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Die Frustrations-Aggressions-Hypothese. Ihre Bedeutung für das Lehrerhandeln an beruflichen Schulen

Titre: Die Frustrations-Aggressions-Hypothese. Ihre Bedeutung für das Lehrerhandeln an beruflichen Schulen

Thèse de Bachelor , 2014 , 48 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Didactique - Gestion d'entreprise, Pédagogie des Sciences Economiques
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Résumé Extrait Résumé des informations

Disziplinstörungen im Unterricht sind sehr vielfältig. Verbale und motorische Unruhe, Provokation, Gewalt und Aggression lassen sich als Erscheinungsformen anführen. Um der Notwendigkeit einer Präzisierung Rechnung zu tragen, beschränkt sich die Ausarbeitung deshalb auf die Disziplinstörung „Aggression“. Das Themengebiet „Aggression“ im Allgemeinen ist jedoch weiterhin sehr umfassend. Dies lässt sich durch die Tatsache erklären, dass zahlreiche theoretische Ansätze zur Erklärung des Phänomens existieren. Im Rahmen einer weiteren Eingrenzung wird festgelegt, dass die Arbeit ihren Fokus auf die Frustrations-Aggressions-Theorie als Ursachentheorie legt.
Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist, die Frustrations-Aggressions-Hypothese und deren Bedeutung für das Lehrerhandeln an beruflichen Schulen zu untersuchen. Zunächst wird der Begriff Aggression klar definiert.Danach erfolgt ein kurzer Überblick über die zentralen Ursachentheorien zur Erklärung des Phänomens Aggression mit anschließender Überleitung zur Frustrations-Aggressions-Theorie als eine dieser Ursachentheorien. Im Laufe der Jahre wurden diese, zunächst noch sehr einfachen Modelle, kontinuierlich weiterentwickelt. Deshalb wird anschließend analysiert, in welcher Form diese Weiterentwicklung stattfand. Abschließend wird der erweiterte und neueste Ansatz der Frustrations-Aggressions-Theorie von Berkowitz, der das Auftreten von aggressivem Verhalten in Frustrationssituationen durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren und Prozesse erklärt, dargestellt.
Nach diesen theoretischen Ausführungen erfolgt der Brückenschlag zur Institution Schule mit entsprechender Ausarbeitung der Bedeutung der Frustrations-Aggressions-Problematik für das Lehrerhandeln an beruflichen Schulen.
Frustrationsquellen Jugendlicher sollten beseitigt werden und so wird im Anschluss auf verschiedene Angebote im Bereich der Berufsschule eingegangen, in denen Jugendliche im Unterricht gezielt gefördert werden.Für eine angemessene Unterstützung ist es notwendig, die Gründe für das Scheitern zu kennen, damit an diesen angesetzt werden kann. Im Folgenden wird daher ein knapper Überblick über sämtliche Ursachen und Einflussfaktoren gegeben. Es erfolgt dann die Überleitung zur mangelnden Ausbildungsreife, die seitens der Unternehmen als Hauptursache für eine erfolglose Ausbildungsplatzsuche genannt wird.
Abschließend wird ein Praxiskonzept entwickelt, in dem die theoretischen Ausführungen in einem Unterrichtsentwurf umgesetzt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Ziel und Vorgehen in der Arbeit

