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Möglichkeiten und Probleme einer effektiven Druck-Zensur im elisabethanischen England

Titre: Möglichkeiten und Probleme einer effektiven Druck-Zensur im elisabethanischen England

Dossier / Travail de Séminaire , 2016 , 21 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Julia Ciampi (Auteur)

Science du Livre
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Die Regierungszeit Elisabeths I., der letzten Regentin in der Reihe der Tudor-Monarchen, von 1485 bis zu ihrem Tod 1603, markiert in den Geschichtsbüchern eine Ära der Prosperität und Stabilität für das englische Weltreich. Um eben diese Stabilität herbeizuführen, mussten Unruheherde eliminiert oder zum Schweigen gebracht werden. Vielen dieser sogenannten Unruhestifter kam es hierbei sehr gelegen, dass es durch die moderne Druckerpresse, die kaum ein Jahrhundert zuvor von Johannes Gutenberg erfunden worden war, einfacher war, aufwiegelndes Gedankengut in Druckform zu vervielfältigen und somit unter ein breit gestreutes Publikum zu bringen. Daher war es seitens der Krone eine Notwendigkeit, der Verbreitung solcher aufrührerischen Schriften und des Gedankenguts, das sie transportierten, Einhalt zu gebieten, um Andersdenken, Rebellion und eine Infragestellung des Status Quo um jeden Preis zu verhindern.

Zu diesem Zweck waren bereits unter König Heinrich VIII. seit den 1530er Jahren zensorische Maßnahmen ergriffen und ein Lizensierungs- und Kontrollsystem für Druckwerke einzurichten. Ziel dieser Arbeit ist es, anhand einer Analyse des elisabethanischen Zensurapparates in der Praxis und der dabei auftretenden Probleme, schlussendlich zu evaluieren, ob und inwiefern Zensurmaßnahmen zu dieser Zeit überhaupt effektiv waren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Möglichkeiten der Zensur im elisabethanischen Zeitalter

2.1 Gesellschaftlich-politische Voraussetzungen für Zensur

2.1.1 Historischer Rückblick: Zensur unter den Tudors

2.1.2 Wozu Zensur?

2.1.3 Wen und was betrafen die zensorischen Maßnahmen?

2.2 Zensorische Maßnahmen: Legislative

2.2.1 Legislative: Gesetzgebung

2.2.2 Legislative: Lizenzen und Privilegien

2.3 Zensorische Maßnahmen: Zensurorgane

2.3.1 Die Stationers‘ Company

2.3.2 High Commission (ab 1559)

2.3.3 Whitgifts Panel of Authorizers

2.3.4 Star Chamber

3 Probleme einer effektiven Zensur

3.1 Organisation der Vorzensur

3.1.1 Zentrale London – Problem der Regionalität?

3.1.2 Stationers‘ Company: Monopole und Interessenskonflikte

3.2 Weitere Aspekte der Zensurrealität

3.2.1 Minority Presses – am Rande der Legalität

3.2.2 The ones that got away: Skandalöse Druckwerke

4 Abschließende Betrachtung

5 Quellen- und Literaturverzeichnis

5.1 Quellen

5.1.1 Gedruckte Quellen

5.2 Forschungsliteratur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert den elisabethanischen Zensurapparat in der Praxis, um zu bewerten, inwiefern die getroffenen Maßnahmen zur Kontrolle des Druckwesens und zur Sicherung der königlichen Macht effektiv waren.

  • Historische Voraussetzungen und Entwicklung der Zensur unter den Tudors.
  • Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der zuständigen Zensurorgane wie der Stationers' Company und der High Commission.
  • Untersuchung von Interessenkonflikten innerhalb des Zensursystems.
  • Betrachtung von illegalen Druckpraktiken und der Rolle von Minderheitenpressen.
  • Evaluation der Effektivität staatlicher Zensurmaßnahmen anhand historischer Beispiele.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Minority Presses – am Rande der Legalität

Der Begriff Minority Press bezeichnet Drucker, die Druckwerke produzierten, die der Ideenverbreitung von Minderheiten dienten. Diese Minderheiten waren im elisabethanischen Zeitalter religiöser Natur: die Puritaner und die Katholiken. „To spread the word, Catholic and Puritans chose the powerful medium of the press. To their aid came the devoted, courageous Catholic and Puritan printers”42. Da es gegen die gesetzlichen Regelungen ging, Druckerwerke mit Inhalten zu produzieren, die sich in irgendeiner Art gegen die staatlich proklamierte Religion in ihrer damaligen Ausprägung richteten, waren diese Drucker dazu gezwungen, heimlich zu produzieren.

