In der vorliegenden Ausarbeitung wird gemäß der Fragestellung zunächst einmal die inhaltliche Unterscheidung der Begriffe 'Deutsch als Fremdsprache' versus 'Deutsch als Zweitsprache' vorgenommen. Daran anschließend liegt das Augenmerk auf den Umständen der Fremdsprachenlernenden.
Im Fokus stehen zum einen die biologische Voraussetzung der Fremdsprachenlernenden wie das Alter, aber auch kognitiv-emotionale Aspekte wie die Einstellung und Motivation, die einen hohen Einfluss auf den Spracherwerb haben. Ferner wird näher auf die Vermittlung der Inhalte wie die rezeptiven und produktiven Grundfertigkeiten und die Landeskunde eingegangen. Im letzten Abschnitt der Ausarbeitung erfolgt ein allgemeines Fazit mit einem abschließenden Ausblick, der die Ausarbeitung insgesamt abrundet.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Differenzierung zwischen Deutsch als Zweit- und Fremdsprache
III. Die Lerner – Voraussetzungen
3.1 Das Alter
3.2 Einstellung und Motivation
IV. Die vier sprachlichen Grundfertigkeiten
4.1 Die rezeptiven Fertigkeiten
4.2 Die produktiven Fertigkeiten
4.3 Landes- und Kulturkunde
V. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Herausforderungen von Deutsch als Fremdsprache (DaF) sowie Deutsch als Zweitsprache (DaZ), um die wesentlichen Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb und die damit verbundenen gesellschaftlichen Folgen aufzuzeigen.
- Theoretische Abgrenzung zwischen DaF und DaZ
- Biologische und psychologische Voraussetzungen der Lernenden (Alter, Motivation)
- Vermittlung der rezeptiven Grundfertigkeiten Hören und Lesen
- Vermittlung der produktiven Grundfertigkeiten Sprechen und Schreiben
- Integration von Landes- und Kulturkunde in den Unterricht
Auszug aus dem Buch
Die rezeptiven Fertigkeiten: Hören und Lesen
Spracherwerb beginnt schon in der Muttersprache mit Input. Der größte Teil des sprachlichen Inputs erfolgt als gesprochenes Wort. Dies ist beim Fremdsprachenerwerb nicht anders und bedeutet, dass am besten gleich zu Beginn des Erwerbs rezeptive Fertigkeiten in den Mittelpunkt gestellt werden, wobei diese dann nach und nach auch durch gelenkte produktive Fertigkeiten unterstützt werden sollten. Es wird empfohlen, das Hören an erster Stelle noch vor dem Lesen zu trainieren; insofern sollte die Entwicklung des Hörverständnisses für einen Fremdsprachenlerner auch von allergrößter Bedeutung sein. Leider gehört das Hörverständnis aber auch mitunter zu einer der schwierigsten fremdsprachlichen Tätigkeiten. Als erschwerende Faktoren treten unter anderem der Zeitfaktor beim Hörverständnis auf.
Bestimmt man beim Lesen sein eigenes Tempo und kann bei Unklarheiten gegebenenfalls zurückspringen oder ein Nachschlagewerk zu Rate ziehen, wird das Tempo bim Gespräch vom Gesprächspartner oder vom Vortragenden vorgegeben. Das kann zu Stresssituationen führen und wirkt sich damit ungünstig auf die Fähigkeiten im Bereich des Kurzzeitgedächtnisses aus, welches gerade beim Hören stark gefordert wird. Zudem muss sich der Hörer viel stärker als beim Lesen auf die individuellen Unterschiede des Sprechens konzentrieren und Nebengeräusche ausblenden. Ziel des Hörverstehens ist es, Lernende von einfachen Hörsituationen auf komplexere vorzubereiten. Dazu gehören auch leichtere Übungen wie das Wahrnehmen von Wortbetonungen oder langen und kurzen Vokalen. Um möglichst schnell ein eigenständiges Hören zu unterstützen, bieten zwei unterschiedliche Verstehensstile an. Beim globalen bzw. kursorischen Hören sollen sich die Hörer einen ersten Eindruck vom Inhalt des Textes verschaffen. Beim selektiven Hören sollen die Lerner differenzieren und nur diejenigen Informationen herausfiltern, die sie für relevant halten.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die historische Entwicklung von Deutsch als Fremdsprache und die gestiegene Relevanz durch aktuelle Migrationsbewegungen.
II. Differenzierung zwischen Deutsch als Zweit- und Fremdsprache: Hier wird der begriffliche Unterschied zwischen gesteuertem Fremdsprachenerwerb und dem Erwerb von Deutsch als Zweitsprache in einem deutschsprachigen Umfeld erörtert.
III. Die Lerner – Voraussetzungen: Das Kapitel analysiert den Einfluss biologischer Faktoren wie das Alter sowie sozialpsychologische Aspekte wie Motivation auf den Lernprozess.
IV. Die vier sprachlichen Grundfertigkeiten: Dieser Abschnitt beschreibt die methodischen Herausforderungen bei der Vermittlung von Hören, Lesen, Sprechen und Schreiben sowie die Rolle der Landeskunde.
V. Fazit: Die Arbeit schließt mit einem Ausblick auf die notwendige Optimierung von Integrationsmaßnahmen und der Rolle der Schulen bei der Sprachförderung.
Schlüsselwörter
Deutsch als Fremdsprache, DaF, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Spracherwerb, Sprachdidaktik, Hörverstehen, Lesekompetenz, Sprachmotivation, Integrationskurse, Landes- und Kulturkunde, Sprachunterricht, Migrationspädagogik, Fremdsprachenlernen, Sprachkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die theoretischen Differenzierungen und praktischen Bedingungen des Lernens von Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Abgrenzung der Lernbegriffe, die Lernvoraussetzungen von Individuen und die didaktische Vermittlung der vier Grundfertigkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Lernkontexte und Voraussetzungen die Sprachaneignung beeinflussen und welche Bedeutung dies für die gesellschaftliche Integration hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fachdidaktischen Analyse und theoretischen Reflexion unter Einbeziehung relevanter sprachwissenschaftlicher Literatur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Analyse von Alter und Motivation sowie eine detaillierte Betrachtung der rezeptiven und produktiven Sprachfertigkeiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie DaF/DaZ, Spracherwerb, Grundfertigkeiten und Integrationspädagogik geprägt.
Warum wird zwischen globalem und selektivem Hören unterschieden?
Diese Differenzierung ist notwendig, um Lernende systematisch von einfachen Hörübungen hin zu komplexen Aufgaben des gezielten Informationsabrufs zu führen.
Welche Rolle spielt die Motivation beim Spracherwerb?
Motivation wird in instrumentelle und integrative Typen unterteilt; wobei letztere als besonders förderlich für den erfolgreichen Spracherwerb und die Akkulturation im neuen Umfeld angesehen wird.
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- Christine Schmidt (Author), 2016, Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache. Bedingungen, Problemfelder und Folgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424190