Die Märkte werden immer dynamischer, der Wettbewerbsdruck steigt und Produkte haben immer kürzere Lebenszyklen. Diese Entwicklung bringt zahlreiche Herausforderungen gerade für mittelständische Unternehmen mit sich. Besonders für diese Unternehmen wird es immer wichtiger, Prozesse zu optimieren und die eigene Informationsverarbeitung weiter auszubauen.
Simon Schmidt erklärt in seiner Publikation, wie mittelständische Unternehmen trotz der neuen Herausforderungen wettbewerbsfähig bleiben. Der Schlüssel hierzu sind Performance-Measurement-Systeme.
Es handelt sich dabei um entscheidungsunterstützende Informationssysteme im Geschäftsprozessmanagement. Sie agieren sowohl auf fachlicher als auch auf softwaretechnischer Ebene. Schmidt entwickelt speziell für mittelständische Unternehmen ein Process-Performance-Measurement Framework zur Optimierung der Geschäftsprozesse und geht auch auf dessen praktische Umsetzung ein.
Aus dem Inhalt:
- Performance-Measurement-System;
- Geschäftsprozessoptimierung;
- Mittelständische Unternehmen;
- KMU;
- Performance-Data-Warehouse
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzungen und abgeleitete Fragestellungen der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Methodische Vorgehensweise
2 Theoretischer Rahmen und Definitionen
2.1 Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
2.2 Geschäftsprozessmanagement (GPM)
2.3 Performance Measures und Performance Measurement (PM)
2.4 Performance-Measurement-Systeme (PMS)
2.5 PMS für mittelständische Unternehmen
2.6 Process-Performance-Measurement-Systems (PPMS)
2.7 Performance Data-Warehouse (PDWH)
2.8 Multidimensionale Datenmodellierung
3 Praktischer Teil
3.1 Einführung der Business Process Performance Scorecard (BPP Scorecard)
3.2 Fallbeispiel – Vertriebsprozessoptimierung eines mittelständischen Unternehmens
3.3 Modellierung des IT-seitigen Process-Performance- Measurement-Systems
4 Zusammenfassung und Ausblick
4.1 Zusammenfassung
4.2 Kritische Würdigung und Ausblick
Zielsetzung und Themen
Das Ziel der Arbeit ist die Modellierung eines entscheidungsunterstützenden Performance-Measurement-Systems (PPMS) für mittelständische Unternehmen, das speziell auf die Optimierung von Geschäftsprozessen ausgerichtet ist. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie ein solches System, basierend auf einer Business-Process-Performance-Scorecard sowie einer IT-seitigen Implementierung durch ein Performance-Data-Warehouse, fachlich und softwaretechnisch konzipiert werden kann, um mittelständischen Betrieben eine datengestützte Prozessoptimierung zu ermöglichen.
- Prozessorientiertes Performance-Management für den Mittelstand
- Konzeption der Business Process Performance Scorecard
- Modellierung mit der ADAPT-Notation (semantische Ebene)
- Logische Datenmodellierung mittels Star-Schema
- Anwendung am Fallbeispiel eines Vertriebsprozesses
Auszug aus dem Buch
2.4.1.1 Balanced Scorecard
Das am weitesten verbreitete Performance-Measurement-System ist das Balaced Scorecard- Framework nach Kaplan und Norton [KaNo92]. Es unterstützt das Management, eine ausgewogene Sicht auf die für den Unternehmenserfolg kritischen Unternehmensbereiche zu verfolgen. Einzelne isolierte Kennzahlen liefern keine ausreichende Auskunft über unternehmensweite Performance-Ziele oder die aktuelle und zukünftige Unternehmens- Performance. Die Kombination von gleichermaßen finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen zu Kundenzufriedenheit oder internen Prozessen hingegen bietet dem Management nicht nur eine historische Sicht auf die Performance, sondern legt den Grundstein zukünftiger Performance-Steigerung (vgl. [Kano92, S. 71]).
