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Der Lateinamerikahandel. Ein Beitrag zur internationalen Vertrags-, Interventions- und Wirtschaftsgeschichte

Título: Der Lateinamerikahandel. Ein Beitrag zur internationalen Vertrags-, Interventions- und Wirtschaftsgeschichte

Trabajo , 1982 , 108 Páginas , Calificación: 3,0

Autor:in: Dr. phil. Volker Beckmann (Autor)

Historia universal - General y Comparación
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Die Seminararbeit thematisiert einige Aspekte der Politik der Hansestädte Hamburg, Bremen und Lübeck, Großbritanniens und Frankreichs gegenüber den neuen Staaten Lateinamerikas (1800-1850). Dargestellt werden die multilateralen Außen-, Handels- und Interventionspolitiken zweier europäischer Mächte gegenüber den ehemaligen Vizekönigtümern Spaniens in Lateinamerika im Prozess ihrer Ausbildung als junge unabhängige Republiken und Monarchien.

Betont wird die Semantik der diplomatischen, handels- und militärpolitischen Interessen einiger europäischer Regierungsrepräsentanten bei der Definition ihrer außenpolitischen Beziehungen gegenüber konkurrierenden europäischen und lateinamerikanischen Mächten und Verhandlungspartnern. Signifikante Textformen wie "Verträge", "Konventionen", "Vereinbarungen", "Memoranda" und relevante Schlüsselbegriffe wie "Intervention", "Nicht-Intervention", "Reziprozität", "Meistbegünstigung" werden diskutiert, wiederentdeckt, reinterpretiert, um die Interessen der involvierten Mächte und Gruppierungen einzuschätzen.

Mehr oder weniger formelle oder informelle Varianten der Politiken auf den Ebenen der Diplomatie, des Handels und des Militärs (Marine) werden dargestellt, um den Zugang zu lateinamerikanischen Märkten der interessierten Marktteilnehmer (z.B. Handelshäuser, Handelsbanken, Reedereien, einzelne Bürger und Unternehmer) zu erklären. Auf der theoretischen Ebene soll diskutiert werden, inwieweit Konzepte wie formeller oder informeller Freihandelsimperialismus oder verschiedene Formen der Abhängigkeit von europäischem Kapital, Know-how oder Fachkräften beim Aufbau der lateinamerikanischen Staaten heuristisch hilfreich oder relevant sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Britische Außenpolitik und die Frage der Anerkennung von Buenos Aires, Kolumbien und Mexiko (1815-1824)

2. Diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen der Hansestädte zu einigen lateinamerikanischen Staaten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

3. Einige Aspekte der britischen Politik gegenüber den neuen Staaten Lateinamerikas in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

3.1 Die Freibeuterexpedition im Jahre 1806 und die offizielle britische Expedition im Jahre 1807

3.2 Die erste britisch-argentinische Auseinandersetzung um die Falklandinseln

3.3 Die englisch-französische Intervention im Rio de la Plata-Gebiet (25.9.1845-Juli 1847 bzw. Juni 1848)

3.4 Ein Beispiel britischer Diplomatie in Lateinamerika: die Arbeit des Gesandten Lord Strangford in Rio de Janeiro von Juli 1808 bis April 1815

3.5 Einige Bemerkungen zu den Handelsbeziehungen zwischen Großbritannien einerseits und den Vereinigten Provinzen des Río de la Plata und Mexiko andererseits

4. Einige einführende Bemerkungen zur französischen Außenpolitik gegenüber den neuen lateinamerikanischen Staaten in der Zeit von 1828-1848

4.1 Der Hintergrund und der Ausgang zweier französischer Interventionen in Lateinamerika

4.1.1 Die französische Intervention in Mexiko im Jahre 1838

4.2 Die französische Blockade von Buenos Aires (28.3.1838-29.10.1840)

4.3 Der französische Handel mit Lateinamerika im allgemeinen und mit den westlichen südamerikanischen Staaten im besonderen (1827-1850)

5. Der Aufstieg des Freihandels in Europa und die Diskussion über das Ausmaß des 6. Imperialismus des britischen Freihandels in Lateinamerika in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die außenpolitischen und wirtschaftlichen Interaktionen europäischer Mächte – primär Großbritannien, Frankreich sowie der Hansestädte – mit den neu entstandenen Staaten Lateinamerikas in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wobei insbesondere die Anerkennungsfragen, Handelsverträge und militärische Interventionen im Fokus stehen.

