Vor genau 100 Jahren ereignete sich eine Zäsur der Weltgeschichte: Der Zar musste abdanken. Wenige Monate später ergriffen die Kommunisten die Macht und wandelten das Zarenreich in eine Sowjetunion um, die wiederum die Weltrevolution propagierte und einen sowjetrussischen Imperialismus praktizierte. Der Internationalismus linker Revolutionäre wich einer neuen Form des Panslawismus.
Der Absturz der Zarenfamilie war beispiellos! Wie es dazu kommen konnte, wird in diesem Buch auf der Grundlage neuester Forschungsergebnisse geschildert, einschließlich der aufsehenerregenden Ermordung Rasputins. Hauptquellen sind die Augenzeugenberichte, die hier in deutscher Übersetzung wiedergegeben werden. Dabei zu berücksichtigen ist, dass diese Ereignisse ohne den gleichzeitig stattfindenden Weltkrieg nicht zu verstehen sind. Zahlreiche Abbildungen.
Der Autor ist ein promovierter Historiker, der bei der Identifizierung der letzten beiden Zarenkinder maßgeblich beteiligt war.
Inhaltsverzeichnis
VORWORT
ZUM THEMA ERINNERUNGEN VON ZEITGENOSSEN:
ZAR NIKOLAUS II. (1894-1917)
NIKOLAUS II. ALS SELBSTHERRSCHER
Aus der Sicht seiner Zeitgenossen
Aus der Sicht von Sokolow
Aus der Sicht der Historikers
Nikolaus der Blutige?
Der „Blutsonntag“
Pogrome, Antisemitismus
Verbannungen nach Sibirien, Verfolgung von Sozialisten
Statistik
Nikolaus - als der eigentliche Feind im Ersten Weltkrieg
Aus der Sicht der Mittelmächte
Aus der Sicht der Alliierten
ZARIN ALEXANDRA
Aus der Sicht von Sokolow
Die Zarin und ihre Kommunikation
Aus der Sicht des Historikers
Aus kirchlich orthodoxer Sicht
DIE KINDER DER ZARENFAMILIE
Die Zarin und die Großfürstinnen als Rot-Kreuz-Krankenschwestern
IM VISIER DER ATTENTÄTER
Das Attentat auf Zar Alexander II.
Der „Zar-Befreier“ Alexander II.
Zar Alexander II. im Fadenkreuz der Terroristen
Die Terrorzelle „Volksfreiheitswillen“
Der letzte Tag von Zar Alexander II. bricht an
Das siebte Attentat auf Zar Alexander II.
Das achte Attentat auf Zar Alexander II.
Die Attentäter und ihre Motive
Der Zar erliegt seinen Verletzungen
Der Zar als Märtyrer
Das Ende der Terrorzelle
Lenins Bruder
Die Bedeutung des Attentats
Der Krieg gegen den Terror
Sicherheitsmaßnahmen
Das Attentat auf Nikolaus in Japan
Die Ermordung von Großfürst Sergei
17.000 Terroropfer durch Attentate
Die Zarenfamilie im goldenen Gefängnis
Die Isolierung der Zarenfamilie
DIE POLITISCHE KRISE 1905/06
Die Niederlage gegen Japan
Der Petersburger Blutsonntag
Arbeiterunruhen
Meutereien
Die Bauernaufstände
Eine Welle des Verbrechens
Auf dem Wege zur Verfassung
Die Gründe des Scheiterns 1905
Lenins Schlußfolgerungen
DIE KONSTITUTIONELLE MONARCHIE
Die Doppeldeutigkeit der Verfassungsreform von 1905/06
Die Duma und der Reichsrat
Die Exekutive
300 Jahre Romanow-Dynastie
Das silberne Zeitalter
„KOLOß AUF TÖNERNDEN FÜßEN“
DER ERSTE WELTKRIEG
Rußland bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges
Das russische Heer 1914
Warum ließ Rußland Serbien nicht einfach im Stich?
Der Zar und der russische Nationalismus
Der Zar und der Ausbruch des Ersten Weltkrieges
Die Spirale der Eskalation
23. Juli 1914
24. Juli 1914
25. Juli 1914
26. Juli 1914
27. Juli 1914
28. Juli 1914
29. Juli 1914
30. Juli 1914
31. Juli 1914
1.August 1914
2.August 1914
Bewertung
War Kaiser Wilhelm am Ersten Weltkrieg schuld?