2. Aggression – Definition, Abgrenzung und Ausdrucksformen

3. Ursachentheorien zur Erklärung aggressiven Verhaltens

3.1 Überblick

3.2 Die Frustrations-Aggression-Theorie

3.2.1 Die ursprüngliche Fassung der Frustrations-Aggression-Hypothese der Yale-Gruppe

3.2.1.1 Einführung und das zentrale Postulat

3.2.1.2 Grad der Frustration

3.2.1.3 Hemmung aggressiver Handlungen

3.2.1.4 Die Aggressionsform und die Richtung der Aggression

3.2.1.5 Katharsis

3.2.2 Die Reformulierung der ursprünglichen Fassung der Frustrations-Aggressions-Hypothese durch Miller

3.2.3 Weiterentwicklung der Frustrations-Aggressions-Hypothese und der erweiterte Ansatz von Berkowitz

4. Die Bedeutung der Frustrations-Aggressions-Hypothese für die Berufsschule

4.1 Das Berufsvorbereitungsjahr als Teil der Berufsschule

4.2 Gründe für das Auftreten der Barriere im Übergangsprozess

4.2.1 Allgemeiner Überblick

4.2.2 Der Standpunkt der Arbeitgeberseite - Mangelnde Ausbildungsreife

5. Praxiskonzept

5.1 Gewähltes Thema und Einordnung in den Kriterienkatalog

5.2 Verlaufsplanung

5.2.1 Verlaufsskizze

5.2.2 Erläuterung der Verlaufsskizze

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz der Frustrations-Aggressions-Hypothese für das Lehrerhandeln an beruflichen Schulen, insbesondere im Kontext frustrierter Jugendlicher, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Ziel ist es, ein Praxiskonzept zu entwickeln, das durch Förderung der Ausbildungsreife präventiv gegen Aggression wirkt.

  • Grundlagen der Frustrations-Aggressions-Theorie
  • Bedeutung der Theorie für das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)
  • Ursachen für Barrieren im Übergang von Schule zu Beruf
  • Förderung der Ausbildungsreife durch Sportunterricht

Auszug aus dem Buch

3.2.1.1 Einführung und das zentrale Postulat

Im Jahre 1939 veröffentlichten Dollard, Doob, Miller, Mowrer und Sears, die auch unter dem Namen „Yale Gruppe“ Bekanntheit erlangten, ihr Werk „Frustration und Aggression“. Die Publikation dieses bahnbrechenden Werkes, das viel Aufmerksamkeit auf sich zog, fand mitten in einer Phase des Stillstands statt, in der kaum außergewöhnliche Entdeckungen gemacht und nur sehr wenige bedeutende wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht wurden. Ein schneidend war dieses Werk insofern, als es sich hier „um den ersten großen Versuch [handelte], den ganzen Bereich des aggressiven Verhaltens theoretisch geschlossen darzustellen“ (Kornadt, 1978, S.22).

Das Werk selbst setzt sich aus zahlreichen Hypothesen zusammen, die genau beleuchtet werden. Es geht also nicht um eine empirische Arbeit mit stichhaltigen Beweisen. Bei der Formulierung der Hypothesen wurden die Autoren stark von den Ansichten Freuds geprägt, da seine diversen triebtheoretischen Annahmen in die Frustrations-Aggressions-Theorie einflossen. Im Anschluss an die Veröffentlichung übte die Frustrations-Aggressions-Hypothese jahrelang einen enormen Einfluss auf die Forschung aus (Mummendey & Otten, 2003, S.356; Bierhoff & Wagner, 1998, S.7; Kornadt, 1978, S.22-23).

Bevor die ursprüngliche Fassung der Frustrations-Aggressions-Hypothese dargestellt wird, muss geklärt werden, wie Dollard et al die Begriffe Aggression und Frustration einordneten. Der Definitionsversuch der Yale-Gruppe zum Begriff Aggression beinhaltet den Intentionsgedanken als zentrales Merkmal. Eine genaue Beschreibung dieser Definition wurde bereits im zweiten Kapitel bei den „Ansätzen mit antezedenten Bedingungen“ geliefert. Dollard et al (1970, S.19) definierten Frustration als einen „Zustand, der eintritt, wenn eine Zielreaktion eine Interferenz erleidet“. Eine erwartete zielbezogene Handlungsabfolge läuft also nicht ohne Unterbrechung ab, sondern sie wird gestört (Dollard et al, 1970, S.15; Kornadt, 1978, S.24).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ziel und Vorgehen in der Arbeit: Das Kapitel definiert Aggression als Fokus der Arbeit und leitet die Forschungsfrage zur Bedeutung der Frustrations-Aggressions-Hypothese für das Lehrerhandeln ab.

