, lyrischen und literarischen Texten entlud und zur Republikgründung, eigenverantwortlichem Denken und politischen Partizipation der Arbeiter und des Bürgertums aufrief.[39] Als Reaktion kam es zu einer enormen Verstärkung der Zensur und einer deutlichen Anhebung der Strafen gegen Autoren, Verleger und Drucker. Wollte man diesen entgehen, mussten die politischen Appelle in den Texten getarnt werden.[40] Ein beliebtes Mittel, dem sich auch Georg Weerth bediente, fand sich in der Form der Satire.[41]

4 Satire und Ironie

Georg Weerths „Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski“ ist eine Personalsatire auf den Fürsten Felix Lichnowsky. Weerth nutzte zur Kritik an den herrschenden Verhältnissen eine Literaturform, die ihre Ursprünge in der Antike bei Lucilius und Meippos bzw. Varro hat.[42] Bis zur Etablierung der Gattungstrias Epik, Lyrik, Drama um 1800 war die Satire als eigene Gattung anerkannt und wurde in weltliche und geistliche Literatur integriert. Die Autonomieästhetik erwies sich jedoch als ungünstig, für die literaturtheoretischen Rahmenbedingen der Satire. Dennoch lebt sie in eigenen satirischen Formen und Kommunikationsmedien fort und fand auch Eingang in den Roman. In der Romantik und im Vormärz begann die Konjunktur der politischen Satire, die bis heute anhält.[43] Auch Georg Weerths Feuilletonroman ist eine politische Satire.

Die Wahl einer Einzelperson als Satireziel will nicht die geistige und soziale Vernichtung dieser Person bewirken, sondern behandelt die Person als Symptom eines Normsystems, das durch die Satire gebessert werden soll.[44] Die Satire bedient sich dabei den literarisch-rhetorischen Stilmitteln der Indirektheit (Ironie und Allegorie), der Übertreibung und der abstrakten Kontrastierung der Subjektivität mit ihrer Wirklichkeit.[45]

Wie die Satire hat auch die Ironie[46] ihre Ursprünge in der Antike.[47] In der Rhetorik wird sie als Topus verstanden, der eine wörtliche Aussage in kritischer Absicht sinnverkehrt oder semantisch verfremdet gebraucht. Konstitutiv ist dabei immer die Erschließbarkeit des Gesagten, ohne Kenntlichmachung der Negation. Helfen in gesprochener Rede Intonation, Gestik und Mimik beim Erkennen der Ironie, wird dies in literarischen Texten durch Kontrast- oder Ironiesignale (z. B. Über- oder Untertreibung, Widersprüche und stilistische Unangemessenheit, Modalpartikel, Antonyme) kenntlich gemacht.[48]

[...]


[1] Vgl. Weerth, Marie: Georg Weerth. 1822-1856. Ein Lebensbild. Hrsg. v. Bernd Füllner/Literaturkommission für Westfalen. 39. Bd. Bielefeld 2009. S. 9; Vaßen, Florian: Weerth [wie Anm. 1], S. 12.

[2] Georg Weerth schrieb am 25.12.1837 an seinen Bruder Wilhelm: „[...] die angefangene Reise durch das Leben reut mich nicht. [...] Unsere Korrespondenzen erstrecken sich bis über die Erde von einem Ende bis zum anderen. [...] [I]ch sehe deutlich, daß durch Fleiß und Mühe ich auch dahin gelangen kann, wo so ein großer Kaufmann, wie Schiller ihn schilderte, ersteht, daß ich dann auch mal Aussicht habe, das Steuer des Handels zu ergreifen und auch das Boot zu besteigen, was unter ihm lustig und mit vollen Segeln den Ozean durchschnitt.“ Weerth, Georg: Sämtliche Werke. Briefe. Hrsg. v. Bruno Kaiser. Fünfter Bd. Berlin 1957. S. 26; Vgl. hierzu auch das von der Nicht gezeichnete Lebensbild Georg Weerths Weerth, Marie: Lebensbild [wie Anm. 2], S. 10–11.

