Aufstieg, Errungenschaften und Niedergang Vijayanagars


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013

28 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.0) Die Gründung des Reiches
2.1) Garshasp Malik als Begründer einer Epoche
2.2) Die südlichen Königreiche und die Reichsgründung

3.0) Dynastien der Vijayanagar-Epoche
3.1) Die Sangama Dynastie
3.2) Die Saluva Dynastie
3.3) Die Tuluva Dynastie

4.0) Krishnadeva Raya

5.0) Zenit und Zerfall des Reiches

6.0) Das Leben der Menschen in Vijayanagar

7.0) Architektur, Kunst und Tempel
7.1) Der Virupaksha Tempel
7.2) Betrachtung des Vitthala Tempels

8.0) Hampi und die UNESCO

9.0) Fazit

10.) Literaturverzeichnis

1.Einleitung und Ziel der Arbeit

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem südindischen Königreich Vijayanagar. Einleitend soll in den ersten Kapiteln die politische Situation vor der Reichsgründung und daran beteiligte Personen dargestellt werden. Anschließend werden die drei Dynastien des Reiches und der wichtigste König (Krishnadeva Raya) Vijayanagars betrachtet. In den darauf folgenden Kapiteln werden die Lebensumstände der damaligen Menschen beschrieben und die Faktoren aufgezeigt, welche später zum Untergang des Reiches führen sollten. Exemplarisch werden die zwei bedeutendsten Tempelanlagen (Virupaksha & Vitthala) besprochen. Die Arbeit schließt mit der Darstellung der aktuellen Umsiedlungsproblematik der Menschen in der Stadt Hampi ab, die im Rahmen der Ernennung dieser zum Weltkulturerbe durch die UNESCO erfolgte.

2.0 Die Gründung des Reiches

2.1 Garshasp Malik als Begründer einer Epoche

Die Geschichte des Vijayanagar-Reiches beginnt um 1294 n.Chr. - etwa vier Dekaden vor der eigentlichen Gründung des Reiches in Kala. Kala war zum damaligen Zeitpunkt eine Provinz der Khalji Dynasty, welche von Sultan Jalaluddin Khaljis Neffe Garshasp Malik regiert wurde. Der Sultan war so überzeugt von seinem Neffen, dass er seine eigene Tochter mit ihm verheiratete (vgl. S. Srinivasachar 2010: 42). Nach einiger Zeit begann G. Malik allerdings nach dem Thron seines Onkels zu trachten.

Er plante ein Heer aufzustellen, um zuerst die Söhne des Sultans und dann den Sultan selber zu besiegen. Um seine Armee bezahlen zu können, begann er, die südlichen Königreiche, welche für ihren Wohlstand, prachtvolle Tempel und Schätze bekannt waren, zu plündern (vgl. S. Srinivasachar 2010: 42). 1294 n.Chr. griff G. Malik das Königreich Yadava an und unterwarf bald den dortigen Raja. Der Eroberer, welcher nicht an territorialen Ansprüchen interessiert war, plünderte das gesamte Reich aus und marschierte anschließend wieder nordwärts (vgl. S. Srinivasachar 2010: 43).

Dort angekommen ermordete er seinen Onkel den Sultan, verschaffte sich die Unterstützung durch die Oberschicht aus Dehli, indem er sie mit den Schätzen aus dem Süden bestacht, und bestieg den Thron (vgl. S. Srinivasachar 2010: 43). Fortan trug G. Malik den Titel Allauddin Khalji. Kein Herrscher vor ihm zeigte Interesse an Südindien und so war Allauddin Khalji der Begründer einerÄra von Plünderung und Zerstörung. Diese Überfälle auf südliche Königreiche führten letztlich auch zur Gründung des letzten großen südindischen Königreichs - Vijayanagar.

