Ein kritischer Blick auf die derzeitigen und zukünftigen Standortbedingungen des märkischen Sauerlandes für mittelständische Unternehmen des produzierenden Gewerbes


Hausarbeit, 2018

14 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historie
2.1. Sauerland als Eisenland
2.2. Verlagerung, Zusammenbruch und Wiederaufbau der Industrie

3. Aktuell
3.1. Übersicht
3.2. Standortbedingungen
3.2.1. Verkehrsinfrastruktur
3.2.2. Bildung, Ausbildung und Weiterbildung
3.2.3. Forschung und Entwicklung
3.3. Marktführer

4. Zukunft und Perspektiven
4.1. Probleme
4.2. Mögliche Lösungsansätze

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Mitten im Herzen von Nordrhein-Westfalen, im Dreieck von Sprockhövel, Menden und Meinerzhagen, liegt das märkische Sauerland mit ca. 780.000 Einwohnern.1 Sowohl die Ruhr als auch der Rhein befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Das gewerblich wirtschaftliche Interesse der ca. 46.000 Unternehmen, welche zu den Bereichen Industrie, Handel, Verkehr, Banken, Versicherungen und Dienstleistungen gehören, wird von der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (kurz SIHK) vertreten. 2 Dazu gehören die Stadt Hagen, der Märkische Kreis und der Ennepe-Ruhr-Kreis; die Städte Hattingen und Witten sind nicht einbezogen.3

Das Gebiet soll mit der nebenstehenden Abbildung veranschaulicht werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Kammerbezirk (SIHK) 4

Diese Arbeit ist in 4 Kapitel eingeteilt. Zu Beginn wird auf die Historie zurückgeblickt (Kapitel 2), welche die Grundlage für das Kapitel 3 bilden soll, in dem auf die derzeitigen Standortbedingungen für mittelständische Unternehmen des produzierenden Gewerbes eingegangen wird.

Abschließend sollen die zukünftigen Perspektiven (Kapitel 4) durchleuchtet und alle Ergebnisse zusammenfassend in einem Fazit (Kapitel 5) wiedergegeben werden.

2. Historie

2.1. Sauerland als Eisenland

Begünstigt durch Holzreichtum, Eisenerzfunde, Wasserreichtum, Winde und

Kalkvorkommen wurde schon im 8. bis 9. Jahrhundert Roheisen im märkischen Sauerland produziert, wie archäologische Funde beweisen können.5

Eine wirkliche Industrialisierung setzte jedoch erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts mit der Erzeugung von märkischem Osemund, einem weichen, zähen und gut schmiedbaren Eisen, ein. 6 Aus Osemund wurden Hämmer und Drähte hergestellt.

2.2. Verlagerung, Zusammenbruch und Wiederaufbau der Industrie

Aufgrund der Nutzung der Steinkohlevorkommen und der Fertigstellung der Ruhr-Sieg- Eisenbahn im Jahre 1861 wurde die Eisenerzeugung in das Ruhrgebiet verlagert.7

Bis zum 2. Weltkrieg vermeldete die Industrie ein ständiges Wachstum; erlitt allerdings einen „Zusammenbruch nach dem verlorenen Krieg und die Folgen von Bombardements, Demotagen und Patenverlust“.8

Durch die Einführung der D-Mark ab 1950 und dem damit verbundenen Beginn der freien sozialen Marktwirtschaft erholte sich die Industrie und es folgte ein rascher Wiederaufbau.9

Viele der Gebäude und stillgelegten Industrieanlagen sind noch heute als Museen zu besuchen.

3. Aktuell

3.1. Übersicht

Laut Angaben aus dem Jahr 2016 befinden sich ca. 260.000 Menschen in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Davon sind 43,3 % im produzierenden Gewerbe tätig, welches den größten Anteil an den vorhandenen Unternehmen vor den sonstigen Dienstleistungen (37,9 %), dem Handel, dem Gastgewerbe, dem Verkehr (zusammen 18,6 %) und der Landwirtschaft (0,2 %) einnimmt.10

Zu dem produzierenden Gewerbe geh ö ren nach Definition die Energieerzeugnisse, gewerbliche Erzeugnisse und Hoch- und Tiefbauten. 11 „Mittelständische Betriebe prägen das Bild“12 im märkischen Sauerland.

