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Determinanten gesundheitlicher Ungleichheit und deren Relevanz für die pädagogische Praxis

Title: Determinanten gesundheitlicher Ungleichheit und deren Relevanz für die pädagogische Praxis

Term Paper , 2018 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Elena M. (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Summary Excerpt Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die entscheidenden Determinanten gesundheitlicher Ungleichheit und deren Relevanz für die pädagogische Praxis möglichst umfassend und differenziert zu beschreiben und zu analysieren. Die Hauptfragestellungen lauten: Welchen Einfluss hat die Bildung auf die Gesundheit? Inwieweit unterscheiden sich Männer und Frauen in ihren Gesundheitschancen? Welche Rolle spielt für die gesundheitliche Ungleichheit das Alter?Wie ist die Gesundheitserziehung möglich?

Um diesen Fragen systematisch nachgehen zu können, werden zunächst die Begriffe eingeführt, die für das Grundverständnis sozial bedingter gesundheitlicher Ungleichheit relevant sind. Im Anschluss werden die theoretischen Ansätze und der Forschungsstand zu unterschiedlichen Faktoren erörtert, die den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit vermitteln. Darauf aufbauend werden die Strategien der Gesundheitserziehung dargestellt. Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse dieser Arbeit kurz zusammengefasst und diskutiert.

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Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Grundbegriffe

1.1 Mehrperspektivische Definitionen von Gesundheit und Krankheit

1.2 Soziale und gesundheitliche Ungleichheit

2 Theorie und Forschungsstand

2.1 Bildung

2.2 Geschlecht

2.3 Alter

3 Strategien der Gesundheitserziehung

3.1 Gesundheitserziehung als Ansatz der Gesundheitskommunikation

3.2 Autoritative und partizipative Konzepte der Gesundheitserziehung

3.3 Schulische Gesundheitserziehung

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die zentralen Determinanten gesundheitlicher Ungleichheit sowie deren Relevanz für die pädagogische Praxis umfassend zu analysieren und die Forschungsfrage zu beantworten, wie sich Bildung, Geschlecht und Alter auf die Gesundheitschancen auswirken.

  • Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und gesundheitlichen Chancen
  • Der direkte und indirekte Einfluss von Bildung auf die Gesundheit
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede im Gesundheits- und Vorsorgeverhalten
  • Vergleich von autoritativen und partizipativen Konzepten der Gesundheitserziehung
  • Die Rolle der Schule bei der Vermittlung gesundheitsförderlicher Kompetenzen

Auszug aus dem Buch

3.2 Autoritative und partizipative Konzepte der Gesundheitserziehung

Aus erziehungswissenschaftlicher Sicht haben die autoritativen und partizipativen Konzepte der Gesundheitserziehung eine besondere Relevanz. Die zentralen Ausrichtungen der meisten Strategien der Gesundheitserziehung können wegen ihrer Orientierung an der Autorität von wissenschaftlichen Experten als „autoritativ“ bezeichnet werden (ebd., S. 200). Im Mittelpunkt des autoritativen Konzepts steht die Vermeidung von gesundheitsgefährdendem Verhalten, insbesondere dem Konsum von Zigaretten und anderen psychoaktiven Substanzen, Fehlernährung, Bewegungsmangel, unzureichender Verarbeitung von psychischer Anspannung, ungeschütztem Sexualverhalten und riskantem Verkehrsverhalten (vgl. ebd., S. 199). Kritisch anzumerken ist, dass autoritative Gesundheitserziehung stets in Gefahr ist, wegen ihrer belehrenden Grundhaltung einen normativen Charakter und damit autoritär geprägte Züge anzunehmen (vgl. ebd., S. 201). Hieraus können sich Schuldgefühle entwickeln, weil mit der Vorstellung gearbeitet wird, jeder Mensch sei selbst verantwortlich und damit auch moralisch haftbar für eine bei ihm auftretende Krankheit (ebd.). Es sollte aber nicht unerwähnt bleiben, dass es Adressatengruppen gibt, bei denen die autoritative Erziehungsstrategie erfolgreich ist. Dazu gehören Kinder, die noch keine Ausprägungen von gesundheitlichem Risikoverhalten zeigen und in ihren persönlichen Einstellungen und Handlungspositionen noch formbar und durch strukturierte Impulse gut erreicht sind (ebd., S. 202). Eine zweite Adressatengruppe sind Patienten/innen, die frisch unter dem Eindruck des Ausbruchs einer chronischen Krankheit stehen: Sie sind in der Regel bereit und motiviert, Verhaltensänderungen anzunehmen, um ihre weitere Lebensqualität zu sichern (vgl. ebd.).

