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Arabismen - Der arabische Einfluss in der spanischen Sprache

Title: Arabismen - Der arabische Einfluss in der spanischen Sprache

Seminar Paper , 2004 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anne-Marie Schulze (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Einleitung

Das Abendland ist eine sehr vielschichtige Kultur. Sie entstand nicht nur durch sich selbst, sondern auch durch den Einfluss außereuropäischer Kulturen. Das christlich geprägte Europa ist so gesehen ein Kind der semitischen und auch israelitischen Kultur.

Von den Wechselbeziehungen der verschiedenen Völker untereinander konnte das Abendland nur profitieren. Gleichgültig, ob der Kontakt zueinander erzwungen, womöglich durch einen Krieg oder freiwillig z. B. durch Handel entstanden war.

Das Zusammentreffen verschiedenartiger Länder brachte eine Menge Veränderungen auf der kulturellen Ebene mit sich. Diese Hausarbeit wird sich mit den Veränderungen in Spanien durch die Eroberung der Araber beschäftigen.

Ein besonderes Indiz für die einstige Herrschaft der Araber in Spanien sind die Arabismen, spanische Wörter die auf einen arabischen Ursprung zurückzuführen sind. Sie werden der Gegenstand der Ausarbeitung werden. So wird als erstes auf die geschichtlichen Hintergründe eingegangen, die die sprachliche Entwicklung in Spanien herausforderte. Des weiteren sollen die sprachlichen Gegebenheiten näher beleuchtet werden, die sich durch das Zusammentreffen unterschiedlicher Bevölkerungsteile ergaben. Um die Sprachkontakte zu verdeutlichen werden mehrere Beispiele wiedergegeben.

Am Ende soll noch die heutige Arabismussituation betrachtet werden. Besondere Beachtung findet in der Hausarbeit die Literatur der Autoren Reinhold Kontzi, Gustav Ineichen, Reinhard Kiesler und Jens Lüdtke.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der arabische Einfluss in der spanischen Sprache

2.1. Spanien unter den Mauren

2.2. Der Sprachkontakt zwischen Arabern und Spaniern

2.3. Die arabische Sprache

2.4. Das Mozarabische

2.5. Arabismen

2.6. Die Wissenschaft und die Dichtkunst im arabischen Spanien

3. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht den nachhaltigen Einfluss der arabischen Eroberung auf die spanische Sprache und Kultur. Die zentrale Forschungsfrage widmet sich der Identifikation und Analyse sprachlicher Entlehnungen, den sogenannten Arabismen, sowie der soziolinguistischen Dynamik während der maurischen Herrschaftszeit.

  • Historische Grundlagen der Eroberung Spaniens durch die Araber
  • Soziolinguistische Analyse der Sprachkontakte und der Diglossie
  • Strukturelle Merkmale der arabischen Sprache und ihre Integration in das Spanische
  • Kultureller Transfer in den Bereichen Wissenschaft, Baukunst und Dichtkunst

Auszug aus dem Buch

2.5. Arabismen

Die arabischen Entlehnungen, die Arabismen, sind etwa mit 850 bis 1000 Wörtern in der spanischen Sprache vertreten. Sie zeichnen sich oft dadurch aus, „dass auch die Grundwörter mit einem romanischen Suffix versehen sein können.“ Die Wortbildung folgt also der spanischen Morphologie. Ein gutes Beispiel ist das Wort almacén (Lager). Durch das Anhängen des Suffixes –ar kann ein Verb abgeleitet werden, almacenar (lagern). An diesem Beispiel ist noch ein Merkmal der Arabismen im Spanischen erkennbar. Oft wird der Affix des arabischen Artikels al- mit dem Stamm verschmolzen, so auch bei almacén oder auch bei azúcar (von arab. (as-) súkkar) (Zucker). In anderen romanischen Sprachen besitzt das Wort Lager zwar auch den arabischen Ursprung von (al-)mahzén, aber sie besteht ohne die Agglutination. Im Französischen heißt das Lager nicht almagasin, sondern magasin und im Italienischen ist es das magazzino.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die kulturelle Vielschichtigkeit des Abendlandes ein und benennt die Arabismen als zentrales Indiz für den historischen Einfluss der arabischen Herrschaft in Spanien.

2. Der arabische Einfluss in der spanischen Sprache: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die historische Conquista, die soziolinguistischen Bedingungen des Sprachkontakts, die Struktur des Arabischen sowie die Entstehung des Mozarabischen und die vielfältigen kulturellen Lehnwörter in Wissenschaft und Alltag.

3. Schlussbemerkungen: Das Kapitel reflektiert das heutige Fortbestehen der Arabismen, konstatiert deren stetige Abnahme zugunsten von Anglizismen und fasst die kulturelle Bedeutung des arabischen Erbes für das moderne Spanien zusammen.

Schlüsselwörter

Arabismen, Al-Andalus, Mozarabisch, Sprachkontakt, Conquista, Reconquista, Diglossie, Hispanistik, Lehnwörter, Kulturtransfer, Arabische Sprache, Romanische Sprachen, Sprachgeschichte, Wortbildung, Sprachwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit den sprachlichen und kulturellen Spuren, die die arabische Eroberung und Herrschaft (Al-Andalus) auf der Iberischen Halbinsel hinterlassen haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Geschichte der maurischen Besetzung, die Entwicklung des Mozarabischen, die linguistische Analyse arabischer Lehnwörter sowie der kulturelle Austausch in Wissenschaft und Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch die Untersuchung von Arabismen die Art und Weise des Sprachkontakts und die Integration arabischer Elemente in die spanische Sprache nachzuvollziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine linguistische und historische Analyse, gestützt auf die Fachliteratur namhafter Sprachwissenschaftler wie Reinhold Kontzi und Gustav Ineichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Hintergründe, die Beschreibung der arabischen Sprachstruktur, die Rolle des Mozarabischen sowie konkrete Wortbeispiele aus verschiedenen Lebensbereichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Arabismen, Sprachkontakt, Al-Andalus, Diglossie und Sprachgeschichte definiert.

Welche Rolle spielt das Mozarabische?

Das Mozarabische fungierte als Brückendialekt zwischen dem Romanischen und dem Arabischen und trug maßgeblich zur Vermittlung arabischer Wörter in das nördliche Spanien bei.

Was sagt die Autorin über den heutigen Einfluss?

Die Autorin stellt fest, dass die direkten Arabismen zwar abnehmen, das historische Erbe jedoch in der Architektur und der kulturellen Identität Spaniens weiterhin tief verwurzelt bleibt.

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Details

Title
Arabismen - Der arabische Einfluss in der spanischen Sprache
College
Dresden Technical University  (Romanistik)
Course
Lexikalische Strukturen des spanischen Wortschatzes
Grade
1,3
Author
Anne-Marie Schulze (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V42079
ISBN (eBook)
9783638401982
Language
German
Tags
Arabismen Einfluss Sprache Lexikalische Strukturen Wortschatzes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne-Marie Schulze (Author), 2004, Arabismen - Der arabische Einfluss in der spanischen Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42079
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