Die Balanced Scorecard ermöglicht dem Management ein Unternehmen aus vier für die Performance wichtigen Perspektiven (siehe Abbildung 8) zu betrachten und liefert Antworten auf die folgenden Fragen (vgl. [KaNo92, S. 72]):
• Wie sehen uns unsere Kunden (Kundenperspektive)?
• Wo müssen wir herausragend sein (Interne Perspektive)?
• Können wir weiterhin den Unternehmenswert verbessern und vergrößern (Innovation- und Lernperspektive)?
• Wie sehen wir unsere Shareholder (Finanzperspektive)?
Die Balanced Scorecard kann somit als Erweiterung traditioneller finanzieller Kennzahlensysteme gesehen werden (vgl. [KaNo96, S. 3].
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit von Performance-Measurement-Systemen für mittelständische Unternehmen unter Berücksichtigung der steigenden Wettbewerbsdynamik und leitet daraus die Forschungsfrage und Methodik ab.
2 Theoretischer Rahmen und Definitionen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie KMU, Geschäftsprozessmanagement, Performance Measures und Data-Warehouse-Konzepte als Basis für die Modellierung.
3 Praktischer Teil: Die praktische Anwendung erfolgt durch die Entwicklung einer Business Process Performance Scorecard und deren Umsetzung in ein IT-gestütztes Modell am Beispiel eines Vertriebsprozesses.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Die Ergebnisse werden resümiert und kritisch hinterfragt, während zukünftige Forschungsbedarfe, insbesondere zur Integration in Industrie 4.0-Umgebungen, aufgezeigt werden.
Schlüsselwörter
Performance-Measurement-System, Geschäftsprozessoptimierung, Mittelständische Unternehmen, Multidimensionale Datenmodellierung, Star Schema, Performance-Data-Warehouse, ADAPT, Key Performance Indicator, Prozessorientierung, Unternehmensstrategie, Business Intelligence, Vertriebsprozess, Prozessmodellierung, Entscheidungsunterstützung, Scorecard.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie Performance-Measurement-Systeme als Informationssysteme gestaltet sein müssen, um die Geschäftsprozesse in mittelständischen Unternehmen effektiv zu optimieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Geschäftsprozessmanagement, der Definition leistungsrelevanter Kennzahlen (KPIs) und der IT-seitigen Modellierung mittels Data-Warehouse-Architekturen.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Es wird erforscht, wie ein ganzheitliches Process-Performance-Measurement-System für den Mittelstand konzipiert werden kann, das sowohl fachliche als auch softwaretechnische Anforderungen integriert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturanalyse zur theoretischen Herleitung, gefolgt von einer angewandten Modellierung unter Verwendung der ADAPT-Notation und des Star-Schema-Ansatzes.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Grundlagenteil und einen praktischen Teil, in dem ein fiktives Fallbeispiel zur Vertriebsprozessoptimierung durchgearbeitet wird.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Performance-Measurement-System, Geschäftsprozessoptimierung, Mittelstand, ADAPT, Data-Warehouse und Key Performance Indicators.
Wie unterscheidet sich das Modell von klassischen Ansätzen?
Im Gegensatz zu isolierten Kennzahlensystemen bietet das entwickelte Modell eine holistische, prozessorientierte Sicht, die speziell auf die Ressourcenbeschränkungen mittelständischer Unternehmen zugeschnitten ist.
Welchen Zweck erfüllt das ADAPT-Metamodell in dieser Arbeit?
Es dient der semantischen Modellierung des Performance-Systems und ermöglicht eine intuitive und verständliche Darstellung komplexer mehrdimensionaler Datenstrukturen.
- Arbeit zitieren
- Simon Schmidt (Autor:in), 2018, Performance-Measurement-Systeme für mittelständische Unternehmen. Entscheidungsunterstützende Informationssysteme im Geschäftsprozessmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/423821