Getrieben durch den demographischen Wandel und den sich dadurch wieder verschärfenden Recruitingmarkt in Europa hat die oberste Instanz der TeleWorld GmbH, ein international agierendes Unternehmen der Telekommunikationsindustrie, beschlossen, die Mitarbeitergewinnung weiter zu professionalisieren. Demographischer Wandel bedeutet die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung. In Deutschland findet man aktuell einen Trend hin zu einer alternden Gesellschaft. Grund dafür sind die sinkenden Zahlen für Neugeborene und die steigenden Zahlen der Bevölkerungsgruppen mit einem hohen Lebensalter. Recruiting ist ein Teilbereich der Human-Ressources, also des Personalwesens, und beschreibt im Unternehmenskontext den Prozess der Personalbeschaffung, vermehrt unter Einsatz elektronischer Medien. Das Recruiting dient dazu, den Arbeitskräfte-Bedarf eines Unternehmens mit möglichst geeigneten Personen zu decken. Aus Unternehmersicht gilt generell beim Recruiting, den zeitlichen und finanziellen Aufwand möglichst gering zu halten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: Auftragsklärung
2. Projekt und Projektmanagement
2.1. Definition und Theorie
2.2. Projektarten
2.3. Beispiel am Projekt
3. Projektziele
3.1. Definition und Theorie
3.2. Beispiel am Projekt
4. Projektumfeld & Stakeholder-Analyse
4.1. Definition und Theorie
4.2. Beispiel am Projekt
5. Projektorganisation
5.1. Definition und Theorie
5.2. Beispiel am Projekt
6. Risikoanalyse
6.1. Definition und Theorie
6.2. Beispiel am Projekt
7. Projektphasenplan
7.1. Definition und Theorie
7.2. Beispiel am Projekt
8. Projektstrukturplan
8.1. Definition und Theorie
8.2. Beispiel am Projekt
9. Termin- und Ablaufplan
9.1. Definition und Theorie
9.2. Beispiel am Projekt
10. Projektabschluss
10.1. Definition und Theorie
10.2. Beispiel am Projekt
11. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines fundierten Projektplanungsdokuments für die TeleWorld GmbH, um die Entwicklung und Einführung eines neuartigen, zentralen Bewerber-Managementsystems für 18 europäische Standorte strukturiert und erfolgreich zu steuern.
- Grundlagen des Projektmanagements und Definition projektbezogener Anforderungen.
- Methodische Vorgehensweisen zur Zieldefinition und Stakeholder-Analyse.
- Strukturierung des Projektes mittels Projektphasen-, Struktur- und Ablaufplänen.
- Risikomanagement und Entwicklung von Gegenmaßnahmen zur Projektsicherung.
- Praktische Anwendung theoretischer Instrumente auf das konkrete Fallbeispiel der TeleWorld GmbH.
Auszug aus dem Buch
3.1. Definition und Theorie
Beginnt man mit dem Aufsetzen eines Projekts, muss zunächst das zugehörige Ziel des Vorhabens definiert werden. Projektziele dienen der Abgrenzung vom Alltagsgeschäft, der Fokussierung auf das Wesentliche, der Messbarkeit des Erfolgs, der Motivation und dem gemeinsamen Verständnis der Beteiligten. Nur mit definierten Zielen kann geprüft werden, ob ein Projekt erfolgreich war und ob die gewünschten Ergebnisse erreicht wurden. Für die Definition dieses Ziels sind gleichermaßen Projektleitung und Management oder der Auftraggeber verantwortlich. Mit der sauberen Zieldefinition steht und fällt der Projekterfolg, denn klar formulierte Ziele können unter anderem Kommunikationsprobleme und Missverständnisse vermeiden (Madauss, 2017). Es kann von Beginn an ein gleiches Verständnis aller Involvierten geschaffen werden. Projektziele sollten immer messbare Kriterien beinhalten, denn diese können zeitgleich die Grundlage für Verträge und andere verbindliche Vereinbarungen bilden. Die definierten Ziele können zur Motivationssteigerung bei den Beteiligten beitragen, zu hoch gesteckte Ziele haben jedoch den entgegengesetzten Effekt. Demotivation stellt sich vor allem dann ein, wenn die involvierten Personen von Anfang an das Gefühl haben, das definierte Ziel unter keinen realistischen Umständen erreichen zu können. Um konkrete Projektziele formulieren zu können, müssen diese identifiziert, kategorisiert, priorisiert und operationalisiert werden (Jenny, 2016). Um aussagekräftige Projektziele entwickeln zu können, wird häufig das SMART-Modell (siehe Abbildung 1) angewandt.