[3] Weerth, Georg: Briefe [wie Anm. 3], S. 38.

[4] Vgl. Issel, Burkhard: Die Satire Georg Weerths und ihre Rezeption durch die materialistische Literaturwissenschaft. München 1974. S. 17, 37–38; Weerth, Marie: Lebensbild [wie Anm. 2], S. 12.

[5] Vgl. Vaßen, Florian: Weerth [wie Anm. 1], S. 13; Weerth, Georg: Briefe [wie Anm. 3], S. 60; Weerth, Marie: Lebensbild [wie Anm. 2], S. 19–29 bes. S. 20 und 22-23.

[6] Vgl. Hotz, Karl: Georg Weerth - Ungleichzeitigkeit und Gleichzeitigkeit im literarischen Vormärz. 22. Bd. Stuttgart 1976. S. 13; Weerth, Marie: Lebensbild [wie Anm. 2], S. 38 und 40-41; Vaßen, Florian: Weerth [wie Anm. 1], S. 15–17; Burkhard Issel sieht den Beginn der Politisierung Weerths bereits in der Bonner Zeit, in der Weerth sich wohl auch mit den Junghegelianern, Herwegh, von Fallersleben, Börne und anderen Zensurflüchtlingen beschäftigte. Die endgültige Politisierung datiert Issel aber auch auf die Zeit in England, genauer auf Ende 1844, als Weerth sich mit Feuerbach beschäftigte. Vgl. hierzu Issel, Burkhard: Satire [wie Anm. 5], S. 39–40 zu Weerths Englandaufenthalt bes. S. 45-64. Wann und in welchen Phasen Weerths Politisierung verlief könnte eine genaue Analyse seiner Briefe und Frühwerke liefern, die für diese Arbeit jedoch nicht notwendig erscheint, da die Politisierung Weerths bei Abfassung der „Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski“ als abgeschlossen gelten kann.

[7] Vgl. Issel, Burkhard: Satire [wie Anm. 5], S. 154–155.

[8] Vgl. Weerth, Georg: Sämtliche Werke. Prosa des Vormärz. Hrsg. v. Bruno Kaiser. Zweiter Bd. Berlin 1956. S. 48–54.

[9] Vgl. Vaßen, Florian: Weerth [wie Anm. 1], S. 18.

[10] Vgl. Hotz, Karl: Ungleichzeitigkeit [wie Anm. 7], S. 5 und 47; Issel, Burkhard: Satire [wie Anm. 5], S. 17–18; Mehring, Franz: Aufsätze zur deutschen Literatur von Klopstock bis Weerth. Zehnter Bd. Berlin 1961. S. 622; Weerth, Marie: Lebensbild [wie Anm. 2], S. 137.

[11] Am 24. Februar 1848 beendete die bürgerlich-demokratische Februarrevolution die Herrschaft des ursprünglich liberalen Bürgerkönigs Louis-Philippe von Orléans. Zum Staatspräsidenten der hier ausgerufenen Zweiten französischen Republik wurde in der Folge der Neffe des ehemaligen Kaisers Napoleon Bonaparte, Louis Napoléon Bonaparte gewählt. Zur Geschichte der Französischen Revolution wird u.a. verwiesen auf Fehrenbach, Elisabeth: Vom Ancien Régime zum Wiener Kongress. 12. Bd.5. München 2008; Kruse, Wolfgang: Die Französische Revolution. 2639. Bd. Paderborn 2005; Lachenicht, Susanne: Die Französische Revolution. Darmstadt 2012; Schmitt, Eberhard: Einführung in die Geschichte der Französischen Revolution. 2., Durchges. Aufl. München 1980.

[12] Vgl. Hotz, Karl: Ungleichzeitigkeit [wie Anm. 7], S. 12; Vaßen, Florian: Weerth [wie Anm. 1], S. 21–22.

