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Medienethik unter dem Aspekt der angewandten Ethik am Beispiel der Flüchtlingskrise der Jahre 2015/2016

Hatten wir eine „Willkommenskultur“ oder war es ein Narrativ der Medien?

Título: Medienethik unter dem Aspekt der angewandten Ethik am Beispiel der Flüchtlingskrise der Jahre 2015/2016

Trabajo , 2018 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Udo Goldstein (Autor)

Medios / Comunicación - Ética en los medios
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Ausgehend von der Eingangsfrage, ob die globalen Zusammenhänge im Rahmen der Flüchtlingskrise medienmäßig so marginalisiert wurden, dass das Narrativ der Willkommenskultur eine Bedeutung erlangte, die nicht den tatsächlichen Realitäten entsprach, wird der Frage nachgegangen, welche ethischen Aspekte ggf. keine Beachtung in den Medien fanden.

Im ersten Teil dieser Arbeit wird eine Einordnung der Medienethik unter dem Begriff der Allgemeinen Ethik vorgenommen, mit dem erweiterten Fokus auf der Diskursethik im journalistischen Kontext und der ethischen Teilhabegerechtigkeit der Gesellschaft, mit den dazu gehörigen Begrifflichkeiten aus der Sozialwissenschaft. Hierbei geht es darum, die Vielfalt der Begrifflichkeiten anhand einiger Beispiele zu verdeutlichen und gleichzeitig aufzuzeigen, welche Bedeutungsmuster dahinter zu verstehen sind. Darüber hinaus übernehmen Massenmedien die Aufgabe, gesellschaftliche Themenstellungen im öffentlichen Raum zu übersetzen, es wird hinterfragt, in welchem Kontext diese zu verstehen sind und welche meinungsbildenden Folgen die Medien für die Gesellschaft haben, mit der weiterführenden Frage, ob eine (soziologische) Integration in der Gesellschaft durch Massenmedien möglich ist.

Um die jeweiligen Inhalte gegenüber den Rezipienten darzustellen, greifen Journalisten auf Narrative und die dazugehörige Erzähltheorie zurück. Es wird untersucht, welche Bedeutungsmuster und Inhalte sich in der journalistischen Berichterstattung dahinter verbergen. Im weiteren Verlauf wird der Begriff der Willkommenskultur in Deutschland unter politisch/gesellschaftlichen Aspekten und ethischen Gesichtspunkten in seiner jeweiligen semantischen Konnotation hinterfragt. Bezogen auf die Eingangsfrage sowie den aufgezeigten vielfältigen politischen und ethischen Randbedingungen werden die sich daraus ergebenden Sachverhalte im Schlussteil noch einmal zusammengefasst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Abstract

2. Ethik und Moral

5. Grundbegriffe der Kommunikations- und Medienethik

5.1 Werte

5.2 Verantwortung

5.3 Macht

5.4 Diskursethik im journalistischem Kontext

5.5 Kommunikation im Sinne der ethischen Teilhabegerechtigkeit

5.6 Menschenrechte, Menschenwürde

8. Journalistische Darstellungsformen in der Berichterstattung

8.1 Der Begriff des Narratives

8.2 Erzähltheorie

9. Willkommenskultur in Deutschland aus politischer Sicht

10. Willkommenskultur in Deutschland aus ethischer Sicht

11. Gesamtfazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die mediale Berichterstattung über die Flüchtlingskrise 2015/2016 ein Narrativ der "Willkommenskultur" erzeugte, das von den tatsächlichen gesellschaftlichen Realitäten abwich, und hinterfragt dabei die medienethische Verantwortung der Akteure.

  • Medienethik als angewandte Ethik
  • Journalistische Narrative und Erzähltheorie
  • Politische und ethische Perspektiven der "Willkommenskultur"
  • Rolle der Massenmedien bei gesellschaftlicher Integration
  • Kritische Analyse von Agendasetting und Indexing

Auszug aus dem Buch

8.2 Erzähltheorie

Die Erzähltheorie ist eine systematische Beschreibung eines erzählenden Textes. Sie ist eine interdisziplinäre Methode in der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaft, wird aber auch im Bereich der Medien im weitesten Sinne eingesetzt. Durch das Zusammensetzen von Geschehnissen in der Form, dass diese bewusst durch Unterlassen nicht thematisiert, andere jedoch sehr detailliert beschrieben werden, mit den sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen entstehen Erzählungen. Erzählungen können somit ein implizites Gruppenbewusstsein schaffen, in der Form, dass der Rezipient sich der Sichtweise des Erzählers (hier der JournalistInnen) anschließt. Im Sinne der Massenmedien (siehe dort) wird auch dort die Erzähltheorie verwendet.

