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Reform der Anfechtung nach der Insolvenzordnung

Título: Reform der Anfechtung nach der Insolvenzordnung

Reporte de Práctica , 2016 , 21 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Christoph Grenzer (Autor)

Derecho - Otros
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Dem interessierten soll ein Überblick über die bestrebten Reformen zur Anfechtung nach der Insolvenzordnung gegeben werden.

Die Insolvenzanfechtung zu reformieren wurde seit der großen Insolvenzrechtsreform von 1999 schon oft erfolglos versucht. Aktuell stehen wir wieder vor einer Reform, welche begrüßenswerter Weise nicht nur kritikwürdige Reformansätze zu bieten hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Erleichtertes Antragsrecht für gläubiger, § 14 Abs. 2 InsO-E

III. Reform der Inkongruenzanfechtung des § 131 InsO

a. Privilegieung besonders verdächtiger Deckungshandlungen

b. Inkongruenz aus anderen Gründen

c. Leistung zur Abwehr der Zwangsvollstreckung/der Eröffnung des Verfahrens

IV. Reform der Vorsatzanfechtung, § 133 InsO

a. Verringerung des Anfechtungszeitraums

b. Privilegierung von kongruenten Deckungen,§ 133 Abs. 3 Satz 1 InsO-E

c. Privilegierung von Zahlungserleichterungen, § 133 Abs. 3 Satz 2 InsO-E

V. Reform des Bargeschäftsprivilegs im Rahmen des § 142 InsO

a. Neues Erfordernis ein unlauteren Rechtshandlung

b. Neuregelung bei der Anfechtung von Arbeitsentgelt

i. Gepflogenheiten des Geschäftsverkehrs

ii. Enger zeitlicher Zusammenhang

iii. Konkretisierung der Bestandteile des Arbeitsentgelts

VI. Begrenzung von Prozesszinsen und Nutzungsherausgaben § 143 InsO

VII. Vergleich der Reform mit dem Insolvenzrecht in Österreich

a. Die Inkongruenzanfechtung §130 InsO und § 30 IO

b. Die Vorsatzanfechtung § 133 Abs. 1 InsO und § 28 Nr. 1 und 2 IO

c. Das Bargeschäft

VIII. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Regierungsentwurf zur Reform der Insolvenzanfechtung mit dem Ziel, dessen Beitrag zur Erhöhung der Rechtssicherheit kritisch zu bewerten und Schwachstellen in den geplanten gesetzlichen Anpassungen aufzuzeigen.

  • Reform des Gläubigerantragsrechts (§ 14 InsO)
  • Anpassungen bei der Inkongruenz- und Vorsatzanfechtung (§§ 131, 133 InsO)
  • Neugestaltung des Bargeschäftsprivilegs (§ 142 InsO)
  • Regelungen zu Zinsen und Nutzungsherausgabe (§ 143 InsO)
  • Rechtsvergleich mit dem österreichischen Insolvenzrecht

Auszug aus dem Buch

a. Privilegierung besonders verdächtiger Deckungshandlungen

Als rechtlich problematisch wird ebenfalls der neue § 131 Abs. 1 Satz 2 RegE im Verhältnis zu der bestehenden Anfechtungspraxis in der Insolvenz angesehen. Eine Abweichung zwischen Forderung und Deckung muss nicht zwangsläufig von einer solchen Art und solchem Ausmaß sein, dass der Gläubiger einen Zweifel am Finanzstatus und somit der Zahlungsfähigkeit des Schuldners haben muss. Fraglich ist somit, weshalb der bloße Zweifel die Anfechtung der Deckung rechtfertigen würde, jedoch bei kongruenten Deckungen ausschließlich die nachweisliche Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners eine Anfechtung begründen könnte.

Der Verdacht der Zahlungsunfähigkeit müsste sich dem Gläubiger jedoch schon in dem Moment aufdrängen, in dem er eine Forderung durch Zwangsvollstreckung erlangt, denn ein solventer Schuldner würde es wohl kaum zu Vollstreckungsmaßnahmen kommen lassen. Der Gesetzgeber hingegen argumentiert damit, dass die Zwangsvollstreckung zu einer echten Erfüllung führen würde und der Gläubiger lediglich das erhält, worauf er einen Anspruch hat. Dogmatisch gesehen kann diese Differenzierung und Bevorzugung der Zwangsvollstreckenden Gläubiger nicht überzeugen.

Folglich würde in Folge der Umsetzung der Reform die Anfechtung im Rahmen des Zwangsvollstreckungserwerbs ausschließlich durch den § 130 InsO stattfinden. Das Ziel des Entwurfs zur Schaffung von mehr Sicherheit kann durch diese undurchsichtige Verschiebung der Anfechtungstatbestände in Verbindung mit einer Privilegierung nicht erreicht werden. Erst die Rechtsprechung vermag Klarheit in die Zielerreichung zu bringen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Problematik der Insolvenzanfechtungsreform und Vorstellung der Kernbereiche des Regierungsentwurfs.