[13] Vgl. Melis, François: „ich [...] möchte [...] im wilden Bacchantentanz Bavay und Flamenthum vergessen“. Humor, Satire und Ironie in Georg Weerths Zeitungsartikeln im Revolutionsjahr 1848. In: Georg Weerth und die Satire im Vormärz. Referate des internationalen Kolloquiums im 150. Todesjahr des Autors 16.-18. Juni 2006 in der Lippischen Landesbibliothek Detmold. Hrsg. v. Michael Vogt. XIII Bd. Bielefeld 2007. S. 185–213; hier: S. 185; Weerth, Marie: Lebensbild [wie Anm. 2], S. 141.

[14] Vgl. Eke, Norbert Otto: Politische Dramaturgien des Komischen. Satire im Vormärz (mit Blick auf das Drama). In: Georg Weerth und die Satire im Vormärz. Referate des internationalen Kolloquiums im 150. Todesjahr des Autors 16. - 18. Juni 2006 in der Lippischen Landesbibliothek, Detmold. Hrsg. v. Michael Vogt. XIII Bd. Bielefeld 2007. S. 13–36; hier: S. 15.

[15] An seinen Bruder Wilhelm schrieb er am 18.11.1846: „Volkserziehung ist die Basis für eine neue Welt. All das dumme Geschwätz, was jetzt in der neuen Welt los ist, hilft zu nichts. Dies praktische und reele Einwirken auf den tiers d’état kann uns einzig und allein weiterhelfen.“ Weerth, Georg: Briefe [wie Anm. 3], S. 239.

[16] Fürst Felix von Lichnowsky wurde am 5.4.1814 geboren und entstammte einem in Österreich und Preußen ansässigen Adelsgeschlecht. Zwischen 1834 und 1837 diente er als Offizier in der preußischen Armee, ehe er sich 1837 in die Dienste der spanischen Carlisten stellte und unter Carlos María Isidro de Borbón, dem zweiten Sohn des spanischen Königs Carlos IV., als dessen Generalsadjutant im Ersten Carlistenkrieg (1833-1840) diente. Zwischen 1840 und 1847 folgten kürzere Aufenthalte in Paris und 1842 eine ausgedehntere Reise nach Portugal. 1847 nahm er am 1. Preußischen Vereinigten Landtag teil, 1848 wurde er in die Nationalversammlung (Paulskirche) gewählt und nahm seinen Sitz auf der Rechten ein. Der überzeugte Legitimist zog durch herausfordernde Reden in der Paulskirche den Zorn der Radikalen auf sich und ließ keine Gelegenheit aus, seine persönliche Geringschätzung gegenüber den äußersten Linken in verletzender Weise zu äußern. Die linksradikale Presse schürte den Hass der Radikalen auf Lichnowsky durch ihre polemische Berichterstattung zusätzlich. Während eines Ausritts am 19.9.1848 wurde der Fürst überfallen und erschlagen. Neben seiner militärischen und politischen Tätigkeit publizierte er gelegentlich Briefe in der Allgemeinen Zeitung, welche qualitativ und quantitativ für das Blatt nicht bedeutend waren. Lichnowsky erhielt mit 11 Franc/Brief weniger als der Durchschnitt (15 Franc/Brief). Außerdem mussten alle Beiträge von Lichnowsky besonders genehmigt werden. Er verfasste zudem zwei biographische Schriften, die auch Georg Weerth vorgelegen haben und in denen Lichnowsky „für die Geschichte“ seine Erlebnisse über die Zeit in Spanien und auf seiner Portugalreise fixierte. Lichnowsky, Felix: Erinnerungen aus den Jahren 1837-1839. Frankfurt a. M. 1841. S. 5; zur Biographie wird außerdem verwiesen auf Ebd. passim; Lichnowsky, Felix: Portugal. Erinnerungen aus dem Jahre 1842. Mainz 1843. Internet: https://archive.org/details/bub_gb_7IgDAAAAYAAJ. Zuletzt geprüft am: 4.8.2017; Remmel-Gortat, Barbara: Deutscher Journalismus im Vormärz. Die Pariser Berichterstattung der „Allgemeinen Zeitung“ von 1840 bis 1843 und Heinrich Heines „Lutezia“. Düsseldorf 1991. S. 96–97.

