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Programmatische Differenzen in der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa. Eine Netzwerkanalyse der Wahlprogramme auf Basis der Manifesto Project Database

Inwiefern ist es inhaltlich gerechtfertigt Europäische Parteien zu Parteienfamilien zusammenzuschließen?

Title: Programmatische Differenzen in der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa. Eine Netzwerkanalyse der Wahlprogramme auf Basis der Manifesto Project Database

Seminar Paper , 2018 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Manuel Diaz Garcia (Author)

Politics - Topic: European Union
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit Europäischen Parteienfamilien und der inhaltlichen Ähnlichkeit von Wahlprogrammen der Mitgliedsparteien der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (im Folgenden nur ALDE-Partei) bei Primärwahlen in den Herkunftsländern. Einige Parteien in Europa schließen sich nach ihrer thematischen Ausrichtung zu transnationalen Vereinigungen zusammen – den sogenannten Parteienfamilien. Im Europäischen Parlament schließen sich die Parteien nach diesen Parteienfamilien sogar zu Fraktionen zusammen.

Die wissenschaftliche Relevanz des Themas ergibt sich daraus, dass europäische Parteienfamilien und im Besonderen die liberale Parteienfamilie bisher nur selten untersucht wurden. Aus diesem Grund wird die inhaltliche Übereinstimmung von Wahlprogrammen dieser Parteien betrachtet. Ziel der Arbeit ist es, einen ersten Eindruck über die inhaltlichen Gemeinsamkeiten und Differenzen einer realen Parteienfamilie zu bekommen. Durch das explorative Vorgehen steht am Ende dieser Arbeit ein offenes Ergebnis, dass zu weiteren Arbeiten mit dieser Thematik anregt.

Die zentralen Ergebnisse zeigen, dass sich bei einem Großteil der analysierten Parteien der ALDE-Partei inhaltliche Übereinstimmungen finden. Es gibt nur wenige Parteien, die sich in ihrer inhaltlichen Ausrichtung deutlich vom Großteil der anderen Parteien unterscheiden. Dennoch sind diese Ergebnisse nicht ohne Einschränkungen zu bewerten. Das liefert dementsprechend Probleme für die Interpretation der Ergebnisse in Bezug auf die Forschungsfrage: Inwiefern ist es inhaltlich gerechtfertigt Europäische Parteien zu Parteienfamilien zusammenzuschließen?

Zunächst folgt eine Darstellung des wissenschaftlichen Diskurses und des Forschungsstandes zu Parteienfamilien. Diese erfolgt sowohl anhand von klassischen Theorien zu Parteien und Parteienfamilien, als auch anhand von neuen Entwicklungen in der Parteienfamilienforschung. Das dient der Formulierung einer These, die die Forschungsfrage beantworten soll. Daraufhin folgt eine ausführliche Beschreibung des Vorgehens in der Netzwerkanalyse. Die Ergebnisse der Netzwerkanalyse werden in der abschließenden Diskussion in Beziehung zum theoretischen Hintergrund gesetzt, um eine erste Einschätzung zu These und Forschungsfrage zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Theoretischer Hintergrund zu Europäischen Parteienfamilien

3. Daten und Methodik

3.1. Fallauswahl und Datensatz

3.2. Ähnlichkeitsindex und Netzwerkanalyse

4. Ergebnisse der Netzwerkanalyse

5. Diskussion

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die inhaltliche Übereinstimmung der Wahlprogramme von Mitgliedsparteien der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE), um zu prüfen, inwiefern ein Zusammenschluss solcher Parteien zu einer transnationalen Parteienfamilie inhaltlich gerechtfertigt ist.

  • Analyse der inhaltlichen Ähnlichkeit von liberalen Wahlprogrammen
  • Anwendung von Netzwerkanalysen auf Basis der Manifesto Project Database
  • Explorative Untersuchung der Kohärenz innerhalb der ALDE-Partei
  • Kritische Reflexion des Konzepts der Parteienfamilien

Auszug aus dem Buch

3.2. Ähnlichkeitsindex und Netzwerkanalyse

Um die Übereinstimmung oder Differenz zwischen den Wahlprogrammen zu bestimmen wird der sogenannte Ähnlichkeits- oder Übereinstimmungsindex verwendet. Franzmann (2008) baut seinen Index auf dem Dissimilaritätsindex von Duncan und Duncan (1955) auf und modifiziert diesen. Ursprünglich ein demographisches Messinstrument, gibt der Dissimilaritätsindex an, zu wie viel Prozent sich eine Bevölkerungsgruppe in einem Stadtgebiet einer anderen Bevölkerungsgruppe anpassen müsste, um eine Gleichverteilung der Gruppen zu erzeugen. Dementsprechend variiert der Wert zwischen 0 (absolute Gleichverteilung) und 1 (absolute Ungleichverteilung). Franzmanns Ähnlichkeitsindex subtrahiert das Ergebnis des Dissimilaritätsindexes vom Wert 1. Dadurch gibt der Wert nicht mehr den Grad der Ungleichheit, sondern den Grad der Gleichheit an.

Franzmann verwendet diese Formel, um die Übereinstimmung in der Schwerpunktsetzung von Wahlprogrammen zu messen. Pa und Pb stehen hierbei für die Salienzwerte von Partei a oder b in derselben Variablen. Interpretiert wird das Ergebnis dann als „prozentuale Übereinstimmung zweier Parteien in der Hervorhebung von Themen“ (Franzmann 2008, S. 82).