II. Erleichtertes Antragsrecht für gläubiger, § 14 Abs. 2 InsO-E: Erörterung der Stärkung des Gläubigerantragsrechts durch den Wegfall des Erfordernisses eines Erstantrags.

III. Reform der Inkongruenzanfechtung des § 131 InsO: Untersuchung der Verlagerung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen in den Anwendungsbereich der Kongruenzanfechtung.

IV. Reform der Vorsatzanfechtung, § 133 InsO: Analyse der Verkürzung der Anfechtungsfrist und der Änderungen hinsichtlich der Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit.

V. Reform des Bargeschäftsprivilegs im Rahmen des § 142 InsO: Diskussion der Neuregelungen zum Bargeschäft, insbesondere bezüglich unlauteren Handelns und Arbeitsentgelten.

VI. Begrenzung von Prozesszinsen und Nutzungsherausgaben § 143 InsO: Bewertung der Beschränkung von Zinsansprüchen und des Ausschlusses von Nutzungsherausgaben zur Vermeidung von Fehlanreizen.

VII. Vergleich der Reform mit dem Insolvenzrecht in Österreich: Gegenüberstellung ausgewählter Reformpunkte mit den Regelungen im österreichischen Insolvenzrecht.

VIII. Fazit: Kritische Zusammenfassung der Reformbemühungen mit dem Ergebnis, dass wesentliche Teile des Entwurfs die Rechtssicherheit eher gefährden als fördern.

Schlüsselwörter

Insolvenzanfechtung, Insolvenzordnung, Regierungsentwurf, Rechtssicherheit, Inkongruenzanfechtung, Vorsatzanfechtung, Bargeschäftsprivileg, Gläubigerantragsrecht, Zahlungsunfähigkeit, Arbeitsentgelt, Prozesszinsen, Zwangsvollstreckung, Anfechtungsfrist, Gläubigerbenachteiligung, Insolvenzrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit setzt sich kritisch mit dem Regierungsentwurf zur Reform des Insolvenzanfechtungsrechts auseinander und hinterfragt, ob die geplanten gesetzlichen Änderungen tatsächlich zu mehr Rechtssicherheit führen.

Welche zentralen Themenbereiche werden untersucht?

Zentrale Themen sind die Reformen der §§ 14, 131, 133, 142 und 143 der Insolvenzordnung, welche unter anderem das Antragsrecht, die Vorsatz- und Inkongruenzanfechtung sowie das Bargeschäftsprivileg betreffen.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Ziel ist es, die Auswirkungen der geplanten Gesetzesreformen auf die Praxis zu bewerten und aufzuzeigen, wo die Reformansätze hinter dem Ziel der Rechtssicherheit zurückbleiben oder Widersprüche erzeugen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine juristische Analyse der Gesetzesentwürfe, unter Einbeziehung aktueller fachwissenschaftlicher Diskussionen, Rechtsprechung und eines Vergleichs mit dem österreichischen Insolvenzrecht.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung einzelner Reformtatbestände, insbesondere der Privilegierung von Deckungshandlungen, der Anfechtung von Arbeitsentgelten und der Begrenzung von Zinsansprüchen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe wie Insolvenzanfechtung, Rechtssicherheit, Vorsatzanfechtung, Bargeschäftsprivileg und Gläubigergleichbehandlung stehen im Zentrum der Untersuchung.

Welche Bedenken äußert der Autor bezüglich des Bargeschäftsprivilegs?

Der Autor befürchtet, dass das neue Erfordernis der "Unlauterkeit" eine zu hohe Hürde darstellt, die Anfechtungen von Bargeschäften faktisch unmöglich macht und die Insolvenzmasse schmälert.

Wie bewertet der Autor die Neuregelung zu Arbeitslöhnen?

Kritisch wird angemerkt, dass die starre Drei-Monats-Frist und die Einbeziehung der Lohnsteuer sowie Sozialversicherungsbeiträge in der Praxis Probleme bei der Abgrenzung und der Beweislast schaffen könnten.

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Detalles

Título
Reform der Anfechtung nach der Insolvenzordnung
Universidad
Schmalkalden University of Applied Sciences
Calificación
1,0
Autor
Christoph Grenzer (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
21
No. de catálogo
V423691
ISBN (Ebook)
9783668694026
ISBN (Libro)
9783668694033
Idioma
Alemán
Etiqueta
reform anfechtung insolvenzordnung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christoph Grenzer (Autor), 2016, Reform der Anfechtung nach der Insolvenzordnung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/423691
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