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Angst und Stress im Sport. Bedeutung und Bewältigungsmethoden

Título: Angst und Stress im Sport. Bedeutung und Bewältigungsmethoden

Trabajo de Seminario , 2014 , 22 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Christopher Landgraf (Autor)

Deporte - Psicología deportiva
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Stress nimmt in der heutigen Zeit eine nicht zu vernachlässigende Rolle im Leben der Menschen ein. Sowohl in der Schule oder im Studium als auch im Alltag oder Berufsleben sind Menschen Stressoren ausgesetzt. Sie reagieren jedoch sehr individuell auf diese Stressoren, sodass nicht jeder gleichermaßen Stress empfindet. Wirkt ein bestimmter Reiz auf eine Person, welche diesen zum Beispiel als Bedrohung wahrnimmt, kommt es daraufhin zu individuell verschiedenen Reaktionen. Während der eine Angst empfindet, verspürt der andere evtl. Wut oder Ärger. Folge des Angstempfindens ist jedoch in jedem Falle die Entstehung von Stress. Angst und Stress können zwar nicht scharf voneinander getrennt werden, da aus Angstempfinden in gewisser Weise Stress entsteht, jedoch wird in dieser Arbeit zur besseren Übersicht zuerst auf die Bedeutung der Angst und dann auf das Themenfeld Stress eingegangen werden.

Wie Angst und schließlich Stress entsteht, kann mit verschiedenen Ansätzen und Theorien erklärt werden. Nachfolgend werden in der Arbeit dazu einige geeignete herausgegriffen und näher erläutert. Außerdem können verschiedene Arten der Angst unterschieden werden, die bereits Spielberger definierte. In Bezug auf das Thema stellt sich die Frage, wie Angst und Stress im Sport zu interpretieren sind. Obiges Zitat stellt Stress als eine leistungsmindernde Komponente dar, doch ist Stress immer leistungsmindernd? Wenn dies der Fall ist, ist es von großer Bedeutung, wie Angst und Stress im Sport bewältigt werden können. Allgemeine Hinweise zur Bewältigung gibt unter anderem Lazarus mit den Coping-Strategien in seinem transaktionalen Stressmodell. Aber auch andere Möglichkeiten werden in dieser Arbeit vorgestellt. Schließlich wird aufgezeigt, aus welchen Bestandteilen Stress entsteht und was eigentlich Stressoren sind. Dass Stress nicht immer leistungsmindernd sein muss, wird in Bezug auf die sportliche Leistung deutlich gemacht. Ein gewisses Maß an Erregung ist demnach sogar notwendig, um sportliche Höchstleistungen vollbringen zu können. Befindet sich ein Sportler in der optimalen Erregungszone, die sich aus dem Verhältnis der Einschätzung der eigenen Fertigkeiten und aufkommenden Anforderungen ergibt, kann er diese Leistung abrufen. Ebenso empfinden manche Sportler eine Sucht nach Angst und Erregung und wollen Nervenkitzel spüren. Oftmals gehen sie dabei an ihre Grenzen oder darüber hinaus.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bedeutung von Angst

2.1 Konzeptionen von Angst

2.2 Entstehung von Angst

2.3 Angst und Leistung

2.4 Angstbewältigung

2.4.1 Angstreduktion im Sport

2.4.2 Die Sucht nach Angst als Bewältigungsstrategie

3 Bedeutung von Stress

3.1 Stresstheorien

3.1.1 Transaktionale Stresstheorie

3.1.2 Theorie der Ressourcenerhaltung

3.2 Stressoren und Stresselemente im Sport

3.3 Stress und Leistung

3.4 Stressverarbeitung

3.4.1 Der Coping-Prozess

3.4.2 Stressbewältigungsmethoden im Sport

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Zusammenspiel von Angst und Stress im sportlichen Kontext. Dabei wird analysiert, wie Athleten diese psychischen Zustände interpretieren, welche individuellen Bewältigungsstrategien sie anwenden und unter welchen Bedingungen Angst und Stress nicht nur leistungsmindernd, sondern auch leistungsfördernd wirken können.