2. Aggression – Definition, Abgrenzung und Ausdrucksformen: Hier werden verschiedene Aggressionsbegriffe kategorisiert und von verwandten Begriffen wie Gewalt und Aggressivität abgegrenzt.

3. Ursachentheorien zur Erklärung aggressiven Verhaltens: Das Kapitel gibt einen Überblick über Trieb- und Lerntheorien, bevor die Frustrations-Aggressions-Theorie in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien (Yale-Gruppe, Miller, Berkowitz) detailliert analysiert wird.

4. Die Bedeutung der Frustrations-Aggressions-Hypothese für die Berufsschule: Hier wird der Bezug zwischen der Theorie und der Problematik des Berufsvorbereitungsjahres sowie der mangelnden Ausbildungsreife bei Jugendlichen hergestellt.

5. Praxiskonzept: Dieses Kapitel präsentiert ein konkretes Unterrichtsbeispiel, das durch sportliche Förderung die Ausbildungsreife der Jugendlichen im BVJ stärken soll.

Schlüsselwörter

Frustrations-Aggressions-Hypothese, Berufsschule, Lehrerhandeln, Ausbildungsreife, Berufsvorbereitungsjahr, Disziplinstörungen, Aggression, Pädagogik, Übergangssystem, Kriterienkatalog, Berkowitz, Dollard, Lernmodelle, Sozialverhalten, Sportunterricht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die Frustrations-Aggressions-Hypothese Lehrkräfte an beruflichen Schulen dabei unterstützen kann, mit Disziplinstörungen umzugehen, die bei Jugendlichen aufgrund mangelnder Ausbildungsplätze entstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verknüpft psychologische Aggressionstheorien mit der praktischen Ausbildungssituation von Jugendlichen an Berufsschulen und deren spezifischen Problemlagen im Übergangssystem.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Bedeutung der Frustrations-Aggressions-Hypothese für das Lehrerhandeln zu klären und ein pädagogisches Praxiskonzept zu erstellen, das präventiv gegen die Frustration von Jugendlichen wirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die bestehende psychologische Modelle und bildungspolitische Rahmenbedingungen analysiert, um daraus ein didaktisches Praxiskonzept abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theorieanalyse zur Aggression, die Übertragung dieser Erkenntnisse auf die Berufsschulpraxis und die Entwicklung eines speziellen Sportstunden-Praxiskonzepts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Frustrations-Aggressions-Hypothese, Berufsschule, Ausbildungsreife, Berufsvorbereitungsjahr und Aggressionsprävention.

Was ist das Besondere an dem in der Arbeit entwickelten Praxiskonzept?

Das Konzept nutzt den Sportunterricht im Berufsvorbereitungsjahr gezielt dazu, nicht nur körperliche Fitness, sondern auch überfachliche Schlüsselqualifikationen wie Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit zu fördern.

Warum wird im Praxiskonzept auf eine "Entspannungsreise" gesetzt?

Diese Maßnahme dient als gezielter Ausgleich zur Belastung im Zirkeltraining, um den Schülern den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung körperlich erfahrbar zu machen und Leistungsbereitschaft positiv zu belohnen.

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Résumé des informations

Titre
Die Frustrations-Aggressions-Hypothese. Ihre Bedeutung für das Lehrerhandeln an beruflichen Schulen
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
48
N° de catalogue
V424270
ISBN (ebook)
9783668698468
ISBN (Livre)
9783668698475
Langue
allemand
mots-clé
Frustration Aggression Ausbildungsreife Berufsvorbereitungsjahr Frustrations-Aggressions-Theorie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2014, Die Frustrations-Aggressions-Hypothese. Ihre Bedeutung für das Lehrerhandeln an beruflichen Schulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424270
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Extrait de  48  pages
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