„Chased by […] pursuivants […] employed by the august Company of Stationers […] the minority printer was compelled to work in obscure areas of London and its suburbs.”43. Es gab hierbei zwei Arten von Druckern: Zum einen die, die nicht offiziell in der Stationers' Company organisiert waren und illegal, also ohne offizielle Lizenz druckten. Die von diesen Druckern produzierten Werke waren natürlich zum einen auch von ihrem Inhalt her in der Regel nicht regelkonform und wurden daher auch weder in das Register der Stationers‘ Company eingetragen noch von ihren Produzenten irgendwie unterzeichnet oder mit Siegel versehen. Oft besaßen diese Drucker mobile Pressen, so dass sie nicht nachverfolgt werden konnten oder druckten außerhalb Londons, in der „semi-security of the provinces“44 oder im Ausland, um dem langen Arm der Stationers' Company zu entgehen. „Aware of no respite in persecution, the minority printer occasionally departed England to pursue his profession abroad, hopeful for security and tranquillity.”45 Auch Susan Clegg bestätigt dies: „The most radical texts that both authors and printers feared would provoke sanctions were printed outside of London or on the Continent. Testimony of these practices appears both in the bibliographic records of writings by radical reformers and in the career of Waldegrave.”46.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Regierungszeit Elisabeths I. ein und begründet die Notwendigkeit einer Zensur zur Sicherung der religiösen und politischen Stabilität.

2 Möglichkeiten der Zensur im elisabethanischen Zeitalter: Dieses Kapitel erläutert die historischen Voraussetzungen, die gesetzlichen Grundlagen und die zentralen Zensurorgane wie die Stationers' Company und die High Commission.

3 Probleme einer effektiven Zensur: Hier werden die organisatorischen Defizite, Interessenkonflikte innerhalb der Gilden sowie illegale Druckpraktiken und skandalöse Fallbeispiele untersucht.

4 Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Zensur zwar ab den 1580er Jahren strukturierter wurde, aber trotz Reorganisation keine vollständige Kontrolle möglich war.

5 Quellen- und Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel listet die verwendeten gedruckten Primärquellen sowie die wissenschaftliche Forschungsliteratur auf.

Schlüsselwörter

Elisabeth I., Druckzensur, Stationers' Company, Tudor-Monarchie, High Commission, Star Chamber Decrees, Buchmarkt, Lizensierung, Religionskonflikte, puritanische Reformer, Robert Waldegrave, Marprelate Traktate, Pressefreiheit, Propaganda, politische Stabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Mechanismen und die Wirksamkeit der staatlichen Zensur von Druckwerken in England während der Regierungszeit von Königin Elisabeth I.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Krone, der gesetzliche Rahmen der Zensur, die Aufgaben der Stationers' Company sowie die Herausforderungen durch illegale Drucke und religiöse Minderheiten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den elisabethanischen Zensurapparat in der Praxis zu analysieren und zu evaluieren, ob und inwiefern diese Maßnahmen tatsächlich effektiv waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur und zeitgenössischen Dokumenten zum Buchwesen und zur Zensurgeschichte Englands basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Voraussetzungen für die Zensur, die gesetzlichen Maßnahmen, die Zensurorgane sowie die organisatorischen Probleme und Konflikte, die die Durchsetzung der Zensur erschwerten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Druckzensur, Elisabeth I., Stationers' Company, religiöse Stabilität und illegale Druckwerke.

Welche Rolle spielte die Stationers' Company bei der Zensur?

Die Stationers' Company fungierte als zentrales Kontrollorgan, stand jedoch in einem Interessenkonflikt zwischen der obrigkeitlichen Zensuraufgabe und dem Schutz der wirtschaftlichen Interessen ihrer Gildenmitglieder.

Warum waren die Marprelate-Traktate so bedeutsam?

Die Traktate gelten als Auslöser für die verschärften Star Chamber Decrees von 1586, da sie die Mängel des bestehenden Zensurapparats offenkundig machten und eine neue Dimension der Auseinandersetzung zwischen Krone und puritanischen Reformern darstellten.

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Résumé des informations

Titre
Möglichkeiten und Probleme einer effektiven Druck-Zensur im elisabethanischen England
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Buchwissenschaft)
Cours
Buchmarkt und Buchkultur vor 1800
Note
2,0
Auteur
Julia Ciampi (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
21
N° de catalogue
V419449
ISBN (ebook)
9783668681972
ISBN (Livre)
9783668681989
Langue
allemand
mots-clé
Zensur Druckwesen Druckzensur England Elizabeth I Queen Elizabeth elisabethanisches Zeitalter Elisabeth I Marprelate Stationers Company Tudor
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julia Ciampi (Auteur), 2016, Möglichkeiten und Probleme einer effektiven Druck-Zensur im elisabethanischen England, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419449
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Extrait de  21  pages
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