Die Hausarbeit, die das sehr aktuelle und immer wieder präsente Thema der Essstörungen anspricht, beschäftigt sich besonders mit den Grundlagen der Binge-Eating-Essstörung, umgangssprachlich auch bekannt als Ess-/ oder Fresssucht und fokussiert sich darüber hinaus auf die Handlungsmöglichkeiten und -Ansätze, die Sozialarbeiter/innen im Umgang mit Betroffenen leisten können. Dabei wird der Begriff der Binge-Eating-Essstörung genauer definiert, die Symptome, Kennzeichen und verschiedenen Erscheinungsformen erläutert, auf mögliche Ursachen und Auslöser, aber auch Risiko- und Einflussfaktoren eingegangen und zuguterletzt die Folgen und Auswirkungen beschrieben, um mit diesem fachlichen Hintergrundwissen die sozialarbeiterischen Hilfemöglichkeiten nachvollziehen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. Definition und Begriffserklärung allgemein (Was ist die Binge Eating Essstörung/ Disorder?)
2. Symptome, Kennzeichen und Erscheinungsformen (wie äußert sich das Verhalten der B.E.E Betroffenen?
3. Mögliche Ursachen, Gründe, akute Auslöser, Risikofaktoren und Einflussfaktoren der Binge Eating Essstörung
4. Folgen, Konsequenzen und Auswirkungen der Binge Eating Essstörung allgemein
5. Handlungsperspektiven, Therapiemöglichkeiten und Behandlungen für den Betroffenen/ die Betroffene
6. Schlussbetrachtung / -folgerung, Fazit, Resultat
7. Literaturverzeichnis und Quellenangaben
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die sozialarbeiterischen Handlungsansätze und Möglichkeiten im Umgang mit von Binge Eating betroffenen Personen. Ziel ist es, ein Verständnis für die Ursachen und Folgen der Essstörung zu entwickeln, um daraus geeignete Interventionsstrategien für die Soziale Arbeit abzuleiten.
- Definition und diagnostische Kriterien der Binge Eating Störung
- Psychosomatische und multifaktorielle Entstehungsursachen
- Physische und psychische Langzeitfolgen der Erkrankung
- Multiprofessionelle Behandlungsansätze und Therapieformen
- Bedeutung von Selbsthilfegruppen und sozialpädagogischer Beratung
Auszug aus dem Buch
3. Mögliche Ursachen, Gründe, akute Auslöser , Risikofaktoren und Einflussfaktoren der Binge Eating Essstörung
Essstörungen im Allgemeinen treten häufig im Zusammenhang mit anderen psychischen Erkrankungen und Belastungsfaktoren auf.
Die Essattacken können Rückschlüsse und Bearbeitungsmethoden innerer Konflikte und Spannungen oder eine Reaktion auf Stress sein, die unkontrolliert und unbewusst auftreten. Die Entstehung von Essstörungen kann man anhand des multifaktoriellen „bio- psycho- sozialen Modells“ erklären.
Dieses besagt, dass zur Entstehung einer Essstörung immer mehrere Faktoren zusammenwirken die dann die Entstehung einer solchen Erkrankung begünstigen.
Dazu gehören die biologisch - genetischen (auch körperlich/ physisch- organischen) Einflüsse, die individuellen, psychologischen und geistigen Faktoren und der sozial- gesellschaftliche, kulturelle Aspekt, sowie die Umwelteinflüsse und auch die Familieneinflüsse (die sowohl zu den biologisch als auch zu den sozialen Faktoren zählen können). Die biologisch- genetischen (Veranlagungen) Risikofaktoren umfassen beispielsweise das Einwirken von Neurotransmittern (Serotonin und Dopamin), Hormonen (Leptin, Ghrelin und Östrogene), ein frühes Einsetzten der Menstruationsblutung bei Mädchen, restriktives Essverhalten und die genetischen Prädispositionen (familiäre Häufungen). Hierzu gehören auch die Vulnerabilität auf Stressoren, der Pubertätsverlauf oder bereits vorhandenes Übergewicht.
Die individuellen, psychologischen Faktoren beinhalten Aspekte wie Stressoren, Konflikte, innere Spannungszustände (z.B. Ärger, Wut, Trauer, Frustrationen), emotionale Verletzungen, infolgedessen ein geringes Selbstbewusstsein oder ein niedriges Selbstwertgefühl der Betroffenen und Autonomie- und Abhängigkeitskonflikte, die im Zusammenwirken mehrerer Faktoren die Entstehung einer Essstörung begünstigen können. Werden bestimmte wichtige Fähigkeiten des Umgangs mit solchen Faktoren wie zum Beispiel das Kennen der eigenen Grenzen, Stärken und Schwächen, die eigene Bedürfniswahrnehmung und -vertretung und die kognitiven Verarbeitungsmuster nicht schon ab Beginn des Kindesalters erlernt sind dies für viele Betroffene Auslöser.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Definition und Begriffserklärung allgemein (Was ist die Binge Eating Essstörung/ Disorder?): Das Kapitel definiert Binge Eating als Essstörung, die durch Essanfälle ohne anschließende Kompensationsmaßnahmen charakterisiert ist und oft zu Übergewicht führt.
