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Piagets Untersuchungen zur Entstehung und Entwicklung menschlicher Erkenntnis und zur genetischen Epistemologie

Titel: Piagets Untersuchungen zur Entstehung und Entwicklung menschlicher Erkenntnis und zur genetischen Epistemologie

Ausarbeitung , 2011 , 13 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Alina Weber (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine Auseinandersetzung mit der Frage, was Erkenntnistheorie ist. Unter Rücksichtnahme des inneren Verhältnisses der Themenbereiche interessiert Piaget die Entstehung und Entwicklung menschlicher Erkenntnis als Prozess. Die genetische Erkenntnistheorie stellt das wissenschaftliche Pendant bezüglich des Interesses von Piaget dar.

Piaget nennt sein Interesse ein psychologisches und er stellt dieses anderen Wissenschaftsinteressen zur Seite: dem philosophischen Interesse, das der Erkenntnis der Erkenntnis um ihrer selbst willen gilt, und dem soziologischen Interesse, das in der Erkenntnis der gesellschaftlichen Nutzung von Erkenntnis als Produkt, also als Wissen liegt.

Hinzugefügt werden kann das pädagogische Interesse an der Überlieferung von Wissen als Produkt von Erkenntnis einerseits und das Interesse an der Entwicklung von Hilfestellungen zur Optimierung der Entstehung und Entwicklung menschlicher Erkenntnis als Prozess, insbesondere bei Jugendlichen andererseits. Das pädagogische Interesse ist mithin in eine genetische Erkenntnistheorie geradezu hineingezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zentrale Perspektiven Piagets Theorie

2.1 Operationen als Grundstrukturen des Handelns und Denkens

2.2 Figurativer und Operativer Aspekt des Denkens

3. Die vier Stufen der Entwicklung menschlicher Erkenntnisleistungen nach Piaget

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit Piagets genetischer Erkenntnistheorie auseinander, um zu untersuchen, wie menschliche Erkenntnis als Prozess entsteht und sich entwickelt. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Wissen durch das handelnde Subjekt konstruiert wird und in welchem Verhältnis Strukturen des Handelns zu logischen Denkprozessen stehen.

  • Grundlagen der genetischen Erkenntnistheorie
  • Konstruktivistische Entwicklungsperspektive
  • Zusammenspiel von Handeln und logischem Denken
  • Differenzierung zwischen figurativem und operativem Aspekt
  • Stufenmodell der kognitiven Entwicklung

Auszug aus dem Buch

2.1 Operationen als Grundstrukturen des Handelns und Denkens

"Nun haben alle diese Koordinationsformen Parallelen in logischen Strukturen, und mir scheint, daß es derartige Koordinationen auf der Ebene der Handlungen sind, die die Grundlage der sich später im Denken entwickelnden logischen Strukturen bilden. Genau dies ist unsere Hypothese (Piaget 1973a)“. Logisches Denken oder das Erkennen entwickeln sich im Handeln. Aus genetischer Sicht kann ebenso davon gesprochen werden, dass aus logischen Strukturen Handlungen vorweggenommen werden. Die in diesem Gedankengang auftretende Frage, ob das Handeln zuerst da sei und die Erkenntnis beweise oder ob der Ablauf umgekehrt sei, meidet Piaget. Er hinterfragt den Aspekt, ob das Denken oder das Handeln zuerst vorhanden sei, indem er postuliert, dass das menschliche Dasein generell beides voraussetzt. Insofern kann man sagen, dass das Erkennen in einer, psychologischen, logischen und sozialen Beziehung zum Handeln steht und umgekehrt.

„Die genetische Erkenntnistheorie versucht, Erkennen, insbesondere wissenschaftliches Erkennen, durch seine Geschichte, seine Soziogenese und vor allem die psychologischen Ursprünge der Begriffe und Operationen, auf denen es beruht, zu erklären.“ Diese hier genannten Begriffe und Operationen stammen hauptsächlich aus dem Alltagsbewusstsein, so dass die Ausgangspunkte dieser Begriffe und Operationen deren Geltung für das Erkennen und in dem Erkennen auf einer fortgeschrittenen Stufe verdeutlichen können. Die genetische Erkenntnistheorie berücksichtigt so häufig wie möglich Formalisierungen, größtenteils logische Formalisierungen, die wiederum äquilibrierte Denkstrukturen und zum Teil Transformationen von dem einen Stadium zu dem darauf folgenden in der Entwicklung des Denkens in Betracht ziehen. Diese kompakte Darstellung der grundlegenden Perspektive der genetischen Erkenntnistheorie weist ein bedeutsames Problem auf: ein Problem der traditionellen philosophischen Auffassung der Erkenntnistheorie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in Piagets Interesse an der Entstehung und Entwicklung menschlicher Erkenntnis ein und verortet seine Theorie zwischen psychologischen, philosophischen und pädagogischen Strömungen.