Es wird untersucht, welche Verbindungen mit bestimmten Ereignissen in einem unmittelbaren Zusammenhang stehen. Bezogen auf die Flüchtlingskrise der Jahre 2015/2016 waren es u. a. die politischen und ökonomischen Randbedingungen in den afrikanischen Herkunftsländern, die Millionen von Menschen zu Flüchtlingen machten, die über das Mittelmeer in Schlauchbooten nach Europa kamen. Mit der Folge, dass in den Aufnahmeländern gesellschaftliche Konflikte entstanden, die es in dieser Massivität nach dem 2. Weltkrieg in Europa in dieser Form nicht gegeben hat. Der Journalismus hat aus diesem politisch/gesellschaftlichen Ereignis, nach EU-Ländern sehr unterschiedlich, eine Erzählung für seine Rezipienten aus der jeweiligen Landessicht gemacht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abstract: Zusammenfassung der Ausgangsfrage, ob das mediale Narrativ der "Willkommenskultur" die Realität verdeckte, und methodische Einordnung der Arbeit.

2. Ethik und Moral: Definition der grundlegenden ethischen Begriffe und Unterscheidung zwischen normativer und deskriptiver Ethik sowie Individual- und Sozialethik.

5. Grundbegriffe der Kommunikations- und Medienethik: Erläuterung zentraler Konzepte wie Werte, Verantwortung, Macht, Diskursethik, Teilhabegerechtigkeit und Menschenwürde im Medienkontext.

8. Journalistische Darstellungsformen in der Berichterstattung: Analyse der narrativen Struktur von Nachrichten und Anwendung der Erzähltheorie auf mediale Berichte.

9. Willkommenskultur in Deutschland aus politischer Sicht: Untersuchung der historischen und politischen Entwicklung des Begriffs der "Willkommenskultur" durch Politik und Wirtschaft.

10. Willkommenskultur in Deutschland aus ethischer Sicht: Kritische Betrachtung der journalistischen Vernachlässigung ethischer Fluchtursachen und Menschenrechtsaspekte.

11. Gesamtfazit: Zusammenfassende Erkenntnis, dass die Leitmedien der politischen Elite folgten und durch ein "Top-down"-Narrativ globale Zusammenhänge marginalisierten.

Schlüsselwörter

Medienethik, Angewandte Ethik, Journalismus, Flüchtlingskrise, Willkommenskultur, Narrativ, Erzähltheorie, Massenmedien, Teilhabegerechtigkeit, Menschenwürde, Indexing, Diskurs, Kommunikation, Verantwortung, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die medienethischen Implikationen der Berichterstattung über die Flüchtlingskrise 2015/2016 und prüft, inwieweit mediale Narrative die Wahrnehmung der Öffentlichkeit beeinflussten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Medienethik, politische Kommunikation, die Analyse journalistischer Darstellungsformen sowie die ethische Einordnung von Fluchtursachen und gesellschaftlicher Integration.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist herauszufinden, ob die Medien durch ein bewusstes Narrativ der "Willkommenskultur" von komplexen globalen Realitäten abgelenkt haben oder ob dieses Narrativ als notwendiger gesellschaftlicher Integrationsfaktor zu verstehen war.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt einen medienethischen und kommunikationswissenschaftlichen Ansatz, der Theorien wie die Diskursethik, die Erzähltheorie und Konzepte des "Indexing" und der "Schweigespirale" anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Ethik, Medienethik, Macht) und eine praktische Analyse der Berichterstattung zur "Willkommenskultur" in Deutschland aus politischer und ethischer Sicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienethik, Narrativ, Willkommenskultur, Journalismus und gesellschaftliche Teilhabe geprägt.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen "Top-down" und "Bottom-up" in der angewandten Ethik?

Die Arbeit nutzt diese Unterscheidung, um zu erklären, ob ethische Prinzipien starr von oben auf Situationen angewendet werden (Top-down) oder ob aus konkreten Erfahrungen und Einzelfällen moralische Schlussfolgerungen abgeleitet werden (Bottom-up).

Welche Rolle spielte das "Indexing" in der untersuchten Berichterstattung?

Das Indexing beschreibt die journalistische Tendenz, bei der Themenwahl und Bewertung stark der politischen Elite zu folgen, statt einen unabhängigen, diskursiven Journalismus für die Bürger zu betreiben.

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Detalles

Título
Medienethik unter dem Aspekt der angewandten Ethik am Beispiel der Flüchtlingskrise der Jahre 2015/2016
Subtítulo
Hatten wir eine „Willkommenskultur“ oder war es ein Narrativ der Medien?
Universidad
University of Münster
Calificación
1,3
Autor
Udo Goldstein (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
18
No. de catálogo
V424054
ISBN (Ebook)
9783668695290
ISBN (Libro)
9783668695306
Idioma
Alemán
Etiqueta
Medienethik Narrativ Flüchtlingskrise Willkommenskultur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Udo Goldstein (Autor), 2018, Medienethik unter dem Aspekt der angewandten Ethik am Beispiel der Flüchtlingskrise der Jahre 2015/2016, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424054
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