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Welche Rolle spielen Gewerkschaften für eine sozial-ökologische Transformation?

Die Wertschöpfungskette des Smartphones

Título: Welche Rolle spielen Gewerkschaften für eine sozial-ökologische Transformation?

Trabajo Escrito , 2018 , 36 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: N. Hirth (Autor)

Economía - Economía industrial
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In dieser Arbeit werden anhand der Wertschöpfungskette des Smartphones die ausbeuterischen Verhältnisse des globalen Nordens gegenüber dem globalen Süden dargestellt. Denn über die Wertschöpfungskette „findet die Externalisierung der negativen Implikationen der imperialen Lebensweise statt, wodurch sie Ursache von zahlreichen Konflikten und von Umweltzerstörung ist“.

Einen Diskurs um alternative Konzepte zur vorherrschenden imperialen Lebensweise hin zu einer sozial-ökologischen Transformation besteht seit langer Zeit. Neben alternativen Konzepten wie der solidarischen Lebensweise oder dem Post-Extraktivismus gibt es die Debatte um Degrowth, in der auch verstärkt die Rolle der Gewerkschaften für einen sozial-ökologischen Wandel betrachtet wird.

Absicht dieser Arbeit ist es, integriert in die Thematik der Digitalisierung die Missstände entlang der Wertschöpfungskette aufzudecken, einen postwachstumskritischen Blick einzunehmen und die Rolle von Gewerkschaften für einen Wandel der vorherrschenden Verhältnisse aufzuzeigen. Dafür werden zu Beginn der Arbeit die Begriffe der imperialen Lebensweise und der Externalisierungsgesellschaft erläutert und historisch eingebettet. Im nächsten Schritt wird die sozial-ökologische Transformation als alternativer Ansatz für einen grundsätzlichen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft vorgestellt.

Exemplarisch für die Vielzahl an Leitbildern für eine alternative Wirtschafts- und Gesellschaftsweise wird in dieser Arbeit die Degrowth-Perspektive hinzugezogen und das Konzept „Degrowth in Bewegung“ näher erklärt. Anschließend werden die Missstände der imperialen Lebensweise beispielhaft an der globalen Wertschöpfungskette des Smartphones aufgezeigt. Um der Frage der Rolle der Gewerkschaften in einer sozial-ökologischen Transformation nachzugehen, wird zunächst auf die Bedeutung von Gewerkschaften und deren Geschichte eingegangen. Anschließend wird das Alternativkonzept Gewerkschaft untersucht und welche Rolle sie in der Zukunft spielen werden. Eine kritische Reflexion der Degrowth-Perspektive beendet diesen Teil, bevor die Arbeit mit einem Fazit abgeschlossen wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. IMPERIALE LEBENSWEISE UND DIE EXTERNALISIERUNGSGESELLSCHAFT

2.1 Die imperiale Lebensweise

2.2 Die Externalisierungsgesellschaft

2.3 Die historische Entstehung der imperialen Lebensweise

2.4 Globaler Norden und globaler Süden

3. DAS KONZEPT DER SOZIAL-ÖKOLOGISCHEN TRANSFORMATION

4. DIE DEGROWTH-PERSPEKTIVE UND DEGROWTH IN BEWEGUNG(EN)

4.1 Die Entstehungsgeschichte von Degrowth

4.2 Degrowth und seine Ausrichtungen

4.3 Degrowth in Bewegung(en)

5. DIE GLOBALE WERTSCHÖPFUNGSKETTE DES SMARTPHONES

5.1 Die Digitalisierung und das Smartphone

5.2 Die Wertschöpfungskette

5.2.1 Rohstoffabbau

5.2.2 Produktion

5.3 Zukunftstechnologie: Der steigende Bedarf an seltenen Metallen

6. GEWERKSCHAFTEN UND DIE SOZIAL-ÖKOLOGISCHE TRANSFORMATION

6.1 Gewerkschaften: früher und heute

6.2 Alternativkonzept Gewerkschaften

6.3 Zukunftsaussichten und Rolle der Gewerkschaften

6.4 Kritische Anmerkungen zur Degrowth-Perspektive

7. FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle von Gewerkschaften im Kontext einer sozial-ökologischen Transformation. Dabei wird hinterfragt, wie Gewerkschaften angesichts der ausbeuterischen Produktionsverhältnisse entlang globaler Wertschöpfungsketten – beispielhaft aufgezeigt anhand des Smartphones – als Akteure für einen gesellschaftlichen Wandel agieren können und welche Herausforderungen dabei bestehen.

