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Dystopie oder doch schon Wirklichkeit? Der Wert einer Person nach Peter Singer und seine Folgen für soziale Säuberungen

Titre: Dystopie oder doch schon Wirklichkeit? Der Wert einer Person nach Peter Singer und seine Folgen für soziale Säuberungen

Dossier / Travail , 2017 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Franziska Bradler (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Diese Hausarbeit setzt sich mit Peter Singers Ansätzen zum Wert des Lebens auseinander. In seinem vierten Kapitel „Weshalb ist Töten unrecht?“ liegt es in Peter Singers Interesse, Beispiele des Prinzips der gleichen Interessensabwägung auf den Menschen per se theoretisch anzuwenden und dabei besonders den Aspekt des Tötungsaktes in Betracht zu ziehen. Dabei stellt er folgende These auf: „In jeder uns bekannten Gesellschaft hat es Tötungsverbote gegeben. Vermutlich kann keine Gesellschaft überleben, wenn sie ihren Mitgliedern erlaubt, einander uneingeschränkt zu töten.“

Diese These gab den Anlass, sich in dieser Arbeit mit Singers Theoriebezügen zum Wert und Erhalt menschlichen Lebens auseinanderzusetzen und diese auf den Film „The Purge – Die Säuberung“ anzuwenden. Obgleich dieser Film eine Dystopie ist, beweisen doch einzelne Geschehnisse aus jüngster oder vergangener Zeit immer wieder, dass moralische Instanzen und Denkweisen durch Gesetze oder Veränderungen der Gesellschafsstruktur ins Wanken geraten können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Menschliches Leben und dessen Wert: eine Definition nach Peter Singer

2.1 Singers Definition des menschlichen Wesens

2.2 Das Töten einer Person

2.2.1 Bezugsgröße klassischer oder hedonistischer Utilitarismus

2.2.2 Bezugsgröße nach Richard Mervyn Hare: kritische und intuitive Ebene

2.2.3 Bezugsgröße Präferenz-Utilitarismus

3. Dystopie oder baldige Wirklichkeit? Das Töten einer Person im Film „The Purge – Die Säuberung“

3.1 Dystopie: eine Definition

3.2 Kurze Inhaltsangabe zum Film „The Purge – Die Säuberung“

3.3 Kritische Auseinandersetzung zum Wert des Lebens einer Person

3.3.1 Bezugsgröße klassischer oder hedonistischer Utilitarismus

3.3.2 Bezugsgröße nach R. M. Hare: intuitive und kritische Ebene

3.3.3 Bezugsgröße Präferenz-Utilitarismus

3.4 Ein Ausblick: soziale Säuberung in New Orleans

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethischen Implikationen des Tötens einer Person basierend auf der Theorie von Peter Singer und wendet diese auf das dystopische Szenario des Films „The Purge – Die Säuberung“ an, um gesellschaftliche Gefahrenpotenziale zu beleuchten.

  • Peter Singers Definition von „Person“ und „menschlichem Wesen“
  • Analyse utilitaristischer Tötungsverbote
  • Kritische Reflexion dystopischer Medienszenarien
  • Verbindung von Fiktion und realen historischen Ereignissen (z.B. Hurrikan Katrina)
  • Strukturwandel von Moralvorstellungen durch staatliche Gesetze

Auszug aus dem Buch

3.1 Dystopie: eine Definition

Einer philosophischen oder gesellschaftlichen Dystopie vorangestellt ist das Möglichkeitsdenken, welches die noch-nicht-seiende Wirklichkeit als potenziell entwirft. Im Gegensatz zur Utopie (Wunschbild) „übersetzt“ Vosskamp die Dystopie mit Schreckbild, die in ihrem Fundament der Utopie gleicht, aber in einer Angst erzeugende Apokalypse endet. Negativ dialektisch sind Dystopien bezüglich Raum und Zeit erreichbare Zustände, die im Jetzt gedacht und sich für die Zukunft als greifbare Möglichkeit entwickeln werden. Anders als bei der Utopie geht es aber nicht um die gedachte Verbesserung von Zuständen, sondern um eine Verschlechterung der gegenwärtigen Verhältnisse, mit apokalyptischen Ansätzen. Die Filmindustrie macht sich diesen Topos zum technischen Nutzen, um ihre Kinobesucher zu schockieren, zu faszinieren und trotz aller Amüsements zum Nachdenken anzuregen. Durch die Verknüpfung von Dystopie und Filmtechnik werden die wesentlichen Merkmale des Menschseins hervor getragen: „Im Hier und Jetzt existierend, greift der Mensch stets über die gegebenen Verhältnisse hinaus, um das Morgen mit seiner Schöpferkraft zu gestalten, um wünschenswerte, erwünschte oder unerwünschte Zukunftsperspektiven zu denken, ihnen vorzugreifen, sie zu prognostizieren und zu schaffen.“ Die Blockbuster The Day after Tomorrow oder 2012 beweisen in ihren Grundzügen, dass eine Naturkatastrophe, wie sie 2004 in Südostasien durch einen Tsunami oder aktuell durch Hurrikan Irma entlang der Karibischen Inseln stattfand, keineswegs nur „Filmemacherei“ ist, sondern auf eklatante Probleme unserer Gesellschaft und im Umgang mit unserem Lebensraum verweist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Peter Singers Tötungsverbotsthese und Überleitung zur Analyse des Films „The Purge – Die Säuberung“.

