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Digitalisierung in der Volksschule. Möglichkeiten und Grenzen der Veränderung des medialen Habitus von Volksschulkindern

Titel: Digitalisierung in der Volksschule. Möglichkeiten und Grenzen der Veränderung des medialen Habitus von Volksschulkindern

Seminararbeit , 2018 , 19 Seiten , Note: 1

Autor:in: Agnieszka Luka (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was sollen Volksschulkinder in der Schule lernen, um für die digitale Zukunft vorbereitet zu sein? Und wie sollen sie das tun?

Ausgehend von der Annahme, dass die Digitalisierung mittlerweile auch die Schulen erreicht hat, wird in dieser Arbeit auf die Medienkompetenz eingegangen und welche Bedeutung diese für Kinder wie auch für Lehrende in der Schule hat. Welche Rolle spielt die familiäre Erziehung und die Sozialisation nach Bourdieu dabei?

Welche sozialen Unterschiede gehen mit der vorhandenen oder nicht vorhandenen Medienkompetenz für die zukünftigen Arbeitschancen einher?

In dieser Arbeit wird versucht, diese Fragen aus der medienpädagogischen Perspektive zu beleuchten, aber auch kritisch zu hinterfragen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung

2.1 Medialer Habitus

2.2 Die Medienkompetenz nach Baacke (1997)

2.3 Sozialisation, kulturelles Kapital und soziale Ungleichheit nach Bourdieu

3 Medialer Habitus in der Volksschule in Bezug zur sozialen Ungleichheit in Anlehnung an die empirische Studie von Ursula Mutsch (2012) mit dem Titel: Der mediale Habitus von Volksschulkindern und ihren Lehrerinnen und Lehrern

4 Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen der Veränderung des medialen Habitus im Zuge der Aneignung von Medienkompetenzen und deren Implikation in die Praxis

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen einer Veränderung des medialen Habitus bei Volksschulkindern unter Berücksichtigung von Digitalisierungsmaßnahmen und Medienkompetenz, um der Reproduktion sozialer Ungleichheit im Bildungssystem entgegenzuwirken.

  • Medialer Habitus von Kindern und Lehrkräften
  • Soziale Ungleichheit und Bildungssystem
  • Medienkompetenz nach Baacke (1997)
  • Selbstreflexion des medialen Habitus bei Pädagoginnen und Pädagogen
  • Biografiearbeit als Reflexionsmethode

Auszug aus dem Buch

2.1 Medialer Habitus

Der Begriff des medialen Habitus wurde im Zuge einer Forschungsstudie unter der Leitung von Sven Kommer im Jahr 2012 entwickelt. Der Habitus nach Bourdieu wurde damit um den medialen Gehalt erweitert. Da der Habitus die Genese einer bestehenden sozialen Verortung und des mit ihr verbunden Geschmacks beinhaltet, wurde er als passend gewählt (Kommer 2013: 2). Der Habitus an sich wird an spontanen und unreflektierten Handlungen erkannt. Der Blick ins Innere ist dabei nicht nötig. Die subjektiven Beweggründe oder Wünsche können aus dem Verhalten der Person rekonstruiert werden (Krais/Gebauer 2014: 26). Der Habitus muss allerdings im Zusammenhang mit seinem Kontext gesehen werden. Zudem ist die soziale Klasse und das soziale Feld, sowie das Geschlecht der Person für die Rekonstruktion von besonderer Bedeutung (Krais/Gebauer 2014: 31). Die Lernprozesse des Habitus funktionieren wie folgt:

"Mit dem Konzept des Schemas kann man sich vorstellen, dass der Habitus wie ein dispositionelles Netz organisiert ist, das Erfahrungen und sinnliche Eindrücke aufnimmt und in spezifischer Weise verarbeitet, damit aber auch selbst immer wieder modifiziert wird. Das heißt auch, dass der Habitus nur Dinge aufnehmen und einbauen kann, für die er bereits eine Art 'Ankopplungsstelle' hat. Damit wird auch die Kohärenz und Stabilität des Habitus, ja das Phänomen der >>Hysteresis<< verständlich: Die bestehende Strukturierung des Habitus schließt aus, dass er alles verarbeitet, was in der Welt ist" (Krais/Gebauer 2014: 64).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Digitalisierung im österreichischen Bildungssystem ein und verknüpft die Habitus-Theorie nach Bourdieu mit der Notwendigkeit der Medienkompetenz.

