Das Ziel dieser Studie ist es, Wiederaufnahmestrukturen der in den sechs Niveaustufen (A1, A2, B1, B2, C1 und C2) nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen ausgewählten Nachrichtentexte in den DaF-Lehrwerken zu analysieren, ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu klassifizieren und ihre Funktionen für den DaF-Unterricht zu beschreiben.
Die Analyse der Wiederaufnahmestruktur von deutschen Nachrichtentexten zeigte, dass die Struktur der Texte grammatisch und textlinguistisch nicht gleich und teilweise dem Referenzniveau nicht angemessen war. Aufgrund der Ergebnisse der Studie kann geschlussfolgert werden, dass die Grammatiklehre allein im DaF-Unterricht für das Textverstehen nicht ausreicht und die textlinguistische Perspektive im Unterricht in den Leseprozess miteinbezogen werden sollte, sogar schon von der Niveaustufe A1 beginnend. Diese Studie bezweckt, den Lehrenden und Lernenden der deutschen Sprache wichtige Hinweise zur weiteren Entwicklung des Lesens, des Schreibens und des Verstehens von Texten zu geben.
Inhaltsverzeichnis
TEIL 1
EINFÜHRUNG
1.1. Problemstellung
1.2. Fragestellung
1.3. Ziel
1.4. Wichtigkeit
1.5. Hypothese
1.6. Begrenzungen
1.7. Definitionen
1.8. Forschungsmethode
1.9. Sammlung und Bewertung der Daten
1.10. Forschungsstand
TEIL 2
LITERATUR
2.1. Die Methoden des fremdsprachlichen Unterrichts
2.1.1. Die Grammatik-Übersetzungs-Methode
2.1.2. Die audiolinguale/audiovisuelle Methode (ALM/AVM)
2.1.3. Die kommunikative Methode
2.2. Textlinguistik und DaF-Unterricht
2.2.1. Was ist Textlinguistik?
2.2.2. Historische Entwicklung der Textlinguistik
2.2.3. Definition des Begriffs „Text“
2.2.4. Textlinguistische Definition des Begriffs „Text“
2.2.5. Das Ziel und die Aufgabe der Textlinguistik
2.2.6. Textsorten
2.3. TEXTKOHÄSION UND TEXTKOHÄRENZ
2.3.1. Textkohäsion
2.3.2. Textkohärenz
2.4. WIEDERAUFNAHMEN
2.4.1. Formen der Wiederaufnahmen
2.4.2. Funktion der Wiederaufnahmen im DaF-Unterricht
2.5. GEMEINSAME EUROPÄISCHE REFERENZRAHMEN
2.5.1. Ziel der GER
2.5.2. Gemeinsame Europäische Referenzniveaus
TEIL 3
DIE FORSCHUNG
3.1. Auswahlkriterien der Texte
3.2. Forschungsdesign
3.3. Erläuterungen zur Forschungsmethode
3.4. Untersuchungsobjekt: Der Text in der Niveaustufe A1
3.4.1. Die Nummerierung des Textes A1
3.4.2. Schematische Darstellung der Wiederaufnahmerelationen
3.4.3. Erläuterungen zur schematischen Darstellung
3.4.4. Wiederaufnahmerelation als Grafische Form
3.4.5. Grammatische Merkmale
3.4.6. Textlinguistische Merkmale
3.4.7. Analyse von den Übungen zum Leseverstehen
3.5. Untersuchungsobjekt: Der Text in der Niveaustufe A2
3.5.1. Die Nummerierung des Textes A2
3.5.2. Schematische Darstellung der Wiederaufnahmerelationen
3.5.3. Erläuterungen zur schematischen Darstellung
3.5.4. Wiederaufnahmerelation als Grafische Form
3.5.5. Grammatische Merkmale
3.5.6. Textlinguistische Merkmale
3.5.7. Analyse von den Übungen zum Leseverstehen
3.6. Untersuchungsobjekt: Der Text in der Niveaustufe B1
