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Die Ökonomie des Profiboxens. Intertemporale Anreize und ihren nicht-selbsterfüllenden Wirkungen

Titel: Die Ökonomie des Profiboxens. Intertemporale Anreize und ihren nicht-selbsterfüllenden Wirkungen

Seminararbeit , 2017 , 28 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Bedingungen und Auswirkungen der geltenden Vertragsstrukturen im Profiboxen. Dabei werden zuerst die Grundlagen des Modells erläutert, aus denen folgt, dass die Boxer durch intertemporale Anreize zur Leistung ermutigt werden. Mit Bezug auf die theoretische Kosten-Nutzwert-Analyse wird gezeigt, dass Profiboxer nur solange für Kämpfe trainieren werden, bis ihr Vermögen durch Auszahlungen und Ersparnisse groß genug ist, den erwarteten Konsum der Zukunft zu decken. Empirische Daten verdeutlichen, dass es in den oberen Gewichtsklassen durchaus üblich ist, längere Pausen der Vermögensvermehrung durch Anstrengung vorzuziehen. Das fehlende strategische Verhalten der Fans unterstützt dieses wirtschaftliche Ungleichgewicht

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung

1.3. Methode

1.4. Aufbau

1.5. Definitionen

2. Theoretische Grundlagen zum Modellaufbau

2.1. Die Gestaltung von Verträgen im Profiboxen

2.1.1. Der Wert „Reputation“ der Profiboxer

2.1.2. Der Marktwert eines Kampfes

2.1.3. Die Börse des Boxers

2.2. Der Performance-Index der Boxer

2.3. Die Nutzenfunktion des Boxers

3. Strategische Entscheidungen im Spiel

3.1. Der Spielablauf

3.2. Die Prinzipal-Agenten-Beziehung im Profiboxen

3.3. Das Problem des Boxers

3.4 Die optimale Entscheidung des Boxers

3.4.1. Opportunistisches Verhalten im Profiboxen

3.4.2. Negative Vermögenseffekte im professionellen Boxen

3.4.3. Das Ende des Spiels

3.5. Die Entscheidung der Fans

3.5.1. Die Kaufbereitschaft

3.5.2. Das strategische Verhalten der Fans

3.5.3. Der Einfluss der Medien

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Funktionsweise von Anreizsystemen im Profiboxen, in dem die Bezahlung der Athleten häufig bereits im Vorfeld vertraglich garantiert ist. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich dieses spezielle Belohnungsschema auf das Leistungsverhalten der Boxer sowie auf das Entscheidungsverhalten der Fans auswirkt und welche Rolle mediale Einflüsse dabei spielen.

  • Analyse der vertraglichen Beziehungen zwischen Boxern, Promotern und Fans.
  • Untersuchung der optimalen Leistungsentscheidung von Boxern unter intertemporalen Anreizen.
  • Darstellung der ökonomischen Konsequenzen von Sparen und Vermögensbildung im Boxsport.
  • Diskussion des Einflusses von Medien und Kurzzeitgedächtnis auf das Konsumverhalten der Fans.

Auszug aus dem Buch

3.4.1. Opportunistisches Verhalten im Profiboxen

Die Börsen der Profiboxer im Schwergewicht liegen heutzutage gewöhnlich im Millionen-Bereich. Die Möglichkeit, dass der Boxer sparen kann, führt nun dazu, dass er sich nicht allein auf seine aufgewandten Anstrengungen des Zeitpunktes t verlassen muss, um in der Zukunft konsumieren zu können. Seine Ersparnisse dienen ihm als Versicherung hierfür. Der Boxer wird also nur solange Aufwand in sein Training investieren, bis die negativen Folgen des aktuellen Aufwandes größer werden, als der Nutzen, den er sich aus den zukünftigen Konsum aus seinem ersparten Vermögen und seinen zukünftigen Börsen erwartet.

Wie bereits erwähnt, sind Ergebnisse mit nicht-selbsterfüllenden Erwartungen, also opportunistischem Verhalten, üblich im Profiboxen. Ein möglicher Grund, warum der Boxer es sich erlauben kann, opportunistisch zu handeln und große Börsen durch schlechte Vorbereitung auszunutzen, ist die geringe Möglichkeit der Fans seinen betriebenen Aufwand zu beobachten. Weil seine Leistung y nicht zwangsläufig von seinen tatsächlichen Vorbereitungen e abhängt, sondern z.B. auch von der Tagesform oder seinem Image, geben Fans ihm einen Vertrauensbonus und bestrafen ihn erst nach mehreren schlechten Performances am Stück. Wenn der Boxer dies weiß, ist sein Opportunismus die optimale Wahl.

