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Korruption in Spanien. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Klientelismus und Staatsverschuldung?

Título: Korruption in Spanien. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Klientelismus und Staatsverschuldung?

Trabajo Escrito , 2018 , 16 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Lydia Pfenzig (Autor)

Política - Región: Otros países
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Die Fiskalkrise Griechenlands, welche ihren Anfang im Jahr 2009 nahm, wird bis zum heutigen Tag in der politikwissenschaftlichen Forschung untersucht. Als Ursache werden mehrheitlich klientelistische Strukturen identifiziert, die sich sowohl durch den Staat als auch durch die griechische Wirtschaft und Gesellschaft gezogen haben. Allerdings war Griechenland nicht der einzige europäische Staat, dessen Wirtschaft aufgrund einer Finanzkrise zusammenzubrechen drohte. Über Griechenland hinaus zählen Portugal, Italien, Irland und schlussendlich Spanien zu der Gruppe der sogenannten PIIGS-Staaten. Fast alle ebengenannten Länder mussten in den vergangenen Jahren Hilfskredite bei der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds beantragen. Die Vermutung liegt nahe, dass auch in diesen Ländern die Ursachen für die Fiskalkrisen auf klientelistische Strukturen zurückgeführt werden könnten.

Diese Arbeit ist Teil eines Forschungsprojektes, vor dessen Hintergrund die erkenntnisleitende Frage der Arbeit wie folgt lautet: Werden die Erwartungs- und Verhaltensmuster der Bürger in Spanien von klientelistischen bzw. partikularistischen Vorstellungen dominiert? Und darauf aufbauend: Gibt es in Spanien einen Zusammenhang zwischen Klientelismus und Staatsverschuldung?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klientelismus und Parteipatronage in Spanien

2.1 „Clientelism in the Building of State and Civil Society in Spain”

2.2 “From Patronage to Clientelism: Comparing the Italian and Spanish Experiences”

3. Schlussfolgerungen und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung von Patronage und Klientelismus in Spanien, um zu klären, ob klientilistische Strukturen die Erwartungs- und Verhaltensmuster der Bürger dominieren und inwieweit ein Zusammenhang zur Staatsverschuldung besteht.

  • Analyse der historischen Entwicklung von Patronage und Klientelismus in Spanien seit dem 19. Jahrhundert.
  • Theoretische Abgrenzung der Begriffe Patronage, Klientelismus und Korruption.
  • Vergleichende Betrachtung der spanischen und italienischen Erfahrung mit Klientelismus.
  • Untersuchung der Rolle des Staates und der Zivilgesellschaft für das Entstehen klientilistischer Strukturen.
  • Kritische Reflexion der Forschungsbeiträge hinsichtlich ihrer empirischen Aussagekraft.

Auszug aus dem Buch

2.1„Clientelism in the Building of State and Civil Society in Spain”

Der Forschungsbeitrag “Clientelism in the Building of State and Civil Society in Spain” von Georgina Blakeley ist Bestandteil des Sammelbandes “Clientelism, interests, and democratic representation: the European experience in historical and comparative perspective” aus dem Jahr 2001 von Simona Piattoni. In diesem Beitrag wir der Übergang von Patronage zu Klientelismus in Spanien untersucht, indem die Veränderung der Beziehung zwischen Staat und Gesellschaft sowie die Politik, in ihrer Aufgabe die Verbindung zwischen den beiden eben genannten herzustellen, betrachtet wird. Im Vorfeld des Beitrages wird darauf verwiesen, dass der Typus sowie die Intensität des Klientelismus durch die Interaktion zwischen Staat und Gesellschaft bedingt ist.

