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Wer wird Millionär? - Sender oder Kandidat? Die ökonomische Bedeutung von Quizsendungen

Title: Wer wird Millionär? - Sender oder Kandidat? Die ökonomische Bedeutung von Quizsendungen

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Matthias Istel (Author)

Communications - Movies and Television
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Beim Durchschalten der heutigen Fernsehprogramme fällt ein großer Hang zur Unterhaltung auf. In allen erdenklichen Genres, wie Talk-Shows, Daily Soaps oder Real Life Formaten wird Unterhaltung produziert.

Zu den Unterhaltungsproduktionen zählen natürlich auch Quizsendungen, die in den letzten Jahren immer wieder beim Durchschalten ins Auge fielen. Auffällig dabei ist die Konzentration von Quizsendungen. Waren früher Quizsendungen meist auf wöchentliche oder monatliche Ausstrahlung am Wochenende oder im Abendprogramm begrenzt, finden sie sich heute neben diesen Erscheinungsformen als regelmäßig ausgestrahlte Sendungen im alltäglichen Wochenprogramm. Diese „Häufung“ an Quizformaten legt die Vermutung nahe, dass Quizsendungen für die Sendeanstalten und ihre Programmstruktur von großer Bedeutung sind. Um die Frage der ökonomischen Bedeutung von Quizsendungen näher zu betrachten, soll die vorliegende Arbeit einen Einblick und Überblick über das Quizformat und seine wirtschaftlichen Implikationen bieten.

Deshalb wird im Nachfolgenden, nach einem kurzen Abriss der deutschen Quizgeschichte, ein Blick auf die Einschaltquoten heutiger Quizsendungen in den Hauptsendern geworfen. Bei den fünf Hauptsendern, ARD, ZDF, RTL, SAT1 und Pro Sieben, wurde Pro Sieben vernachlässigt, da dieser Sender kein reines Quizformat ausstrahlt. Im weiteren wird der Zusammenhang zwischen Einschaltquote und Werbepreis genauer betrachtet, um im Anschluss die, daraus resultierende, ökonomische Bedeutung von Quizsendungen für die Sender zu erläutern. Zum Abschluss der Ausführungen gibt es eine zusammenfassende Schlussbetrachtung. Sämtliche Erläuterungen beziehen sich in erster Linie auf die regelmäßig im Wochenprogramm ausgestrahlten Quizsendungen, große Quizshows, wie z.B. „Millionär gesucht! – Die große SKL-Show“, die unregelmäßig ausgestrahlt werden, wurden vernachlässigt. Für diese Shows gelten aber sicher ähnliche Zusammenhänge wie bei den in Serie produzierten Quizsendungen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Konjunkturen der Quizsendungen – Ein Überblick über die deutsche Quizgeschichte

1.1 Als alles begann! – Die 50er Jahre

1.2 Die Zeit der großen Quizmaster (60er/70er Jahre)

1.3 80er und 90er Jahre

1.4 Heutiges Angebot

2. Die Quote als Maßstab

2.1 Die Einschaltquote als Zeichen des Erfolgs

2.2 Einschaltquoten heutiger Quizsendungen im Vergleich

3. „Der Preis ist heiß“ – Werbepreise im Vergleich

3.1 Werbepreise und Einschaltquoten

3.2 Werbepreise im Umfeld von Quizsendungen

4. Die ökonomische Bedeutung von Quizsendungen

4.1 Ökonomische Bedeutung für öffentlich-rechtliche Programmanbieter

4.2 Ökonomische Bedeutung für private Programmanbieter

4.3 Ökonomische Bedeutung für beide Senderformen

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die ökonomische Relevanz von Quizsendungen im deutschen Fernsehen, insbesondere unter Berücksichtigung des Zusammenhangs zwischen Einschaltquoten, Werbepreisen und der Senderfinanzierung.

  • Historische Entwicklung des Quiz-Genres in Deutschland.
  • Einschaltquoten als zentrale Kennzahl für den Sendungserfolg.
  • Zusammenhang zwischen erzielter Reichweite und Werbepreisen.
  • Finanzierungsmodelle von Quizsendungen bei öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern.
  • Analyse der Kosteneffizienz und Gewinnpotenziale von Quizformaten.

Auszug aus dem Buch

1. Konjunkturen der Quizsendungen – Ein Überblick über die deutsche Quizgeschichte

Die Neuordnung des Rundfunks im Nachkriegsdeutschland durch die Alliierten schaffte die Basis des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (vgl. Stuiber, 1998a: 184 – 211; Donsbach, Mathes, 2000: 482 - 486). Anfänglich als Erziehungsinstrument zur Demokratisierung der Deutschen, wandelte sich der Rundfunk zunehmend zu einem Medium mit großem Unterhaltungsanteil. Vorbild dafür waren unter anderem die US-amerikanischen Funkmedien. Mit der zunehmenden Verbreitung des neuen Mediums Fernsehen wurden dort beliebte Hörfunk-Quizsendungen entsprechend abgewandelt in das Fernsehen übernommen.

Im Nachkriegsdeutschland bot das Radio Mitte der 50er Jahre die „importierte Unterhaltung“ der neuen Programmsparte Quizsendung, die während der Naziherrschaft nicht existierte (vgl. Hallenberger, Foltin, 1990: 74f; Hallenberger, 1994: 163).