[17] Vgl. Issel, Burkhard: Satire [wie Anm. 5], S. 236–237; Zemke, Uwe: Georg Weerth: 1822-1856. Ein Leben zwischen Literatur, Politik und Handel. Düsseldorf 1989. S. 107 und 119.

[18] Vgl. Vaßen, Florian: Weerth [wie Anm. 1], S. 35–36; Issel, Burkhard: Satire [wie Anm. 5], S. 3.

[19] Zu Georg Weerths Wunsch die Welt zu bereisen vgl. Weerth, Marie: Lebensbild [wie Anm. 2], S. 9 und 13 zu seinen kaufmännischen Reisen S. 169-383.

[20] Vgl. ebd., S. 384–385.

[21] Vgl. Issel, Burkhard: Satire [wie Anm. 5], S. 120.

[22] Bruno Kaiser hat Georg Weerths gesammelte Werke herausgegeben. In Band 5 der Gesamtausgabe finden sich die Briefwechsel Weerths mit Marx, Engels und anderen Weggefährten. Vgl. Weerth, Georg: Briefe [wie Anm. 3].

[23] Engels, Friedrich: Georg Weerth, der erste und bedeutendste Dichter des deutschen Proletariats, in: Der Sozialdemokrat (24/7.6.1883), z. n.: Engels, Friedrich/Marx, Karl: Werke. Hrsg. v.Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED. 21. Bd. Berlin (DDR) 1962. Internet: https://marxwirklichstudieren.files.wordpress.com/2012/11/mew_band21.pdf. Zuletzt geprüft am: 12.3.2017. S. 5.

[24] Vgl. Issel, Burkhard: Satire [wie Anm. 5], S. 6; Conter, Claude Dario: Personalsatire im Vormärz - Literatursatire und Persönlichkeitsrechtsverletzung. In: Georg Weerth und die Satire im Vormärz. Referate des internationalen Kolloquiums im 150. Todesjahr des Autors 16.-18. Juni 2006 in der Lippischen Landesbibliothek Detmold. Hrsg. v. Michael Vogt. XIII Bd. Bielefeld 2007. S. 37–68; hier: S. 43.

[25] Zur Forschung über Georg Weerth wird verwiesen auf Füllner, Bernd: Georg Weerth. Ein Forschungsbericht. In: Georg Weerth. Neue Studien. Hrsg. v. Bernd Füllner. Bielefeld 1988. S. 1–43; hier: S. 1-8 und 16-35.

[26] Vgl. Ortmann, Peter: Der erste revolutionäre Dichter. In: die Tageszeitung. Berlin 2007. S. 3 Die Lippische Landesbibliothek Detmold listet in ihrem Katalog auch die Familienkorrespondenz der Familie Weerth auf, vgl. http://www.llb-detmold.de/sammlungen/literaturarchiv/weerth-archiv/uebersicht.html [5.6.17].

[27] Vgl. Willems, Gottfried: Geschichte der deutschen Literatur. Vormärz und Realismus. Vierter Bd. Wien/Köln/Weimar 2014. S. 8.

[28] zur Industrialisierung in Deutschland wird verwiesen auf Liedtke, Rainer: Die industrielle Revolution. Köln 2012. S. 58–63; Wehler, Hans-Ulrich: Deutschland in der Epoche vor seiner „Doppelrevolution“. 1815-1845/48. Zweiter Bd. München 2008. S. 25-139 und 589-659.

[29] Vgl. Willems, Gottfried: Geschichte [wie Anm. 28], S. 16.

[30] Vgl. ebd., S. 14 und 28.

[31] Vgl. ebd., S. 19.

[32] Gutzkow, Karl Ferdinand: Schriften. Hrsg. v. Adrian Hummel. Zweiter Bd. Frankfurt a. M. 1998. S. 131.

[33] Vgl. Willems, Gottfried: Geschichte [wie Anm. 28], S. 24–25.

[34] Vgl. ebd., S. 28–29.

[35] Wehler, Hans-Ulrich: Doppelrevolution [wie Anm. 29], S. 703; Vgl. Willems, Gottfried: Geschichte [wie Anm. 28], S. 26–28.

