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Methoden der Evaluation und Effekte von Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik in Deutschland

Título: Methoden der Evaluation und Effekte von Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik in Deutschland

Trabajo Escrito , 2005 , 25 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Christian Methfessel (Autor)

Economía política - Economía laboral
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Die in Anbetracht immer noch hoher Arbeitslosenzahlen entworfenen und implementierten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik sollen im Rahmen dieser Arbeit auf die wissenschaftliche Evidenz ihrer Evaluation untersucht werden. Aktuelle Methoden der Evaluation werden vorgestellt und hinsichtlich ihrer methodischen Unterschiede in der Behandlung auftretender Hindernisse untersucht. Im weiteren Verlauf werden die Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik hinsichtlich ihrer Nah- bzw. Fernwirkungen, die sich in bestimmten Effekten manifestieren, betrachtet. Es wird bewusst auf die Einbeziehung aktueller Veröffentlichungen von Studienergebnissen verzichtet. Vielmehr geht es darum, grundsätzliche Zusammenhänge zwischen der Evaluationen und den Effekten von Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik zu erörtern und zu diskutieren.

Extracto


Gliederung

1. Einleitung

2. Evaluation aktiver Arbeitsmarktpolitik in Deutschland

2.1. Rechtliche Grundlagen für die Evaluation nach dem SGB III

2.2. Die aktuellen Maßnahmen AAMP in Deutschland

2.3. Methoden der Evaluation arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen (AMPM)

2.4. Effizienz und Effektivität im Kontext der Evaluation

2.5. Probleme bei der Evaluation AAMP

2.5.1. Grundlegende Evaluationsprobleme

2.5.2. Kriterien für die Erfolgsbeurteilung

2.5.3. Feststellung kausaler Zusammenhänge

2.5.4. Das Problem der Kontrafaktizität

2.5.5. Selektionsprobleme bei der Bildung von Kontroll- und Vergleichsgruppen

2.5.6 Substitution-Bias im Rahmen sozialer Experimente

2.5.7 Das Endogenitätsproblem bei Makroevaluationen

2.5.8 Geringe Datenbasis

2.6 Ansätze zur Lösung von Evaluationsproblemen

2.6.1 Lösung der Kausalitätsproblematik

2.6.2 Matching-Methoden zur Bildung von Vergleichsgruppen

2.6.3 Mikroökonimische Evaluation und Selektionsverzerrung

2.6.4 Makroökonomische Verfahren

3. Effekte aktiver Arbeitsmarktpolitik in Deutschland

3.1 Direkte Effekte auf die Maßnahmenteilnehmer

3.1.1 Effekte auf den Matching-Prozess

3.1.2 Effekte auf die Produktivität der Teilnehmer

3.1.3 Effekte auf den Lohnfindungsprozess im Arbeitsmarkt

3.1.4 Effekte auf das Arbeitsangebot

3.2 Indirekte Effekte aktiver Arbeitsmarktpolitik

3.2.1 Der Mitnahmeeffekte auf Angebotsseite

3.2.2 Der Substitutionseffekt

3.2.3 Verdrängungseffekte durch Wettbewerbsvorteile

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die wissenschaftliche Untersuchung der Evidenz von Evaluationen aktiver Arbeitsmarktpolitik (AAMP) in Deutschland. Es wird analysiert, wie verschiedene Evaluationsmethoden mit Hindernissen umgehen und wie sich Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik auf individuelle sowie gesamtwirtschaftliche Größen auswirken.

  • Grundlagen und rechtliche Anforderungen der Evaluation nach SGB III
  • Methodische Herausforderungen wie Kontrafaktizität und Selektionsverzerrung (Selection-Bias)
  • Statistische Lösungsansätze für Evaluationsprobleme (z. B. Matching-Verfahren)
  • Differenzierung zwischen direkten Effekten auf Teilnehmer und indirekten Effekten auf den Arbeitsmarkt
  • Kritische Diskussion von Effizienz- und Effektivitätsbegriffen im Evaluationskontext

Auszug aus dem Buch

2.5.4. Das Problem der Kontrafaktizität

Das Hauptproblem der Evaluation AAMP liegt in der sogenannten Kontrafaktizität. Für eine wissenschaftlich fundierte statistische Wirkungsforschung benötigt man zur Evaluation von Maßnahmen einen „statistischen Zwilling“. Die Kernaufgabe der Wirkungsforschung liegt deshalb darin, mit statistischen und ökonometrischen Verfahren einen möglichst genauen Vergleichswert zu finden, der die Kontrollgruppe der Nicht-Teilnehmer repräsentiert. Hierbei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, einen experimentellen und einen nicht-experimentellen Ansatz.

Der nicht-experimentelle Ansatz versucht, unter Zuhilfenahme sogenannter Schätzer, eine imaginäre Kontrollgruppe von Nicht-Teilnehmern an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme zu simulieren. Ein solches Verfahren wirft jedoch neue Probleme auf, weil neben den offensichtlichen Merkmalen der Teilnehmer sicherlich auch noch viele weitere unbeobachtete, weil nicht beobachtbare, Unterschiede zwischen Teilnehmern und Nichtteilnehmern vorliegen können. Idealerweise unterscheidet sich die Kontrollgruppe von der Teilnehmergruppe nur dadurch, dass sie nicht an der Maßnahme teilnimmt.