Mit dem Start des Gemeinschaftsprogramms „Deutsches Fernsehen“, im November 1954 (vgl. Stuiber, 1998a: 214 – 216, Donsbach, Mathes, 2000: 486), sollten die Zuschauer aber im Fernsehen keine Unterhaltung vorfinden, zumindest nach Ansicht der Programmverantwortlichen. Diese waren der Meinung, dass der dem Radio überlegene Vorteil der Kombination von Ton und Bild zur Vermittlung von Bildung und Information dienen sollte. Um dennoch dem Bedürfnis der Zuschauer nach Unterhaltung Rechnung zu tragen, wurde als Kompromiss die neue Programmform „Quiz“ vom Fernsehen übernommen (vgl. Hallenberger, 2002: 2). Und es sollte eine der „wichtigsten Formen der Fernsehunterhaltung“ (Hallenberger, 1994: 163) werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Konjunkturen der Quizsendungen – Ein Überblick über die deutsche Quizgeschichte: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss der Quiz-Entwicklung im deutschen Fernsehen von den Anfängen in den 1950er Jahren bis zur heutigen Marktsituation.

2. Die Quote als Maßstab: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der Einschaltquote als entscheidendes Instrument zur Erfolgsmessung und Sendeplatzsicherung für Fernsehsender.

3. „Der Preis ist heiß“ – Werbepreise im Vergleich: Es wird der Zusammenhang zwischen erzielten Reichweiten und den daraus resultierenden Werbepreisen sowie dem Tausend-Kontakt-Preis (TKP) detailliert analysiert.

4. Die ökonomische Bedeutung von Quizsendungen: Dieses Hauptkapitel untersucht die spezifische Finanzierung und wirtschaftliche Rolle von Quizformaten bei öffentlich-rechtlichen sowie privaten Sendeanstalten.

5. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Quizsendungen aufgrund ihrer hohen Zuschauerbindung und relativen Kosteneffizienz für Sender wirtschaftlich äußerst attraktiv bleiben.

Schlüsselwörter

Quizsendungen, Fernsehen, Medienökonomie, Einschaltquoten, Werbeeinnahmen, Reichweite, Programmgestaltung, Öffentlich-Rechtliche, Private Sender, Werbewirtschaft, Produktionskosten, Unterhaltungsfernsehen, Zuschauerbindung, Werbepreise, Medienfinanzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Bedeutung von Quizsendungen im deutschen Fernsehen und analysiert, warum diese Formate für Sender sowohl bei öffentlich-rechtlichen als auch privaten Anbietern von hoher Relevanz sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der Quiz-Genres, die Messung des Quotenerfolgs sowie die ökonomischen Mechanismen, die den Werbemarkt und die Finanzierung dieser Sendeformate steuern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Quizsendungen durch ihre hohe Reichweite und Kosteneffizienz zur wirtschaftlichen Stabilität und zur Werbepreisgestaltung der jeweiligen Sender beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturbasierte Analyse medienökonomischer Grundlagen, die Auswertung von Quotenstatistiken sowie die Untersuchung von Preisstrukturen im Werbemarkt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Zusammenhang zwischen Quote und Werbepreis sowie die spezifischen ökonomischen Strategien öffentlich-rechtlicher und privater Sender beim Einsatz von Quizformaten behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienökonomie, Einschaltquoten, Werbefinanzierung, Programmstrategie und das Quiz-Format als ökonomische Ressource charakterisiert.

Warum sind Quizsendungen für private Sender wirtschaftlich so wichtig?

Private Sender sind primär auf Werbeeinnahmen angewiesen; Quizsendungen generieren hohe Reichweiten in werberelevanten Zielgruppen, was es den Sendern ermöglicht, höhere Werbepreise für die angeschlossenen Werbeblöcke zu erzielen.

Welche Rolle spielen Telefon-Hotlines bei der Finanzierung von Quizsendungen?

Kandidaten-Hotlines stellen eine direkte Einnahmequelle dar, deren Erlöse die oft hohen Gewinnsummen, die in den Sendungen ausgeschüttet werden, deutlich übersteigen können, was die Wirtschaftlichkeit der Sendung zusätzlich absichert.

Wie unterscheidet sich der Einsatz von Quizsendungen bei öffentlich-rechtlichen Anstalten?

Obwohl öffentlich-rechtliche Sender vorrangig durch Gebühren finanziert werden, nutzen sie Quizformate im Vorabendprogramm, um als zuschauerbindendes Element eine breite Masse zu erreichen, und generieren zudem durch begrenzte Werbezeiten zusätzliche Einnahmen.

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Details

Title
Wer wird Millionär? - Sender oder Kandidat? Die ökonomische Bedeutung von Quizsendungen
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Lehrstuhl für Kommunikations- und Politikwissenschaften Prof. Schulz)
Course
Das Geschäft mit der Fernsehunterhaltung
Grade
1,7
Author
Matthias Istel (Author)
Publication Year
2003
Pages
28
Catalog Number
V41923
ISBN (eBook)
9783638400817
ISBN (Book)
9783638656344
Language
German
Tags
Millionär Sender Kandidat Bedeutung Quizsendungen Geschäft Fernsehunterhaltung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Istel (Author), 2003, Wer wird Millionär? - Sender oder Kandidat? Die ökonomische Bedeutung von Quizsendungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41923
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