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Bischof und Domkapitel. Der Machtdualismus von Bischof und Domkapitel in den Juramenten des 15. Jahrhunderts

Título: Bischof und Domkapitel. Der Machtdualismus von Bischof und Domkapitel in den Juramenten des 15. Jahrhunderts

Trabajo Escrito , 2011 , 20 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Charlotte Stein (Autor)

Historia - Otros
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Ziel dieser Arbeit ist es, die Frage zu beantworten, in wie weit es dem Konstanzer Domkapitel durch die Juramente gelang, die bischöfliche Macht zu seinem Vorteil zurückzudrängen und einen bedeutenden Anteil an Verwaltung und Regierung von Hochstift und Bistum zu erlangen. Hierzu bieten vor allem die Artikel der Juramente, die die Jurisdiktion und das Finanzwesen betreffen, die Grundlage. Die zeitliche Beschränkung auf das 15. Jahrhundert ergibt sich aus dem Seminarthema.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Äußere Beschreibung

3 Die hierarchische Organisationsstruktur der katholischen Kirche im Mittelalter

3.1 Das Domkapitel

3.2 Der Bischof

4 Wahlkapitulationen

4.1 Die Juramente der Konstanzer Bischöfe

4.2 Grundlegende Artikel der Juramente

4.3 Partizipation des Domkapitels an der juristischen Gewalt der Bischöfe

4.4 Finanz- und Wirtschaftspolitik in den Juramenten

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Machtdualismus zwischen Bischof und Domkapitel im 15. Jahrhundert, wobei der Fokus auf den sogenannten Konstanzer Juramenten liegt. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit es dem Domkapitel durch diese Eide gelang, die bischöfliche Macht zu beschränken und die eigene Mitbestimmung in Verwaltungs- und Regierungsangelegenheiten des Hochstifts zu festigen.

  • Machtgefüge zwischen Bischof und Domkapitel im Mittelalter
  • Analyse der Konstanzer Juramente als politische Instrumente
  • Einfluss des Domkapitels auf Jurisdiktion und Offizialat
  • Rolle des Domkapitels bei der Finanz- und Wirtschaftspolitik
  • Entwicklung und Zielsetzung bischöflicher Wahlkapitulationen

Auszug aus dem Buch

4.3 Partizipation des Domkapitels an der juristischen Gewalt der Bischöfe

Die juristische Gewalt des Bischofs war für das Domkapitel ein zentraler Punkt, der die Möglichkeit der Machtpartizipation bot. Bereits 1424 wurden die Kapitulare, mit Bestätigung durch Papst Martin V., der Gerichtsgewalt des Domdekans unterstellt, eine Ausnahme bildeten nur Kapitalverbrechen, die weiterhin der Jurisdiktion des Bischofs unterlagen. Wesentlich bedeutsamer war aber die Besetzung des Offizialats.

Das Amt des Offizials war im kirchlichen Gesetz für Bistümer vorgeschrieben. Er war Stellvertreter des Bischofs in Gerichtssachen und besaß eine allgemeine Vollmacht. Verwaltungsaufgaben standen ihm jedoch nicht zu. Sein Urteil konnte durch den Bischof weder aufgehoben noch abgeändert werden.

Als Vorläufer des Offizialats kann man die Archidiakone sehen, die die Sendgerichtsbarkeit über die ihnen unterstellten Gebiete ausübten. Im 13. und dem frühen 14. Jahrhundert ging diese Aufgabe jedoch auf den Offizial über. Sein Amt war nötig geworden, da die Rechtsprechung mit Kenntnis des römisch-kanonischen Prozessverfahrens und der, durch die Abkehr vom germanischen Recht, entstandenen neuen Rechte erfolgen sollte. Zudem war eine geordnete Rechtspflege ohne Berufsrichtertum auf Dauer nicht möglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema des Machtdualismus zwischen Bischof und Domkapitel sowie Darlegung der Forschungsfrage und Quellenbasis.

2 Äußere Beschreibung: Untersuchung der materiellen Überlieferung und formalen Beschaffenheit der Konstanzer Juramente.

