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Dient die Frauenquote in den Führungspositionen der Schaffung von Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern?

Title: Dient die Frauenquote in den Führungspositionen der Schaffung von Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern?

Term Paper , 2016 , 19 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Altay Siakiroglou (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Im Fokus dieser Arbeit steht die Fragestellung ob und inwiefern eine Frauenquote in den Führungspositionen zu mehr Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern führt.

Das erste Kapitel widmet sich der terminologischen Klärung bzw. Operationalisierung der Begriffe „Frauenquote“, „Führungsposition“ und „Gleichberechtigung“, die von entscheidender Bedeutung sind, um die bestehende Problematik zu verstehen. Daraufhin soll der Blick auf den Status quo in Deutschland gerichtet werden. Daran anknüpfend soll anhand einiger Statistiken ein europäischer Vergleich gezogen werden, um das Ausmaß der Benachteiligungen in Deutschland zu erkennen. Anschließend soll das Augenmerk auf die gesetzlichen Regelungen auf nationaler und europäischer Ebene gerichtet werden und die Verfassungskonformität der strukturellen Benachteiligung der Frauen überprüft werden. Bevor ich zum Schluss einen Forschungsausblick zeige werde ich zusätzlich auf die Pro und Contra Argumente bezüglich der Frauenquote eingehen

Die Erwerbstätigenquote der Frauen ist seit Jahren stabil im Aufschwung und wird dennoch durch die Benachteiligung der Frauen im Arbeitsmarkt überschattet. Die Diskriminierung der Frauen im Arbeitsmarkt hält seit einigen Jahrzehnten an. Dies erkennt man an den Studien und Publikationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurückreichen. Die Unterrepräsentation der Frauen ist nicht nur in Deutschland der Fall, sondern auch in anderen europäischen Ländern, wobei die Unterschiede teilweise gravierend sind. Demnach werden die Qualifikationen und Kompetenzen der Frauen nicht anerkannt, sodass ihnen oft der Karrieresprung verwehrt bleibt.

Trotz zahlreichen Regelungen hat sich in den letzten Jahren an der Diskriminierung der Frauen am Arbeitsmarkt nichts Wesentliches geändert. Die Benachteiligungen sind nicht nur in den Führungspositionen, sondern in nahezu allen Feldern des Arbeitsmarktes vorzufinden, so dass von einer strukturellen Diskriminierung zu sprechen ist. Obwohl es ökonomisch keine Anhaltspunkte für eine Nicht-Berücksichtigung der Frauen gibt, ist die gegenwärtige Situation in den Führungsetagen insbesondere der großen Unternehmen und im gesamten Arbeitsmarkt prekär.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

2.1. Frauenquote

2.2. Führungsposition

2.3. Gleichberechtigung

3. Situation in Deutschland

4. Ein europäischer Vergleich

5. Gesetzliche Grundlage der Frauenquote

6. Gesetzliche Frauenquote – Pro und Contra

6.1. Pro gesetzliche Frauenquote

6.2. Contra gesetzliche Frauenquote

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die strukturelle Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen großer Unternehmen zu untersuchen und zu analysieren, inwiefern eine gesetzliche Frauenquote als Instrument zur Förderung der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern geeignet ist.

  • Strukturelle Diskriminierung von Frauen am Arbeitsmarkt
  • Vergleichende Analyse der Situation in Deutschland und Europa
  • Rechtliche Grundlagen und Verfassungskonformität von Quotenregelungen
  • Diskurs über Pro- und Contra-Argumente der gesetzlichen Frauenquote
  • Ökonomische Auswirkungen von weiblichen Führungskräften auf Unternehmensresultate

Auszug aus dem Buch

3. Situation in Deutschland

Ende 2015 waren in Deutschland insgesamt circa 44-45 Mio. Menschen erwerbstätig. Diese durchaus positive Beschäftigungszahl geht u.a. mit dem Anstieg der Frauenerwerbsquote einher (vgl. Heintze 2013, 93). Zwischen 2000 und 2011 gingen durchschnittlich circa 62 Prozent der erwerbsfähigen Frauen einer Tätigkeit nach (ebd.). Dies gibt den Anschein, dass die Frauen vollständig in den deutschen Arbeitsmarkt integriert sind (ebd.). Aber ein genauerer Blick in den deutschen Arbeitsmarkt zeigt, dass der Arbeitsmarkt, trotz ausgeglichener Beschäftigungszahlen zwischen Männern und Frauen in den letzten Jahren, seit Jahren nach Geschlecht aufgeteilt wird (vgl. Kleber 1992, 86). So stellt sich die hohe Frauenerwerbsquote als eine Maskierung der Tatsache heraus, dass die „erhöhte Frauenerwerbstätigkeit [...] mit einer Umverteilung der Erwerbsarbeit unter Frauen einhergegangen [ist]“ (zitiert nach Heintze 2013, 95). Daher sagt die Erwerbstätigenquote der Frauen nichts über den Umfang der Erwerbstätigkeit der Frauen aus (vgl. Statistisches Bundesamt 2014, 15). So betrug die „vollzeitäquivalente Frauenerwerbstätigkeit“ im Jahr 2009 21,5 Prozent weniger als der der Männer (Fuchs und Bothfeld 2011, 12). Somit sind Frauen im deutschen Arbeitsmarkt im Vergleich zu den Männern deutlich unterrepräsentiert.