Der Druck auf den Zaren
Der Zar nach Kriegsausbruch
Der Zar und die Duma
Die Schlacht bei Tannenberg
Die „Winterschlacht“ in den Masuren
Die militärische Leistung Rußlands
Die militärische Elite versagt
Der Armee fehlen fähige Truppenoffiziere und Unteroffiziere
Der Durchbruch von Gorlice-Tarnów
Die Chance eines Separatfriedens
Der Zar übernimmt das Oberkommando über die Streitkräfte
Die Brussilow-Offensive
Die Ablehnung von Friedensfühlern
Die Armee verwandelt sich in einen revolutionären Mob
Die Legitimationskrise des zarischen Staates
Der Zusammenbruch der russischen Großmacht
Rußland zwischen Staatenkrieg und Bürgerkrieg
Das Versagen des Kriegsstaates
Die Mängel des zaristischen Regimes
Die Duma plant Revolution „von oben“
Die Deutschen und der Sturz des Zaren
Fazit: Die Kettenreaktion
RASPUTIN
Rasputin und die Zarenfamilie
Rasputin – der „heilige Teufel“
Rasputin und die aristokratische Gesellschaft
Rasputin als „deutscher Spion“?
Rasputin als Sündenbock
Der Einfluß Rasputins auf die Zarenfamilie
Rasputin aus Historiker-Sicht
Gerüchte über Rasputin und die Zarenfamilie
War Rasputin deutscher Spion?
Die Pläne einer„Palastrevolte“
Rasputins Ermordung
Der Rasputin-Mord
Die Quellen
Der Plan
Die Mörder
Die Vorbereitung
Die Tat
Die Untersuchungen
Die Morduntersuchung am 17./30. Dezember 1916
Die Wasserleiche
Die Obduktion von Rasputins Leiche
Der Autopsiebericht von Kosorotow
Gerichtsmediziner über die Ermordung Rasputins
Vergiftung
Schüsse
Feiger Meuchelmord
Hatte ein britischer Geheimagent Rasputin ermordet?
Die Reaktionen auf den Rasputin-Mord
Die Reaktionen der Umgebung auf die Ermordung
Die Reaktion der Öffentlichkeit auf Rasputins Tod
Keine Bestrafungen
Abschiedsbrief Rasputins an den Zaren
Die Beisetzung von Rasputin
Die Exhumierung der Leiche Rasputins
Rasputin – „Teufel“ oder „Heiliger“?
Die politischen Folgen von Rasputins Ermordung
Das Schicksal von Rasputins Mördern
Ausstellung „Rasputin: Legenden und Realität“ im Jussupow-Palast
Die Apathie des Zaren
DAS ENDE DER MONARCHIE UND DIE FEBRUARREVOLUTION
DAS ENDE DER MONARCHIE IN RUßLAND
Die Abwärtsspirale des Zarismus
Die Bündelung von Erosionsprozessen
Die Vorgeschichte der Februarrevolution
Militärische Gründe
Die Westmächte lassen den Zaren fallen
Forderungen nach Brot und Arbeit
Die Februarrevolution in Petrograd
Die Situation in Petrograd im Februar 1917
Polizei- und Geheimdienstberichte
10.02./23.02.1917
13.02./26.02.1917
18.02./3.03.1917
19.02./4.03.1917 – Lebensmittel sollen rationiert werden
21.02./6.03.1917
23.02./8.03.1917
24.02./9.03.1917
25.02./10.03.1917
26.02./11.03.1917 – Rußlands zweiter Blutsonntag
27.02./12.03.1917 – Die Meuterei der Garnison
28.02./13.03. 1917
1./14.03.1917 – Zusammenbruch des zaristischen Regimes
2./15.03.1917 – Die „Provisorische Regierung“
Der Übertritt der Garnison war entscheidend
Die Duma und ihre Rolle bei der Abdankung des Zaren
Die Rechtsparteien
Die Oktrobisten
Die Progressisten
Die Kadetten
Die Trudowiki
Die Sozialrevolutionäre
Die Sozialdemokraten (Menschewiki)
Der Progressive Block
Die Duma und die Februarrevolution
Linke Revolutionäre und deutsche Agenten Hand in Hand
Die Ursachen
Der Zusammenbruch der Wirtschaft
Die Revolution in Moskau
Der „Generalstreik“, der Streik der Generale
DIE ABDANKUNG DES KAISERS
Die letzten Tage als Zar
General Iwanow opfert die Monarchie dem Staat
Die Reaktion des Zaren
Letzte Chance?