3.6.1. Analyse des ersten kurzen Textes in der Niveaustufe B1
3.6.2. Analyse des zweiten kurzen Textes in der Niveaustufe B1
3.6.3. Analyse des dritten kurzen Textes in der Niveaustufe B1
3.6.4. Analyse des vierten kurzen Textes in der Niveaustufe B1
3.6.5. Analyse von den Übungen zum Leseverstehen
3.7. Untersuchungsobjekt: Der Text in der Niveaustufe B2
3.7.1. Analyse des ersten kurzen Textes in der Niveaustufe B2
3.7.2. Analyse des zweiten kurzen Textes in der Niveaustufe B2
3.7.3. Analyse des dritten kurzen Textes in der Niveaustufe B2
3.8. Untersuchungsobjekt: Der Text in der Niveaustufe C1
3.8.1. Analyse des ersten kurzen Textes in der Niveaustufe C1
3.8.2. Analyse des zweiten kurzen Textes in der Niveaustufe C1
3.8.3. Analyse des dritten kurzen Textes in der Niveaustufe C1
3.8.4. Analyse des vierten kurzen Textes in der Niveaustufe C1
3.8.5. Analyse des fünften kurzen Textes in der Niveaustufe C1
3.8.6. Analyse des sechsten kurzen Textes in der Niveaustufe C1
3.8.7. Analyse von den Übungen zum Leseverstehen
3.9. Untersuchungsobjekt: Der Text in der Niveaustufe C2
3.9.1. Analyse des ersten kurzen Textes in der Niveaustufe C2
3.9.2. Analyse des zweiten kurzen Textes in der Niveaustufe C2
3.9.3. Analyse von den Übungen zum Leseverstehen
TEIL 4
BEFUNDE UND DISKUSSION
TEIL 5
SCHLUSSFOLGERUNGEN UND VORSCHLÄGE
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die textlinguistische Analyse von deutschen Nachrichtentexten aus DaF-Lehrwerken entlang der sechs Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER), um deren Strukturmerkmale sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu identifizieren und für den DaF-Unterricht nutzbar zu machen.
- Textlinguistische Analyse von Wiederaufnahmestrukturen
- Klassifizierung der Nachrichtentexte nach GER-Niveaustufen
- Untersuchung der Textkohäsion und Textkohärenz
- Didaktische Integration der Textlinguistik in den DaF-Unterricht
- Analyse der Rolle von Wiederaufnahmen für das Leseverstehen
Auszug aus dem Buch
2.4. WIEDERAUFNAHMEN
Wiederaufnahmen sind Universalmittel. Brinker (2010) charakterisiert den Text als sprachliche und kommunikative Einheit. In dieser Arbeit soll der sprachliche Aspekt bzw. textlinguistische im Vordergrund stehen. Brinker (2010) untersucht die Textstruktur unter zwei Ebenen, die eng miteinander verbunden sind: die grammatische und thematische Ebene. In der grammatischen Ebene wird die grammatische Kohärenz untersucht. Sie ist die für den Textzusammenhang relevanten syntaktisch-semantischen Beziehungen zwischen aufeinanderfolgenden Sätzen eines Textes definierbar. Hierunter fallen die Prinzipien der expliziten und impliziten Wiederaufnahmen. Die Wiederaufnahmen spielen eine bedeutende Rolle in der Textlinguistik. Bei einer Analyse der thematischen Kohärenzbedingungen wird der kognitive Zusammenhang zwischen den Themen der einzelnen, im Text aneinandergereihten Sätze analysiert (vgl. Brinker: 2010).