2 Begriffsbestimmung: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundpfeiler wie der mediale Habitus, die Medienkompetenz nach Baacke und Bourdieu's Konzepte zu Sozialisation und kulturellem Kapital definiert.

3 Medialer Habitus in der Volksschule in Bezug zur sozialen Ungleichheit in Anlehnung an die empirische Studie von Ursula Mutsch (2012) mit dem Titel: Der mediale Habitus von Volksschulkindern und ihren Lehrerinnen und Lehrern: Anhand der Studie von Mutsch wird analysiert, wie divergierende Habitusformen zwischen Lehrkräften und Schülern soziale Ungleichheit reproduzieren können.

4 Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen der Veränderung des medialen Habitus im Zuge der Aneignung von Medienkompetenzen und deren Implikation in die Praxis: Hier wird diskutiert, wie durch die Selbstreflexion des medialen Habitus bei Pädagogen mittels Biografiearbeit eine professionellere Medienvermittlung erreicht werden kann.

5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass eine Veränderung des medialen Habitus bei Volksschulkindern nicht direkt, sondern primär durch die bewusste Reflexion des Lehrpersonals beeinflusst werden sollte.

6 Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel listet alle verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literaturangaben der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Medialer Habitus, Medienkompetenz, Volksschule, soziale Ungleichheit, Pierre Bourdieu, Medienpädagogik, Digitalisierung, Lehrerbildung, Selbstreflexion, Biografiearbeit, Bildungssystem, Sozialisation, kulturelles Kapital, Mediennutzung, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Digitalisierung in der Volksschule und der Frage, wie der mediale Habitus von Kindern durch den Einfluss der Schule und die Medienkompetenz der Lehrkräfte geprägt oder verändert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Habitus-Theorie nach Bourdieu, das Konzept des medialen Habitus, die Medienkompetenz nach Baacke, soziale Ungleichheit im Bildungssystem sowie Möglichkeiten zur pädagogischen Selbstreflexion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob und wie der mediale Habitus von Volksschulkindern im Rahmen von Digitalisierungsmaßnahmen verändert werden kann und welche Rolle die Reflexion des eigenen Habitus durch Lehrkräfte dabei spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse sowie eine Auseinandersetzung mit existierenden empirischen Studien (z.B. von Ursula Mutsch) im Rahmen einer Seminararbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse von Studien zum medialen Habitus in der Schule und die Diskussion pädagogischer Maßnahmen wie der Biografiearbeit zur Steigerung der Lehrprofessionalität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Medialer Habitus, Medienkompetenz, Soziale Ungleichheit, Volksschule und Selbstreflexion.

Wie unterscheidet sich der mediale Habitus von Lehrern und Schülern?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Lehrkräfte oft eine distanziert-pragmatische Haltung zu Medien einnehmen, während Schüler meist einen medienaffinen Habitus zeigen, was zu einem "Clash of Habitus" führen kann.

Warum ist die Biografiearbeit für Lehrkräfte relevant?

Biografiearbeit wird als Methode vorgeschlagen, damit Lehrkräfte ihre eigene mediale Sozialisation reflektieren können, um nicht unbewusst ideologisch oder durch Vorurteile geprägt zu unterrichten.

Ist eine direkte Änderung des kindlichen Habitus möglich?

Die Autorin argumentiert, dass eine direkte Manipulation des kindlichen Habitus weder ethisch vertretbar noch realistisch ist; zielführender ist die Arbeit an der professionellen Haltung der Lehrkraft.

Welche Rolle spielt die "Medienkritik" in dieser Arbeit?

Medienkritik wird als essenzieller Teil der Medienkompetenz definiert, der über reines Nutzen hinausgeht und zur kritischen Auseinandersetzung mit Medieninhalten und gesellschaftlichen Prozessen befähigt.

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Details

Titel
Digitalisierung in der Volksschule. Möglichkeiten und Grenzen der Veränderung des medialen Habitus von Volksschulkindern
Hochschule
Universität Wien  (Bildungswissenschaft)
Note
1
Autor
Agnieszka Luka (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V425365
ISBN (eBook)
9783668703629
ISBN (Buch)
9783668703636
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitalisierung Medienpädagogik Volksschule Habitus Bildungswissenschaft Bourdieu
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Agnieszka Luka (Autor:in), 2018, Digitalisierung in der Volksschule. Möglichkeiten und Grenzen der Veränderung des medialen Habitus von Volksschulkindern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/425365
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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