1. Einleitung
Beim Benchmarking handelt es sich um ein Managementinstrument, mit dessen Hilfe durch Vergleiche mit anderen internen Unternehmensbereichen oder externen Unternehmen Wettbewerbsvorteile erzielt werden sollen.1 Der eigentliche Wettbewerbsvorteil entsteht durch einen Lern- und Anpassungseffekt, der insbesondere vor einem mittel- bis langfristigen Zeithorizont, die Erfolgssituation im Unternehmen verbessern soll.2 Quantitativ gesehen wird die Benchmark als Ausgangswert für den Vergleich gesehen. Deshalb ist es auch üblich besonders leistungsfähige Unternehmen zum Vergleich heranzuziehen. 3
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1 Vgl. Götze (1998) S. 279.
2 Ebenda.
3 Vgl. Hoffjan (1997) S. 345.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Charakteristika und Voraussetzungen des Benchmarking
3. Unterschiede zu verwandten Verfahren
4. Unterschiedliche Formen des Benchmarkings
4.1 Internes Benchmarking
4.2 Wettbewerbsorientiertes Benchmarking
5. Ablauf Benchmarking
5.1 Planungsphase
5.1.1 Identifikation des Objektes
5.1.2 Das Benchmarking Team
5.1.3 Leistungsbeurteilungsgrößen
5.1.4 Auswahl der Vergleichsunternehmen
5.1.5 Informationsquellen
5.2 Analysephase
5.2.1 Datenermittlung und Aufbereitung
5.2.2 Bestimmung von Leistungslücken
5.2.3 Identifikation von Leistungslücken
5.3 Aktionsphase
5.3.1 Berichterstattung
5.3.2 Anpassung der Ziele und der Strategie
5.3.3 Ausarbeitung von Aktionsplänen
5.3.4 Kontrolle
6. Kritik am Benchmarking
7. Erfolgsfaktoren beim Benchmarking
8. Potentiale des Benchmarking
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Benchmarking als Managementinstrument, um durch systematische Vergleiche mit internen oder externen Bestleistungen Wettbewerbsvorteile zu erzielen und Lernprozesse im Unternehmen zu initiieren.
- Methodische Grundlagen und Charakteristika des Benchmarkings
- Systematisierung der Formen (intern, wettbewerbsorientiert, funktional)
- Detaillierter Prozessablauf: Planung, Analyse und Aktionsphase
- Kritische Erfolgsfaktoren und Risiken bei der Implementierung
Auszug aus dem Buch
4. Unterschiedliche Formen des Benchmarkings
Versucht man die unterschiedlichen Ausprägungen des Benchmarking zu systematisieren, so bieten sich die o.g. Parameter als Kriterien an. Als Objekte des Benchmarking versteht man vor allem Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Methoden und Strukturen. Dabei kann das Benchmarking jeweils auf verschiedenen Ebenen mit unterschiedlicher Komplexität durchgeführt werden. In diesem Zusammenhang kann zwischen strategischem (z.B. Ertrags-, Wachstum- und Innovationspotential), taktischem (z.B. Marketingkosten, FuE-Kosten oder Vorratsvermögen) und operativem Benchmarking (z.B. Reklamationsverarbeitung, Auftragsabwicklung, oder technischem Service) unterschieden werden. Die Zielgrößen sollen durch das Benchmarking besser erfüllt werden. Hierbei handelt es sich vornämlich um Kosten, Qualität, Kundenzufriedenheit oder die Zeit. Als Vergleichmaßstab können andere Bereiche des gleichen Unternehmens, direkte Konkurrenten oder andere Unternehmen der gleichen oder anderer Branchen herangezogen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definition von Benchmarking als Managementinstrument zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen durch Lern- und Anpassungseffekte.
2. Charakteristika und Voraussetzungen des Benchmarking: Erläuterung des Vergleichselements als Grundlage und der Notwendigkeit einer quantitativen Maßgröße sowie einer offenen Adaptionsfähigkeit.
3. Unterschiede zu verwandten Verfahren: Abgrenzung zu Konkurrenzanalyse, Reverse Engineering und Kennzahlenanalyse, insbesondere hinsichtlich der partnerschaftlichen Ausrichtung und Methodik.
4. Unterschiedliche Formen des Benchmarkings: Systematisierung des Benchmarkings anhand von Objekten, Zielgrößen und Vergleichspartnern sowie Unterscheidung der Ausprägungen.
5. Ablauf Benchmarking: Detaillierte Darstellung des dreiphasigen Modells aus Planungs-, Analyse- und Aktionsphase inklusive der jeweiligen Einzelschritte.
6. Kritik am Benchmarking: Diskussion der Problematik um Datenqualität, Konflikte bei der Preisgabe von internem Know-how und Erfolgsunsicherheiten.
7. Erfolgsfaktoren beim Benchmarking: Zusammenstellung wesentlicher Rahmenbedingungen wie exakte Definition, Einhaltung ethischer Grundsätze und Akzeptanzförderung.
8. Potentiale des Benchmarking: Identifikation von Rationalisierungsmöglichkeiten, Sensibilisierung für Wettbewerb sowie Auslösung von Lerneffekten.
Schlüsselwörter
Benchmarking, Managementinstrument, Wettbewerbsvorteil, Prozessanalyse, Kostenmanagement, Leistungslücken, Best-Practice, Planung, Analysephase, Aktionsphase, Unternehmenskultur, Strategie, Erfolgsfaktoren, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit behandelt Benchmarking als betriebswirtschaftliches Managementinstrument zur Steigerung der unternehmerischen Leistung durch Vergleich mit Best-Practice-Beispielen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Fundierung, der systematische Prozessablauf, verschiedene Benchmarking-Formen sowie die kritische Reflexion von Erfolgsvoraussetzungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Benchmarking-Prozess transparent zu machen und aufzuzeigen, wie durch methodische Vergleiche Lernprozesse angestoßen und Wettbewerbsvorteile realisiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der verschiedene Konzepte und Modelle zum Benchmarking aus der betriebswirtschaftlichen Fachliteratur zusammengeführt und strukturiert dargestellt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Einführung, eine Abgrenzung zu anderen Methoden, eine Prozessbeschreibung (Planung, Analyse, Aktion) sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Erfolgsfaktoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Benchmarking, Prozessoptimierung, Wettbewerbsvorteil, Leistungsbeurteilungsgrößen und Change Management.
Was unterscheidet internes von wettbewerbsorientiertem Benchmarking?
Während beim internen Benchmarking innerhalb eines Unternehmens verglichen wird, um von verschiedenen Einheiten zu lernen, sucht das wettbewerbsorientierte Benchmarking den direkten Leistungsabgleich mit externen Marktbegleitern.
Warum ist die Identifikation von Leistungslücken so entscheidend?
Sie bildet die Basis für die gezielte Identifikation von Verbesserungspotentialen, da erst durch die Differenz zwischen dem eigenen Leistungsstand und dem Benchmark-Partner der Anpassungsbedarf deutlich wird.
- Arbeit zitieren
- Tim Hamann (Autor:in), 2005, Benchmarking, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41940