Die Erhöhung und Senkung von klientilistischen Strukturen wird durch staatliche Handlungen bestimmt. Entscheidend hierfür sind vor allem zwei Faktoren: erstens, der Typus und Umfang von staatlichen Ressourcen, über die eine Regierung verfügt und zweitens, die Fähigkeit des Staates seine Autorität mit Hilfe der Gesetze zu demonstrieren und gesellschaftliche Ungleichheiten zu vermeiden. Shefter bezeichnet diese Faktoren zusammenfassend als die „Angebotsseite“ der Patronage. Die „Nachfrageseite“ wird von der Zivilgesellschaft bestimmt. Diese muss das Gegengewicht zum Staat bilden, indem sie ökonomisch und kognitiv dazu in der Lage ist, Vereine zu gründen, die unabhängig von Staat und politischen Parteien agieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Fiskalkrise in Spanien ein und definiert den für die Arbeit zentralen Begriff des Klientelismus als asymmetrisches Tauschverhältnis.

2. Klientelismus und Parteipatronage in Spanien: Dieser Abschnitt analysiert ausgewählte politikwissenschaftliche Beiträge, die den Wandel von der traditionellen Patronage hin zum modernen Klientelismus in verschiedenen politischen Epochen Spaniens beleuchten.

3. Schlussfolgerungen und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Literatursichtung zusammen, weist auf die methodischen Lücken in der aktuellen Forschung hin und regt weiterführende quantitative Untersuchungen an.

Schlüsselwörter

Klientelismus, Patronage, Spanien, Fiskalkrise, Zivilgesellschaft, Staatsbildung, Parteiensystem, Politische Kultur, Demokratisierung, Ressourcenverteilung, cacique, politische Partizipation, Korruption, Post-Franco-Ära, Modernisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung von Klientelismus und Patronage in Spanien und deren möglicher Rolle bei Staatskrisen sowie der Beeinflussung des bürgerlichen Verhaltens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die historische Entwicklung politischer Abhängigkeitsstrukturen, die Interaktion zwischen Staat und Zivilgesellschaft sowie den vergleichenden Blick auf Italien und Spanien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob spanische Bürger durch partikularistische Vorstellungen geprägt sind und ob ein Zusammenhang zwischen Klientelismus und der Staatsverschuldung besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine qualitative Literatursichtung und -analyse, um bestehende politikwissenschaftliche Forschungsbeiträge zu sichten, zusammenzufassen und kritisch zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zwei zentrale Forschungsbeiträge, die sich mit dem Übergang von traditioneller Patronage zu moderneren Formen des Klientelismus in der spanischen Geschichte befassen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Klientelismus, Patronage, Spanien, Zivilgesellschaft, Staatsbildung und Parteiensystem.

Welche Rolle spielte die Figur des „cacique“?

Der cacique fungierte in der Zeit des „turno pacifico“ als lokaler Vermittler, der durch die Manipulation der administrativen Maschinerie Ressourcen für seine Klientel sicherte und somit eine Bindung zwischen Staat und Gesellschaft auf lokaler Ebene herstellte.

Warum wird Spanien als Fallbeispiel für Klientelismus genannt?

Spanien dient als Beispiel, weil hier eine kulturell und historisch bedingte Schwäche der staatlichen Verwaltung existierte, die es politischen Eliten ermöglichte, klientilistische Strukturen zur Generierung von Wählerstimmen zu nutzen.

Was unterscheidet den „wählbaren Klientelismus“ vom klassischen Modell?

Beim wählbaren Klientelismus agieren Parteien als kollektive Patrone, die gezielt Wahlkreise durch Verteilungsstrategien gewinnen, wobei die direkte persönliche Bindung des klassischen Modells zunehmend abnimmt.

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Detalles

Título
Korruption in Spanien. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Klientelismus und Staatsverschuldung?
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Politikwissenschaft)
Calificación
2,0
Autor
Lydia Pfenzig (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
16
No. de catálogo
V418733
ISBN (Ebook)
9783668682627
ISBN (Libro)
9783668682634
Idioma
Alemán
Etiqueta
Spanien Klientelismus Korruption Patronage Clientelism Staatsverschuldung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lydia Pfenzig (Autor), 2018, Korruption in Spanien. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Klientelismus und Staatsverschuldung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418733
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