„Allauddin can take the credit for starting this history of pillage and destruction that would one day lead to the rise of the last great Hindu kingdom of the land that resisted this relentless tide for two and a half centuries - magnificent and unforgettable Vijayanagar(vgl. S. Srinivasachar 2010: 44)

Die Gebiete zu annektieren war dabei nie Ziel der in Dehli ansässigen Khaljis und Tughlaks, da die Region dauerhaft nicht zu kontrollieren war. Stattdessen mussten die Königreiche im Süden ständige Tributzahlungen entrichten. Konnte ein König nicht bezahlen, marschierte die Armee aus Dehli ein und plünderte das Königreich. Nach unzähligen solcher Attacken waren die südlichen Königreiche sehr geschwächt und ermöglichten so die Entstehung des Vijayanagar Reiches, welches sich zu seiner Blüte über Karnataka, Tamil Nadu, Kerala und Teile Andhra Pradeshs und Maharashtras erstreckte (vgl. S. Srinivasachar 2010: 44).

Das neu entstandene Reich trug dazu bei, die südindische Kultur, Architektur, Literatur, religiöse Schriften und andere Kulturgüter zu bewahren und vor der Zerstörung durch die in Dehli ansässigen Rivalen zu schützen. Generell betrieben die südindischen Könige viel Aufwand, ihre Tempel und andere Kulturgüter zu erhalten und zu pflegen. Die Hauptstadt dieses neuen südlichen Reiches war Hampi. Generationen an Königen verhalfen Hampi zu seinem architektonischen Glanz und seinen kulturellen Errungenschaften (vgl. S. Srinivasachar 2010: 45).

2.2 Die südlichen Königreiche und die Reichsgründung

Gegen Anfang des 14. Jhd. war südindiens politische Landschaft durch eine Reihe an ständig aufsteigenden und zerfallenden Königreichen gekennzeichnet. Im Wesentlichen gab es zu dieser Zeit fünf wichtige südliche Königreiche; das Yadava Königreich in Nord-Dekan, die Kakatiya Könige von Warangal, die Hoysalas, die Könige von Gajapati in Orissa und das am südlichsten gelegene Königreich Pandyas (vgl. S. Srinivasachar 2010: 49). Es bestand kein Frieden zwischen den einzelnen Königreichen. Ständig warteten die Könige auf eine Gelegenheit, ein anderes Reich zu überfallen. Trotz der Bedrohung durch den Sultan der Khaljis im Norden schafften es die südlichen Königreiche nicht, sich zusammenzuschließen und sich dieser Macht geschlossen entgegenzustellen.

Nachdem Allauddins Feldherr Malik Kafur Gujarat Ranthambhor und Mewar unterworfen hatte, marschierte die Armee des Sultans nach Süden. Wie bereits erwähnt war Annexion nicht das Ziel. Die südlichen Könige sollten sich unterwerfen und ständige Tributzahlungen entrichten (vgl. S. Srinivasachar 2010: 49). M. Kafur war nicht aufzuhalten und so fiel ein Königreich nach dem anderen seiner plündernden Armee zum Opfer. Die Kriegsbeute muss teilweise unvorstellbar wertvoll gewesen sein. So berichtet ein Historiker der Epoche (Amir Khusro), dass nach der Unterwerfung Prataparudras nicht weniger als tausend Kamele die neuen Schätze des Sultans nach Norden brachten (vgl. S. Srinivasachar 2010: 50).

1311 n.Chr. war die Plünderung des Südens durch M. Kafur vorerst abgeschlossen. Dennoch wurden durch die Feldzüge tausende Menschen getötet, Städte verwüstet und zahlreiche Tempel zerstört. Diese Demütigung führte letztlich dazu, dass die Bewohner Südindiens die fünf Söhne von Sangama bei der Errichtung des neuen Königreiches Vijayanagar unterstützten (vgl. S. Srinivasachar 2010: 51). Die Khalji Dynastie ging 1316 mit dem Tod Allauddins unter und wurde ersetzt durch die Tughlaks. Eine länger anhaltende Periode politischer Unsicherheiten im Norden führte dazu, dass sich die südlichen Königreiche erholen konnten. Der neue König von Devagiri (Shankara Deva) verweigerte die Tributzahlungen, was zu einem erneuten Einmarsch unter der Leitung von M. Kafur führte. Nachdem Kafur den König besiegt hatte, annektierte er das Königreich. Dennoch konnte Kafur einige kleinere Fürstentümer nicht unter seine Kontrolle bringen. Eines dieser Fürstentümer war Kampili im heutigen Karnataka. Kampili erklärte sich unter der Führung von Singeya Nayaka für unabhängig (vgl. S. Srinivasachar 2010: 51). Sein Sohn Kampiladeva begann, die Grenzen des Königreiches zu erweitern und baute eine Reihe an Festungen. Eine dieser Festungen war Anegondi. Anegondi ist die älteste erhaltene Anlage in Hampi.