Gerade mal 4113 von den 46.000 registrierten Unternehmen bei der SIHK haben mehr als 500 Mitarbeiter, die nach dem Institut für Mittelstandsforschung Bonn (kurz IfM Bonn) zu den Großunternehmen gehören.14

Die Metallindustrie, die Kunststoffverarbeitung, die Elektrotechnik und die Sanitärtechnik tragen zu einer vielfältig ausgeprägten Wirtschaft in dieser Region bei. 15 Ergänzt wird die wirtschaftliche Vielfalt durch den Tourismus- und Gastronomiebereich sowie durch die Forst- und Landwirtschaft.16 Folglich kann von einer Vielzahl verschiedener Handelsbeziehungen und -netzwerke ausgegangen werden.

3.2. Standortbedingungen

3.2.1. Verkehrsinfrastruktur

Eine starke Verkehrsinfrastruktur bietet den dort ansässigen Unternehmen großes Potenzial für Exporte zu den wichtigsten Punkten Europas.

Mit Kraftfahrzeugen aller Art lassen sich über die A1, A2, A44 und A45 schnell die gewünschten Ziele innerhalb und außerhalb Deutschland erreichen.

Die erwähnte Infrastruktur zeichnet sich durch ein ausgedehntes Güter- und Personenschienennetzwerk aus. Dabei kann beispielhaft auf den Hauptbahnhof in Hagen verwiesen werden.

Der Rhein und die Ruhr stehen der Schifffahrt zur Verfügung.

Weiterhin können die Flughäfen Dortmund und Düsseldorf innerhalb von 30 beziehungsweise 60 Minuten erreicht werden.

3.2.2. Bildung, Ausbildung und Weiterbildung

Künftige Führungs- und Fachkräfte können während einer beruflichen Ausbildung, aber auch als Weiterbildung, berufsbegleitend an den nahgelegenen Ausbildungsstätten der Fachhochschule Südwestfalen (kurz Fh-Swf) und der Fernuniversität Hagen studieren. Dabei ist die Fh-Swf nicht nur auf technische, sondern auch auf betriebswirtschaftliche Studiengänge spezialisiert, die den dortigen Unternehmen zugutekommen können.

3.2.3. Forschung und Entwicklung

Der direkte Austausch mit der Fh-Swf und der Business and Information Technology School (kurz BiTS) ermöglicht den dort ansässigen Unternehmen bestehende Produkte Hand in Hand zu verbessern oder neue Produkte zu entwickeln.17 Auch bestehende Produktionsverfahren werden durch neue Ideen effizienter gestaltet. Zusätzlich wurde der Tarifverband Südwestfalen gegründet, durch den ein Netzwerk zwischen Wissenschaft / Forschung und Unternehmen erschaffen werden soll.

3.3. Marktführer

Anhand folgender Grafik soll gezeigt werden, welche bekannten Unternehmen im märkischen Sauerland ihren Sitz haben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Starke Marken aus dem m ä rkischen Sauerland 18

Sie zeichnen sich durch langes Bestehen und ständigem Wachstum aus. Auf dem internationalen Markt können sie sich problemlos behaupten.

Insbesondere solche Unternehmen verhelfen dem märkischen Sauerland zu wirtschaftlichem Erfolg.

[...]


1 Vgl. Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen. (2017, September). Südwestfalen in Zahlen. Abgerufen 12. Februar, 2018, von https://www.sihk.de/blob/haihk24/standortpolitik/wirtschaftsdaten/ 3859416/1fe3b93af4ff6294c96632726174d85f/swf-zahlenspiegel-data.pdf

2 Vgl. Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen. (o.D.). "Wer wir sind" - SIHK, die Selbstverwaltung der Wirtschaft. Abgerufen 12. Februar, 2018, von https://www.sihk.de/servicemarken/ueber_uns

3 Vgl. Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen. (o.D.). "Wer wir sind" - SIHK, die Selbstverwaltung der Wirtschaft. Abgerufen 12. Februar, 2018, von https://www.sihk.de/servicemarken/ueber_uns

4 Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen. (o.D.). Kammerbezirk (SIHK) [Bild/Grafik]. Abgerufen 12. Februar, 2018, von https://www.sihk.de/servicemarken/ueber_uns/Kammerbezirk/796478

5 Vgl. Schulte-Derne, F. (o.D.). Eisen und Stahl im Sauerland und Ruhrgebiet. Abgerufen 12. Februar, 2018, von http://eggg.de/sites/default/files/D-45-Schulte-Derne.pdf

6 Vgl. Dossmann, E. Dipl.-Ing.. (2001). Von der Industrialisierung bis zum Zusammenbruch - vom Wiederaufbau bis zum Hightech am Ende des 20. Jahrhunderts. In Kunstverlag Josef Bühn (Hrsg.), M ä rkisches Sauerland - Wirtschaftsstandort und Kulturraum (S. 12-21). München, Deutschland: Kunstverlag Josef Bühn. (S.20)

