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Offene Kinder- und Jugendarbeit. Kann der Bildungsanspruch der Kinder- und Jugendarbeit in der Ganztagsschule umgesetzt werden?

Title: Offene Kinder- und Jugendarbeit. Kann der Bildungsanspruch der Kinder- und Jugendarbeit in der Ganztagsschule umgesetzt werden?

Essay , 2017 , 7 Pages

Autor:in: Maike Gehlert-Orth (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Heute stellt sich die offene Kinder- und Jugendarbeit noch immer vielfach als stationäre Einrichtung dar, beinhaltet aber längst auch mobile und aufsuchende Angebote, unterschiedlich in den jeweiligen Konzeptionen, abhängig vom regionalen Bedarf des Landkreises, der Stadt oder Großstadt oder einer Kleinstadtstruktur. Das Grundgerüst der Konzeptionen bleibt jedoch weitgehend einheitlich.

Es geht um das Schaffen von Bildungsgelegenheiten und Räumen für Rückzugs-, Erfahrungs-, Entfaltungs- und Aneignungsmöglichkeiten. Darüber hinaus gibt es Kooperationen mit Schulen im Sinne von Angeboten zur Ganztagsbetreuung, nicht nur, aber zum Beispiel auch zur Hausaufgabenbetreuung. Im Zuge der Entwicklung hin zu mehr Ganztagsschulen scheint sich hier auch ein wachsender Bedarf abzuzeichnen, welcher die Frage aufwirft, ob und inwieweit die Offene Kinder- und Jugend-arbeit diesen Anforderungen gerecht werden kann und will – in Relation zum eigenen Anspruch bzw. der originären Zielsetzung.

Denn neben der Option, dass die Offene Kinder- und Jugendarbeit mehr und mehr Teil von Ganztagsschulen wird, bliebe auch wenigstens eine weitere, bei der die Offene Kinder- und Jugendarbeit eher außerschulische Lernorte bietet und Teil einer kommunalen Bildungsplanung ist, bei der sie weitgehend eigene Bildungsansätze nutzt und so am Lebensort der Kinder- und Jugendlichen ein breites Spektrum von Lernorten und -inhalten entstünde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HAUPTTEIL

3. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob und inwieweit der Bildungsanspruch der Offenen Kinder- und Jugendarbeit unter den Bedingungen einer zunehmenden Ganztagsschulentwicklung gewahrt und umgesetzt werden kann.

  • Verhältnis von Offener Kinder- und Jugendarbeit und Ganztagsschule
  • Differenzierung zwischen Betreuung und Bildungsanspruch
  • Potenziale einer partnerschaftlichen Kooperation auf Augenhöhe
  • Bedeutung eines erweiterten Bildungsbegriffs für die Soziale Arbeit
  • Sozialraumbezogene Identitätsbildung von Kindern und Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

2 HAUPTTEIL

Betrachtet man zunächst die Kooperation von Schule mit außerschulischen Lernorten der Offenen Kinder- und Jugendhilfe, lassen sich Vorteile der räumlichen und organisatorischen Trennung aufzeigen, wie die oftmals gute Ausstattung der Räumlichkeiten, ein häufig großer Erfahrungsschatz in Freizeit- und Erlebnispädagogik, den bewertungsfreien Raum eines außerschulischen Gesprächsorts und die leichtere Erreichbarkeit einer großen, heterogenen Zielgruppe (vgl. Deinet 2008, S. 470). Demgegenüber bringt auch die Anbindung an Schule damit einhergehende Vorteile, wie den Qualitätszuwachs des schulischen Angebots, die Niederschwelligkeit solcher Angebote und deren leichtere Wahrnehmung, die Qualitätsverbesserung der Hausaufgabehilfe und die gute Erreichbarkeit der Angebote auch für jüngere Kinder, die das Gelände dann z. B. nicht verlassen müssen (ebd.).