21.02./6.03.1917
23.02./8.03.1917
25.02./10.03.1917
26.02./11.03.1917
27.02./12.03.1917
28.02./13.03.1917
01.03./14.03.1917 – Die Abdankung des Zaren
2./15.03.1917: Der Thronverzicht
2./15.03.1917: Großfürst Nikolai wird Höchstkommandierender
3./16.03.1917: Zar Michail II. – Zar für einen Tag
4./17.03.1917: Die Februarrevolution geht zu Ende
Die Entmachtung der Duma
Die Verschwörung zum Staatsstreich
Churchills Urteil
Die Reaktion des Auslandes
Großbritannien
Frankreich
USA
Motive
Und die Deutschen?
Aus dem Tagebuch des Botschafters Paléologue
Die Reaktion der Minister und der Romanows
Die Reaktion der Soldaten
Die Reaktion der einfachen Russen
Die Reaktion der russischen Öffentlichkeit
Die Reaktionen des Adels
Wer ist schuld am Sturz des Zaren?
Der angebliche Hochverrat der Zarin wird untersucht
DIE ZARENFAMILIE NACH DER FEBRUARREVOLUTION
DAS KÜNFTIGE SCHICKSAL DER ZARENFAMILIE
Was sollte mit der Zarenfamilie geschehen?
Die Reaktion der Zarin Alexandra
Zar Nikolaus nach der Abdankung
Der letzte Tagesbefehl des Zaren
Die Tragödie des letzten Zaren
Großfürst Nikolai ergreift offen für die Revolution Partei
Die Vereidigung auf die Republik
Die Ungültigkeit des Thronverzichts
DIE ZARENFAMILIE ZWISCHEN FEBRUAR- U. OKTOBERREVOLUTION
Die Zarenfamilie in Zarskoje Selo
Die Verhaftung der Zarenfamilie
Böse Gerüchte
Die Gründe für die Gefangennahme
Für die Zarenfamilie bricht die Welt zusammen
Die vollständige Isolierung der Zarenfamilie
Die Anweisungen Kerenskis
Der „goldene Käfig“ von Zarskoje Selo
Kerenskis Besuche bei der Zarenfamilie
Die englische Hoffnung
Zar und Zarin vertrauen der Wyrubowa ihre Kinder an
Die Reaktion des Zarewitsch
Beschränkungen und Demütigungen
VON DER FEBRUAR- ZUR OKTOBERREVOLUTION
DIE FEBRUARREVOLUTION
Erste Phase: Ausbruch der Revolution
Der Ablauf der Februarrevolution in Petrograd
Der Armeebefehl Nr. 1
Die Doppelherrschaft
Politische Reformen
Warum kam es zu keiner sozialistischen Machtübernahme?
Zweite Phase: Stabilisierungsversuche.
Dritte Phase: Destabilisierung der Doppelherrschaft
Die Kerenski-Offensive (1.-19.07.1917)
Der Juliaufstand
Von der Wucht des sozialen Aufbegehrens überrascht
Die Februarrevolution und Rußland heute
DIE ETHNISCHE FRAGE (VOLKSGRUPPENPROBLEMATIK)
DIE ROLLE DEUTSCHLANDS BEI DER REVOLUTION IN RUßLAND
Der Plan einer Revolutionierung Rußlands
Parvus
Geheimdiplomat Heinrich Bockelmann
Lenins Rückkehr mit Hilfe der Deutschen
Lenin – ein Agent Deutschlands?