Während im Süden das neue Königreich Kampili entstand, wurden im Norden Allauddin und M. Kafur durch eine neue Dynastie (Ghiyasuddin Tughlak) ersetzt. Nach einer Periode kleinerer Schlachten bestieg Ghiyasuddins Sohn den Thron. Muhammad bin Tughlak verlagerte seinen Regierungssitz von Dehli nach Devagiri, um den Süden besser kontrollieren zu können, musste diesen Plan aber nach einiger Zeit aufgeben.

Währenddessen verweigerte Kampili immer noch jede Form der Tributzahlung. Nach zwei fehlgeschlagenen Versuchen schaffte es M. bin Tughlak schließlich, Kampiladeva bei Anegondi zu besiegen.

Dies bedeutete das Ende des Kampili Reiches, welches jedoch die Grundlage für das Vijayanagar Reich legte (vgl. S. Srinivasachar 2010: 55). Unter den Gefangenen der Schlacht waren auch die zwei Söhne eines Fürsten. Diese wurden von M. bin Tughlak nach Dehli gebracht. Dennoch war die Lage im Süden nicht stabil und von ständigen Aufständen gegen die nordindische Fremdherrschaft geprägt. Bald verlor der vom Sultan in Anegondi eingesetzte Stadthalter Malik Mohammad die Stadt wieder an Aufständische. Als neue Stadthalter wurden die vormals entführten Söhne des Fürsten verwendet. Diese wurden gezwungen, dem Sultan die Treue zu schwören und hatten sich in Dehli sein Vertrauen verschafft (vgl. S. Srinivasachar 2010: 56). Die Brüder kehrten also im Namen des Sultans in die Region zurück und versuchten zuerst, diese zu stabilisieren. Die Dekaden an Unterdrückung, Plünderungen und Krieg gegen den Norden führten in dieser Gegend auch zur Ausbildung einer sehr militanten Form des Shivaismus. Ein Vertreter dieser religiösen Strömung war ein Guru namens Madhavacharya, welcher später den Titel Vidyaranya annahm. Die Versuche der Brüder in Kampili den Frieden zu sichern, wurden von diesem Guru unterbunden. Er überzeugte die Brüder den Sultan in Dehli zu verraten. (vgl. S. Srinivasachar 2010: 57) Vidyaranya wurde zum Mentor der frühen Könige. Nicht nur die Zerstörung und Plünderung von Tempelanlagen sollte nun unterbunden werden, sondern auch die traditionelle südindische Kultur und Lebensweise sah man als bedroht an. Im Norden hatten die langen Kampfhandlungen schon zu einschneidenden Veränderungen geführt (vgl. S. Srinivasachar 2010: 58). Der Ratgeber der Königsbrüder verfügte allerdings über großes politisches Geschick und eine entsprechende Weitsicht. Er erkannte, dass die südlichen Königreiche durch den langen Kampf gegen den Sultan, aber auch durch die Kämpfe untereinander, geschwächt waren. Der einzige Weg den Sultan dauerhaft aus der Region fernzuhalten, war es, die südlichen Königreiche zu einem einzigen Großreich zusammenzuführen (vgl. S. Srinivasachar 2010: 59). Schließlich erklärten 1336 die zwei der insgesamt fünf Brüder ihre Unabhängigkeit und Vidyaranya erklärte Harihara zum König von Vijayanagar (vgl. S. Srinivasachar 2010: 59).

Weitere politische Umstände erleichterten den Aufstieg des neuen Reiches. Hoysala King Ballala, der dritte und mächtigste aller südlichen Könige, wurde in einer Schlacht gegen die Könige aus Madurai getötet. Dieses Vakuum wurde von Vijayanagar schnell gefüllt und sie annektierten das Gebiet (vgl. S. Srinivasachar 2010: 60). So breitete sich Vijayanagar schnell weiter aus, während sich die Lage im Norden für das Sultanat verschlechterte. Das muslimische Reich im Norden war geschwächt durch die Invasion von Timur (1398). Der Norden entglitt in eine Periode der Anarchie und die Sultane dieser Periode konnten wenig an dieser Situation ändern.