  • Diplomatische Anerkennung und Außenpolitik Großbritanniens gegenüber lateinamerikanischen Republiken.
  • Die Handelsbeziehungen und vertraglichen Bindungen der Hansestädte in der Region.
  • Analyse französischer Interventionen (Mexiko 1838, Blockade Buenos Aires).
  • Bedeutung von Freihandel und imperialen Interessen für die wirtschaftliche Entwicklung Lateinamerikas.
  • Konfliktfelder wie die Falklandinseln und deren Auswirkungen auf internationale Souveränitätsansprüche.

Auszug aus dem Buch

Die erste britisch-argentinische Auseinandersetzung um die Falklandinseln

Bis zum Beginn des Jahres 1836 hatte sich der argentinische Diktator Juan Manuel de Rosas (Gouverneur von Buenos Aires 1829-32; Diktator 1835-52) nur wenig um internationale Fragen gekümmert. Eine Ausnahme machten jedoch die Querelen um die Islas Malvinas oder auch Falklandinseln genannt, in denen argentinische Staatsbürger auf der einen und amerikanische und britische Staatsbürger auf der anderen Seite involviert waren. Ökonomisch gesehen mochten die Falklandinseln weniger interessant sein: auf den öden, baumlosen Inseln konnten nur Schafe gehalten werden und um den Inseln herum betrieb man den Fisch-, Robben- und Walfang.

Der eigentliche Wert der ca. 500 km östlich der südlichen Küste Argentiniens gelegenen Inseln ist wohl der strategische: Von hier aus lassen sich die Schifffahrtsrouten durch die Magellan- und die Drakestraße und die Route um das Kap Horn kontrollieren. Dies trifft besonders dann zu, wenn die Durchfahrt durch den Panamakanal aus irgendwelchen politischen Gründen blockiert wird. Damals gab es noch keinen Panama-Kanal. In neuerer Zeit wird der Zugang zur Graham-Land-Halbinsel als auch zu den Südorkney-, Süd-Shetland- und Deception-Inseln und auch der Zugang zur Antarktis im allgemeinen den Wert der Inseln erhöhen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Britische Außenpolitik und die Frage der Anerkennung von Buenos Aires, Kolumbien und Mexiko (1815-1824): Dieses Kapitel analysiert die zögerliche britische Anerkennungspolitik gegenüber den Unabhängigkeitsbestrebungen in den ehemaligen spanischen Kolonien und betont die Bedeutung wirtschaftlicher Interessen vor rein politischer Intervention.

2. Diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen der Hansestädte zu einigen lateinamerikanischen Staaten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Hier wird der Aufbau diplomatischer und vertraglicher Beziehungen zwischen Hamburg, Bremen und Lübeck und den neuen Republiken thematisiert, trotz des Drucks durch europäische Monarchien.

3. Einige Aspekte der britischen Politik gegenüber den neuen Staaten Lateinamerikas in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Dieses Kapitel untersucht verschiedene Aspekte britischen Einflusses, von militärischen Expeditionen bis hin zu Handelsdiplomatie und dem Konflikt um die Falklandinseln.

4. Einige einführende Bemerkungen zur französischen Außenpolitik gegenüber den neuen lateinamerikanischen Staaten in der Zeit von 1828-1848: Hier werden französische Interventionen in Mexiko und am Rio de la Plata sowie der französische Handel mit Lateinamerika dargestellt.

5. Der Aufstieg des Freihandels in Europa und die Diskussion über das Ausmaß des 6. Imperialismus des britischen Freihandels in Lateinamerika in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Dieses Kapitel resümiert die theoretischen Debatten über Freihandel und Imperialismus im Kontext der wirtschaftlichen Entwicklung Lateinamerikas.

