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Literaturgeschichtliche Betrachtung von Hoffmanns "Des Vetters Eckfenster", der Berliner Salongesellschaft, Heines "Anno 1838" und "Briefe aus Berlin"

Titel: Literaturgeschichtliche Betrachtung von Hoffmanns "Des Vetters Eckfenster", der Berliner Salongesellschaft,  Heines "Anno 1838" und "Briefe aus Berlin"

Klausur , 2017 , 8 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Alexandra Priesterath (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Take Home Klausur beschäftigt sich im Seminarteil mit Hoffmanns Poetisierung in "Des Vetters Eckfenster" sowie der Salonkultur und Schleiermachers Ansichten zu Insitutionen des 19. Jahrhunderts. Im Vorlesungsteil wird Heines Gedicht "Anno 1838" analysiert sowie "Briefe aus Berlin" in Bezug auf die Preußenkritik untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.) Des Vetters Eckfenster

2.) Ein Salon sei eine „freie, ungezwungene Geselligkeit, deren Grundlage die Konversation über literarische, künstlerische oder politische Themen bildet.“

1.) Das Gedicht Anno 1838 entstammt Heines zweiter Lyriksammlung Neue Gedichte

2.) In seinen drei Korrespondenzberichten Briefe aus Berlin von 1822 die im Rheinisch-Westfälischen Anzeiger erschienen und sein journalistisches Wirken begründen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die poetologischen und publizistischen Strategien von E.T.A. Hoffmann und Heinrich Heine im Kontext der Restaurationsepoche, wobei die Wechselwirkung zwischen Literatur, politischer Unterdrückung und kulturellen Institutionen wie dem Salon oder dem Theater im Zentrum steht.

  • Poetologische Reflexionen in Hoffmanns Erzählungen
  • Die Funktion und Kriterien literarischer Salons
  • Die Rolle des Theaters als Instrument der Unterhaltung und Ablenkung
  • Heines journalistische Arbeit und seine Rolle als politischer Intellektueller
  • Der Kontrast zwischen deutscher Stagnation und französischer Freiheit im literarischen Diskurs

Auszug aus dem Buch

Des Vetters Eckfenster

Des Vetters Eckfenster ist ein poetologischer Text, dessen Stoff vom alltäglichen Markt und dessen poetischer Beobachtung handelt. Hoffmanns Vetter ist im Gegensatz zu Edgar Ellen Pos Mann in der Menge, der ein namenloser Konsument in einem Londoner Café ist, ein Berliner Privatier mit Vergrößerungs glas. Seine Erzählung ist eine Metareflexion über das Schreiben, da der kranke Vetter -Hoffmann selbst war sehr krank und ans Bett gebunden, sodass die autobiographischen Züge des Vetters nicht zu übersehen sind - seinen Vetter in die Kunst des Beobachtens und Schreibens einführt. Eine weitere Metaebene kommt hinzu, wenn man beachtet, dass diese Erzählung vom 23. April bis zum 4. Mai 1822 in der Zeitschrift Der Zuschauer veröffentlicht wurde. Im Schreiben Hoffmanns an den Herausgeber der Zeitschrift äußert er zudem performativ, dass ihn der Titel an seine Lieblingsneigung erinnere. Hoffmann hatte eine Eckwohnung am Gendarmenmarkt, in der sich bis heute die Weinhandlung Lutter und Wegner befindet. Die zwei Vettern repräsentieren zwei verschiedene Beobachtertypen: Der junge naive Vetter bewegt sich zielgerichtet auf die vom Weiten erkennbare Wohnung seines Vetters durch das „Volksgewühl“ des Marktes zu. Er hat einen pauschalen Blick, da er alles und nichts betrachtet. Die Menge wirkt auf ihn „seltsam und überraschend“, sodass seine Sinne verwirrt scheinen. Der immobile und produktive Vetter ist intellektuell beweglich und somit repräsentiert seine Wahrnehmung die der Poeten. Er bewohnt - wie Hoffmann selbst- eine Dachwohnung mit einem exklusiven Eckfensterblick auf den Gendarmenmarkt („Panorama des grandiosen Platzes“). Die Schule des Schreibens ist ihm zufolge zugleich die Schule des Sehens. Ziel ist die realistische Darstellung und die Perspektive von außen. Das Lernprogramm umfasst fünf Regeln: Zuerst „braucht [es] ein Auge, was wirklich schaut“ und man muss sich etwas Einzelnes aussuchen und es fixieren. Der junge Vetter wird zum Schauen aufgefordert: „Komm, Vetter, schau hinaus!“

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Des Vetters Eckfenster: Diese Analyse beleuchtet Hoffmanns Erzählung als Metareflexion über das Schreiben, wobei das Beobachten des Alltags als zentrale poetologische Methode eingeführt wird.