3 Die hierarchische Organisationsstruktur der katholischen Kirche im Mittelalter: Erläuterung der Rollen und politischen Funktionen von Domkapitel und Bischof im kirchlichen Hierarchiegefüge.

3.1 Das Domkapitel: Analyse des Domkapitels als selbstverwaltete Korporation und dessen Stellung innerhalb der Diözese.

3.2 Der Bischof: Darstellung der kirchlichen und rechtlichen Stellung des Bischofs als Garant des Glaubens und als Grundherr.

4 Wahlkapitulationen: Definition und geschichtliche Einordnung der Wahlkapitulationen als Instrument zur vertraglichen Machtabgrenzung.

4.1 Die Juramente der Konstanzer Bischöfe: Historischer Überblick über die Entwicklung und Kontinuität der Konstanzer Juramente im 15. Jahrhundert.

4.2 Grundlegende Artikel der Juramente: Analyse der inhaltlichen Konstanten, wie Testierfreiheit und Schutz des Domkapitels vor äußeren Angriffen.

4.3 Partizipation des Domkapitels an der juristischen Gewalt der Bischöfe: Untersuchung der Einflussnahme des Kapitels auf das Offizialat als zentrales Machtinstrument.

4.4 Finanz- und Wirtschaftspolitik in den Juramenten: Darstellung des zunehmenden Einflusses des Domkapitels auf die Haushaltsführung und Verschuldungskontrolle des Hochstifts.

5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung des Erfolgs des Domkapitels bei der Etablierung als Mitregent durch die Juramente.

Schlüsselwörter

Konstanzer Domkapitel, Bischof, Machtdualismus, Juramente, Wahlkapitulationen, Hochstift, Jurisdiktion, Offizialat, Finanzverwaltung, Reichskirche, 15. Jahrhundert, politische Partizipation, Verwaltungsentwicklung, Sedisvakanz, Kirchenrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Machtverhältnis zwischen dem Konstanzer Domkapitel und den Bischöfen im 15. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die rechtliche Stellung beider Parteien, die Jurisdiktion, die Finanzpolitik des Hochstifts und die Instrumentalisierung von Wahlkapitulationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie es dem Domkapitel durch die Juramente gelang, die bischöfliche Macht zu begrenzen und eigenen Einfluss auf die Verwaltung zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Quellenanalyse der Juramente der Konstanzer Bischöfe im 15. Jahrhundert, ergänzt durch relevante Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die hierarchische Organisationsstruktur, die inhaltliche Interpretation der Wahlkapitulationen sowie deren Anwendung auf Jurisdiktion und Finanzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Konstanzer Domkapitel, Machtdualismus, Juramente, Wahlkapitulationen, Offizialat und Finanzverwaltung.

Wie war die Besetzung des Offizialats im 15. Jahrhundert geregelt?

Das Domkapitel versuchte durch die Juramente sicherzustellen, dass die Besetzung des wichtigen Amtes des Offizials durch Kapitulare erfolgte, was zu Konflikten mit der bischöflichen Amtsführung führte.

Welchen Einfluss hatte die wirtschaftliche Lage des Hochstifts auf das Domkapitel?

Aufgrund der zunehmenden Verschuldung von Hochstift und Bistum sah das Domkapitel die Notwendigkeit, durch Zentralisierung und Kontrollbefugnisse in der Finanzverwaltung stärker in das Regierungsgeschehen einzugreifen.

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Detalles

Título
Bischof und Domkapitel. Der Machtdualismus von Bischof und Domkapitel in den Juramenten des 15. Jahrhunderts
Universidad
University of Freiburg
Calificación
1,3
Autor
Charlotte Stein (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
20
No. de catálogo
V418726
ISBN (Ebook)
9783668674905
ISBN (Libro)
9783668674912
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bischof Domkapitel Juramente Mittelalter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Charlotte Stein (Autor), 2011, Bischof und Domkapitel. Der Machtdualismus von Bischof und Domkapitel in den Juramenten des 15. Jahrhunderts, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418726
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