Die niedrige Frauenquote in den Führungspositionen steht hierbei exemplarisch für die Unterrepräsentation der Frauen im Arbeitsmarkt (vgl. Hipp 2016, 42). Die Chefetagen in den deutschen Unternehmen und Organisationen sind im Großteil mit Männern besetzt (vgl. Schambach 2013, 209). So waren im Jahr 2013 97 Prozent in den Vorstandsetagen und 90 Prozent in den Aufsichtsräten männlich (ebd.). Beachtlich ist, dass diese Zahlen sich bis Anfang 2016 nicht geändert haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der strukturellen Diskriminierung von Frauen am Arbeitsmarkt und Darlegung der wissenschaftlichen Fragestellung.

2. Begriffsdefinitionen: Erläuterung der zentralen Termini „Frauenquote“, „Führungsposition“ und „Gleichberechtigung“ zur theoretischen Fundierung der Arbeit.

3. Situation in Deutschland: Analyse der aktuellen Arbeitsmarktsituation in Deutschland unter Berücksichtigung von Statistiken zur Erwerbstätigkeit und Unterrepräsentation in Führungsetagen.

4. Ein europäischer Vergleich: Kontextualisierung der deutschen Verhältnisse durch den Vergleich mit anderen europäischen Ländern und Betrachtung kultureller sowie institutioneller Einflussfaktoren.

5. Gesetzliche Grundlage der Frauenquote: Untersuchung der nationalen und europäischen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie des Antidiskriminierungsrechts.

6. Gesetzliche Frauenquote – Pro und Contra: Detaillierte Gegenüberstellung von Argumenten für eine gesetzliche Frauenquote (z.B. Demografie, Wirtschaftskraft) und dagegen (z.B. Leistungsprinzip, Freiheit der Unternehmen).

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Frauenquote als Teilerfolg, jedoch kein Allheilmittel zur vollständigen Beseitigung struktureller Benachteiligung.

Schlüsselwörter

Frauenquote, Führungsposition, Gleichberechtigung, Arbeitsmarkt, strukturelle Diskriminierung, Unterrepräsentation, Geschlechterdifferenz, Gesetzliche Grundlage, Personalpolitik, Erwerbstätigkeit, Führungskräfte, Gläserne Decke, Sozioökonomie, Unternehmensresultate, Chancengleichheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der anhaltenden Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen deutscher Unternehmen und der Wirksamkeit einer gesetzlichen Frauenquote als politisches und ökonomisches Steuerungsinstrument.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Begriffsklärungen, der Analyse der aktuellen Situation am deutschen Arbeitsmarkt im europäischen Vergleich, den rechtlichen Grundlagen sowie dem Diskurs über Pro- und Contra-Argumente der Quote.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Prüfung, ob eine gesetzlich verankerte Frauenquote tatsächlich zu mehr Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern in Führungspositionen beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Auswertung von Primär- und Sekundärliteratur, aktuellen Statistiken sowie Zeitschriftenartikeln basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgt zunächst eine terminologische Einordnung, gefolgt von einer Bestandsaufnahme in Deutschland und Europa, einer Untersuchung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und einer abwägenden Argumentationsanalyse zur Quote.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Frauenquote“, „Strukturelle Diskriminierung“, „Führungsposition“ und „Gleichberechtigung“ bestimmt.

Wie unterscheidet sich die Erwerbstätigenquote von der vollzeitäquivalenten Erwerbstätigkeit?

Die Arbeit zeigt auf, dass eine hohe allgemeine Erwerbstätigenquote die Tatsache maskieren kann, dass Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten; die vollzeitäquivalente Betrachtung legt somit die tatsächliche Benachteiligung deutlicher offen.

Warum wird die „gläserne Decke“ als Barriere angeführt?

Dieser Begriff beschreibt das Phänomen, dass Frauen trotz hoher Qualifikationen und Leistungsbereitschaft bei der Besetzung von Führungspositionen auf informelle, oft für sie undurchdringliche Barrieren stoßen.

Welche Rolle spielen ökonomische Argumente bei der Einführung der Frauenquote?

Neben ethischen Gründen führen Befürworter an, dass gemischte Führungsteams die Unternehmensresultate verbessern und helfen können, dem Fachkräftemangel durch den demographischen Wandel zu begegnen.

Wird im Fazit eine abschließende Empfehlung ausgesprochen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Frauenquote zwar ein wirksamer Teilerfolg ist, jedoch kein Allheilmittel, da sie komplexe strukturelle und kulturelle Ungleichheiten nicht allein beheben kann.

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Details

Title
Dient die Frauenquote in den Führungspositionen der Schaffung von Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern?
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
1,2
Author
Altay Siakiroglou (Author)
Publication Year
2016
Pages
19
Catalog Number
V424913
ISBN (eBook)
9783668701502
ISBN (Book)
9783668701519
Language
German
Tags
dient frauenquote führungspositionen schaffung gleichberechtigung frauen männern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Altay Siakiroglou (Author), 2016, Dient die Frauenquote in den Führungspositionen der Schaffung von Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424913
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