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Formen des Gebets im Christentum. Religion (8. Klasse)

Titre: Formen des Gebets im Christentum. Religion (8. Klasse)

Plan d'enseignement , 2018 , 24 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Ann Chef (Auteur)

Théologie - Religion en tant que matière scolaire
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Im Gebet tritt der Gläubige in eine direkte Beziehung mit Gott, wobei es sich um eine einseitige Kommunikation handelt. Denn auch im Gebet bleibt Gott für den Menschen nicht greifbar und ist somit nicht direkt verfügbar, sodass der Mensch Gott untergeordnet ist. In dieser personalen Beziehung steht dem Gläubigen nicht die Erfüllung seiner geäußerten Wünsche im Vordergrund des Gebets, sondern das Sein mit Gott, also mit Gott eine Einheit bilden zu können.

Dabei wendet sich der Betende Gott zu und bringt sein Anliegen durch inneres Sprechen zur Sprache, was die Perspektive auf die eigene Wirklichkeit im Leben verändern kann. Denn im Moment des Gebets distanziert der Mensch sich teils vom Ausgesprochenen, sodass sich die Selbstwahrnehmung im Gebet wandelt. Der Mensch nimmt sich im Beten als ein von Gott gewolltes Geschöpf wahr und diese Erfahrung wird durch den Vollzug bestimmter Gebetsformen, durch das innere Sprechen sowie durch die leibliche Anteilnahme wie dem Knien, Händefalten, Arme ausbreiten oder Bekreuzigen, realisiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Sachanalyse

2. Didaktische Analyse

3. Methodische Analyse

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Planung einer Unterrichtsstunde zum Thema Gebet, wobei das Hauptziel darin besteht, Schülerinnen und Schülern durch performative Methoden einen handlungsorientierten Zugang zu verschiedenen Gebetsformen und -haltungen zu ermöglichen, um sie zur Reflexion und zur persönlichen religiösen Erfahrung anzuregen.

  • Analyse des Gebets als personale Beziehung zwischen Mensch und Gott
  • Differenzierung verschiedener Gebetsformen wie Klage, Bitte, Dank und Lob
  • Didaktische Einbettung des Gebets in die heutige Lebenswelt Jugendlicher
  • Einsatz performativer Religionsdidaktik durch das Medium des Standbildes
  • Förderung der Wahrnehmungs-, Gestaltungs- und Deutungsfähigkeit

Auszug aus dem Buch

1. Sachanalyse

Im Gebet tritt der Gläubige in eine direkte Beziehung mit Gott, wobei es sich um eine einseitige Kommunikation handelt. Denn auch im Gebet bleibt Gott für den Menschen nicht greifbar und ist somit nicht direkt verfügbar, sodass der Mensch Gott untergeordnet ist. In dieser personalen Beziehung steht dem Gläubigen nicht die Erfüllung seiner geäußerten Wünsche im Vordergrund des Gebets, sondern das Sein mit Gott, also mit Gott eine Einheit bilden zu können. Dabei wendet sich der Betende Gott zu und bringt sein Anliegen durch inneres Sprechen zur Sprache, was die Perspektive auf die eigene Wirklichkeit im Leben verändern kann. Denn im Moment des Gebets distanziert der Mensch sich teils vom Ausgesprochenen, sodass sich die Selbstwahrnehmung im Gebet wandelt.

Der Mensch nimmt sich im Beten als ein von Gott gewolltes Geschöpf wahr und diese Erfahrung wird durch den Vollzug bestimmter Gebetsformen, durch das innere Sprechen sowie durch die leibliche Anteilnahme wie dem Knien, Händefalten, Arme ausbreiten oder Bekreuzigen, realisiert.