2. Menschliches Leben und dessen Wert: eine Definition nach Peter Singer: Theoretische Herleitung der Unterscheidung zwischen „menschlichem Wesen“ und „Person“ sowie Diskussion utilitaristischer Bewertungsansätze.

3. Dystopie oder baldige Wirklichkeit? Das Töten einer Person im Film „The Purge – Die Säuberung“: Anwendung der theoretischen Konzepte auf das fiktive Szenario und Einordnung in reale gesellschaftliche Kontexte wie die Geschehnisse in New Orleans nach Hurrikan Katrina.

4. Resümee: Fazit zur ethischen Diskrepanz zwischen philosophischer Theorie und der praktischen Anfälligkeit moralischer Instanzen gegenüber gesellschaftlichem Wandel.

Schlüsselwörter

Peter Singer, Praktische Ethik, Person, Menschliches Wesen, Utilitarismus, Dystopie, The Purge, Soziale Säuberung, Lebensrecht, Moral, Ethik, Zukunftsorientierung, Hurrikan Katrina, Präferenz-Utilitarismus, Gesellschaftsstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ethischen Begründungen für ein Tötungsverbot basierend auf Peter Singers Philosophie und hinterfragt diese kritisch anhand eines dystopischen Filmbeispiels.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Unterscheidung zwischen dem Personenstatus und dem menschlichen Wesen, utilitaristische Handlungstheorien sowie die Gefährdung moralischer Standards durch staatliche Legalisierungen von Gewalt.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass die theoretische Unterscheidung zwischen „Person“ und „menschlichem Wesen“ in extremen gesellschaftlichen Situationen dazu führen kann, das Tötungsverbot für bestimmte Bevölkerungsgruppen auszuhebeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Theorieanalyse und die Anwendung philosophischer Begriffsdefinitionen auf moderne mediale und soziopolitische Fallbeispiele (Film- und historische Analyse).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe nach Peter Singer sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem Film „The Purge“ und dem historischen Fallbeispiel New Orleans.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Utilitarismus, Personenstatus, Dystopie und soziale Säuberung definiert.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des „Personenbegriffs“ in Singers Theorie?

Die Autorin argumentiert, dass Singers Fokus auf Zukunftsinteressen von Personen dazu führt, dass menschliche Wesen ohne diese spezifischen Eigenschaften von einem generellen Schutz ausgeschlossen werden könnten.

Inwieweit lässt sich das fiktive Szenario aus „The Purge“ auf die Realität übertragen?

Die Arbeit zeigt anhand der Ereignisse in New Orleans nach Hurrikan Katrina auf, dass soziale Säuberungen und die Abwertung von Bevölkerungsgruppen keine rein fiktiven Szenarien bleiben müssen, wenn moralische Schranken gesellschaftlich erodieren.

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Résumé des informations

Titre
Dystopie oder doch schon Wirklichkeit? Der Wert einer Person nach Peter Singer und seine Folgen für soziale Säuberungen
Université
Martin Luther University  (Philosophische Fakultät I)
Cours
Peter Singer, Praktische Ethik
Note
1,3
Auteur
Franziska Bradler (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
17
N° de catalogue
V419809
ISBN (ebook)
9783668714199
ISBN (Livre)
9783668714205
Langue
allemand
mots-clé
dystopie wirklichkeit wert person peter singer folgen säuberungen
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Citation du texte
Franziska Bradler (Auteur), 2017, Dystopie oder doch schon Wirklichkeit? Der Wert einer Person nach Peter Singer und seine Folgen für soziale Säuberungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419809
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Extrait de  17  pages
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