Doch ist es Ziel und Interesse der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, Träger dieser Vorteile am Standort Schule als Teil einer Ganztagsbildung zu sein und den engen, schulischen Begriff von Bildung abzusichern? Die Grundfeste der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sind seit jeher Partizipation, Freiwilligkeit und meist eine sozialräumliche Orientierung des Angebots (vgl. Deinet 2008, S. 472–473). Finden diese Prinzipien in den engen Strukturen einer Ganztagsschule Platz, wenn der Bedarf der Eltern zumindest im Elementarbereich – aber nicht nur dort - meist eine sichergestellte Betreuung der Kinder während der Arbeitszeit der Eltern ist? Es hängt wohl am Bildungsverständnis der Kooperationspartner, ob die Offene Kinder- und Jugendarbeit sich hier über den engen Bildungsbegriff der Schule hinaus situieren kann (vgl. Deinet 2008, S. 474). Löst man den Begriff der Ganztagsschule ab und rückt eine Ganztagsbildung in den Fokus, wird eben jener Spielraum frei, in welchem sich die Soziale Arbeit in Offener Kinder- und Jugendarbeit notwendigerweise entfalten kann und die wechselseitigen Vorteile der Kooperation zum Tragen kommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert die Transformation der Offenen Kinder- und Jugendarbeit hin zu erweiterten Aufgabenbereichen im Kontext der Ganztagsschule und wirft die Kernfrage nach der Vereinbarkeit mit ihrem ursprünglichen Bildungsanspruch auf.

2. HAUPTTEIL: Dieser Abschnitt analysiert die Chancen und Risiken einer Kooperation zwischen Schule und Offener Kinder- und Jugendarbeit sowie die Notwendigkeit eines erweiterten Bildungsbegriffs zur Vermeidung einer rein funktionalen Betreuungsrolle.

3. FAZIT: Das Fazit unterstreicht, dass eine erfolgreiche Integration nur durch die Anerkennung als gleichwertiger Partner in einer gemeinschaftlichen Ganztagsbildung möglich ist, ohne dabei die spezifischen Prinzipien der Kinder- und Jugendarbeit aufzugeben.

Schlüsselwörter

Offene Kinder- und Jugendarbeit, Ganztagsschule, Ganztagsbildung, Kooperation, Bildungsanspruch, Soziale Arbeit, Partizipation, Freiwilligkeit, Sozialraum, Bildungsbegriff, Schulkooperation, Betreuung, Identitätsbildung, Demokratiebildung, Schulentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Kontext der zunehmenden Etablierung von Ganztagsschulen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Kooperationsformen zwischen schulischen und außerschulischen Partnern, der Bildungsbegriff in der Sozialen Arbeit sowie die strukturellen Herausforderungen bei der Integration offener Angebote in ein schulisches Setting.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob der spezifische Bildungsanspruch der Kinder- und Jugendarbeit (wie Freiwilligkeit und Partizipation) innerhalb des verpflichtenden Ganztagsschulrahmens aufrechterhalten werden kann.

Welche wissenschaftliche Perspektive wird eingenommen?

Die Arbeit basiert auf einer bildungstheoretischen und sozialpädagogischen Analyse, die auf Fachliteratur und theoretischen Konzepten zur Ganztagsbildung fußt.

Was wird im Hauptteil detailliert diskutiert?

Der Hauptteil beleuchtet die Vor- und Nachteile der Kooperation, die Gefahr der Degradierung der Sozialen Arbeit zur bloßen Betreuungsinstanz sowie die Bedeutung der sozialräumlichen Orientierung für die Identitätsbildung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben der Ganztagsbildung sind Partizipation, der erweiterte Bildungsbegriff sowie das Verhältnis von Schule und Sozialraum prägende Begriffe.

Warum wird im Text vor einer Entlastung der Lehrkräfte gewarnt?

Die Autorin warnt davor, die Kooperation missverständlich als Entlastung durch die Abgabe von Problemfällen an Sozialarbeiter zu deuten, da dies nicht dem ganzheitlichen Ziel einer gemeinsamen Jugendbildung entspricht.

Wie unterscheidet sich "Ganztagsbetreuung" von "Ganztagsbildung"?

Während Ganztagsbetreuung oft als rein protektive, familienersetzende Aufgabe verstanden wird, fokussiert Ganztagsbildung einen erweiterten Begriff, der formale, non-formale und informelle Bildungsprozesse integriert.

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Details

Title
Offene Kinder- und Jugendarbeit. Kann der Bildungsanspruch der Kinder- und Jugendarbeit in der Ganztagsschule umgesetzt werden?
Author
Maike Gehlert-Orth (Author)
Publication Year
2017
Pages
7
Catalog Number
V419158
ISBN (eBook)
9783668679788
ISBN (Book)
9783668679795
Language
German
Tags
offene kinder- jugendarbeit kann bildungsanspruch ganztagsschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maike Gehlert-Orth (Author), 2017, Offene Kinder- und Jugendarbeit. Kann der Bildungsanspruch der Kinder- und Jugendarbeit in der Ganztagsschule umgesetzt werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419158
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