[36] Vgl. Conze, Werner: Das Spannungsfeld von Staat und Gesellschaft im Vormärz. In: Staat und Gesellschaft im deutschen Vormärz. 1815-1848. Hrsg. v. Werner Conze/ Theodor Schieder. Erster Bd.3. Stuttgart 1978. S. 207–270; hier: S. 226.

[37] Vgl. Zunhammer, Thomas: Zwischen Adel und Pöbel. Bürgertum und Mittelstandsideal im Staatslexikon von Karl v. Rotteck und Karl Theodor Welcker. Ein Beitrag zur Theorie des Liberalismus im Vormärz. Baden-Baden 1995. S. 37.

[38] Vgl. Holtz, Bärbel: Eine mit „Intelligenz ausgerüstete lebendig wirsame Behörde“. Preußens zentrale Zensurbehörden im Vormärz. In: Zensur im 19. Jahrhundert. Das literarische Leben aus Sicht seiner Überwacher. Hrsg. v. Bernd Kortländer/ Enno Stahl. Bielefeld 2012. S. 153–176; hier: S. 155–156; Stahl, Enno: Die Überwachungsorgane in der Rheinprovinz. Akten aus dem Landesarchiv NRW. In: Zensur im 19. Jahrhundert. Das literarische Leben aus Sicht seiner Überwacher. Hrsg. v. Bernd Kortländer/ Enno Stahl. Bielefeld 2012. S. 129–152; hier: S. 129–130.

[39] Vgl. Vaßen, Florian: Weerth [wie Anm. 1], S. 97.

[40] Vgl. Conter, Claude Dario: Personalsatire [wie Anm. 25], S. 63–64; Stahl, Enno: Überwachungsorgane [wie Anm. 39], S. 130–131.

[41] Vgl. Deupmann, Christoph: Ironie. In: Metzler Lexikon Literatur. Begriffe und Definitionen. Hrsg. v. Dieter Burdorf/ Christoph Fasbender/ Burkhard Moennighoff. Stuttgart/Weimar 2007. S. 360; hier: S. 360.

[42] Die antike Satire wird unterschieden in die lucilianische Verssatire (nach dem römischen Dichter Lucilius, 2. Jh. v. Chr.) und die menippeische bzw. varronische Prosasatire (nach Menippos von Gadara, 3. Jh. v. Chr., bzw. nach Menippos latinischem Imitator Marcus Terentius Varro, 1. Jh. v. Chr.). Vgl. Auerochs, Bernd: Satire. In: Metzler Lexikon Literatur. Begriffe und Definitionen. Hrsg. v. Dieter Burdorf/ Christoph Fasbender/ Burkhard Moennighoff. Stuttgart/Weimar 2007. S. 677–679; hier: S. 678.

[43] Vgl. ebd., S. 678–679.

[44] Zur Wirkabsicht und Objektwahl vgl. Ebd., S. 678; Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Vorlesungen über die Ästhetik II. Hrsg. v. Eva Moldenhauer. 14. Bd. Frankfurt a. M. 1970. S. 216–217.

[45] Vgl. Auerochs, Bernd: Satire [wie Anm. 43], S. 678; Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Ästhetik II [wie Anm. 45], S. 126.

[46] Von gr. εἰρωνεία eirōneía und lat. ironia = (betrügerische) Verstellung, Ausflucht, Unernst.

[47] Vgl. Deupmann, Christoph: Ironie [wie Anm. 42], S. 360.

[48] Vgl. Auerochs, Bernd: Satire [wie Anm. 43], S. 678; Deupmann, Christoph: Ironie [wie Anm. 42], S. 360.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten

Details

Titel
Satirische Adelskritik in Georg Weerths „Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski“
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
36
Katalognummer
V418724
ISBN (eBook)
9783668675247
ISBN (Buch)
9783668675254
Dateigröße
695 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Georg Weerth, Adelskritik, Satire, Vormärz
Arbeit zitieren
Charlotte Stein (Autor), 2017, Satirische Adelskritik in Georg Weerths „Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418724

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Satirische Adelskritik in Georg Weerths „Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski“


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden