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Antike Motive bei Dracontius und ihre Einordnung in die pagane religio innerhalb des Mythos

Título: Antike Motive bei Dracontius und ihre Einordnung in die pagane religio innerhalb des Mythos

Trabajo , 2017 , 9 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Martin Schrömges (Autor)

Filolofía latina - Literatura
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In dieser Hausarbeit werden die V. 61–71a aus dem Romuleon 8 de raptu Helenae von Blossius Aemilius Dracontius analysiert, wobei die V. 63 und 66 nur paraphrasiert werden. Die Analyse geschieht unter der Beachtung, dass es sich bei Dracontius um einen christlichen Autor der Spätantike handelt, der auch eine Reihe nicht-christlicher Gedichte geschrieben hat, zu denen die zehn Romulea zählen.

In der Hausarbeit soll untersucht werden, inwiefern sich Dracontius antiker Motive bedient und wie er diese und die pagane religio innerhalb des Mythos als christlicher Schriftsteller modifiziert. Die zu bearbeitende Stelle lässt sich insofern in das Kleinepos einordnen, als dass das Proömium mit V. 60 abgeschlossen ist und nun mit V. 61 der Abschnitt folgt, in dem direkt nach dem Paris-Urteil dessen Aufnahme in Troja beschrieben wird (V. 61–212).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

I. Übersetzung der V. 61–71a

II. Sprachliche und inhaltliche Interpretation der V. 61–71a

III. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Verse 61–71a aus dem Romuleon 8 de raptu Helenae des spätantiken Autors Blossius Aemilius Dracontius. Ziel ist es, zu analysieren, wie Dracontius als christlicher Schriftsteller antike Motive innerhalb des Mythos adaptiert und modifiziert, um Paris' Abkehr vom Hirtenleben und seinen Aufbruch nach Troja darzustellen.

  • Analyse der bukolischen Elemente und ihrer Abwertung durch Paris.
  • Untersuchung der psychologischen Motivation von Paris im Kontext des Mythos.
  • Interpretation des Begriffs fatum im Spannungsfeld zwischen göttlichem Zwang und menschlichem Willen.
  • Intertextuelle Bezüge zu den Werken von Ovid und Vergil.
  • Präzisierung der Rolle der Amme in der Jugendgeschichte des Paris.

Auszug aus dem Buch

Sprachliche und inhaltliche Interpretation der V. 61–71a

Vers 61 wird mit iam eingeleitet, welches hier den Beginn der Handlung des Kleinepos nach dem Proömium markiert. Horretur wird hier als Synonym zu timetur oder horrendus est gebraucht, was in der passivischen Form des Verbes horrere möglich ist. Dazu wurde als auktorialer Dativ Paridi ausgelassen. Die darauf folgende asyndetische Reihung fontes, casa, pascua, silvae, flumina, rura erzeugt das Bild einer bukolischen Landschaft, in der Paris als junger Hirte lebte. Hier wird seine Rolle als pastor (vgl. V. 65) hervorgehoben. Am Ende dieser Reihung wird mit pigent die innere Abneigung des Paris gegenüber dieser bukolischen Welt ausgedrückt. Nach der Aufzählung der bukolischen Elemente, wird nun mit nec fistula dulcis amatur darauf hingewiesen, dass Paris auch seine Gewohnheiten als Hirte wie das Spielen auf der Hirtenpfeife nicht mehr gefallen. Als weiteres bukolisches Element fügt Dracontius in V. 62 eine bukolische Dihärese ein, welche die syntaktisch verbundenen Wörter fistula und dulcis trennt. Auch dadurch wird die innerliche Abspaltung des Paris vom Hirtenleben, das ihm zuvor noch angenehm war, verdeutlicht.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Analyse ab und thematisiert die Herausforderung, als christlicher Autor antike Motive im Romuleon 8 neu zu kontextualisieren.

I. Übersetzung der V. 61–71a: Dieser Abschnitt bietet eine deutsche Übertragung der untersuchten Versfolge, die den mentalen Wandel des Paris vom zufriedenen Hirten zum zielstrebigen Trojaner schildert.

II. Sprachliche und inhaltliche Interpretation der V. 61–71a: Der Hauptteil analysiert detailliert die stilistischen Mittel, die bukolischen Topoi und die philosophische Bedeutung von Paris' Entscheidungsfindung.

III. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Dracontius durch eine spezifische Charakterfärbung und die christliche Umdeutung des Stoffes eine eigenständige, innovative Version des Paris-Mythos erschafft.

Schlüsselwörter

Blossius Aemilius Dracontius, Romuleon, Paris-Mythos, Spätantike, bukolische Dichtung, fatum, mens, Paris-Urteil, Oenone, Helena, Intertextualität, christliche Literatur, Motivgeschichte, antike Mythologie, Willensfreiheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse eines speziellen Abschnitts (V. 61–71a) aus dem Epos Romuleon 8 des spätantiken Autors Dracontius.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die literarische Adaption antiker Mythen durch einen christlichen Autor sowie die psychologische Wandlung der Figur des Paris.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, wie Dracontius klassische Motive und die pagane religio innerhalb des Mythos modifiziert und welche Rolle der freie Wille des Paris dabei spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philologische Textanalyse unter Einbeziehung intertextueller Vergleiche mit antiken Vorbildern wie Vergil und Ovid.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil bietet eine detaillierte sprachliche Interpretation der Verse, inklusive der Bedeutung von Begriffen wie fatum und mens sowie der Funktion bukolischer Elemente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Dracontius, Paris-Mythos, Intertextualität, fatum, bukolische Dichtung und Spätantike.

Welche Rolle spielt die Figur der Amme in dieser Interpretation?

Die Arbeit zeigt auf, dass Dracontius den Mythos um eine Amme erweitert, die Paris aktiv an seine Herkunft erinnert, und damit seine Jugendgeschichte präzisiert.

Wie interpretiert der Autor den Begriff "fatum"?

Der Autor argumentiert, dass das fatum bei Dracontius kein unentrinnbarer göttlicher Zwang ist, sondern sich dem menschlichen Willen (mens) und der Interpretation durch den Einzelnen unterordnet.

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Detalles

Título
Antike Motive bei Dracontius und ihre Einordnung in die pagane religio innerhalb des Mythos
Universidad
University of Münster
Calificación
1,7
Autor
Martin Schrömges (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
9
No. de catálogo
V419284
ISBN (Ebook)
9783668682221
ISBN (Libro)
9783668682238
Idioma
Alemán
Etiqueta
antike motive dracontius einordnung mythos
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martin Schrömges (Autor), 2017, Antike Motive bei Dracontius und ihre Einordnung in die pagane religio innerhalb des Mythos, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419284
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