Pelz (2007) erklärt, dass „Referenzmittel dazu dienen, die Verbindung zwischen dem Text und der jeweiligen Wirklichkeit herzustellen. Die Frage nach den Referenzmitteln lautet also etwa: Mit welchen sprachlichen Mitteln (Wortarten; Lexikonelementen) sorgt der Sprecher dafür, dass der Hörer versteht, von welchen Teilen der Umwelt die Rede ist? Und zusätzlich: Welche Regeln gelten jeweils für die Anwendung der einzelnen sprachlichen Mittel, z. B.: unter welchen Bedingungen darf ich zum Zwecke der Deixis ein Personalpronomen verwenden, unter welchen nicht?“ (Pelz 2007: 257).
Zusammenfassung der Kapitel
EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung, die Forschungsfrage und das Ziel der Arbeit, Nachrichtentexte aus DaF-Lehrwerken textlinguistisch zu untersuchen.
LITERATUR: Es werden grundlegende Unterrichtsmethoden sowie Konzepte der Textlinguistik wie Textkohäsion, Textkohärenz und der Begriff "Textsorte" im Kontext des DaF-Unterrichts dargestellt.
DIE FORSCHUNG: Dieser Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der Auswahl und Analyse der Nachrichtentexte aus verschiedenen GER-Niveaustufen mittels Wiederaufnahmestrukturen.
BEFUNDE UND DISKUSSION: Hier werden die Ergebnisse der textlinguistischen Untersuchung der verschiedenen Nachrichtentexte zusammengeführt und im Hinblick auf deren Bedeutung für den Fremdsprachenunterricht interpretiert.
SCHLUSSFOLGERUNGEN UND VORSCHLÄGE: Das Kapitel bietet eine allgemeine Zusammenfassung der Erkenntnisse und schlägt eine stärkere textlinguistische Fundierung des DaF-Unterrichts zur Förderung der Textkompetenz vor.
Schlüsselwörter
Wiederaufnahmen, Textlinguistik, Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen, Nachrichtentexte, DaF-Unterricht, Textkohäsion, Textkohärenz, Textsorten, Leseverstehen, Textrezeption, Textproduktion, Grammatiklehre, Sprachniveau, Textualität, Fremdsprachenunterricht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Magisterarbeit untersucht die Struktur von Wiederaufnahmen in deutschen Nachrichtentexten und deren funktionale Bedeutung für den Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht (DaF).
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Textlinguistik, der Textsorte "Nachrichtentext", dem Konzept der Wiederaufnahme (Kohäsion) sowie der Anwendung des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER).
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist es, Nachrichtentexte aus DaF-Lehrwerken hinsichtlich ihrer Wiederaufnahmestrukturen zu analysieren, um Lernenden und Lehrenden Tipps zur besseren Textanalyse und -produktion zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine deskriptiv-qualitative Methode angewandt, bei der Texte aus verschiedenen Niveaustufen (A1-C2) nach textlinguistischen Kriterien, insbesondere nach Brinker (2010), untersucht werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Analyse von Nachrichtentexten für jede Niveaustufe (A1 bis C2), wobei deren grammatische und textlinguistische Merkmale sowie begleitende Leseverstehensübungen betrachtet werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wiederaufnahmen, Textlinguistik, Gemeinsame Europäische Referenzniveaus, Nachrichtentexte und DaF-Unterricht sind die zentralen Begriffe.
Welche Bedeutung haben Wiederaufnahmen im DaF-Unterricht laut der Autorin?
Wiederaufnahmen sind entscheidend für den Textzusammenhang. Die Autorin argumentiert, dass eine reine Grammatiklehre für das Textverständnis nicht ausreicht und textlinguistische Aspekte ab Stufe A1 integriert werden sollten.
Warum wurden speziell Nachrichtentexte als Untersuchungsobjekt gewählt?
Nachrichtentexte sind informativ, aktuell, leicht verständlich und enthalten typische 6 W-Fragen, wodurch sie sich hervorragend als authentisches Lehrmaterial eignen.
- Arbeit zitieren
- Selma Akol (Autor:in), 2012, Textlinguistische Analyse von Wiederaufnahmestrukturen in deutschen Nachrichtentexten. Übertragung der Ergebnisse auf den DaF-Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419749