  • Theoretische Fundierung von Angst und Stress durch psychologische Modelle (u.a. Lazarus, Spielberger, Hobfoll).
  • Analyse des Einflusses von Angst und Stress auf die sportliche Leistungsfähigkeit.
  • Untersuchung von Bewältigungsstrategien (Coping) und deren Anwendung im Sport.
  • Erforschung von Extremformen, wie der "Sucht nach Angst" bei Leistungssportlern.

Auszug aus dem Buch

2.4.2 Die Sucht nach Angst als Bewältigungsstrategie

Die Angst ist ein Instinkt des Menschen, der als Schutz- und Warnmechanismus fungiert. Dieser Instinkt kann auch als Trieb angesehen werden und „dieser (...) drängt wie auch die anderen Triebe auf Betätigung und Befriedigung, die er in Angstsituationen sucht und findet“ (Warwitz, 2001, S.188). Hier geht der Autor davon aus, dass die Angst von manchen Personen in bestimmten Situationen bewusst gesucht wird. Die Angstbewältigung ist nicht relevant. Besonders in Extremsportarten wie Fallschirmspringen, Freeclimbing oder Big Wave-Surfen kommt die Frage auf, ob die Angst, die von Außenstehenden als extrem stark empfunden wird, als Mittel zum Zweck gilt. Nutzen oder brauchen diese Sportler Angst, um in diesen scheinbar außerirdischen Leistungen bestehen zu können? Es muss also geklärt werden, ob das Ausleben eines Angsttriebes in sportlicher Hinsicht leistungsfördernd ist.

Bei der Lust nach Angst handelt es sich nach dem Ansatz von Balint (1994) um ein psychoanalytisches Phänomen. Das bedeutet, dass diese Sucht nach Gefahr unterbewusst vorherrscht und nur bei bestimmten Personen zu finden ist. Diese werden als Philobaten bezeichnet. Sie setzen sich bewusst gefährlichen Situationen aus und genießen diese. Somit gibt es Sportler, die von Natur aus dazu bestimmt sind, extreme Situationen zu bewältigen. Doch kann diese Art nach Bewältigung nicht auch bewusst trainiert werden?

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, definiert grundlegend Angst und Stress als negative emotionale Zustände und stellt die Forschungsfrage, ob diese im Sport immer leistungsmindernd wirken.

2 Bedeutung von Angst: Das Kapitel erläutert Angst als Urinstinkt, differenziert zwischen State- und Trait-Angst und analysiert deren Entstehung sowie Auswirkungen auf die sportliche Leistung.

2.1 Konzeptionen von Angst: Hier werden die theoretischen Grundideen zur Beschreibung der Emotion Angst, insbesondere das Modell von Spielberger, dargelegt.

2.2 Entstehung von Angst: Dieses Kapitel behandelt die Zweiphasenlerntheorie nach Mowrer und weitere Faktoren, die zur Entstehung von Angst im sportlichen Umfeld führen können.

2.3 Angst und Leistung: Der Fokus liegt hier auf dem Einfluss von Angst auf sportliche Wettkampfleistungen und der Vorstellung des IZOF-Modells als Gegenentwurf zum rein negativen Verständnis.

2.4 Angstbewältigung: Dieses Kapitel stellt theoretische Ansätze zur Bändigung von Angst vor und diskutiert verschiedene Methoden des Umgangs mit angstbesetzten Situationen.

2.4.1 Angstreduktion im Sport: Hier wird aufgezeigt, wie Sportler durch mentales Training und die Kontrolle ihrer Erwartungshaltung Angst effektiv reduzieren und kontrollieren können.

2.4.2 Die Sucht nach Angst als Bewältigungsstrategie: Das Kapitel beleuchtet das Phänomen, bei dem Sportler in Extremsituationen die Angst bewusst suchen und als leistungsförderndes Element nutzen.

3 Bedeutung von Stress: Diese Sektion definiert Stress, erläutert dessen Entstehungsprozess und differenziert zwischen positivem Eustress und negativem Disstress.

3.1 Stresstheorien: Hier werden die wichtigsten psychologischen Modelle zur Stresserklärung, nämlich die transaktionale Stresstheorie von Lazarus und die Theorie der Ressourcenerhaltung von Hobfoll, gegenübergestellt.

3.1.1 Transaktionale Stresstheorie: Detaillierte Darstellung des Modells von Richard Lazarus, das Stress als Transaktion zwischen Umweltanforderungen und den Bewertungsprozessen des Individuums versteht.