2.) Ein Salon sei eine „freie, ungezwungene Geselligkeit, deren Grundlage die Konversation über literarische, künstlerische oder politische Themen bildet.“: Das Kapitel definiert die Kriterien des literarischen Salons als wichtigen Freiraum und kulturelle Institution gegen die restaurative Unterdrückung.

1.) Das Gedicht Anno 1838 entstammt Heines zweiter Lyriksammlung Neue Gedichte: Dieser Abschnitt untersucht Heines kritische Auseinandersetzung mit Deutschland aus dem Pariser Exil und seine Gegenüberstellung deutscher Stagnation mit französischer Freiheit.

2.) In seinen drei Korrespondenzberichten Briefe aus Berlin von 1822 die im Rheinisch-Westfälischen Anzeiger erschienen und sein journalistisches Wirken begründen: Hier wird Heines journalistische Tätigkeit analysiert, mit der er politische Missstände offenlegte und das moderne Feuilleton begründete.

Schlüsselwörter

E.T.A. Hoffmann, Heinrich Heine, Restauration, Poetologie, Berliner Salon, Politische Unterdrückung, Literaturgeschichte, Feuilleton, Journalismus, Beobachtungskunst, Vormärz, Zensur, Serapionsbrüder, Identität, Gesellschaftskritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die literarischen und publizistischen Strategien der Autoren E.T.A. Hoffmann und Heinrich Heine im Spannungsfeld der politischen Restauration in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Poetologie der Beobachtung, die Funktion kultureller Institutionen wie Salons und Theater sowie die politische Rolle des Intellektuellen im Vormärz.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Literatur und Journalismus als Mittel der Reflexion und Kritik unter den Bedingungen von Zensur und politischer Stagnation eingesetzt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext in den historischen Kontext einbettet und vergleichend mit zeitgenössischen Theorieansätzen (z. B. Schleiermacher) interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zentrale Werke und Berichte analysiert, etwa Hoffmanns „Des Vetters Eckfenster“ und Heines „Briefe aus Berlin“ sowie seine Lyrik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben den Autorennamen prägen Begriffe wie Restauration, Poetologie, Feuilleton und Gesellschaftskritik das wissenschaftliche Profil der Arbeit.

Wie unterscheidet Hoffmann in „Des Vetters Eckfenster“ zwischen Beobachtertypen?

Hoffmann unterscheidet zwischen dem naiven, pauschal wahrnehmenden Passanten und dem produktiven, intellektuell fokussierten Poeten, der durch das „Eckfenster“ die Welt methodisch erschließt.

Warum war für Heine der Salon und die Korrespondenz so bedeutend?

Für Heine stellten diese Medien eine Möglichkeit dar, trotz der strengen Zensur in Preußen eine kritische Öffentlichkeit zu erreichen und das politische Feuilleton als literarische Kunstform zu etablieren.

Welche Rolle spielt die „Zensur“ in der Analyse?

Die Zensur wird als treibende Kraft für die indirekte, satirische Schreibweise beider Autoren identifiziert, die zur Flucht in innere Räume oder zur journalistischen Distanz führte.

Inwiefern korrespondiert das „serapiontische Prinzip“ mit dem Realismus?

Es fordert ein Gleichgewicht zwischen der imaginierten Innenwelt und der exakten Beobachtung der Außenwelt, um der Kunst Glaubwürdigkeit und Tiefe zu verleihen.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Literaturgeschichtliche Betrachtung von Hoffmanns "Des Vetters Eckfenster", der Berliner Salongesellschaft, Heines "Anno 1838" und "Briefe aus Berlin"
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,7
Autor
Alexandra Priesterath (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
8
Katalognummer
V418936
ISBN (eBook)
9783668679177
ISBN (Buch)
9783668679184
Sprache
Deutsch
Schlagworte
literaturgeschichtliche betrachtung hoffmanns vetters eckfenster berliner salongesellschaft heines anno briefe berlin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexandra Priesterath (Autor:in), 2017, Literaturgeschichtliche Betrachtung von Hoffmanns "Des Vetters Eckfenster", der Berliner Salongesellschaft, Heines "Anno 1838" und "Briefe aus Berlin", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418936
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Leseprobe aus  8  Seiten
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