  • Analyse der imperialen Lebensweise und der Externalisierungsgesellschaft
  • Untersuchung der Degrowth-Perspektive als Leitbild für Transformation
  • Darstellung der globalen Wertschöpfungskette des Smartphones und damit verbundener Missstände
  • Bewertung der Rolle von Gewerkschaften im Hinblick auf Arbeitsbedingungen und Klimagerechtigkeit
  • Reflexion des Spannungsfeldes zwischen Arbeitsplatzsicherung und ökologischer Notwendigkeit

Auszug aus dem Buch

2.1 Die imperiale Lebensweise

Die imperiale Lebensweise ist ein gesamtgesellschaftliches Konzept, das sich tief durch die gesellschaftlichen Teilsysteme (Politik, Ökonomie, Recht, Kultur) zieht, dort verankert hat und durch das die vorherrschende Konsum-, Distributions- und Produktionsnormen und die kapitalistische auf Profit und Wachstum basierende Wirtschaftsweise erklärt werden sollen. Durch die imperiale Lebensweise werden vorherrschende Ungleichheiten, Machstrukturen und Gewalttaten der kapitalistischen und industriell starken Gesellschaften legitimiert und vor allem stetig reproduziert. (vgl. Brand und Wissen 2017: 44f.) Es ist das Ideal des guten, modernen und komfortablen Lebens, das sich als (unbewusster) Normalzustand im Denken der Menschen verankert hat (Lebensweise) und sich global, mitsamt seiner ökologischen (unverhältnismäßiger Zugriff auf natürliche Ressourcen) und sozialen Probleme (einseitige Verteilung dieser Ressourcen) ausbreitet, dabei andere Lebensweisen verdrängt (imperial) und immer mehr als Norm für eben dieses gute Leben gilt. (vgl. Decker et al. 2017b) Der Begriff der imperialen Lebensweise zeigt auf, wie das alltägliche Leben und ihre gesellschaftlichen Strukturen, das in unserer Arbeit stellvertretend durch das Smartphone symbolisiert werden soll, in den kapitalistischen Zentren des globalen Nordens über die gesellschaftlichen und ökologischen Verhältnisse andernorts, dem globalen Süden, ermöglicht wird (Armut, Rohstoffknappheit, Umweltzerstörung etc.). Die imperiale Lebensweise beruht somit auf Exklusivität des globalen Nordens. (vgl. Sommer und Welzer 2017: 44) Brand und Wissen (2017: 44) geben bewusst keine exakte Festlegung von andernorts vor, da die „Herkunft der Rohstoffe, […] die Arbeitsbedingungen […] und der Energieaufwand […] beim Kauf, beim Konsum und bei der Nutzung vieler notwendiger Alltagsgegenstände nicht sichtbar“ sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung definiert den Bedarf an Smartphones als Symptom der imperialen Lebensweise und skizziert die Fragestellung nach der Rolle von Gewerkschaften in einer sozial-ökologischen Transformation.

2. IMPERIALE LEBENSWEISE UND DIE EXTERNALISIERUNGSGESELLSCHAFT: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Konzepte der imperialen Lebensweise und der Externalisierungsgesellschaft, welche die globale Ausbeutung legitimieren.

3. DAS KONZEPT DER SOZIAL-ÖKOLOGISCHEN TRANSFORMATION: Hier wird der theoretische Rahmen für einen Wandel vorgestellt, der Verteilungs- und Umweltgerechtigkeit in den Fokus rückt.

4. DIE DEGROWTH-PERSPEKTIVE UND DEGROWTH IN BEWEGUNG(EN): Das Kapitel behandelt die Geschichte und die Ausrichtungen von Degrowth als alternative Wirtschafts- und Gesellschaftsform.

5. DIE GLOBALE WERTSCHÖPFUNGSKETTE DES SMARTPHONES: Anhand des Smartphones werden die ökologischen und sozialen Missstände der globalen Produktion und der Rohstoffgewinnung verdeutlicht.

