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Ist aktive Sterbehilfe und die damit verbundene Beihilfe zur Selbsttötung ethisch vertretbar?

Título: Ist aktive Sterbehilfe und die damit verbundene Beihilfe zur Selbsttötung ethisch vertretbar?

Trabajo Escrito , 2018 , 15 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor)

Ética
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Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde die aktive Sterbehilfe in den Niederlanden und in Belgien legalisiert, in der Schweiz ist die Beihilfe zum Suizid keine Straftat mehr. Schwerkranken Menschen ist es dort möglich, auf eigenen und freien Willen hin von den Leiden und Qualen ihrer Krankheit befreit zu werden. Wir Deutschen werden schnell kleinlaut, wenn es um das Thema Tod geht. So auch, wenn über die Situation am Lebensende diskutiert wird. Vermutlich ist das auf unsere jüngste Geschichte zurückzuführen. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden über 100 000 Menschen mutwillig und geplant umgebracht. Ein Massenmord, von dem meist wehrlose Menschen, wie geistig und körperlich Behinderte, betroffen waren.

Obwohl das Thema Sterbehilfe in Deutschland vor einigen Jahren noch ein Tabuthema war, läuft jetzt die Debatte über die Einführung der aktiven Sterbehilfe und des assistierten Suizids. Aufgrund eines gesellschaftlichen Wertewandels ist die Sterbehilfe nicht mehr derartig verrufen wie noch vor einigen Jahren. Der Drang nach einer persönlichen Selbstbestimmung ist ein wichtiger Faktor, der diese Debatte anheizt. Grund für die Diskussion ist aber der technische Fortschritt in der Medizin, welcher mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet, schwere Krankheiten zu heilen oder zumindest das Leben um einige Monate oder sogar Jahre zu verlängern. Allerdings muss sich hierbei die Frage gestellt werden, bis zu welchem Gesundheits- beziehungsweise Krankheitsstatus ein würdiges Leben garantiert werden kann.

Im Folgenden soll ein Überblick über die deutsche Sterbehilfepolitik gegeben werden. Hierfür werden zuerst verschiedene Arten der Sterbehilfe aufgezeigt und ihre rechtlichen Grundlagen dargelegt. Anschließend folgt eine ethische Debatte über die Gründe, die für eine legale Sterbehilfe sprechen und die negativen Auswirkungen, welche dies zu Folge haben könnte. Für die Definitionen der Sterbehilfe und der Palliativmedizin und für die rechtlichen Grundlagen habe ich mich auf die Literaturrecherche bezogen, wohingegen die ethische Debatte meinen Argumenten zugrunde liegt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

a. Aktive Sterbehilfe

b. Beihilfe zur Selbsttötung (assistierter Suizid)

c. Passive Sterbehilfe

d. Indirekte Sterbehilfe

3. Rechtliche Grundlagen

4. Ethischer Diskurs

a. Gründe gegen die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe und des assistierten Suizids

b. Gründe für die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe und des assistierten Suizids

5. Palliativ Care als Alternative zum assistierten Suizid

a. Die Entwicklung von Palliativ Care

b. Zentrale Ziele

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit gibt einen systematischen Überblick über die aktuelle deutsche Sterbehilfepolitik. Das zentrale Ziel ist es, die ethischen und rechtlichen Argumente im Kontext der Debatte um Sterbehilfe und assistierten Suizid abzuwägen und Palliativ Care als präventive Alternative zu beleuchten.

  • Differenzierung der verschiedenen Formen der Sterbehilfe
  • Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und des StGB
  • Ethische Abwägung der Argumente pro und contra Legalisierung
  • Bedeutung und Ziele der modernen Palliativmedizin
  • Rolle der Patientenautonomie und Patientenverfügungen

Auszug aus dem Buch

b. Beihilfe zur Selbsttötung (assistierter Suizid)

Die Beihilfe zur Selbsttötung oder auch assistierter Suizid genannt, ist eine Form der aktiven Sterbehilfe, wobei es allerdings einen entscheidenden Unterschied gibt. Bei der aktiven Sterbehilfe führt ein Arzt und somit die Sterbehelfer*in aktiv die Tötung durch, bei der Beihilfe zur Selbsttötung stellt ein Dritter das Tötungsmittel bereit, die oder der Betroffene tötet sich aber durch die Einnahme des Medikamentes selbst. Man kann hier von einem Selbstmord sprechen, da der Tod selbständig zugeführt wird. Dadurch, dass das Tötungsmittel selbst zu sich genommen wird, hat der Sterbewillige bis zuletzt die alleinige Kontrolle über das Geschehen {Borasio 2012: 166}

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wertewandel bezüglich der Sterbehilfe vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und des medizinischen Fortschritts.

