Diese Seminararbeit im Modul Empirisches Projekt beschäftigt sich mit der Wahrnehmung von Persönlichkeitseigenschaften, insbesondere der zugeschriebenen Intelligenz einer Person, in Abhängigkeit von ihrer Attraktivität.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Forschungsfrage
1.2 Forschungsmethode
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theorie
2.1 Physische Attraktivität
2.2 Soziale Wahrnehmung
2.3 Halo Effekt
2.4 Physische Attraktivität und Intelligenz
3 Durchführung
3.1 Formulierung der Hypothesen
3.2 Variablen
3.3 Forschungsdesign
4 Ergebnisse
4.1 Stichprobe
4.2 Deskriptive Statistik
4.3 Prüfung der H1
4.4 Prüfung der H2
4.5 Weitere Befunde
5 Diskussion
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwiefern ein Zusammenhang zwischen der physischen Attraktivität einer Person und der ihr zugeschriebenen Intelligenz besteht, wobei der Fokus auf der Wirkung des sogenannten Halo-Effekts in der sozialen Wahrnehmung liegt.
- Physische Attraktivität als Einflussfaktor auf die Einschätzung von Persönlichkeitseigenschaften
- Die psychologische Wirkungsweise des Halo-Effekts
- Quantitative Überprüfung des Zusammenhangs zwischen Aussehen und Intelligenzwahrnehmung
- Einfluss des Geschlechts auf die Urteilsbildung
Auszug aus dem Buch
2.3 Halo Effekt
„Je positiver wir jemanden hinsichtlich einer Eigenschaft wahrnehmen, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir ihn auch in Bezug auf andere Eigenschaften positiver wahrnehmen. Dieses Phänomen wird als Halo Effekt bezeichnet.“ (Werth & Mayer, 2008). Der englische Begriff „halo“ bedeutet auf Deutsch so viel wie „Heiligenschein“. Damit soll ausgedrückt werden, dass ein einzelnes positives Persönlichkeitsmerkmal, wie zum Beispiel physische Attraktivität, auf den Gesamteindruck einer Person ausstrahlt und diesen positiv beeinflusst. Andere Eigenschaften werden vernachlässigt oder ignoriert. Edward Lee Thorndike hat diesem Phänomen im Jahr 1920 erstmals einen Namen gegeben (Werth & Mayer, 2008).
Aufgrund des Halo Effekts kann es bei der Beurteilung oder Einschätzung von Personen zu scheinbaren Korrelationen bestimmter Eigenschaften kommen, die so aber nicht gerechtfertigt sind und die Wirklichkeit nicht widerspiegeln (Asendorpf, 2007). Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Halo Effekt auch auftritt, wenn die Versuchspersonen vor einem Experiment über das Phänomen informiert und aufgeklärt werden. Selbst mit Vorwarnung und Vorwissen sind Versuchspersonen für den Halo Effekt anfällig und in ihrem Urteilsvermögen beeinflussbar (Wetzel, Wilson & Kort, 1981). Jedoch stellte sich heraus, dass die Tendenz zum Halo Effekt beeinflusst werden kann, je nachdem ob Menschen in einer guten oder schlechten Gemütsverfassung sind. Gutgelaunte Personen sind dem Halo Effekt sogar verstärkt ausgesetzt, während sich der Effekt bei schlechtgelaunten Personen minimiert oder sogar völlig verschwindet (Forgas, 2011).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Hinführung zum Thema Schönheit und deren Einfluss auf die Wahrnehmung von Persönlichkeitseigenschaften mit Definition der Forschungsfrage.
2 Theorie: Erläuterung der Grundlagen zu physischer Attraktivität, sozialer Wahrnehmung und dem psychologischen Konzept des Halo-Effekts.
3 Durchführung: Beschreibung der Hypothesenbildung, der Variablen sowie des quantitativen Forschungsdesigns mittels Online-Fragebogen.
4 Ergebnisse: Präsentation der Datenanalyse, Auswertung der Stichprobe und Überprüfung der aufgestellten Hypothesen zu Attraktivität und Intelligenz.
5 Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem theoretischen Hintergrund und Diskussion möglicher Limitationen der Studie.
6 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Relevanz des Themas in einer mediengeprägten Gesellschaft und Ausblick auf zukünftige Forschung.
Schlüsselwörter
Halo Effekt, physische Attraktivität, soziale Wahrnehmung, Intelligenzschätzung, Stereotyp, What-is-beautiful-is-good, quantitative Studie, Korrelation, Geschlechterunterschiede, Persönlichkeitspsychologie, Empirische Untersuchung, Urteilsverzerrung, Selbsteinschätzung, Attraktivitätsforschung, Sozialpsychologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie das äußere Erscheinungsbild eines Menschen die Einschätzung seiner Intelligenz durch andere Personen beeinflusst.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind physische Attraktivität, der psychologische Halo-Effekt sowie die soziale Wahrnehmung und Beurteilung von Persönlichkeitsmerkmalen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu prüfen, ob attraktivere Menschen systematisch als intelligenter eingeschätzt werden und ob das Geschlecht der beurteilenden Person dabei eine Rolle spielt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde ein quantitatives Forschungsdesign gewählt, bei dem mittels eines Online-Fragebogens Daten erhoben und diese anschließend statistisch mit der Software R ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur sowie einen empirischen Teil mit der Durchführung der Umfrage, der Datenauswertung und der Prüfung der aufgestellten Hypothesen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Halo-Effekt, physische Attraktivität, Intelligenzschätzung, Stereotype und Sozialpsychologie charakterisiert.
Welche Rolle spielt das Geschlecht bei der Intelligenzbewertung laut den Ergebnissen?
Die Ergebnisse zeigen, dass bei der Bewertung von Frauenbildern das Geschlecht der Probanden keinen signifikanten Einfluss hat, während bei Männerbildern ein Einfluss des Geschlechts der Beurteilenden feststellbar ist.
Wie wurde die Attraktivität der bewerteten Personen operationalisiert?
Es wurden computergenerierte Porträtfotos verwendet, die durch Morphing in „attraktive“ und „unattraktive“ Varianten unterteilt wurden, basierend auf Forschungen von Dr. Martin Gründl.
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- Bettina Kellerer (Author), 2017, Halo Effekt. Halten wir attraktive Menschen für intelligenter?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/425541