Diese Umstände trugen dazu bei, dass Vijayanagar expandieren und sich die politische Lage im Süden stabilisieren konnte. Auf dem Höhepunkt derÄra dieses Reiches umfasste es ganz Südindien. (vgl. S. Srinivasachar 2010: 60)

Harihara (1) war gleichzeitig der erste in einer Linie von Königen der Sangama Dynastie. Vidyaranya wurde zum spirituellen Oberhaupt des Reiches und Minister. Die Bemühungen des Gurus zahlten sich aus und seiner religiösen Institution wurden große Ländereien zugestanden. Somit wurde Sringeri Math zu einem Staat im Staat und der höchste Guru durfte den Titel Rajaguru tragen. Vijayanagar wurde so auch zu einer Hochburg der Advaita Philosophie (vgl. S. Srinivasachar 2010: 62). Alle folgenden Könige sahen die Erhaltung der südindischen Kultur und Tradition als ihre Aufgabe an. Über den gesamten Süden wurden zerstörte Tempel repariert oder neue gebaut. Aktiv wurden kulturelle Traditionen wie Literatur, Architektur, Bildhauerei, Musik und Tanz erhalten und gefördert. So wurde Vijayanagar zum kulturellen Zentrum Südindiens. Die neue Machtposition war dabei genau zum richtigen Zeitpunkt entstanden, da sich im Norden erneut eine Bedrohung abzeichnete. Die Bahmani Dynasty sollte innerhalb der nächsten Jahre in Nord-Dekan entstehen (vgl. S. Srinivasachar 2010: 62).

Die Fertigstellung der Stadt Hampi erfolgte im Jahr 1343. Die Auswahl des Standortes hatte dabei verschiedene Vorteile. Das Terrain bot perfekten Schutz gegen Invasionen. Der breite Fluss, welcher als nördliche Grenze fungierte, ist an den meisten Stellen nicht passierbar und birgt gefährliche Strudel. Auch gibt es zur Auswahl des Standortes eine Mythe. Eines Tages soll König Harihara (1) mit seinen Hunden auf Hasenjagd gewesen sein. Als einer seiner Hunde einen Hasen verfolgte, drehte sich der Hase plötzlich um und biss dem Hund in die Nase. Anschließend erzählte der König den Vorfall seinem Yaidya, welcher den Biss des Hasen als Zeichen interpretierte. Die Deutung war einfach: „The symbolism in the tale is clear enough - the old civilisation and religion would stand its ground here and fight the incursions from the north.“ (S. Srinivasachar 2010: 63).”

Das Gründungsdatum des Reiches und der Stadt Hampi kann, wie Robert Sewell zeigt, auf zwei literarische Quellen von Harihara (1) und Muhammad Taghlaq zurückgeführt werden (vgl. R. Sewell 1980: 16).

Oft wird die Entstehungsgeschichte Hampis auch mit dem Hindu-Moslem­Konflikt in Verbindung gebracht, dabei wird allerdings oft unterschlagen, dass es sich bei einer solchen Darstellung um starre Kategorien handelt, welche einer genaueren Betrachtung nicht standhalten können. Oft wird in Quellen die Reichsgründung als Konflikt zwischen dem Hinduismus im Süden und dem Islam im Norden dargestellt. Die Invasoren aus dem Norden waren zwar „Muslime“; die „hinduistischen“ Königreiche bekämpften sich allerdings ebenfalls ständig. Im Wesentlichen stand immer die Eroberung strategisch wichtiger Gebiete im Vordergrund und nicht die Religion, was im weiteren Verlauf der Arbeit noch dargestellt werden soll. Die frühen Tage des Reiches waren durch einen toleranten und friedlichen Geist gekennzeichnet. Alle Religionen waren willkommen und durften Kirchen, Moscheen und Tempel errichten. Hampi war eine florierende Handelsstadt, in welcher selbst arabische und portugiesische Geschäftleute Handel trieben. Auch war König Harihara (1) ein bescheidener König. Er selbst nannte sich „König der Region“. Seine Nachfolger allerdings sahen sich als „König der Könige“ oder „König und Gott“ (vgl. S. Srinivasachar 2010: 65). Die Schutzgötter der Stadt und der königlichen Familie waren Virupaksha, ein Aspekt Shivas und Pampa ein Aspekt von Parvati. Diese beiden Götter werden noch heute im Virupakshatempel am Ende des Hampi-Basars angebetet. Es ist der älteste Tempel in ganz Hampi und er stand wahrscheinlich schon vor der Stadtgründung (vgl. S. Srinivasachar 2010: 64).