2. Definitionen: Dieses Kapitel differenziert präzise zwischen aktiver, passiver, indirekter Sterbehilfe sowie dem assistierten Suizid und der allgemeinen Sterbebegleitung.

3. Rechtliche Grundlagen: Hier werden die relevanten Paragraphen des Strafgesetzbuches (§ 216, § 217) erläutert und die Bedeutung der Patientenverfügung für die Rechtssicherheit dargelegt.

4. Ethischer Diskurs: Das Kapitel diskutiert kontrovers die Pro- und Contra-Argumente zur Legalisierung, inklusive der psychischen Belastung für Mediziner und der Gefahr der Fremdbestimmung.

5. Palliativ Care als Alternative zum assistierten Suizid: Dieser Abschnitt erläutert die historische Entwicklung der Palliativmedizin und deren zentrale Ziele zur Sicherung eines würdevollen Lebensabends.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit der Förderung von Palliativeinrichtungen zusammen und positioniert sich kritisch gegenüber einer pauschalen Legalisierung der aktiven Sterbehilfe.

Schlüsselwörter

Sterbehilfe, assistierter Suizid, Palliativ Care, Patientenautonomie, Patientenverfügung, Tötung auf Verlangen, Lebensende, Medizinethik, Strafgesetzbuch, Sterbebegleitung, Fremdbestimmung, Sterbetourismus, Schmerztherapie, Lebensqualität, Hospiz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die aktuelle Situation und Debatte zur Sterbehilfepolitik in Deutschland unter Berücksichtigung ethischer und rechtlicher Aspekte.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Begriffsdefinitionen der Sterbehilfe, die deutsche Gesetzeslage, der ethische Diskurs über eine mögliche Legalisierung sowie die Rolle der Palliativmedizin.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexe Lage der Sterbehilfepolitik zu schaffen und aufzuzeigen, inwieweit Palliativ Care eine würdige Alternative zum assistierten Suizid darstellen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche zu den Definitionen und rechtlichen Grundlagen, kombiniert mit einer argumentativen ethischen Debatte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die rechtliche Einordnung, die Gegenüberstellung von Argumenten für und gegen die Legalisierung sowie eine detaillierte Betrachtung der Ziele und Geschichte der Palliativmedizin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Sterbehilfe, assistierter Suizid, Palliativ Care, Patientenautonomie und Lebensqualität.

Wie unterscheidet sich die aktive Sterbehilfe vom assistierten Suizid laut Definition?

Bei der aktiven Sterbehilfe führt ein Dritter (z.B. Arzt) die Tötungshandlung aktiv aus, während beim assistierten Suizid der Sterbewillige das Tötungsmittel selbst einnimmt und somit die Kontrolle behält.

Warum ist das Thema Sterbehilfe in Deutschland historisch besonders sensibel?

Die Sensibilität rührt laut Einleitung vor allem von der nationalsozialistischen Vergangenheit her, in der Menschen mit Behinderung gezielt und systematisch ermordet wurden.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Ist aktive Sterbehilfe und die damit verbundene Beihilfe zur Selbsttötung ethisch vertretbar?
Universidad
Protestant University of Applied Sciences Ludwigsburg
Calificación
1,7
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
15
No. de catálogo
V423495
ISBN (Ebook)
9783668691377
ISBN (Libro)
9783668691384
Idioma
Alemán
Etiqueta
sterbehilfe beihilfe selbsttötung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2018, Ist aktive Sterbehilfe und die damit verbundene Beihilfe zur Selbsttötung ethisch vertretbar?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/423495
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