Deutschland finanziert die Oktoberrevolution
Der Feind des Feindes ist ein idealer Verbündeter
Deutsche Monarchisten machen kommunistische Revolution
Grundlegende Änderung des Kräfteverhältnisses
DER MIßGLÜCKTE STAATSSTREICHVERSUCH DER BOLSCHEWIKI VOM JULI 1917
DIE „KORNILOW-AFFÄRE“
EINE ANDERE ART VON „DOPPELHERRSCHAFT“
DIE OKTOBERREVOLUTION
Die brutalisierte Nation und die „Kultur des Verrats“
Der Einsturz des Systems
Die Ausrottung der Überbleibsel des Zarismus
Der Zerfall des Russischen Imperiums
Der„Monarchismus“
Die antimonarchistische Propaganda und ihre Folgen
Die Renaissance des „Monarchismus“
Der „Bauern-Zar“
DIE ZARENFAMILIE NACH DER OKTOBERREVOLUTION
VERBANNUNG NACH SIBIRIEN
Nicht alle blieben treu
Kerenski und die Verbannung der Zarenfamilie
TOBOLSK
Das Gouverneurshaus
Der Tagesablauf
Das Einsiedlerleben
Kobylinski wird entmachtet
Die Geldfrage
Die Epauletten
Der Zar und die Zarin
Die Verschlechterung der Lage
Die Krankheit von Alexej
Die letzten Getreuen
DIE ROMANOWS 1917
Zielsetzung & Themen
Das Werk analysiert den Zusammenbruch der russischen Monarchie während der Februar- und Oktoberrevolutionen 1917. Es untersucht die Rolle von Zar Nikolaus II. und Zarin Alexandra, beleuchtet den Einfluss von Rasputin und reflektiert die soziopolitischen sowie wirtschaftlichen Bedingungen, die den Fall der Romanow-Dynastie und den Übergang zu einem kommunistischen System herbeiführten.
- Die autokratische Herrschaft und das Scheitern des Zarenregimes
- Der Einfluss von Rasputin und die Rolle der kaiserlichen Familie
- Die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf das russische Staatssystem
- Die Februarrevolution und der Untergang des Zarismus
- Die Oktoberrevolution und der Aufstieg der Bolschewiki
Auszug aus dem Buch
Nikolaus II. als Selbstherrscher
Nikolaus II. war nicht der bedeutendste, aber wohl einer der tragischsten Herrscher aus der Romanow-Dynastie. Er besaß Schwächen und war weder in der Lage, den Niedergang der absoluten Monarchie in Rußland aufzuhalten, noch Rußland an die moderne Welt heranzuführen. Nikolaus II. verharrte auf der Tradition und verschloß sich als Kaiser dem Zwang zur Erneuerung des Landes. Für einen Romanow gehörte es sich, die „göttliche Autorität“ des absoluten Monarchen zu betonen, sich auf das „historische Band zwischen dem Zaren und sein Volk“ zu verlassen sowie mit Stärke und Entschlossenheit zu regieren. Familientradition und Druck von den traditionellen Verbündeten der Krone zwangen ihn, nicht nur zu regieren, sondern zu herrschen.
Unter der äußerlichen Fügsamkeit besaß Nikolaus II. ein starkes Gefühl für seine Pflicht, die Prinzipien der Autokratie (Selbstherrschaft) zu wahren. Ständig bedrängte ihn seine Frau Alexandra, er solle energischer sein und seinen autokratischen Willen durchsetzen. Letztlich war der Zar eher bereit auf den Thron zu verzichten, als Kompromisse einzugehen und die Autokratie in eine konstitutionelle Monarchie zu verwandeln.
Von seinen Lebzeiten an wurde der Zar durch Freund und Feind mit menschlich wie politisch abwertenden Charakteristiken versehen. Kaum ein Mensch hat ihm seine Schwächen verziehen. Während seiner ganzen Regierungszeit machte Nikolaus II. den Eindruck, als könne er nicht die Aufgabe bewältigen, dieses Riesenreich zu regieren, das in einer sich verschärfenden revolutionären Krise steckte.
Sein Amt sah der Zar als von Gott gegeben, sich selbst als Repräsentanten Gottes, und in seinen Familienkreisen sah man ihn als ein Geschöpf, das irgendwo zwischen den Menschen und Gott stand. In dieser Atmosphäre mußten politische Entscheidungen oft als moralische bzw. als Gewissensentscheidungen verstanden werden.
Zusammenfassung der Kapitel
ZAR NIKOLAUS II. (1894-1917): Analyse der Persönlichkeit, der Regierungsweise und des fatalistischen Selbstverständnisses des letzten Zaren.