Dieses rücksichtslose Handeln beobachten wir zum Beispiel, wenn ein Boxer sich nach einer hohen Auszahlung entscheidet, den Kampf mit wenig Training zu bestreiten, sich zurückzieht und von seinen Ersparnissen lebt und dann nach gewisser Zeit wieder ein Comeback feiert. Das Kurzzeitgedächtnis der Fans macht dieses Handeln möglich, weil die Konsequenzen einer schlechten Leistung durch eine gute Performance in der Zukunft vergessen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik garantierter Börsen im Profiboxen ein und stellt die Forschungsfrage nach den Leistungsanreizen in diesem speziellen Marktumfeld.

2. Theoretische Grundlagen zum Modellaufbau: In diesem Kapitel werden das Reputationsmodell, der Marktwert von Kämpfen sowie die Nutzenfunktion der Boxer hergeleitet, um die ökonomischen Grundlagen zu legen.

3. Strategische Entscheidungen im Spiel: Der Hauptteil analysiert die Prinzipal-Agenten-Problematik, die optimale Wahl des Trainingsaufwands sowie das Entscheidungsverhalten der Fans und den Einfluss der Medien.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einem Resümee über die ökonomische Stabilität des Profiboxens trotz opportunistischen Verhaltens und betont die Rolle medial geprägter Unterhaltung.

Schlüsselwörter

Profiboxen, Anreizsysteme, Prinzipal-Agenten-Theorie, Reputation, Börsen, intertemporale Anreize, Trainingsaufwand, Konsumglättung, Opportunismus, Vermögenseffekte, End-Game-Problem, Kaufbereitschaft, Medien, Marktwert, Performance-Index.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Strukturen und Anreizmechanismen im Profiboxen, insbesondere die Auswirkungen von vorab garantierten Gagen auf das Trainingsverhalten der Athleten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die vertragliche Gestaltung, die Reputation von Sportlern, die ökonomische Theorie hinter Trainingsaufwand und Sparen sowie das Konsumverhalten der Fans.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Anreizsysteme funktionieren, wenn Boxer ihre Bezahlung unabhängig vom Ausgang eines Kampfes erhalten, und warum dies zu opportunistischem Verhalten führen kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt ein formal-analytisches Vorgehen basierend auf mikroökonomischen Modellen, wie der Prinzipal-Agenten-Theorie und der Euler-Gleichung, ergänzt durch die Analyse empirischer Daten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich dem strategischen Spielablauf, der optimalen Entscheidungsfindung des Boxers unter Unsicherheit sowie dem Einfluss von Fans und Medien auf den Markt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Profiboxen, Reputation, intertemporale Anreize, Opportunismus, Prinzipal-Agenten-Theorie und Leistungsindizes.

Warum haben Boxer trotz hoher Gagen einen Anreiz zum opportunistischen Verhalten?

Da die Fans den tatsächlichen Trainingsaufwand nicht direkt beobachten können und oft ein Kurzzeitgedächtnis bei der Leistungsbewertung zeigen, können Boxer nach hohen Auszahlungen den Aufwand reduzieren, ohne sofort sanktioniert zu werden.

Welche Rolle spielen die Medien im ökonomischen Modell des Boxens?

Die Medien verstärken das Phänomen, dass das "Entertainment" wichtiger wird als die rein sportliche Leistung, was dazu führt, dass "Gelegenheitsfans" auch Kämpfe konsumieren, bei denen keine hohe boxerische Qualität zu erwarten ist.

Was bedeutet das "End-Game"-Problem im Kontext der Arbeit?

Es beschreibt das Szenario, in dem ein Boxer nach einer sehr hohen Auszahlung das dynamische Spiel einseitig beendet, indem er zurücktritt oder absichtlich schlecht leistet, da die Fans ihn für dieses letzte Handeln nicht mehr bestrafen können.

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Details

Titel
Die Ökonomie des Profiboxens. Intertemporale Anreize und ihren nicht-selbsterfüllenden Wirkungen
Hochschule
FernUniversität Hagen  (WIrtschaftspolitik)
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
28
Katalognummer
V421679
ISBN (eBook)
9783668690745
ISBN (Buch)
9783668690752
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ökonomie profiboxens intertemporale anreizen wirkungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Die Ökonomie des Profiboxens. Intertemporale Anreize und ihren nicht-selbsterfüllenden Wirkungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/421679
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Leseprobe aus  28  Seiten
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