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Meads Interaktionstheorie: Konstitution des Selbst in sozialer Interaktion

Title: Meads Interaktionstheorie: Konstitution des Selbst in sozialer Interaktion

Term Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Anne Gehrke (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Georg Herbert Mead gilt als ein Klassiker der Sozialpsychologie, obwohl er nie ein Buch zu diesem Thema veröffentlicht hat. Berühmt wurde er lediglich durch einen sozialpsychologischen Kurs den er fast 30 Jahre immer wieder in ähnlicher Weise vertrat.
Das vorliegende Buch soll sich mit den Grundgedanken der Interaktions- bzw. Kommunikationstheorie, wie sie von Mead entwickelt wurde, befassen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Klärung der wichtigsten Grundbegriffe dieser Theorie, z. B die gestenvermittelte Kommunikation, die schließlich zur Konstitution des Selbst bzw. einer Identität – nach Mead – durch „I“ und „Me“ führt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mead und der Sozialbehaviorismus

3. Kommunikation durch Gesten und Sprache

3. 1 gebärden- und gestenvermittelte Interaktion

3. 2 Symbolisch vermittelte Interaktion

4. Lebensgeschichtlicher Aufbau eine Identität

4. 1 Play (Spiel bzw. Rollenspiel)

4. 2 Game (Wettspiel)

5. Konstitution des Selbst

5. 1 „Me“

5. 2 „I“

5. 3 Dialektik von „Me“ und „I“

6. Fazit

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Konzepte von Georg Herbert Meads Interaktionstheorie mit dem Ziel zu klären, wie durch den Prozess der sozialen Interaktion und Kommunikation eine individuelle Identität – das Selbst – konstituiert wird.

  • Grundlagen des Sozialbehaviorismus bei Mead
  • Kommunikationsformen: Gesten versus symbolisch vermittelte Interaktion
  • Die Stadien der Identitätsbildung: Play und Game
  • Die dialektische Beziehung zwischen „Me“ (gesellschaftliche Erwartungen) und „I“ (individuelle Spontanität)

Auszug aus dem Buch

3.2 Symbolisch vermittelte Interaktion

Symbolisch vermittelte Interaktion zeichnet sich dadurch aus, dass Gebärden nicht nur beim Gegenüber bestimmte Reaktionen hervorrufen, sondern auch beim Individuum, das die Handlung ausführt. D. h. die Interaktionspartner können sich in die Rolle des jeweils anderen hineinversetzen. Es kommt zur Rollenübernahme („role taking“) zwischen den Interaktionspartnern. Gesten, durch die ein Individuum in der Lage ist, die selben Reaktionen hervorzurufen, wie im Anderen, nennt Mead ,,signifikante Gesten" oder ,,signifikante Symbole". Dazu sind besonders sprachliche Äußerungen geeignet, da diese sowohl für Sender als auch Empfänger besonders gut wahrnehmbar sind und es daher leichter ist, die Einstellung des Anderen anzunehmen. Die signifikanten Symbole bedürfen jedoch keines besonderen Umfangs. Sie müssen lediglich für die Interaktionsteilnehmer die gleiche Bedeutung haben. So zählen bereits Einwortäußerungen im kindlichen Spracherwerb zu den signifikanten Symbolen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Georg Herbert Mead als Klassiker der Sozialpsychologie dar und definiert den Schwerpunkt der Arbeit auf der gestenvermittelten Kommunikation und der Identitätsbildung.

2. Mead und der Sozialbehaviorismus: Das Kapitel erläutert den Unterschied zwischen dem behavioristischen Reiz-Reaktions-Schema und Meads Sozialbehaviorismus, der Gesellschaft und Individuum als wechselseitig beeinflussend betrachtet.

3. Kommunikation durch Gesten und Sprache: Hier werden die Grundlagen der Kommunikation, insbesondere der Unterschied zwischen gestenvermittelter und symbolisch vermittelter Interaktion, dargelegt.

4. Lebensgeschichtlicher Aufbau eine Identität: Dieses Kapitel beschreibt die Stadien der kindlichen Entwicklung, unterteilt in „Play“ und „Game“, auf dem Weg zum Erwerb einer individuellen Identität.

5. Konstitution des Selbst: Die zentralen Identitätskomponenten „Me“ (gesellschaftliche Erwartungen) und „I“ (individuelle Spontanität) sowie ihre dialektische Wechselwirkung werden analysiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Identität ein Resultat aus der Dialektik zwischen gesellschaftlicher Anpassung und individueller Spontanität ist, ermöglicht durch den Spracherwerb.

Schlüsselwörter

Mead, Sozialbehaviorismus, Interaktion, Identität, Selbst, Kommunikation, signifikante Symbole, Gesten, Rollenübernahme, Play, Game, verallgemeinerter Anderer, Me, I, Dialektik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Interaktionstheorie von George Herbert Mead und untersucht, wie das „Selbst“ durch soziale Prozesse und Kommunikation entsteht.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Sozialbehaviorismus, der Erwerb von Sprache sowie die Stadien der Identitätsbildung bei Kindern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung der Begriffe „I“ und „Me“ sowie die Erklärung, wie durch Rollenübernahme und symbolische Interaktion ein reflektiertes Selbst entsteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die sich primär auf Meads Hauptwerk „Geist, Identität und Gesellschaft“ stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Kommunikation, den lebensgeschichtlichen Aufbau der Identität in „Play“ und „Game“ sowie die Dialektik der Identitätskomponenten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie symbolisch vermittelte Interaktion, Rollenübernahme, verallgemeinerter Anderer sowie die Dialektik von „I“ und „Me“ geprägt.

Wie unterscheidet Mead zwischen „Play“ und „Game“?

Im „Play“ übernimmt das Kind Rollen nacheinander ohne übergeordnete Organisation, während im „Game“ das Verständnis für Spielregeln und die Perspektive aller Beteiligten notwendig ist.

Was bedeutet das „I“ bei Mead?

Das „I“ steht für den spontanen, kreativen und subjektiven Teil des Selbst, der auf gesellschaftliche Anforderungen reagiert und eigene Impulse setzt.

Warum ist Sprache für die Identität wichtig?

Sprache ermöglicht erst die Verwendung signifikanter Symbole, durch die das Individuum sich selbst zum Objekt machen und die Haltung anderer einnehmen kann.

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Details

Title
Meads Interaktionstheorie: Konstitution des Selbst in sozialer Interaktion
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Soziologie)
Course
Die soziale Konstitution personaler Selbstverhältnisse
Grade
1.0
Author
Anne Gehrke (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V42249
ISBN (eBook)
9783638403320
ISBN (Book)
9783638802222
Language
German
Tags
Meads Interaktionstheorie Konstitution Selbst Interaktion Konstitution Selbstverhältnisse Identität Soziologie Theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Gehrke (Author), 2005, Meads Interaktionstheorie: Konstitution des Selbst in sozialer Interaktion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42249
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