Der Ähnlichkeitsindex wurde für die 26 Wahlprogramme der ausgewählten Parteien der ALDE-Partei in einem paarweisen Vergleich errechnet. So entstehen 325 mögliche Kombinationen. Dadurch kann für jede Kombination errechnet werden, wie groß die Übereinstimmung zwischen den beiden Wahlprogrammen in ihrer inhaltlichen Schwerpunktsetzung ist. Ergibt sich für den Ähnlichkeitsindex ein Wert > 0,5 überwiegt die Übereinstimmung der Wahlprogramme. Ergibt sich für den Ähnlichkeitsindex ein Wert ≤ 0,5 überwiegt die Dissimilarität zwischen den beiden Wahlprogrammen oder es lässt sich nicht feststellen, ob die Wahlprogramme sich eher ähnlich oder unähnlich sind. Für die weitere Analyse sind nur die Kombinationen von Wahlprogrammen von Bedeutung, deren Wert > 0,5 ist, da gezeigt werden soll zwischen welchen Wahlprogrammen tatsächliche Ähnlichkeiten bestehen. Daraus ergibt sich im Folgenden ein Netzwerk, das zeigt, zwischen welchen Parteien es reale Übereinstimmungen gibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel stellt die Relevanz der Untersuchung von Parteienfamilien dar und leitet die Forschungsfrage nach der inhaltlichen Rechtfertigung des Zusammenschlusses europäischer Parteien zur ALDE-Partei her.

2. Theoretischer Hintergrund zu Europäischen Parteienfamilien: Hier werden theoretische Ansätze zur Entstehung von Parteien sowie die Kritik am Konzept der Parteienfamilien und ihrer Kategorisierung diskutiert.

3. Daten und Methodik: Dieses Kapitel erläutert die Auswahl der 26 untersuchten Parteien sowie das methodische Vorgehen mittels Ähnlichkeitsindex und Netzwerkanalyse auf Basis der Manifesto Project Database.

4. Ergebnisse der Netzwerkanalyse: Die Ergebnisse zeigen die Vernetzungsdichte und Zentralität der untersuchten Wahlprogramme in einem ungerichteten Netzwerk auf.

5. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse kritisch im Lichte der theoretischen Kritik und bewertet die Aussagekraft der Netzwerkanalyse sowie die inhaltliche Nähe der ALDE-Parteien.

6. Ausblick: Zusammenfassend wird festgestellt, dass die untersuchten Parteien eine inhaltliche Übereinstimmung aufweisen, wobei weitere Forschung für eine umfassendere Validierung empfohlen wird.

Schlüsselwörter

Parteienfamilien, ALDE-Partei, Netzwerkanalyse, Wahlprogramme, Manifesto Project Database, Ähnlichkeitsindex, Europäische Parteien, politische Grundströmungen, inhaltliche Übereinstimmung, liberale Parteien, Parteientheorie, Transnationale Vereinigungen, Politische Kommunikation, Programmatische Konvergenz, Wahlanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der inhaltlichen Homogenität der ALDE-Partei, einer transnationalen Parteienfamilie auf europäischer Ebene.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Theorie der Parteienfamilien, die quantitative Inhaltsanalyse von Wahlprogrammen und deren Visualisierung durch Netzwerkanalyse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: "Inwiefern ist es inhaltlich gerechtfertigt, Europäische Parteien zu Parteienfamilien zusammenzuschließen?"

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine quantitative Inhaltsanalyse mittels des Franzmann-Ähnlichkeitsindexes und führt darauf aufbauend eine Netzwerkanalyse durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Einbettung, die methodische Herleitung der Analyse, die Vorstellung der Ergebnisse (Netzwerk-Visualisierung) und die kritische Diskussion dieser Befunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Parteienfamilien, ALDE, Netzwerkanalyse, Wahlprogramme und der Ähnlichkeitsindex.

Warum wurde ausgerechnet die ALDE-Partei für die Analyse gewählt?

Da liberale Parteienfamilien bisher wissenschaftlich selten untersucht wurden und die ALDE eine transnationale Vereinigung darstellt, bietet sie ein ideales Testobjekt für die Frage nach inhaltlicher Übereinstimmung.

Welche Einschränkungen gibt es bei der Interpretation der Ergebnisse?

Die Autorin weist darauf hin, dass nur eine Teilmenge der ALDE-Mitglieder untersucht wurde und die Wahl des Schwellenwertes (0,5) sowie die Vernachlässigung der Parteigröße die Ergebnisse beeinflussen können.

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Details

Title
Programmatische Differenzen in der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa. Eine Netzwerkanalyse der Wahlprogramme auf Basis der Manifesto Project Database
Subtitle
Inwiefern ist es inhaltlich gerechtfertigt Europäische Parteien zu Parteienfamilien zusammenzuschließen?
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,0
Author
Manuel Diaz Garcia (Author)
Publication Year
2018
Pages
20
Catalog Number
V424784
ISBN (eBook)
9783668700284
ISBN (Book)
9783668700291
Language
German
Tags
Wahlprogramme Netzwerkanalyse Europapolitik Liberale ALDE Parteienfamilien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Diaz Garcia (Author), 2018, Programmatische Differenzen in der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa. Eine Netzwerkanalyse der Wahlprogramme auf Basis der Manifesto Project Database, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424784
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