3.1.2 Theorie der Ressourcenerhaltung: Erläuterung des Ansatzes von Hobfoll, der den Verlust von Ressourcen als zentralen Auslöser für Stress identifiziert.

3.2 Stressoren und Stresselemente im Sport: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Ursachen für Stress im Sport, wie z.B. Leistungsbewertung oder physische Risiken, und das Zusammenwirken von Umwelt und individueller Wahrnehmung.

3.3 Stress und Leistung: Hier wird das Yerkes-Dodson-Modell vorgestellt, das den Zusammenhang zwischen Stresserregung und sportlicher Leistungsfähigkeit veranschaulicht.

3.4 Stressverarbeitung: Das Kapitel widmet sich der notwendigen Bewältigung von Stress und der Überführung von Stresserfahrungen in ein adäquates Handlungsrepertoire.

3.4.1 Der Coping-Prozess: Erläuterung der problem- und emotionsorientierten Bewältigungsstrategien nach Lazarus und deren Anwendung im Sport.

3.4.2 Stressbewältigungsmethoden im Sport: Hier werden konkrete Ansätze zur Stressreduktion auf somatischer und kognitiver Ebene für den Trainer- und Athletenbereich diskutiert.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine geeignete Bewältigung von Angst und Stress unabdingbar für den sportlichen Erfolg ist und dass diese Zustände bei richtiger Anwendung als Leistungstreiber genutzt werden können.

Schlüsselwörter

Angst, Stress, Sportpsychologie, Coping, Leistungsfähigkeit, Wettkampf, Stressbewältigung, Transaktionales Stressmodell, IZOF-Modell, Angstreduktion, Extremsport, Ressourcen, mentale Stärke, Erregungsniveau, Selbstwirksamkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychologischen Mechanismen von Angst und Stress im sportlichen Kontext, insbesondere damit, wie Athleten diese Zustände erleben und bewältigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die theoretischen Stresstheorien, die kognitiven und somatischen Aspekte von Angst, verschiedene Coping-Strategien und die Bedeutung des Erregungsniveaus für die sportliche Leistung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Angst und Stress nicht zwangsläufig leistungsmindernd sind, sondern – bei adäquater Bewältigung – auch als wertvolle Ressourcen für sportliche Höchstleistungen dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender psychologischer Theorien und Modelle, die auf den Sport übertragen und anhand von Fachliteratur kritisch diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Entstehung und Bewältigung von Angst und Stress, stellt bekannte psychologische Modelle wie das von Lazarus oder das IZOF-Modell vor und beleuchtet deren praktische Relevanz im Sport.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Angstbewältigung, Stressmanagement, Coping-Strategien, sportliche Leistung, Transaktionales Stressmodell und mentale Regulation gekennzeichnet.

Wie unterscheiden sich Eustress und Disstress im sportlichen Kontext?

Eustress wird als anregende, leistungsfördernde Form von Stress verstanden, die Athleten hilft, fokussiert zu bleiben, während Disstress als zerstörerisch oder lähmend empfunden wird und die Leistungsfähigkeit mindert.

Kann Angst im Extremsport als "Sucht" verstanden werden?

Ja, laut der Arbeit nutzen manche Athleten den Nervenkitzel aus Angstsituationen bewusst als Stimulans. Sie entwickeln Strategien, um die Angst nicht nur zu bewältigen, sondern durch ihre Überwindung Glücksgefühle und Lust zu generieren.

Welche Rolle spielt der Trainer bei der Stressbewältigung?

Der Trainer hat eine unterstützende Funktion, indem er hilft, die Umweltanforderungen zu modifizieren und den Athleten bei der Auswahl geeigneter somatischer oder kognitiver Entspannungsverfahren anzuleiten.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Angst und Stress im Sport. Bedeutung und Bewältigungsmethoden
Universidad
University of Bayreuth
Calificación
1,3
Autor
Christopher Landgraf (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
22
No. de catálogo
V423549
ISBN (Ebook)
9783668690851
ISBN (Libro)
9783668690868
Idioma
Alemán
Etiqueta
angst stress sport bedeutung bewältigungsmethoden
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christopher Landgraf (Autor), 2014, Angst und Stress im Sport. Bedeutung und Bewältigungsmethoden, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/423549
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