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Migration als Faktor sozialer Ungleichheit in der schulischen Bildung und die Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit von Schülern und Schülerinnen

Die Bundesrepublik Deutschland und Schweden im Vergleich

Titel: Migration als Faktor sozialer Ungleichheit in der schulischen Bildung und die Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit von Schülern und Schülerinnen

Bachelorarbeit , 2018 , 42 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Benjamin Leonhardt (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Soziologe Stefan Hradil verdeutlicht in seinem Artikel zu sozialer Ungleichheit bei der Bundeszentrale für politische Bildung, dass das gesellschaftliche Phänomen der wachsenden sozialen Ungleichheiten heutzutage in allen entwickelten Staaten auftritt. Wie durch die Ausführungen Hradils deutlich wird, kann sich soziale Ungleichheit in Form vielfältiger Faktoren äußern. Neben der gesellschaftlichen Schicht, dem Geschlecht oder Behinderungen, kann auch die Migration Ursache für eine Ungleichbehandlung bestimmter Personengruppen sein. All diese Faktoren können natürlich auch Einfluss auf den Schulerfolg von Jugendlichen haben. Hierbei ist es möglich, dass Kinder aufgrund bestimmter Merkmale anders beurteilt werden als andere. Dies kann ihren weiteren Lebensweg sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.

Häufig werden diese Ungleichheiten im gesellschaftlichen Diskurs als ungerecht und negativ empfunden und es gibt immer wieder Debatten und politische Auseinandersetzungen darüber, wie man soziale Ungleichheiten abschaffen oder verringern kann. Andererseits verzichtet die Soziologie bei der Untersuchung von sozialer Ungleichheit auf eine Wertung und lässt die Frage nach der Gerechtigkeit offen. Diese Diskrepanz zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zeigt bereits die hohe Brisanz und öffentliche Wirkung dieses Phänomens.

Zudem sind Diskussionen über soziale Ungleichheiten zurzeit sehr aktuell. Vor allem die Migration als Faktor sozialer Ungleichheit gewinnt aufgrund der Flüchtlingsströme der vergangenen Jahre immer mehr an gesellschaftlichem Interesse. In meiner Arbeit werde ich mich daher auf diesen Faktor beschränken und versuchen zu analysieren, welche Auswirkungen er auf die schulischen Erfolge betroffener Kinder hat. Untersuchen werde ich dies in Form eines Vergleiches zweier Industriestaaten, hinsichtlich der Leistungsfähigkeit von Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei Bildungstests (PISA).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale Ungleichheit aus Sicht Pierre Bourdieus – Ursachen, Entstehung und Implementierung in der Gesellschaft

2.1 Allgemeine Definition sozialer Ungleichheit und historischer Überblick

2.2 Soziale Ungleichheit nach Pierre Bourdieu

2.3 Ursachen und Entstehung sozialer Ungleichheit aus Sicht Bourdieus

3. Migration als Faktor sozialer Ungleichheit

3.1 Ursachen für den Einfluss von Migration auf die soziale Ungleichheit im Bildungssystem

3.2 Auswirkungen des Faktors Migration auf die Bildungslaufbahn betroffener Kinder

4. Die Bildungssysteme und Gesellschaften beider Staaten im Überblick

4.1 Aufbau und Funktionsweise des deutschen Bildungssystems

4.2 Das schwedische Bildungssystem im Überblick

5. Vergleich zwischen der BRD und Schweden bezüglich der Zusammenhänge zwischen Migration als Faktor sozialer Ungleichheit und Erfolgen bei Bildungstests (PISA)

5.1 Ausprägung des Faktors Migration als soziale Ungleichheit in der BRD aus Sicht Bourdieus

5.1.1 Das ökonomische Kapital von Migrantenfamilien in der BRD

5.1.2 Das kulturelle Kapital von Migranten in Deutschland

5.1.3 Das soziale Kapital von Migranten in der Bundesrepublik Deutschland

5.2 Ausprägung des Faktors Migration als soziale Ungleichheit in Schweden aus Sicht Bourdieus

5.2.1 Das ökonomische Kapital von Migranten in Schweden

5.2.2 Das kulturelle Kapital schwedischer Migranten

5.2.3 Das soziale Kapital von Migranten in Schweden

5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse und Zwischenfazit

5.4 Das Abschneiden beider Staaten bei Bildungstests am Beispiel PISA

5.4.1 Das Abschneiden von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund bei den PISA-Studien in Deutschland

5.4.2 Das Abschneiden von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund bei den PISA-Studien in Schweden

6. Zusammenfassung der Befunde und Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Migration als Faktor sozialer Ungleichheit auf den Bildungserfolg von Jugendlichen in Deutschland und Schweden. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, inwieweit das Phänomen Migration im jeweiligen nationalen Bildungssystem zu ungleichen Startchancen führt und welche Auswirkungen sich daraus auf die Leistungsfähigkeit bei PISA-Bildungstests ableiten lassen.