2. Symptome, Kennzeichen und Erscheinungsformen (wie äußert sich das Verhalten der B.E.E Betroffenen?: Hier werden die Diagnosekriterien nach DSM-5 und ICD-10 erläutert, wobei insbesondere der Kontrollverlust beim Essen im Vordergrund steht.
3. Mögliche Ursachen, Gründe, akute Auslöser, Risikofaktoren und Einflussfaktoren der Binge Eating Essstörung: Die Entstehung der Störung wird durch ein multifaktorielles bio-psycho-soziales Modell erklärt, das biologische, individuelle und soziale Faktoren miteinbezieht.
4. Folgen, Konsequenzen und Auswirkungen der Binge Eating Essstörung allgemein: Dieses Kapitel thematisiert die körperlichen und psychischen Langzeitfolgen, wie Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Komorbiditäten wie Depressionen.
5. Handlungsperspektiven, Therapiemöglichkeiten und Behandlungen für den Betroffenen/ die Betroffene: Es werden Behandlungsmöglichkeiten wie Psychotherapie und Selbsthilfegruppen sowie die Notwendigkeit multiprofessioneller Zusammenarbeit in der Sozialen Arbeit dargestellt.
6. Schlussbetrachtung / -folgerung, Fazit, Resultat: Die Autorin fasst zusammen, dass eine ursachenorientierte Prävention und eine individuelle, multiprofessionelle Herangehensweise für den Behandlungserfolg essenziell sind.
7. Literaturverzeichnis und Quellenangaben: Dies ist ein Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur, Internetquellen und Zeitschriftenartikel.
Schlüsselwörter
Binge Eating, Essstörung, Adipositas, Sozialarbeit, Psychotherapie, Kontrollverlust, Essanfälle, Prävention, Selbsthilfegruppen, psychosoziale Faktoren, Essverhalten, Bio-psycho-soziales Modell, psychische Gesundheit, Übergewicht, Komorbidität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Binge Eating Störung, ihren Ursachen und Folgen sowie den Möglichkeiten, wie die Soziale Arbeit unterstützend intervenieren kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Themen umfassen die Definition des Krankheitsbildes, die multifaktoriellen Entstehungsursachen, die gesundheitlichen Auswirkungen und die verschiedenen therapeutischen sowie beratenden Interventionsansätze.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Identifizierung effektiver sozialarbeiterischer Handlungsansätze, um Betroffene im Umgang mit ihrer Essstörung professionell zu begleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene fachwissenschaftliche Quellen, Manuale und Leitlinien zur Behandlung von Essstörungen zusammenführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die diagnostischen Kriterien, die Entstehung durch das bio-psycho-soziale Modell, die somatischen und psychischen Folgen sowie die konkreten Therapie- und Unterstützungsmöglichkeiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören Binge Eating, Soziale Arbeit, Adipositas, multiprofessionelle Behandlung und Prävention.
Warum ist die Abgrenzung zur Bulimie für die Diagnose wichtig?
Die Abgrenzung ist zentral, da beim Binge Eating im Gegensatz zur Bulimie keine kompensatorischen Maßnahmen (wie Erbrechen) stattfinden, was die Behandlungsvoraussetzungen verändert.
Welche Rolle spielen Selbsthilfegruppen bei der Behandlung?
Selbsthilfegruppen dienen als „Brücke“ zur Therapie, in denen Betroffene durch den Austausch mit Gleichgesinnten ihr Selbstwertgefühl stärken und Ängste abbauen können.
Warum ist eine multiprofessionelle Zusammenarbeit notwendig?
Da die Störung sowohl medizinische (Adipositas) als auch tiefgreifende psychologische Aspekte umfasst, ist die Zusammenarbeit von Ärzten, Psychologen und Sozialarbeitern für eine ganzheitliche Versorgung unerlässlich.
Welche Bedeutung hat die Prävention im Kindesalter?
Die Förderung der psychischen Stabilität und Sozialkompetenz bereits im Kindesalter gilt als wichtigster Baustein, um spätere Essstörungen zu verhindern.
- Citation du texte
- Birte Daffinger (Auteur), 2016, Sozialarbeiterische Handlungsmöglichkeiten und -Ansätze im Umgang mit Betroffenen einer Binge Eating Essstörung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424138