2. Zentrale Perspektiven Piagets Theorie: Dieses Kapitel erläutert den konstruktivistischen Ansatz, in dem sich der Mensch als erkennendes Subjekt seine Umwelt durch Handeln selbst organisiert.

2.1 Operationen als Grundstrukturen des Handelns und Denkens: Hier wird dargelegt, wie logische Strukturen aus dem Handeln hervorgehen und warum Erkenntnis nicht nur als passives Abbild, sondern als Transformationsprozess zu verstehen ist.

2.2 Figurativer und Operativer Aspekt des Denkens: Das Kapitel unterscheidet zwischen dem statischen, imitierenden figurativen Aspekt und dem transformativen, reversiblen operativen Aspekt des menschlichen Denkens.

3. Die vier Stufen der Entwicklung menschlicher Erkenntnisleistungen nach Piaget: Diese Sektion beschreibt die vier aufeinanderfolgenden Stufen der kognitiven Entwicklung von der Geburt bis ins Erwachsenenalter.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Wissen kein statischer Zustand, sondern ein subjektiv gefärbter, dynamischer Prozess der Wissenskonstruktion ist.

Schlüsselwörter

Genetische Erkenntnistheorie, Jean Piaget, Konstruktivismus, Kognitive Entwicklung, Handeln, Logische Strukturen, Operative Aspekte, Figurative Aspekte, Transformation, Wissenserwerb, Erkenntnisprozess, Selbstkonstruktion, Stufenmodell, Denken, Epistemologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet einen Überblick über Jean Piagets genetische Erkenntnistheorie und erklärt, wie der Mensch Wissen konstruiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung kognitiver Strukturen, das Verhältnis von Handeln und Denken sowie das Stufenmodell des Wissenserwerbs.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Erkenntnisbegriff als dynamischen Prozess zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie Handlungen die Basis für logisches Denken bilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die auf Piagets Schriften zur genetischen Erkenntnistheorie basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Perspektiven Piagets, insbesondere die Rolle von Operationen sowie die Unterscheidung zwischen operativem und figurativem Denken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind genetische Erkenntnistheorie, Konstruktivismus, operative Strukturen und kognitive Entwicklung.

Wie unterscheidet Piaget zwischen figurativem und operativem Denken?

Der figurative Aspekt bezieht sich auf Wahrnehmung und Imitation von Zuständen, während der operative Aspekt die Fähigkeit beschreibt, Transformationen durchzuführen und zu verstehen.

Was bedeutet der Begriff „genetisch“ im Kontext der Theorie?

In Piagets Theorie bezeichnet „genetisch“ keine angeborenen Eigenschaften, sondern den Prozess der Entwicklung und Entstehung von Strukturen.

Warum ist das Handeln laut Piaget entscheidend für die Erkenntnis?

Erkenntnis wird nicht nur von Objekten abstrahiert, sondern entsteht durch das aktive Einwirken und die Koordination von Handlungen des Subjekts.

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Details

Titel
Piagets Untersuchungen zur Entstehung und Entwicklung menschlicher Erkenntnis und zur genetischen Epistemologie
Hochschule
Universität Paderborn
Note
2.0
Autor
Alina Weber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V420606
ISBN (eBook)
9783668686229
ISBN (Buch)
9783668686236
Sprache
Deutsch
Schlagworte
piagets untersuchungen entstehung entwicklung erkenntnis epistemologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alina Weber (Autor:in), 2011, Piagets Untersuchungen zur Entstehung und Entwicklung menschlicher Erkenntnis und zur genetischen Epistemologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/420606
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Leseprobe aus  13  Seiten
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