SMART ist ein Akronym und steht für die Zieleigenschaften spezifisch, messbar, akzeptiert beziehungsweise ambitioniert, realistisch und terminiert. Spezifisch bedeutet in diesem Fall, dass die Ziele eines Projekts eindeutig, positiv und spezifisch definiert werden. Nur so können alle Beteiligten die gleiche Vorstellung von dem entwickeln, was mit dem Projekt erreicht werden soll. Die Messbarkeit der festgesetzten Projektziele ist wichtig, damit das Erreichen der einzelnen Meilensteine und das endgültige Erreichen der Ziele festgestellt werden können. So kann bei Bedarf gegengesteuert werden. Oftmals ist eine direkte Messbarkeit jedoch nahezu unmöglich. In solchen Fällen ist es wichtig festzustellen, über welche Ersatzgrößen die Zielerreichung gemessen werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Auftragsklärung: Die Einleitung beleuchtet den demographischen Wandel als Auslöser für die Professionalisierung des Recruitings bei der TeleWorld GmbH und skizziert das Ziel der Entwicklung eines zentralen Bewerber-Managementsystems.
2. Projekt und Projektmanagement: In diesem Kapitel werden grundlegende Merkmale von Projekten definiert und die Bedeutung professionellen Projektmanagements für den Projekterfolg dargelegt.
3. Projektziele: Das Kapitel erläutert die Wichtigkeit einer sauberen Zieldefinition mittels des SMART-Modells und zeigt die Zielhierarchie für das Projekt der TeleWorld GmbH auf.
4. Projektumfeld & Stakeholder-Analyse: Hier werden Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren des Projekts untersucht sowie Strategien zur Einbindung der verschiedenen Stakeholder vorgestellt.
5. Projektorganisation: Das Kapitel befasst sich mit der Strukturierung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten im Projekt, wobei die gewählte Organisationsform für die TeleWorld GmbH erläutert wird.
6. Risikoanalyse: Hier werden potenzielle Projektrisiken identifiziert, in einem Risikoportfolio bewertet und entsprechende präventive oder kurative Gegenmaßnahmen abgeleitet.
7. Projektphasenplan: Dieses Kapitel unterteilt den Projektverlauf in logische Phasen (Definition, Planung, Durchführung, Abschluss) und definiert die hierfür relevanten Meilensteine.
8. Projektstrukturplan: Der Strukturplan dient der Gliederung des Vorhabens in Teilprojekte und Arbeitspakete, um eine Basis für Ressourcen- und Kostenplanungen zu schaffen.
9. Termin- und Ablaufplan: Hier werden die logischen Abhängigkeiten der Vorgänge dokumentiert und mittels eines Gantt-Diagramms für die TeleWorld GmbH visualisiert.
10. Projektabschluss: Das Kapitel beschreibt den formalen Akt der Projektbeendigung, die Bedeutung der Nachkalkulation sowie das Lernen aus Erfahrungen durch Lessons Learned.
11. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, reflektiert den Stand der Zielerreichung und gibt einen Ausblick auf notwendige Schritte in der Nachprojektphase.
Schlüsselwörter
Projektmanagement, Bewerber-Managementsystem, Recruiting, Projektplanung, Projektorganisation, Zieldefinition, Stakeholder-Analyse, Risikoanalyse, Phasenplan, Projektstrukturplan, Gantt-Diagramm, Meilensteine, Prozessoptimierung, TeleWorld GmbH, SMART-Modell
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Studienarbeit behandelt die theoretische und praktische Entwicklung eines Projektplanungsdokuments für die Einführung eines neuen, zentralen Bewerber-Managementsystems bei der TeleWorld GmbH.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen Projektmanagement-Grundlagen, Zieldefinitionen, Stakeholder-Management, Risikoanalysen sowie die methodische Strukturierung von Projekten durch Phasen-, Struktur- und Ablaufpläne.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Erstellung eines strukturierten Planungsdokuments, das als organisatorische Grundlage für die Entwicklung und Implementierung eines flexiblen, zentralen Recruiting-Systems dient.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden klassische Projektmanagement-Instrumente angewendet, darunter das SMART-Modell, Stakeholder-Portfolio-Analysen, Risiko-Matrizen und die Erstellung eines Projektstrukturplans inklusive Gantt-Diagrammen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen und deren konkrete Anwendung auf das Praxisbeispiel der TeleWorld GmbH, von der Initialisierung bis zum Projektabschluss.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Projektplanung, Bewerber-Management, Risikomanagement, Meilenstein-Planung und systematisches Projektmanagement.
Wie geht das Projekt mit Risiken um?
Risiken werden durch eine systematische Risikoanalyse identifiziert, bewertet (Eintrittswahrscheinlichkeit mal Schadenshöhe) und durch geplante Gegenmaßnahmen im Risikoportfolio aktiv gesteuert.
Welches Fazit zieht die Autorin zum Projekterfolg?
Das Fazit stellt fest, dass das Projektziel aufgrund technischer Komplikationen in der Implementierungsphase nur teilweise erreicht wurde und weiterführende Lösungen in der Nachprojektphase erforderlich sind.
- Quote paper
- Lilly Sarisakal (Author), 2018, Entwicklung eines Projektplanungsdokuments anhand der TeleWorld GmbH, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/423920