Werbung wird auf unterschiedliche Art und Weise rezipiert, man unterscheidet die rezeptive und die selektive Aufnahme der Informationen. Im Alltag wird häufiger die rezeptive Wahrnehmung erlebt, Werbung wird unreflektiert und unbewusst aufgenommen, während die selektive, bewusste Zuwendung weniger oft vorkommt.
Um selektiv wahrgenommen zu werden und damit ins Bewusstsein der Zuschauer zu gelangen (insbesondere, wenn es sich um Markeneinführungen handelt), müssen Produktwerbungen einfallsreich, einprägsam und unterhaltsam sein, um sich beim bestehenden Überangebot der Waren durchzusetzen. Oftmals wird geschockt, überspitzt oder skandalisiert, um den gewünschten Effekt der bewussten Aufnahme zu erreichen. Damit der potentielle Kunde aber zum realen Kunden wird, ist mehr nötig als aufzufallen.
Werbung muss einen gewissen Zusatznutzen für das beworbene Produkt erfassen und vermitteln, der den Zuschauer vom Kauf überzeugt bzw. von anderen Waren mit demselben realen Nutzen abhebt. Ein Zusatznutzen wäre ein hervorgerufenes Lebensgefühl oder eine bestimmte Emotion, die mit dem Produkt ausgelöst werden soll. Die Realisierung dessen wird im Folgenden anhand einer Werbung aus den 1950er Jahren der erfolgreichen Marke „Coca Cola“ aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Analyse Coca-Cola-Werbespot
- Zielpublikum und Schauplatz
- Figuren
- Gesangsverein
- Barkeeper
- Kassenwart
- Figurencharakterisierung und Zeichen des Films
- Auditive Zeichen
- Visuelle Zeichen
- Werbung als Film
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert einen Coca-Cola-Werbespot aus den 1950er Jahren und untersucht dessen Wirkung im Kontext der damaligen Kultur. Ziel ist es, die Werbebotschaft des Spots und deren Ansprache an das Zielpublikum zu entschlüsseln.
- Werbung als kulturelles Phänomen
- Analyse von Werbefilmen
- Zielgruppenansprache in der Werbung
- Coca-Cola als Markenbotschafter
- Die Rolle von Emotionen in der Werbung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet Werbung als allgegenwärtiges Phänomen der modernen Kultur und analysiert ihre Bedeutung im Kontext der Tradition und der Beeinflussung gesellschaftlicher Werte. Die Analyse des Coca-Cola-Werbespots konzentriert sich auf das Zielpublikum, die Figuren und den Schauplatz, um die Werbebotschaft und deren Wirkung zu entschlüsseln.
Schlüsselwörter
Werbung, Werbespot, Coca-Cola, Film- und Dramenanalyse, Zielpublikum, Figuren, Schauplatz, Kultur, Tradition, Markenbotschafter, Emotionen, Lebensgefühl, Gemeinschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen rezeptiver und selektiver Wahrnehmung in der Werbung?
Rezeptive Wahrnehmung geschieht unbewusst im Alltag, während selektive Wahrnehmung eine bewusste Zuwendung erfordert, die oft durch Schock oder Unterhaltung ausgelöst wird.
Welche Werbestrategie verfolgte Coca-Cola in den 1950er Jahren?
Coca-Cola setzte auf die Vermittlung eines Lebensgefühls und Emotionen wie Gemeinschaft und Tradition, um das Produkt emotional aufzuladen.
Warum ist ein „Zusatznutzen“ in der Werbung wichtig?
Der Zusatznutzen hebt ein Produkt von Konkurrenten mit gleichem realem Nutzen ab, indem er dem Konsumenten ein bestimmtes Gefühl oder einen Status verspricht.
Welche Rolle spielen auditive Zeichen in Werbefilmen?
Musik und Sprache verstärken die emotionale Botschaft und helfen dabei, eine spezifische Atmosphäre zu schaffen, die das Markenimage unterstützt.
Wie spricht Werbung bestimmte Zielgruppen an?
Durch die Wahl des Schauplatzes und die Charakterisierung der Figuren (z. B. Barkeeper, Gesangsverein) werden Identifikationsmöglichkeiten für das gewünschte Publikum geschaffen.
- Citation du texte
- Nina Steinmüller (Auteur), 2017, Werbung als Film und ihre Wirkung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/423975