Durch das Schaffen der Selbstdistanz im Gebet steht der Betende seinem geäußerten Anliegen gegenüber, was heilsam wirken kann, da das Leid mit Gott geteilt wird. Je mehr sich der Mensch Gott im Gebet mitteilt und sich äußert, desto näher kommt der Mensch Gott, bei dem die Worte des Gebets verweilen und welcher nun Mitwisser des Anliegens ist. Eine Voraussetzung dafür ist die Hinwendung des Betenden zu Gott, denn das eigene Gebet basiert auf der Überzeugung des Gläubigen, dass Gott existiert und wahrhaftig ist, sodass erst eine personale Beziehung zwischen dem Betenden und Gott ermöglicht wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert das Gebet als personale Beziehung zum Göttlichen und differenziert zwischen verschiedenen Gebetsintentionen wie Klage, Bitte, Dank und Lob anhand biblischer Psalmen.

2. Didaktische Analyse: Hier wird die Bedeutung des Gebets im gesellschaftlichen Wandel und für die Lebenswelt Jugendlicher untersucht, wobei der performative Ansatz als Methode zur persönlichen Annäherung an religiöse Praxis begründet wird.

3. Methodische Analyse: Dieser Teil beschreibt den konkreten Unterrichtsverlauf, von der Bildbeschreibung beim Einstieg über die Erarbeitung mittels Standbildern in Kleingruppen bis hin zur persönlichen Vertiefungsphase.

Schlüsselwörter

Gebet, Religionsunterricht, Psalmen, Klage, Fürbitte, Lobpreisung, Performative Religionsdidaktik, Standbild, Gottesbeziehung, Lebensweltbezug, Religionspsychologie, Gebetshaltung, Schulpädagogik, Jugendliche, Liturgisches Lernen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen und methodischen Planung einer Religionsstunde für die 8. Jahrgangsstufe zum Thema „Formen des Gebets“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verknüpft theologische Grundlagen des Gebetsbegriffs mit religionspädagogischen Ansätzen, insbesondere der performativen Religionsdidaktik, um religiöse Praxis im Unterricht erfahrbar zu machen.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Das Hauptlernziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler durch das Inszenieren von Gebetsgebärden eine leibliche Erfahrung mit unterschiedlichen Gebetsformen sammeln und diese anschließend kritisch reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Neben der fachwissenschaftlichen Analyse der Psalmen stützt sich die Unterrichtsgestaltung auf das religionsdidaktische Modell der performativen Religionsdidaktik, konkret die Arbeit mit Standbildern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse biblischer Gebetsformen, eine didaktische Begründung der Relevanz für Jugendliche und eine methodische Beschreibung des geplanten Unterrichtsverlaufs inklusive Material.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind neben dem „Gebet“ und „Psalmen“ vor allem „Performative Religionsdidaktik“, „Standbild“, „Religiöse Erfahrung“ und „Lebensweltbezug“.

Warum wird im Unterricht mit Standbildern gearbeitet?

Die Methode des Standbildes ermöglicht den Jugendlichen einen spielerischen, leiblichen Zugang zum Thema, ohne dass sie sich sofort persönlich offenbaren müssen, und fördert gleichzeitig die Gestaltungs- und Deutungsfähigkeit.

Warum ist die Teilnahme an der Vertiefungsphase freiwillig?

Da ein persönliches Gebet ein hohes Maß an Vertrauen und eine bestehende Gottesbeziehung voraussetzt, die bei allen Schülern unterschiedlich ausgeprägt sein kann, soll durch die Freiwilligkeit der Intimbereich der Schüler geschützt werden.

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Résumé des informations

Titre
Formen des Gebets im Christentum. Religion (8. Klasse)
Université
Christian-Albrechts-University of Kiel
Note
1,7
Auteur
Ann Chef (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
24
N° de catalogue
V424509
ISBN (ebook)
9783668700918
ISBN (Livre)
9783668700925
Langue
allemand
mots-clé
gebet unterricht christentum beten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ann Chef (Auteur), 2018, Formen des Gebets im Christentum. Religion (8. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424509
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Extrait de  24  pages
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