ZARIN ALEXANDRA: Untersuchung ihrer Rolle, ihres familiären Einflusses auf den Zaren und ihres mystisch geprägten Weltbildes.
DIE KINDER DER ZARENFAMILIE: Porträt der Großfürstinnen und des Zarewitsch sowie ihrer Erziehung und familiären Bindungen.
IM VISIER DER ATTENTÄTER: Darstellung der zahlreichen Attentate und der ständigen Bedrohung des Zarenhauses durch revolutionäre Zellen.
DIE POLITISCHE KRISE 1905/06: Beschreibung der inneren Erschütterungen Russlands, der Streiks und der beginnenden Erosion des Zarenregimes.
DIE KONSTITUTIONELLE MONARCHIE: Erörterung der begrenzten Verfassungsreformen und des gescheiterten Versuchs, moderne Politik mit Tradition zu verbinden.
DER ERSTE WELTKRIEG: Analyse der militärischen und gesellschaftlichen Belastungen des Zarenreiches und des Weges in den Krieg.
RASPUTIN: Untersuchung der Person Rasputins, seines Einflusses auf den Zarenhof und der Umstände seiner Ermordung.
DAS ENDE DER MONARCHIE UND DIE FEBRUARREVOLUTION: Analyse des Zusammenbruchs des Zarentums und des Machtverlustes des Monarchen.
DIE ZARENFAMILIE NACH DER FEBRUARREVOLUTION: Darstellung des Lebens der Familie unter Hausarrest und ihrer zunehmenden Isolierung.
VON DER FEBRUAR- ZUR OKTOBERREVOLUTION: Analyse der labilen politischen Phase der Doppelherrschaft und der Radikalisierung.
Schlüsselwörter
Zar Nikolaus II., Zarin Alexandra, Rasputin, Februarrevolution, Oktoberrevolution, Romanow-Dynastie, Russland, Erster Weltkrieg, Bolschewiki, Provisorische Regierung, Autokratie, Zarenmord, Doppelherrschaft, Bürgerkrieg, Geschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dem Werk grundsätzlich?
Das Buch dokumentiert den Niedergang und Sturz der Romanow-Dynastie unter Zar Nikolaus II., eingebettet in die großen historischen Umbrüche Russlands Anfang des 20. Jahrhunderts.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der Untergang des Zarenreiches, die Rolle der Zarenfamilie, der Einfluss von Rasputin sowie die soziopolitischen Entwicklungen durch den Ersten Weltkrieg und die Revolutionen von 1917.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die umfassende Faktenaufbereitung der historischen Ereignisse, basierend auf Zeitzeugenberichten und wissenschaftlichen Erkenntnissen, um das Ende der Monarchie sachlich einzuordnen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Quellenauswertung, inklusive Augenzeugenberichten, Tagebucheinträgen und wissenschaftlichen Analysen, um ein chronologisches Bild der historischen Ereignisse zu rekonstruieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Regierungszeit von Nikolaus II., die Krisen vor 1917, den Ersten Weltkrieg, die Februar- und Oktoberrevolution sowie das Schicksal der Zarenfamilie in Gefangenschaft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Zar Nikolaus II., Zarin Alexandra, Rasputin, Februarrevolution, Oktoberrevolution, Romanow, Russland, Bürgerkrieg.
Was unterscheidet dieses Buch von anderen Darstellungen des Zarenmordes?
Das Werk hebt sich durch die Einbeziehung neuerer anthropologischer und genetischer Forschungsergebnisse sowie der Auswertung von Zeitzeugenberichten aus den nun zugänglichen Archiven hervor.
Welche Rolle spielt die Zarin bei der Abdankung des Zaren?
Sie gilt als unnachgiebige Verteidigerin der absoluten Autokratie, die den Zaren oft zu hartem Durchgreifen drängte und damit maßgeblich zur Eskalation und politischen Lähmung beitrug.
Wie bewertet der Autor die Rolle von Rasputin?
Der Autor porträtiert ihn weder als Heiligen noch als rein diabolisch, sondern als Symptom für die Krise und die zunehmende Entfremdung des Zarenhauses von der Realität.
- Citar trabajo
- Dr. Ralf G. Jahn (Autor), 2018, Der Romanow-Code. Band 1, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419356