Die Alternative zum nicht-experimentellen Ansatz liegt im experimentellen Bereich. Dabei werden die in Frage kommenden Nutznießer einer Maßnahme, in eine Teilnehmergruppe und eine Nicht-Teilnehmergruppe aufgeteilt. Um die Ergebnisse der Evaluation nicht zu verfälschen, muss auch hier ein möglichst genaues Gegenstück zur Gruppe der Teilnehmer oder zum einzelnen Maßnahmenteilnehmer gefunden werden. Man spricht hier von sozialen Experimenten. In diesem Zusammenhang wird außerdem eine Unterscheidung der Begriffe Kontrollgruppe und Vergleichsgruppe getroffen. Der Begriff der Kontrollgruppe wird hier für die Personengruppe verwendet, die im Rahmen eines Experimentes durch Zufallsauswahl von der Förderung durch ein arbeitsmarktpolitisches Instrument ausgeschlossen wird, mit Vergleichsgruppe wird eine erst nach Entscheidung über den Förderzugang ausgewählte Gruppe nicht geförderter Personen bezeichnet, ohne dass der Zugang in die Förderung durch ein Experiment gesteuert wurde. Bei beiden Methoden, sowohl experimentellen als auch nicht-experimentellen, stellt das sogenannte Selektionsproblem eine zu überwindende Hauptschwierigkeit dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Untersuchung der wissenschaftlichen Evidenz von Evaluationen aktiver Arbeitsmarktpolitik und legt den Fokus auf die theoretischen Zusammenhänge zwischen Maßnahmen und deren Effekten.

2. Evaluation aktiver Arbeitsmarktpolitik in Deutschland: Dieses Kapitel behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen nach dem SGB III, aktuelle Methoden der Evaluation sowie die zentralen Probleme wie Selektionsverzerrungen und den Nachweis kausaler Zusammenhänge.

3. Effekte aktiver Arbeitsmarktpolitik in Deutschland: Hier werden die direkten Auswirkungen auf die Teilnehmer (z. B. Matching-Prozess, Produktivität) sowie die indirekten Effekte auf den Gesamtmarkt (z. B. Mitnahme- und Substitutionseffekte) analysiert.

4. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die methodischen Hindernisse zusammen und kritisiert die Datenbasis sowie die teils fragwürdige Evidenz politischer Prognosen in diesem Forschungsfeld.

Schlüsselwörter

Aktive Arbeitsmarktpolitik, Evaluation, Kausalität, Kontrafaktizität, Matching-Verfahren, Mikroevaluation, Makroevaluation, Selection-Bias, Mitnahmeeffekt, Substitutionseffekt, Arbeitsmarktpolitik, Wirkungsforschung, SGB III, Beschäftigungschancen, soziale Experimente.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die wissenschaftliche Evidenz der Evaluation von Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland und beleuchtet die methodischen Schwierigkeiten bei deren Wirkungsanalyse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen rechtliche Evaluationsgrundlagen, methodische Probleme bei der Bestimmung von Kontrollgruppen, ökonometrische Schätzverfahren sowie die Unterteilung in direkte und indirekte Wirkungsmechanismen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die grundsätzlichen Zusammenhänge zwischen Evaluationsmethoden und den tatsächlich messbaren Effekten arbeitsmarktpolitischer Interventionen zu erörtern und kritisch zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der Fachliteratur und vergleicht verschiedene ökonometrische und statistische Ansätze zur Evaluation, wie etwa Matching-Verfahren oder Differenz-in-Differenz-Methoden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Problemanalyse der Evaluation (Selektion, Kausalität, Kontrafaktizität) und die Untersuchung der direkten sowie indirekten Beschäftigungseffekte auf Teilnehmer und den Arbeitsmarkt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Aktive Arbeitsmarktpolitik, Evaluation, Kausalität, Kontrafaktizität, Selection-Bias, Matching-Verfahren und Wirkungsforschung.

Was versteht der Autor unter dem "Locking-in"-Effekt?

Der Autor beschreibt damit die Verringerung der Suchintensität bei Teilnehmern während einer laufenden Maßnahme, da diese sich auf die Förderung konzentrieren und weniger aktiv am Arbeitsmarkt suchen.

Warum wird das "Eiserne Gesetz der Arbeitsmarktpolitik" erwähnt?

Es dient als Argument gegen die Effektivität von Maßnahmen, da diese laut Calmfors/Lang nur dann positiv auf die Beschäftigung wirken, wenn sich die Wohlfahrtsposition der Insider im Falle einer Entlassung verschlechtert.

Wie definiert der Autor den Unterschied zwischen Kontroll- und Vergleichsgruppe?

Eine Kontrollgruppe entsteht durch Zufallsauswahl (soziales Experiment), während eine Vergleichsgruppe nach dem Förderzugang ohne experimentelle Steuerung definiert wird.

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Detalles

Título
Methoden der Evaluation und Effekte von Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik in Deutschland
Universidad
University of Wuppertal
Curso
Arbeitsmarktpolitik
Calificación
1,3
Autor
Christian Methfessel (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
25
No. de catálogo
V42004
ISBN (Ebook)
9783638401418
ISBN (Libro)
9783638909891
Idioma
Alemán
Etiqueta
Methoden Evaluation Effekte Maßnahmen Arbeitsmarktpolitik Deutschland Arbeitsmarktpolitik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Methfessel (Autor), 2005, Methoden der Evaluation und Effekte von Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42004
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