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Die Entwicklung interkommunaler Kooperationen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels in Deutschland

Title: Die Entwicklung interkommunaler Kooperationen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels in Deutschland

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Hilmar Schimming (Author)

Economics - Case Scenarios
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung Interkommunaler Kooperationen vor dem Hintergrund des Demographischen Wandels. Bei der Herangehensweise an dieses Thema steht jedoch nicht die rechtliche und organisatorische Ausgestaltung der Zusammenarbeit im Mittelpunkt, sondern die Frage, ob sich Kommunen vor der sich abzeichnenden Abnahme ihrer Bevölkerung und der Überalterung der Gesellschaft Gedanken über Kooperationen machen und inwieweit sich die Ausgestaltung Interkommunaler Kooperation vor der historischen Perspektive in Zukunft ändern könnte. In diesem Kontext wird zunächst die historische Entwicklung seit den 60er Jahren betrachtet: Interkommunale Kooperation ist an sich kein neues Thema, aufgrund sich ständig ändernder Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Entwicklungen werden immer wieder die Vor- und Nachteile diskutiert. Die auslösenden Faktoren haben jedoch seit den 60er Jahren zugenommen und werden immer komplexer, die Kooperationen sind aus der Kinderstube der reinen Zusammenlegung von Kommunen durch Gebietsreformen herausgewachsen. Zum einen hat der Druck zur Kooperation zugenommen, zum anderen haben aber auch neue Formen und Akteurskonstellationen die Zusammenarbeit belebt und auf eine qualitativ und quantitativ umfassendere Entwicklungsstufe geführt. Leider reagieren die Kommunen und vor allem ihre politischen Akteure nicht in der Geschwindigkeit, mit der ihre Probleme zunehmen. Es klafft zwischen Anspruch und Wirklichkeit eine Lücke, die es im Interesse nachhaltiger Lösungsansätze für die bevorstehenden Probleme dringend zu schließen gilt. Nur so ist zu erklären, dass der Demographische Wandel als ein auf die Gesellschaft zukommendes Problem zwar langsam akzeptiert wird, die nötigen Konsequenzen und Handlungsansätze aber nur sehr schleppend daraus gezogen werden. Die Notwendigkeit langfristiger Ansätze kollidiert hier mit den Interessen des politischen Tagesgeschäftes, das sich sehr schwer mit langfristigen Zeithorizonten tut und an kurzfristigen und schnellen Lösungsansätzen mit unmittelbaren Erfolgen interessiert ist.

Zuletzt präsentiert die vorliegende Arbeit eines der wenigen Beispiele Interkommunaler Kooperation, das explizit vor dem Hintergrund des Demographischen Wandel entwickelt wurde...

Excerpt


Gliederung

1. Einführung

2. Historische Entwicklung Interkommunaler Kooperationen

2.1 Interkommunale Kooperation in den 60er und 70er Jahren

2.2 Interkommunale Kooperation in den 80er und 90er Jahren

3. Interkommunale Kooperation vor dem Hintergrund des Demographischen Wandels

3.1 Zukünftige Perspektiven

3.2 Restriktionen Interkommunaler Kooperation und ihre Überwindung

4. ‘Stadt2030 in Braunschweig – Leitbild für eine Region im Demographischen Wandel

4.1 Zweckverband Großraum Braunschweig

4.2 Demographischer Wandel im Großraum Braunschweig

4.3 STADT+UM+LAND 2030 Region Braunschweig

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern interkommunale Kooperationen als Instrument dienen können, um den Herausforderungen des demografischen Wandels – insbesondere der Bevölkerungsabnahme und der Überalterung der Gesellschaft – in deutschen Regionen adäquat zu begegnen.

  • Historische Evolution der interkommunalen Zusammenarbeit seit den 1960er Jahren
  • Analyse der Restriktionen und Hemmnisse bei der interkommunalen Kooperation
  • Identifikation von Strategien zur Überwindung von Kirchturmdenken und Wettbewerbsdruck
  • Fallbeispiel des Zweckverbands Großraum Braunschweig und das Leitbild „Stadt 2030“
  • Bewertung der Chancen für eine zukunftsorientierte, nachhaltige Regionalentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.1 Zukünftige Perspektiven

Die historische Beschäftigung in Kapitel 2 hat verdeutlicht, dass der Druck zu Interkommunaler Kooperation stetig zugenommen hat und die Wirkungsgefüge heute deutlich komplexer als noch vor 40 Jahren sind. Trotz des deutlich sichtbaren Zusammenhangs zwischen gesellschaftlicher Entwicklung und Rahmenbedingungen und der Ausgestaltung der Zusammenarbeit darf jedoch nicht der Eindruck entstehen, als würde auf Kooperationsnotwendigkeiten seitens der Praxis unverzüglich reagiert. Die Diskussionen werden geführt, die Realisierung erweist sich aber oft als schwierig (s. a. Kapitel 3.2). Dass eine qualitative und quantitative Entwicklung dennoch partiell möglich ist, beweist der Blick in die 80er/90er Jahre, die sich im Vergleich zum vorangegangenen Abschnitt den aktuellen Gegebenheiten angepasst haben und Arbeitsformen, Akteure, Organisation und Ausrichtung modifiziert und an den veränderten Aufgaben und Bedingungen ausgerichtet haben. Generell werden die veränderten Rahmenbedingungen zwar debattiert und erkannt, aber nur sehr zögerlich in der Umsetzung von Planung berücksichtigt.