  • Theoretische Fundierung sozialer Ungleichheit nach Pierre Bourdieu (Kapitalarten)
  • Analyse diskriminierender Strukturen im Bildungssystem
  • Vergleichende Untersuchung der Bildungssysteme und Integrationsstrategien (BRD vs. Schweden)
  • Auswertung der PISA-Ergebnisse im zeitlichen Längsschnitt (2000–2015)
  • Diskussion von Zusammenhängen zwischen sozioökonomischer Herkunft und Schulleistungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Ursachen für den Einfluss von Migration auf die soziale Ungleichheit im Bildungssystem

Einen wichtigen Aspekt für die ungleiche Behandlung von Migrantenkindern in der Bildung stellt die Diskriminierung dar. Dieses gesellschaftliche Phänomen lässt sich in zwei Arten untergliedern. Zum einen stellt die direkte Diskriminierung eine Ursache für die Ungleichbehandlung ausländischer Schüler und Schülerinnen dar. Diese Form geht zumeist von Einzelpersonen aus und die resultierenden Nachteile für die betroffene Person sind von der diskriminierenden Person beabsichtigt und geplant. Ein Beispiel für diesen Diskriminierungstyp wäre die bewusste Schlechterbewertung von Kindern mit ausländischer Herkunft, ohne dass dafür objektive Gründe vorliegen würden.

Eine andere Art der sozialen Ungleichbehandlung ist die institutionelle Diskriminierung. Hierbei handelt es sich um eine ungleiche, nachteilige Behandlung von Personen oder Personengruppen durch Handlungen, Vorgehensweisen oder Organisationsstrukturen zentraler gesellschaftlicher Institutionen (z.B. Schule als Bildungseinrichtung). Hauptaspekt der institutionellen Diskriminierung ist, dass hierbei keine Einzelperson diskriminierende Handlungen beabsichtigt durchführt, sondern die Ungleichbehandlung aus bestimmten Handlungslogiken, Organisationsstrukturen, Lehrpraktiken oder Verfahrensvorschriften entsteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der sozialen Ungleichheit und Migration sowie Darlegung der Forschungsziele und des methodischen Vorgehens.

2. Soziale Ungleichheit aus Sicht Pierre Bourdieus – Ursachen, Entstehung und Implementierung in der Gesellschaft: Darstellung der soziologischen Grundlagen nach Bourdieu, insbesondere der Kapitalarten als Erklärungsmodell für Ungleichheiten.

3. Migration als Faktor sozialer Ungleichheit: Untersuchung der Mechanismen wie institutionelle Diskriminierung, die Migrantenkinder im Bildungssystem benachteiligen.

4. Die Bildungssysteme und Gesellschaften beider Staaten im Überblick: Analyse der strukturellen Unterschiede zwischen den gegliederten deutschen und den eher einheitlichen schwedischen Bildungssystemen.

5. Vergleich zwischen der BRD und Schweden bezüglich der Zusammenhänge zwischen Migration als Faktor sozialer Ungleichheit und Erfolgen bei Bildungstests (PISA): Empirische Anwendung der Bourdieu-Theorie auf die Migrationssituation in beiden Ländern sowie Auswertung der PISA-Leistungsdaten.

6. Zusammenfassung der Befunde und Fazit: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Frage, wie stark Migration die PISA-Testergebnisse in den untersuchten Ländern beeinflusst.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Pierre Bourdieu, Migration, Bildungssystem, PISA-Studie, Institutionelle Diskriminierung, Ökonomisches Kapital, Kulturelles Kapital, Soziales Kapital, Deutschland, Schweden, Chancengleichheit, Bildungserfolg, Habitus, Bildungszertifikate

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Migration als Faktor sozialer Ungleichheit den schulischen Erfolg von Jugendlichen beeinflusst und vergleicht dabei Deutschland mit Schweden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Anwendung der Bourdieuschen Kapitaltheorie, die Analyse von Diskriminierungsformen in Schulen sowie der Vergleich nationaler Bildungssysteme anhand von PISA-Daten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, in welcher Weise sich Migration im Bildungssystem als soziale Ungleichheit manifestiert und ob ein direkter Zusammenhang zur nationalen Leistungsfähigkeit bei PISA-Tests besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die theoretische Konzepte (Bourdieu) auf empirische PISA-Daten und nationale Bildungssysteme anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung (Kapitalbegriffe), die Analyse der Bildungssysteme beider Länder und einen detaillierten Vergleich der PISA-Ergebnisse in Abhängigkeit vom Migrationshintergrund.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Soziale Ungleichheit, Pierre Bourdieu, Migration, Bildungssystem, PISA-Studie und Kapitalsorten sind die zentralen Begriffe der Untersuchung.

Warum schneiden Migrantenkinder in Deutschland häufig schlechter ab?

Die Arbeit führt dies primär auf institutionelle Diskriminierung und die frühe Selektion in verschiedene Schulformen zurück, die das kulturelle Kapital von Migrantenkindern abwerten.

Wie unterscheidet sich das schwedische System von dem in Deutschland?

Schweden verfolgt einen Ansatz der Förderung statt Auslese, ein längeres gemeinsames Lernen sowie das Recht auf muttersprachlichen Unterricht, was in der Theorie integrativer wirkt als das gegliederte deutsche System.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Migration als Faktor sozialer Ungleichheit in der schulischen Bildung und die Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit von Schülern und Schülerinnen
Untertitel
Die Bundesrepublik Deutschland und Schweden im Vergleich
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,7
Autor
Benjamin Leonhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
42
Katalognummer
V418856
ISBN (eBook)
9783668677906
ISBN (Buch)
9783668677913
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bourdieu Migration soziale Ungleichheit PISA Schulbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benjamin Leonhardt (Autor:in), 2018, Migration als Faktor sozialer Ungleichheit in der schulischen Bildung und die Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit von Schülern und Schülerinnen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418856
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Leseprobe aus  42  Seiten
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