7 Vgl. Schulte-Derne, F. (o.D.). Eisen und Stahl im Sauerland und Ruhrgebiet. Abgerufen 12. Februar, 2018, von http://eggg.de/sites/default/files/D-45-Schulte-Derne.pdf

8 Dossmann, E. Dipl.-Ing.. (2001). Von der Industrialisierung bis zum Zusammenbruch - vom Wiederaufbau bis zum Hightech am Ende des 20. Jahrhunderts. In Kunstverlag Josef Bühn (Hrsg.), M ä rkisches Sauerland - Wirtschaftsstandort und Kulturraum (S. 12-21). München, Deutschland: Kunstverlag Josef Bühn. (S.21)

9 Vgl. Dossmann, E. Dipl.-Ing.. (2001). Von der Industrialisierung bis zum Zusammenbruch - vom Wiederaufbau bis zum Hightech am Ende des 20. Jahrhunderts. In Kunstverlag Josef Bühn (Hrsg.), M ä rkisches Sauerland - Wirtschaftsstandort und Kulturraum (S. 12-21). München, Deutschland: Kunstverlag Josef Bühn. (S.21)

10 Vgl. Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen. (2017, September). Südwestfalen in Zahlen. Abgerufen 15. Februar, 2018, von https://www.sihk.de/blob/haihk24/standortpolitik/wirtschaftsdaten/ 3859416/1fe3b93af4ff6294c96632726174d85f/swf-zahlenspiegel-data.pdf

11 Vgl. Schneider, M. (2010, 13. August). Definition: Produzierendes Gewerbe. Abgerufen 15. Februar, 2018, von https://www.zolltarifnummern.de/info/abkuerzungen/16856

12 Vgl. Die Wirtschaft im SIHK-Bezirk. (o.D.). Abgerufen 15. Februar, 2018, von https://www.sihk.de/blob/haihk24/starthilfe/downloads/Aktuelles_Wirtschaftsdaten/807544/d028fc4a 7c9d8d3466f82409034ac705/wirtschaft_im_SIHK-Bezirk-data.pdf

13 Vgl. Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen. (o.D.). Firmendaten im Internet (FIT). Abgerufen 15. Februar, 2018, von http://www.imteam- suedwestfalen.ihk.de/sites/fitits/search/defaultSearch.aspx

14 Vgl. Institut für Mittelstandsforschung (IfM Bonn). (o.D.). KMU-Definition des IfM Bonn. Abgerufen 15. Februar, 2018, von https://www.ifm-bonn.org/definitionen/kmu-definition-des-ifm-bonn/

15 Vgl. Märkischer Kreis. (o.D.). Wirtschaftsregion Märkisches Sauerl and - eine Literaturauswahl. Abgerufen 15. Februar, 2018, von http://www.maerkischer-kreis.de/kultur-freizeit/landeskundliche- bibliothek/pdf/Wirtschaftsregion_Maerkisches_Sauerland.pdf

16 Vgl. Märkischer Kreis. (o.D.). Wirtschaftsregion Märkisches Sauerl and - eine Literaturauswahl. Abgerufen 15. Februar, 2018, von http://www.maerkischer-kreis.de/kultur-freizeit/landeskundliche- bibliothek/pdf/Wirtschaftsregion_Maerkisches_Sauerland.pdf

17 Vgl. Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH. (o.D.). Wissenschaft+Forschung - Hand in Hand mit der Wirtschaft. Abgerufen 17. Februar, 2018, von http://www.gws-mk.de/wirtschaftsstandort-mk/wissenschaft-forschung/

18 Vgl. Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen. (2015, August). Weltmarktführer und Bestleistungen der Industrie aus Südwestfalen. Abgerufen 19. Februar, 2018, von https://www.sihk.de/blob/haihk24/standortpolitik/downloads/2716226/5db4935e9b76554fdfd05b7d0 700d681/WeltmarktfuehrerBroschuere_2015-data.pdf

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Ein kritischer Blick auf die derzeitigen und zukünftigen Standortbedingungen des märkischen Sauerlandes für mittelständische Unternehmen des produzierenden Gewerbes
Hochschule
Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Hagen
Note
2,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
14
Katalognummer
V421610
ISBN (eBook)
9783668689091
ISBN (Buch)
9783668689107
Dateigröße
776 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
BWL, Standortbedingungen, NRW, Märkischer Kreis, Sauerland, Mittelständisches Gewerbe
Arbeit zitieren
Moritz Brühl (Autor:in), 2018, Ein kritischer Blick auf die derzeitigen und zukünftigen Standortbedingungen des märkischen Sauerlandes für mittelständische Unternehmen des produzierenden Gewerbes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/421610

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