Partizipative Gesundheitserziehung ist darauf gerichtet, die Bewältigungskompetenz zu stärken, um sich mit den körperlichen, psychischen und sozialen Entwicklungsaufgaben auseinanderzusetzen, die die eigene Gesundheit bestimmen (vgl. ebd., S. 210). Im Unterschied zu dem autoritativen Konzept setzt die partizipative Orientierung bei der Motivation eines Menschen an, sein Verhalten selbst zu steuern: Es werden keine aus einer normativen Vorgabe abgeleiteten Ziele für das eigene Verhalten gesetzt, sondern möglichst nur rein sachliche Informationen über Gesundheitsprobleme vermittelt und die Bedürfnisse der Adressaten sensibel beachtet (vgl. ebd., S. 203). In der Abbildung 3 ist eine stichpunktartige Gegenüberstellung von beiden Konzepten dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Einleitung erläutert den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit sowie das Ziel der Arbeit, die relevanten Determinanten und deren Bedeutung für die pädagogische Praxis zu untersuchen.

1 Grundbegriffe: Dieses Kapitel definiert Gesundheit und Krankheit aus medizinischer, individueller und gesellschaftlicher Perspektive und erläutert die Grundlagen sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit.

2 Theorie und Forschungsstand: Hier werden theoretische Erklärungsansätze für gesundheitliche Ungleichheit dargestellt, wobei der Fokus auf den Faktoren Bildung, Geschlecht und Alter liegt.

3 Strategien der Gesundheitserziehung: Das Kapitel vergleicht autoritative und partizipative Ansätze der Gesundheitserziehung und beleuchtet deren praktische Anwendung im schulischen Kontext.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und diskutiert deren Relevanz für die pädagogische Praxis sowie die Notwendigkeit sensibler Gesundheitsförderung.

Schlüsselwörter

Gesundheitliche Ungleichheit, soziale Ungleichheit, Bildung, Geschlecht, Alter, Gesundheitserziehung, Gesundheitskommunikation, autoritatives Konzept, partizipatives Konzept, Prävention, Gesundheitsverhalten, Lebensqualität, Sozialisation, Schulische Gesundheitserziehung, Gesundheitschancen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der zentralen Determinanten gesundheitlicher Ungleichheit und deren Auswirkungen auf unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen den Einfluss von Bildung, Geschlecht und Alter auf die Gesundheit sowie verschiedene Strategien der Gesundheitserziehung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Ziel ist es, die Faktoren, die soziale und gesundheitliche Ungleichheit bedingen, umfassend zu analysieren und deren Bedeutung für die pädagogische Praxis kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturanalyse und der Aufarbeitung theoretischer sowie empirischer Befunde aus der Sozial- und Medizinsoziologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsdefinition, die Analyse von Einflussfaktoren wie Bildung und Geschlecht sowie eine detaillierte Darstellung und Gegenüberstellung von Konzepten der Gesundheitserziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie gesundheitliche Ungleichheit, Gesundheitserziehung, Bildungsabschluss, Lebenslaufperspektive und Präventionsdilemma charakterisiert.

Was ist das sogenannte „Präventionsdilemma“ der schulischen Gesundheitserziehung?

Das Präventionsdilemma beschreibt das Phänomen, dass schulische Förderprogramme bei den Gruppen mit dem größten Bedarf oft geringe Effekte erzielen, während sozioökonomisch besser gestellte Gruppen stärker von den Maßnahmen profitieren.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen autoritativen und partizipativen Konzepten eine Rolle?

Diese Unterscheidung ist relevant, da sie zeigt, wie unterschiedlich das Gesundheitsverhalten durch Lehrmethoden beeinflusst wird – von einer belehrenden „Verhaltenskorrektur“ bis hin zur nachhaltigen „Kompetenzförderung“.

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Details

Title
Determinanten gesundheitlicher Ungleichheit und deren Relevanz für die pädagogische Praxis
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Course
Pädagogisches Handeln und Diversität
Grade
1,3
Author
Elena M. (Author)
Publication Year
2018
Pages
25
Catalog Number
V421011
ISBN (eBook)
9783668686854
ISBN (Book)
9783668686861
Language
German
Tags
Soziale Ungleichheit gesundheitliche Ungleichheit gesundheitliche Ungleichheit und pädagogische Praxis Bildung und Gesundheit Geschlecht und Gesundheit Alter und Gesundheit Gesundheitserziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elena M. (Author), 2018, Determinanten gesundheitlicher Ungleichheit und deren Relevanz für die pädagogische Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/421011
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