In dieser Hausarbeit werden Kenias und Ghanas Historische Werdegange dargestellt und die politischen Systeme der beiden Länder analysiert, differenziert und miteinander verglichen. Der Fokus ist hierbei auf die politische Entwicklung der beiden Länder gerichtet. Diese Darstellung wird begleitet von der Frage, ob Ghana und Kenia auf dem Weg dahin sind, eine Demokratie zu sein oder zu werden. Beide streben eine Demokratisierung an, aber ob diese Bemühung erfolgreich ist, werden wir analysieren. Bei der differenzierten Auseinandersetzung mit den beiden Regierungsapperaten fällt auf, dass beide Staaten demokratisch agieren. der Unterschied liegt lediglich im Ausmaß der Demokratisierung.
Bei der Auseinandersetzung mit dieser Tatsache fällt auf, dass Ghana zwar nicht zu den Vorzeigedemokratien gehört, aber dennoch im allgemeinen demokratischer wahrgenommen wird als Kenia. Als Ausgangspunkt für den bevorstehenden Vergleich dient der Beginn der Unabhängigkeit. Diese existiert in Ghana sowie in Kenia seit rund 50 Jahren.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2.Kenia
3.Ghana
4.Ländervergleich
5.Aktuelle Lage
6.Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert und vergleicht die historischen Werdegänge und politischen Systeme von Ghana und Kenia mit dem Ziel, ihre jeweilige Entwicklung zur Demokratie zu bewerten. Dabei wird untersucht, inwiefern die Bemühungen um Demokratisierung in beiden Staaten erfolgreich sind und welche Faktoren den politischen Wandel beeinflussen.
- Historische Entwicklung von Ghana und Kenia seit der Unabhängigkeit
- Analyse der politischen Systeme und der Demokratisierungsprozesse
- Vergleich der sozioökonomischen Rahmenbedingungen und Herausforderungen
- Einfluss von wirtschaftlichen Faktoren und externen Abhängigkeiten auf die politische Stabilität
Auszug aus dem Buch
Kenia:
Kenia hat genauso wie Ghana eine lange Kolonialgeschichte hinter sich. Schon 1957 gab es die ersten Wahlen im Land. Die Kenya African National Union-Partei - „KANU“ gewann diese und bildete die erste Regierungspartei. Zu dieser Zeit prägte Kenia ein Einparteiensystem (Bergenthum 2004: 39). In den 1959er Jahren gab es schon antikoloniale Widerstandsbewegungen wie die Mau Mau, diese wurden jedoch von den Kolonialherren überwunden. Es brauchte Zeit um den Afrikanern eine Entscheidungsbewalt zu übertragen und sie somit in den demokratisch-politischen Prozess zu involvieren. Erst sechs Jahre nach Ghana, erreichte auch Kenia die Unabhängigkeit. Am 12. Dezember 1963 löste sich Kenia von den Briten. Jomo Kenyatta wurde ein Jahr später der erste Präsident der Republik. Kenyatta war vor seinem Amtsantritt engagierter Kolonialgegner. Er regierte von 1964 bis 1978. (Bobby-Evans; 2015; S.213)
Seine Epoche sorgte jedoch entgegen der Hoffnung der Bürger, für einen Abbau der politischen Pluralität. Seine Herrschaft machte aus Kenia ein totalitäres Regime, welches oppositionelle Parteiangehörige inhaftierte und das Mehrparteiensystem abschaffte. Ebenfalls kam es vor, dass inhaftierte Regierungsgegner hingerichtet wurden. Kenyatta regierte fast schon diktatorisch und selektierte zwischen Bevölkerungsgruppen. Diese Selektion wird uns im weiteren Verlauf immer wieder begegnen. Dadurch dass Kenia ein Vielvölkerstaat ist, existieren unterschiedliche „Herrschaftsgebiete“. Bestimmte Stämme sind in gewissen Regionen vorherrschend und wirken am politischen Prozedere mit. Kenyattas Eltern stammten von den Kikuyu ab, was auch erklärt, warum er diesem Stammeszweig besonders zugewandt war. Mit 22% der Bevölkerung machten die Kikuyu zur damaligen Zeit schon eine Mehrheit aus. Sie genossen einen großen Einfluss in der Bevölkerung und ihre Meinung wurde bei politischen Entscheidungen eingeholt sowie berücksichtigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und legt den Fokus auf den Vergleich der politischen Entwicklungen und Demokratisierungsbemühungen von Ghana und Kenia.
2.Kenia: Hier wird der historische Weg Kenias von der Unabhängigkeit über die Ära Kenyatta bis hin zu späteren politischen Krisen und Machtwechseln detailliert dargestellt.
3.Ghana: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung Ghanas, insbesondere das Streben nach Unabhängigkeit unter Kwame Nkrumah und die darauffolgenden politischen Umbrüche und Militärherrschaften.
4.Ländervergleich: Hier werden die politischen Systeme, sozioökonomischen Daten und die Demokratisierungsprozesse beider Länder in direkten Vergleich gesetzt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen.
5.Aktuelle Lage: Dieses Kapitel thematisiert gegenwärtige Herausforderungen wie bedingungslose Grundeinkommen-Testprojekte und die Auswirkungen von Freihandelsabkommen auf die politische und wirtschaftliche Situation.
6.Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die schwierige Lage afrikanischer Staaten im internationalen Gefüge sowie die Perspektiven für eine nachhaltige Demokratisierung.
Schlüsselwörter
Ghana, Kenia, Demokratisierung, Politisches System, Unabhängigkeit, Kolonialgeschichte, Wahl, Korruption, Armut, Wirtschaftliche Stabilität, Mehrparteiensystem, Transformation, Herrschaftsform, Vielvölkerstaat, Internationale Abhängigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Vergleich der politischen Systeme von Ghana und Kenia und deren Entwicklung nach der Unabhängigkeit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind der historische Werdegang, die Demokratisierungsprozesse sowie die sozioökonomischen und politischen Herausforderungen in beiden Ländern.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie erfolgreich die Bemühungen um Demokratie in Ghana und Kenia verlaufen sind und die Unterschiede in ihrem politischen Wandel herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine komparative Methode (Ländervergleich), um die politischen Systeme und historischen Ereignisse gegenüberzustellen und zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die detaillierten historischen Entwicklungen Kenias und Ghanas, einen direkten Vergleich ihrer politischen Systeme sowie eine Betrachtung der aktuellen politischen Lage.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Demokratisierung, Politisches System, Unabhängigkeit, Korruption, wirtschaftliche Stabilität und internationale Abhängigkeit.
Welche Rolle spielten ethnische Gruppen bei der politischen Entwicklung Kenias?
Die ethnische Vielfalt und die Bevorzugung bestimmter Stämme, wie der Kikuyu unter Kenyatta, führten zu Ungleichgewichten und beeinflussten politische Entscheidungen maßgeblich.
Warum wird trotz der Armut von einer "demokratischen Entwicklung" in beiden Ländern gesprochen?
Beide Länder haben den Weg in Richtung Demokratie eingeschlagen, auch wenn dieser Prozess durch Korruption, Machtmissbrauch und wirtschaftliche Instabilität stark erschwert wird.
- Arbeit zitieren
- Martin Hille (Autor:in), 2017, Vergleich der politischen Systeme von Ghana und Kenia, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/420609