Die Schülerinnen und Schüler sollen die Funktionen und Wirkungsweisen verschiedener sprachlicher Mittel erkennen und diese gezielt interpretieren; sie sollen verstehen, wo und wie sprachliche Mittel eingesetzt werden können, um bestimmte Intentionen zu erreichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsfelder – Vorbedingungen des Unterrichts
1.1. Lerngruppe
1.2. Schule
2. Entscheidungsfelder: Stoff/ Didaktik/ Methodik/ Medien
2.1. Die Stunde im Unterrichtsganzen – curriculare Voraussetzungen
2.2. Vorstellung des Unterrichtsgegenstandes – Sachanalyse
2.3. Didaktische Überlegungen und Entscheidungen
2.4. Methodische Überlegungen und Entscheidungen
3. Reflexion der gegebenen Unterrichtsstunde
4. Stundenverlauf im Überblick
5. Geplantes Tafelbild
6. Materialien
6.1. Kurzgeschichte „Alles wie immer“ von Sibylle Berg
6.2. Arbeitsblatt
6.3. Übersicht sprachliche Mittel
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient der schriftlichen Planung einer Unterrichtsstunde an einer Berufsfachschule mit dem Ziel, den Schülerinnen und Schülern die Funktionen und Wirkungsweisen sprachlicher Mittel (Wort-, Denk- und Satzbaufiguren, sprachliche Bilder) zu vermitteln. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, wie durch eine gezielte Analyse literarischer Texte – exemplarisch an der Kurzgeschichte „Alles wie immer“ von Sibylle Berg – die Interpretationskompetenz und das Verständnis für sprachliche Gestaltungsmittel im beruflichen und alltäglichen Kontext gesteigert werden können.
- Analyse und Interpretation rhetorischer Mittel und Sprachfiguren
- Einsatz literarischer Texte zur Förderung der Sach- und Methodenkompetenz
- Curriculare Einbettung in die Standards für das Fach Deutsch
- Didaktische Reduktion und methodische Phasenplanung nach H. Roth
- Reflexion über Lernniveaus und Unterrichtsgestaltung in heterogenen Lerngruppen
Auszug aus dem Buch
2.2. Vorstellung des Unterrichtsgegenstandes – Sachanalyse
Sprachliche Mittel finden sich in der deutschen Sprache in fast allen Texten, Reden und in den Medien. Durch den gezielten Einsatz der Stilmittel erreicht der Verfasser von Texten und Reden eine bedeutsame Wirkung. Jede Argumentation wird in ihrer Aussagekraft durch rhetorische Mittel gestützt.
Neben einer Betrachtung der äußeren Form von verschiedenen Textsorten trägt die Untersuchung und Analyse sprachlicher Mittel hinsichtlich ihres Einsatzes und ihrer Wirkungsweise dazu bei, einen literarischen oder sachlichen Text besser zu durchdringen. Sie lassen sich untergliedern in Wort-, Denk- und Satzbaufiguren, Satzformen und sprachliche Bilder.
Satzbaufiguren betreffen den Satzbau im jeweils zu analysierenden Text. Sie wirken auf die Struktur von einem oder mehreren Sätzen ein und können dabei verschiedene Formen annehmen. Durch Auslassungen, Wiederholungen oder Steigerungen lassen sich verschiedene Wirkungsweisen feststellen. Auch die Satzformen Parataxe und Hypotaxe und verschiedene Nebensatzarten erfüllen eine bestimmte vom Autor intendierte Funktion.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsfelder – Vorbedingungen des Unterrichts: Analyse der Rahmenbedingungen, insbesondere der Lerngruppe der Klasse KAI15a und der räumlichen Situation in der Berufsschule.
2. Entscheidungsfelder: Stoff/ Didaktik/ Methodik/ Medien: Darstellung der curricularen Einbindung, der fachlichen Sachanalyse der sprachlichen Mittel sowie der didaktisch-methodischen Begründung der Unterrichtsplanung.
3. Reflexion der gegebenen Unterrichtsstunde: Kritische Einschätzung des geplanten Unterrichtsverlaufs, der erwarteten Reaktionen der SuS und des Lernzuwachses.
4. Stundenverlauf im Überblick: Tabellarische Aufstellung der Unterrichtsphasen mit den entsprechenden Lehrer- und Schüleraktionen sowie den genutzten Medien.
5. Geplantes Tafelbild: Visuelle Darstellung der geplanten Strukturtafel für die Interpretation eines epischen Textes.
6. Materialien: Zusammenstellung der verwendeten Arbeitsmaterialien, inklusive des literarischen Textes, der Arbeitsblätter und der Übersicht zu sprachlichen Mitteln.
Schlüsselwörter
Sprachliche Mittel, Rhetorische Figuren, Kurzgeschichte, Didaktik, Interpretation, Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Berufsfachschule, Unterrichtsplanung, Satzbaufiguren, Sprachliche Bilder, Analysetechnik, Sibylle Berg, Deutschunterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt eine detaillierte Unterrichtsplanung für den Deutschunterricht an einer Berufsfachschule dar, in der die Analyse und Interpretation sprachlicher Mittel im Fokus steht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Vermittlung rhetorischer Stilmittel, der Analyse der Kurzgeschichte „Alles wie immer“ sowie der Förderung berufsbezogener Sach- und Methodenkompetenzen.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, sprachliche Mittel in Texten gezielt zu erkennen, deren Wirkungsweise zu interpretieren und diese Kenntnisse für ihre eigene Sprachkompetenz zu nutzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Planung verwendet?
Die Planung stützt sich auf die didaktische Analyse nach Wolfgang Klafki sowie das Artikulationsschema nach H. Roth für die Phasenstruktur des Unterrichts.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der curricularen Verortung, der Sachanalyse der verschiedenen Sprachfiguren (Wort-, Denk-, Satzbau) und der detaillierten methodischen Konzeption der einzelnen Unterrichtsphasen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Sprachliche Mittel, Interpretation, Methodik, Didaktik, Kurzgeschichte, Sachkompetenz und Berufsfachschule.
Wie geht die Planung mit der Heterogenität der Klasse um?
Die Planung berücksichtigt die starke Leistungsheterogenität durch den Einsatz von Partner- und Einzelarbeitsphasen sowie eine bewusste stoffliche Reduktion der behandelten Stilmittel.
Warum wurde die Kurzgeschichte „Alles wie immer“ von Sibylle Berg gewählt?
Der Text eignet sich aufgrund seiner prägnanten Struktur und der gezielten Verwendung sprachlicher Mittel hervorragend, um Monotonie und Eile im Berufsalltag zu thematisieren und für die Lernenden erfahrbar zu machen.
Welche Rolle spielt die Hausaufgabe in diesem Konzept?
Die Hausaufgabe dient der vertiefenden schriftlichen Analysearbeit, um die im Unterricht erlernten Schritte selbstständig anzuwenden und das methodische Vorgehen zu festigen.
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- Anonym (Autor), 2017, Erkennen, analysieren und interpretieren verschiedener Formen von sprachlichen Mitteln. Schriftliche Planung einer Unterrichtsstunde für die Berufsfachschule, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/420546