Die Spalte 2020+ in der vorliegenden Matrix soll im Vergleich zu den beiden anderen Zeitabschnitten aufzeigen, wohin die Entwicklungen Interkommunaler Zusammenarbeit gehen könnten. Der Demographische Wandel und die Hoffnung, dass sich die Notwendigkeit zur Reaktion dieses Mal schneller durchsetzt und konsequenter angegangen wird, ist der Konzeption deutlich zugrunde gelegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung interkommunaler Kooperationen angesichts komplexer ökonomischer und ökologischer Herausforderungen sowie den Einfluss des demografischen Wandels auf die Planung.

2. Historische Entwicklung Interkommunaler Kooperationen: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung der Zusammenarbeit von den 1960er Jahren bis in die 1990er Jahre nach und analysiert den Wandel von rein administrativen Eingemeindungen zu komplexeren regionalen Kooperationsformen.

3. Interkommunale Kooperation vor dem Hintergrund des Demographischen Wandels: Hier werden die zukünftigen Perspektiven der Kooperation erörtert und die bestehenden Restriktionen, wie Kirchturmdenken und mangelndes Vertrauen, identifiziert, um sie durch moderne Lösungsansätze zu überwinden.

4. ‘Stadt2030 in Braunschweig – Leitbild für eine Region im Demographischen Wandel: Das Kapitel präsentiert den Zweckverband Großraum Braunschweig als Best-Practice-Beispiel für eine proaktive Leitbildentwicklung und regionale Zukunftsgestaltung im demografischen Wandel.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Appell, dass Kommunen ihre Alltagsroutine überwinden und durch visionäre Kooperationen die Risiken der demografischen Entwicklung in strategische Standortvorteile umwandeln müssen.

Schlüsselwörter

Interkommunale Kooperation, demografischer Wandel, Stadt-Umland-Beziehungen, Regionalplanung, Gebietsreform, Nachhaltigkeit, Zweckverband Großraum Braunschweig, Stadt 2030, Schrumpfungsprozesse, Daseinsvorsorge, Regional governance, Dezentrale Konzentration, Infrastrukturplanung, Standortwettbewerb, kommunale Zusammenarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung und Bedeutung der interkommunalen Kooperation vor dem Hintergrund der tiefgreifenden demografischen Veränderungen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf historische Entwicklungen der Kooperation, die Überwindung institutioneller Restriktionen und die beispielhafte Umsetzung moderner Leitbilder im Großraum Braunschweig.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Kommunen den Herausforderungen der Bevölkerungsabnahme und Überalterung durch eine gemeinschaftliche, zukunftsorientierte Planung begegnen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse zur historischen Entwicklung interkommunaler Kooperationen und führt eine fallbasierte Untersuchung des Leitbildprozesses "Stadt 2030" im Großraum Braunschweig durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden historische Phasen der Zusammenarbeit, zukünftige Perspektiven, bestehende Hemmnisse für Kooperationen sowie konkrete Leitbilder zur Bewältigung des demografischen Wandels dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Interkommunale Kooperation, Demografischer Wandel, Nachhaltigkeit, Schrumpfung und Regionalentwicklung.

Welche Rolle spielt das "Kirchturmdenken" in der Untersuchung?

Das Kirchturmdenken wird als wesentliches Hemmnis für eine effektive regionale Zusammenarbeit identifiziert, das durch neue Formen der Kooperation und gegenseitiges Vertrauen überwunden werden muss.

Warum wird der Zweckverband Großraum Braunschweig als Beispiel angeführt?

Er dient als "Good Practice"-Beispiel dafür, wie verschiedene Kommunen gemeinsam zukunftsorientierte Visionen für das Jahr 2030 entwickeln können, anstatt in resignative Alltagsroutinen zu verfallen.

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Details

Title
Die Entwicklung interkommunaler Kooperationen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels in Deutschland
College
University of Trier  (Stadt- und Regionalökonomie)
Course
Räumliche Wirkungen des Demographischen Wandels
Grade
1,0
Author
Hilmar Schimming (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V42219
ISBN (eBook)
9783638403085
Language
German
Tags
Entwicklung Kooperationen Hintergrund Wandels Deutschland Räumliche Wirkungen Demographischen Wandels
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hilmar Schimming (Author), 2004, Die Entwicklung interkommunaler Kooperationen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42219
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