6. GEWERKSCHAFTEN UND DIE SOZIAL-ÖKOLOGISCHE TRANSFORMATION: Dieser Hauptteil analysiert die Rolle von Gewerkschaften als mögliche Akteure für einen Wandel und diskutiert das Dilemma zwischen Arbeitsplatzsicherung und ökologischen Zielen.

7. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst zusammen, dass Gewerkschaften eine unverzichtbare Rolle für eine Transformation spielen, sofern sie sich für umfassendere gesellschaftliche Fragen öffnen und ihre internationale Vernetzung stärken.

Schlüsselwörter

Gewerkschaften, Soziale-ökologische Transformation, Imperiale Lebensweise, Externalisierungsgesellschaft, Smartphone, Wertschöpfungskette, Degrowth, Postwachstum, Arbeitsbedingungen, Klimagerechtigkeit, Digitalisierung, Rohstoffabbau, Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit, Arbeitswelt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der fortwährenden Digitalisierung, dem gesteigerten Smartphone-Konsum und der Notwendigkeit einer sozial-ökologischen Transformation, wobei der Fokus auf dem Potenzial der Gewerkschaften liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die imperiale Lebensweise, die Externalisierungsgesellschaft, Degrowth-Konzepte, die globale Wertschöpfungskette von Elektronikprodukten und die Transformation der Gewerkschaftsarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Gewerkschaften angesichts der globalen Ausbeutungsverhältnisse eine aktive und gestaltende Rolle in einem sozial-ökologischen Wandel einnehmen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse basierend auf hegemonialen Theorien (Brand/Wissen, Lessenich) sowie eine Fallbeispielanalyse der globalen Wertschöpfungskette des Smartphones.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Strukturen der Wertschöpfungskette, die Probleme der Rohstoffgewinnung und Produktion sowie die Möglichkeiten der Gewerkschaften, sich aus traditionellen Pfaden hin zu einer Transformation zu entwickeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Gewerkschaften, imperiale Lebensweise, sozial-ökologische Transformation, Degrowth und Wertschöpfungskette.

Inwiefern ist das Smartphone symbolisch für die untersuchten Probleme?

Das Smartphone verdeutlicht durch seine kurze Nutzungsdauer und die global verteilte, ausbeuterische Produktionskette exemplarisch die negativen Folgen der imperialen Lebensweise.

Warum wird die Rolle der Gewerkschaften als ambivalent dargestellt?

Weil Gewerkschaften einerseits für den Erhalt von Arbeitsplätzen in oft umweltbelastenden Industrien kämpfen müssen, andererseits aber für eine zukunftsfähige, ökologische Transformation strategisch entscheidende Akteure sind.

Was schlägt die Autorin bzw. der Autor zur Auflösung des Dilemmas "Jobs versus Environment" vor?

Es wird eine engere Zusammenarbeit zwischen Umweltbewegungen und Gewerkschaften sowie die Forderung nach "Just Transition"-Modellen und einer Stärkung der Wirtschaftsdemokratie vorgeschlagen.

Final del extracto de 36 páginas  - subir

Detalles

Título
Welche Rolle spielen Gewerkschaften für eine sozial-ökologische Transformation?
Subtítulo
Die Wertschöpfungskette des Smartphones
Universidad
University of Hamburg
Curso
Plurale Ökonomik "Technischer Fortschritt"
Calificación
1,0
Autor
N. Hirth (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
36
No. de catálogo
V424247
ISBN (Ebook)
9783668696655
ISBN (Libro)
9783668696662
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gewerkschaften sozial-ökologische Transformation imperiale Lebensweise Auf Kosten Anderer Postwachstum Degrowth Degrowth in Bewegung(en) Digitalisierung Smartphone Digitalisierung und das Smartphone Wertschöpfungskette Alternativkonzept Gewerkschaften Rolle der Gewerkschaften in der Zukunft Gewerkschaften früher und heute Globaler Norden und Globaler Süden
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
N. Hirth (Autor), 2018, Welche Rolle spielen Gewerkschaften für eine sozial-ökologische Transformation?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424247
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