Ziel dieser Arbeit ist es, die Frage zu beantworten, in wie weit es dem Konstanzer Domkapitel durch die Juramente gelang, die bischöfliche Macht zu seinem Vorteil zurückzudrängen und einen bedeutenden Anteil an Verwaltung und Regierung von Hochstift und Bistum zu erlangen. Hierzu bieten vor allem die Artikel der Juramente, die die Jurisdiktion und das Finanzwesen betreffen, die Grundlage. Die zeitliche Beschränkung auf das 15. Jahrhundert ergibt sich aus dem Seminarthema.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Äußere Beschreibung
- Die hierarchische Organisationsstruktur der katholischen Kirche im Mittelalter
- Das Domkapitel
- Der Bischof
- Wahlkapitulationen
- Die Juramente der Konstanzer Bischöfe
- Grundlegende Artikel der Juramente
- Partizipation des Domkapitels an der juristischen Gewalt der Bischöfe
- Finanz- und Wirtschaftspolitik in den Juramenten
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss des Konstanzer Domkapitels auf die bischöfliche Macht im 15. Jahrhundert zu untersuchen. Die Juramente, die die Bischöfe den Domherren ablegten, dienen dabei als zentrale Quelle. Die Arbeit analysiert, inwieweit das Domkapitel durch diese Juramente einen bedeutenden Anteil an der Verwaltung und Regierung von Hochstift und Bistum erlangte.
- Die Rolle des Domkapitels in der mittelalterlichen Kirchenorganisation
- Der Machtkampf zwischen Bischof und Domkapitel
- Die juristische und finanzielle Macht des Domkapitels
- Die Bedeutung von Wahlkapitulationen im 15. Jahrhundert
- Die Auswirkungen der Juramente auf die Verwaltung und Regierung des Bistums Konstanz
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und erläutert die Forschungsfrage. Kapitel 2 beschreibt die äußeren Merkmale der verwendeten Quellen, die Juramente der Konstanzer Bischöfe. Kapitel 3 beleuchtet die hierarchische Organisationsstruktur der katholischen Kirche im Mittelalter, mit besonderem Fokus auf die Rolle von Domkapitel und Bischof. In Kapitel 4 werden die Juramente der Konstanzer Bischöfe analysiert, wobei die Schwerpunkte auf der juristischen und finanziellen Macht des Domkapitels liegen.
Schlüsselwörter
Konstanzer Domkapitel, Bischof, Wahlkapitulationen, Juramente, Mittelalter, Jurisdiktion, Finanzwesen, Verwaltung, Regierung, Hochstift, Bistum, Kirchenorganisation, Machtdualismus.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der "Machtdualismus" zwischen Bischof und Domkapitel?
Es beschreibt das Spannungsverhältnis und den Machtkampf um die Verwaltung und Regierung eines Bistums im Mittelalter.
Was sind Juramente (Wahlkapitulationen)?
Das sind schriftliche Zusagen, die ein Bischofskandidat vor seiner Wahl gegenüber dem Domkapitel ablegen musste, um dessen Rechte zu garantieren.
Welchen Einfluss hatte das Konstanzer Domkapitel im 15. Jahrhundert?
Durch die Juramente gelang es dem Domkapitel, bedeutende Anteile an der Jurisdiktion sowie der Finanz- und Wirtschaftspolitik des Hochstifts zu erlangen.
Welche Rolle spielten die Finanzen in den Juramenten?
Die Arbeit analysiert Artikel, die dem Domkapitel Mitbestimmungsrechte über das Finanzwesen und die wirtschaftliche Verwaltung des Bistums einräumten.
War das Domkapitel an der juristischen Gewalt beteiligt?
Ja, die Juramente sahen oft eine Partizipation des Domkapitels an der bischöflichen Gerichtsbarkeit vor, was die Macht des Bischofs einschränkte.
- Quote paper
- Charlotte Stein (Author), 2011, Bischof und Domkapitel. Der Machtdualismus von Bischof und Domkapitel in den Juramenten des 15. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418726