Die Grundsteine des Reiches konnten nur durch die Errungenschaften der ersten beiden Könige (Harihara (1), Bukka) gelegt werden. Die Herausforderung bestand nicht nur darin, eine dauerhafte Administration zu etablieren, sondern auch für Frieden und wirtschaftliche Stabilität zu sorgen. Ein bemerkenswerter Fakt war die Zusammenarbeit der insgesamt fünf Brüder. Es schien wenig Konkurrenz unter ihnen zu geben, obwohl Harihara König war. Die vier anderen Brüder waren jeweils Verwalter einer eigenen Provinz innerhalb des Reiches. Diese Zusammenarbeit aller Mitglieder der Königsfamilie steht im Widerspruch zu den späteren Tagen des Reiches, welche durch Konflikte innerhalb der Führungsebene gekennzeichnet waren (vgl. S. Nilakanta 2010: 73).

3.0 Die Dynastien der Vijayanagar-Epoche

3.1 Die Sangama Dynastie

Nach dem Tod von Harihara 1356, wurde sein jüngerer Bruder Bukka König des Reiches. Dieser vorbestimmte Wechsel begründete den Anfang der Sangama Dynastie. Harihara hatte schon vor seinem Tod beschlossen, dass sein jüngerer Bruder den Thron besteigen sollte und so fand 1356 ein friedlicher Wechsel der Regentschaft statt. Die Herrschaft der Sagamas überdauerte fast 150 Jahre von 1336 bis 1485. Die Sangama Dynastie brachte eine Reihe an mächtigen Königen (Deva Raya 1-2) hervor. Das Reich war mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus bekannt. So findet das Reich Erwähnung in Aufzeichnungen der Ming Dynastie in China (vgl. S. Nilakanta 2010: 75).

Dennoch war die Geschichte des Reiches immer durch eine Reihe an Konflikten mit Nachbarreichen gekennzeichnet. Auch wurde Vijayanagar ständig von verschiedenen kleineren Fürstentümern, wie den Reddis von Rajamundry oder den Velamas von Telengana, bedroht. Auch der Sultan von Madurai und die Gajapati Könige aus Orissa waren Konkurrenten des Reiches und warteten nur auf eine Gelegenheit einzumarschieren. Die Könige aus Vijayanagar waren Meister der Politik. Ständig wurden neue Bündnisse geschlossen und wieder verworfen um eine Unterwerfung des Reiches zu verhindern. Ein großes stehendes Heer war ständig bereit in den Krieg zu ziehen.

Auf dem Zenit des Reiches unterwarf der „Kriegeskönig“ Krishnadeva Raya, welcher allerdings nicht zur Sangama Dynastie gehörte, sämtliche Widersacher des Reiches (vgl. S. Nilakanta 2010: 76).

[...]

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Aufstieg, Errungenschaften und Niedergang Vijayanagars
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Indologie)
Veranstaltung
Geschichte Indiens
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
28
Katalognummer
V425417
ISBN (eBook)
9783668702684
ISBN (Buch)
9783668702691
Dateigröße
608 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Indien, Geschichte, Architektur, Vijayanagar, UNESCO, Weltkulturerbe, Garshasp Malik, Sangama Dynastie, Saluva Dynastie, Tuluva Dynastie, Hinduismus, Shiva, Krishnadeva Raya, Virupaksha Tempel, Vitthala Tempel, Hampi, Archaelogical Survey of India, Umsiedlung
Arbeit zitieren
Martin Kleefeldt (Autor), 2013, Aufstieg, Errungenschaften und Niedergang Vijayanagars, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/425417

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