Der Fairy Tale Test macht sich die Vertrautheit von Kindern zur Märchenwelt zu nutze. Er wurde so konzipiert, dass sich die Testsituation wie ein Spiel für die Kinder anfühlt und so Hemmungen beseitigt und eventueller Frustration vorbeugt. Mittels Testkarten, die überwiegend Szenen aus „Rotkäppchen“ und „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ zeigen, werden „[…] eine große Anzahl an Persönlichkeitsvariablen, von denen die meisten testtheoretisch gut zu berechnen sind“, (Coulacoglou, 1996, S.12) untersucht.
Der FTT stellt den Anspruch, ein „[…] psychometrisch zufriedenstellendes Testinstrument […]“ (Coulacoglou, 1996, S.13) zu sein, das die Psychodynamik des Kindes erfassen kann. Betrachtet werden neben einzelnen Persönlichkeitszügen auch ihre Interrelationen. Der Test kann laut Coulacoglou auf verschiedene Weise eingesetzt werden, beispielsweise als Grundlagentechnik, Verfahren aber auch als Hilfsmittel. So eignet er sich im klinisch-diagnostischen Bereich, wie auch für die Forschung.
Inhaltsverzeichnis
1. Theoretischer Überblick.
1.1 Projektive Testverfahren
1.2 Märchen
2. Fairy Tale Test (FTT)
2.1 Entwicklung und Verwendungszweck
2.2 Testkarten
2.3 Durchführung
2.3.1 Testpersonen
2.3.2 Testleiter/in
2.3.3 Testzeit
2.3.4 Vorgehensweise
2.4 Variablenskalierung
2.5 Beschreibung der Ratingskalen
2.6 Auswertung
2.7 Gütekriterien
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Semesterarbeit untersucht den "Fairy Tale Test" (FTT) als projektives Verfahren in der kinderpsychologischen Diagnostik, beleuchtet dessen theoretische Einbettung in die Märchenpsychologie und analysiert die psychometrischen Gütekriterien sowie die Anwendungsmöglichkeiten in der klinischen Praxis.
- Theoretische Grundlagen projektiver Testverfahren bei Kindern
- Psychologische Bedeutung und Rezeption von Märchen
- Konzeption und praktische Durchführung des Fairy Tale Test (FTT)
- Quantitative und qualitative Auswertungsmethoden sowie Gütekriterien des Verfahrens
Auszug aus dem Buch
Entwicklung und Verwendungszweck
Der Fairy Tale Test macht sich die Vertrautheit von Kindern zur Märchenwelt zu nutze. Er wurde so konzipiert, dass sich die Testsituation wie ein Spiel für die Kinder anfühlt und so Hemmungen beseitigt und eventueller Frustration vorbeugt. Mittels Testkarten, die überwiegend Szenen aus „Rotkäppchen“ und „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ zeigen, werden „[...] eine große Anzahl an Persönlichkeitsvariablen, von denen die meisten testtheoretisch gut zu berechnen sind“, (Coulacoglou, 1996, S.12) untersucht. Der FTT stellt den Anspruch, ein „[...] psychometrisch zufriedenstellendes Testinstrument [...]“ (Coulacoglou, 1996, S.13) zu sein, dass die Psychodynamik des Kindes erfassen kann. Betrachtet werden neben einzelnen Persönlichkeitszügen auch ihre Interrelationen. Der Test kann laut Coulacoglou (1996, p. 13) auf verschiedene Weise eingesetzt werden, beispielsweise als Lagententechnik, Verfahren aber auch als Hilfsmittel. So eignet er sich im klinisch-diagnostischen Bereich, wie auch für die Forschung. „Aufgrund seiner Normierung an einer großen Kontrollstichprobe kann er ebenso zur Erfassung entwicklungsbedingter Veränderungen und situativer Effekte bei „normalen“ Kindern eingesetzt werden.“ (Coulacoglou, 1996, S.13)
Zusammenfassung der Kapitel
Theoretischer Überblick: Dieses Kapitel erläutert die Herausforderungen bei der psychologischen Arbeit mit Kindern und stellt die Rolle sowie die Vor- und Nachteile von projektiven Testverfahren vor.
Märchen: Hier wird der historische Ursprung von Märchen beleuchtet und deren Bedeutung für die kindliche psychologische Entwicklung sowie ihre Funktion als Projektionsfläche für existentielle Nöte analysiert.
Fairy Tale Test (FTT): Das Hauptkapitel beschreibt detailliert das Testdesign, die Zielgruppe, das Durchführungsverfahren, die Skalierung der Variablen, die Auswertungsmethodik sowie die statistischen Gütekriterien des Testverfahrens.
Fazit: Das abschließende Kapitel fasst das Potenzial des FTT als klinisches Diagnoseinstrument zusammen und kritisiert zugleich die teilweise komplexe Nachvollziehbarkeit der psychometrischen Ergebnisse.
Schlüsselwörter
Kinderpsychologie, projektive Testverfahren, Fairy Tale Test, FTT, Märchen, psychologische Diagnostik, Persönlichkeitsvariablen, Psychodynamik, Gütekriterien, Testkarten, klinische Diagnostik, Rotkäppchen, Schneewittchen, Reliabilität, Testdurchführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse des "Fairy Tale Test" (FTT), eines projektiven Diagnoseverfahrens für Kinder, das auf der Interpretation von Märchenszenen basiert.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die psychologische Diagnostik bei Kindern, die Theorie der Märchenrezeption und die methodische sowie psychometrische Evaluation des FTT.
Was ist das primäre Ziel dieser Ausarbeitung?
Ziel ist es, die Eignung und Anwendung des FTT als klinische Grundtechnik zur Anamnese und Beobachtung von Persönlichkeitsveränderungen bei Kindern wissenschaftlich darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie eine deskriptive Auswertung der testtheoretischen Gütekriterien (Reliabilität und Validität), wie sie von Coulacoglou dokumentiert wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des FTT, die Beschreibung des Testmaterials (Karten), die methodische Durchführung, die Skalierung der 20 Persönlichkeitsvariablen sowie die statistische Validierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Fairy Tale Test, projektive Diagnostik, Märchen, kindliche Persönlichkeitsvariablen und psychometrische Gütekriterien.
Was unterscheidet den FTT von anderen projektiven Tests?
Im Gegensatz zu abstrakten Tests wie dem Rorschach-Test nutzt der FTT die vertraute Welt der Märchen, was den Zugang für Kinder erleichtert und Hemmungen abbaut.
Wie werden die Antworten der Kinder ausgewertet?
Die Auswertung erfolgt sowohl quantitativ (Umwandlung von Rohwerten in T-Werte) als auch qualitativ durch die Einbeziehung von Verhaltensbeobachtungen und Identifikationsprozessen.
Welches Fazit zieht die Autorin zur Validität des Tests?
Die Autorin stellt fest, dass das Verfahren zwar objektiv bemüht ist, die psychometrische Nachvollziehbarkeit der Faktoren jedoch teilweise schwierig ist und die Stichproben bislang sehr stark auf griechische Kinder begrenzt waren.
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- Natascha Krus (Autor), 2018, Der Fairy Tale Test. Beschreibung und Eignung zur psychologischen Diagnostik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/420575