Schlüsselwörter

Lateinamerika, Großbritannien, Frankreich, Hansestädte, Freihandel, Außenpolitik, Handelsverträge, Falklandinseln, Mexiko, Buenos Aires, Intervention, Kolonialismus, Wirtschaftsentwicklung, Unabhängigkeit, Rio de la Plata

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die internationale politische und wirtschaftliche Geschichte der Beziehungen zwischen europäischen Mächten – speziell Großbritannien, Frankreich und den Hansestädten – und den neuen lateinamerikanischen Republiken zwischen 1800 und 1850.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Anerkennungsfragen, der Etablierung von Handelsbeziehungen, der Analyse militärischer Interventionen zur Durchsetzung ökonomischer Ansprüche und den theoretischen Diskussionen über Freihandel und Imperialismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die vielschichtigen diplomatischen und wirtschaftlichen Interaktionsmuster aufzuzeigen, durch die europäische Staaten ihre Interessen in Lateinamerika nach der napoleonischen Ära sicherten, ohne dabei stets direkt in die Innenpolitik einzugreifen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Primärquellen, diplomatischen Depeschen, Handelsverträgen und zeitgenössischer Fachliteratur sowie wirtschaftshistorischen Daten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei große Bereiche: die britische Außenpolitik und Anerkennung, die Beziehungen der Hansestädte und die französische Politik gegenüber Lateinamerika inklusive Fallstudien zu Interventionen und Handelskonflikten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Lateinamerika, Freihandel, Diplomatie, Handelsgeschichte, Intervention, britischer Imperialismus, Hansestädte, Mexiko, Argentinien.

Wie bewertet der Autor die Rolle des britischen Freihandels?

Der Autor greift zeitgenössische Diskussionen auf, die den britischen Freihandel teilweise als „Free Trade Imperialism“ charakterisieren, betont aber auch, dass die wirtschaftliche Entwicklung Lateinamerikas stark durch interne Faktoren und die Nachfrage nach Rohstoffen mitgeprägt wurde.

Welche Bedeutung hatten die Falklandinseln für die britisch-argentinischen Beziehungen?

Die Inseln stellten ein wesentliches Konfliktfeld dar, an dem sich Souveränitätsansprüche, strategische Interessen (Schifffahrtsrouten) und der Einfluss der USA und Großbritanniens entzündeten.

Wie veränderte sich die Rolle Frankreichs in Lateinamerika zwischen 1828 und 1848?

Frankreich suchte verstärkt nach einer Rolle als gleichberechtigter Handelspartner und nutzte dabei diplomatische und militärische Mittel (Blockaden, Interventionen), um Schadensersatzforderungen für Staatsangehörige durchzusetzen und den Status der Meistbegünstigung zu erlangen.

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Detalles

Título
Der Lateinamerikahandel. Ein Beitrag zur internationalen Vertrags-, Interventions- und Wirtschaftsgeschichte
Universidad
Bielefeld University  (Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie)
Curso
Seminar: "Der Aufbau von Staat und Wirtschaft in den unabhängigen Republiken Lateinamerikas (1800-1850)"
Calificación
3,0
Autor
Dr. phil. Volker Beckmann (Autor)
Año de publicación
1982
Páginas
108
No. de catálogo
V419349
ISBN (Ebook)
9783668682283
ISBN (Libro)
9783668682290
Idioma
Alemán
Etiqueta
Außenpolitik Handelspolitik Wirtschaftspolitik Großbritannien Frankreich Hansestädte Republiken und Monarchien Lateinamerikas Semantik Multilateralismus internationale Verträge Freundschafts- Schifffahrts- Handelsverträge Meistbegünstigung Reziprozität Schiedsgerichtsbarkeit Dependenztheorie Freihandel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dr. phil. Volker Beckmann (Autor), 1982, Der Lateinamerikahandel. Ein Beitrag zur internationalen Vertrags-, Interventions- und Wirtschaftsgeschichte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419349
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