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Das Schicksal von Onegin und Tatjana. Die Rolle der Gesellschaft

Puškins Roman "Eugen Onegin"

Titel: Das Schicksal von Onegin und Tatjana. Die Rolle der Gesellschaft

Seminararbeit , 2012 , 13 Seiten , Note: 2,4

Autor:in: Susanne Wrobel (Autor:in)

Russistik / Slavistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wer den Roman von Aleksandr Sergeevič Puškin „Eugen Onegin“ gelesen hat, der wird sich an eine der Schlüsselaussagen von Tatjana im achten Kapitel erinnern. Nun fragt man sich wie es sein kann, dass zwei Menschen sich so sehr lieben und doch nicht zusammen sein können. Wer ist daran schuld und warum lässt sich nichts mehr an solch einer Situation ändern? Dieser Frage soll im Folgenden nachgegangen werden und vor allem soll ein Vergleich der heutigen Gesellschaft, ihrer Moral und ihren Wertvorstellungen, mit denen jener Gesellschaft von damals, zur Zeit des Werkes von Puškin- Eugen Onegin gezogen werden. Der Roman "Eugen Onegin" zählt zu einem der wichtigsten und berühmtesten Werken Puškins und hat somit die gesamte klassische Literatur in Russland beeinflusst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zum Geschehen

3 Das Bild der Gesellschaft

3.1 Langeweile und Einsamkeit als Charakteristik der Hauptfiguren

3.2 Eine Frage der Ehre

3.3 Moral – damals und heute

3.4 Die Anforderungen der Gesellschaft

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss der russischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts auf das tragische Schicksal der Protagonisten Eugen Onegin und Tatjana Larina in Alexander Puschkins Roman „Eugen Onegin“. Dabei wird analysiert, inwiefern gesellschaftliche Zwänge, moralische Vorstellungen und das damals vorherrschende Verständnis von Ehre das Handeln der Figuren determinierten und ein gemeinsames Lebensglück verhinderten.

  • Analyse der gesellschaftlichen Prägung der Hauptfiguren
  • Vergleich historischer Moralvorstellungen mit modernen Werten
  • Bedeutung des Ehrenkodex und der Duell-Tradition
  • Auswirkungen arrangierter Ehen auf die individuelle Freiheit
  • Puschkins literarische Darstellung der russischen Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

3.1 Langeweile und Einsamkeit als Charakteristik der Hauptfiguren

„Onegin, Lenskij und Tatjana sind alle drei durch das charakteristische Nebeneinander von Langeweile, Verschlossenheit und ästhetischer Existenz gekennzeichnet“(Trojansky 1990:127).

Schon am Anfang des Romans wird die Stimmung von Langeweile wiedergegeben, so dass man einen Einblick in das graue, triste und eitle Leben der Protagonisten bekommt. Die ersten Zeilen des Romans berichten bereits von einem Onkel, der „ernsthaft krank wurde“ und letztendlich verstarb (Pushkin 1988:1). Diese Stimmung bereitet den Leser auf die Gemütsverfassung der Gesellschaft und besonders der Protagonisten Onegin und Tatjana vor und deutet bereits das tragische Ende an.

Eugen Onegin versucht zuerst, sich mit Frauen und danach mit Büchern zu unterhalten. Keines der beiden gelingt ihm und er findet darin kein dauerhaftes Glück. „Er führt zuerst eine Existenz der sozialen Unverbindlichkeit, die sich schließlich bis zur völligen Verschlossenheit steigert“(Trojansky 1990:127). Er fühlt sich ungeliebt und einsam.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der unerfüllten Liebe zwischen Eugen Onegin und Tatjana Larina ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss der Gesellschaft auf dieses Schicksal.

2 Zum Geschehen: Dieses Kapitel gibt einen inhaltlichen Überblick über die Haupthandlung des Romans und die tragischen Wendepunkte in der Beziehung der Protagonisten.

3 Das Bild der Gesellschaft: Der Hauptteil analysiert die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, darunter Einsamkeit, den Ehrenbegriff, moralische Normen und soziale Anforderungen.

3.1 Langeweile und Einsamkeit als Charakteristik der Hauptfiguren: Es wird untersucht, wie die Protagonisten durch eine allgemeine Lebensüberdrüssigkeit und soziale Isolation in ihrem Handeln gelähmt werden.

3.2 Eine Frage der Ehre: Dieses Unterkapitel beleuchtet die verhängnisvolle Rolle des Ehrenkodex und des Duells als gesellschaftliches Instrument zur Konfliktlösung.

3.3 Moral – damals und heute: Der Text vergleicht die strengen moralischen Maßstäbe der Zeit Puschkins mit modernen Auffassungen und hinterfragt Puschkins eigene Perspektive.

3.4 Die Anforderungen der Gesellschaft: Hier wird der äußere Druck auf das Individuum analysiert, insbesondere am Beispiel von Tatjanas erzwungener Entscheidung für eine standesgemäße Ehe.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass nicht individuelles Versagen, sondern die restriktiven gesellschaftlichen Strukturen das tragische Ende der Figuren besiegeln.

Schlüsselwörter

Eugen Onegin, Alexander Puschkin, russische Gesellschaft, Tatjana Larina, Ehre, Moral, Duell, Einsamkeit, Literaturanalyse, Vernunftsehe, gesellschaftliche Normen, 19. Jahrhundert, Liebesgeschichte, Sozialkritik, Klassische Literatur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, warum die Hauptfiguren in Alexander Puschkins Roman „Eugen Onegin“ trotz ihrer Gefühle zueinander kein gemeinsames Glück finden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Darstellung von Langeweile und Einsamkeit, dem Ehrenverständnis der Zeit, moralischen Werten sowie den gesellschaftlichen Zwängen des 19. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, inwieweit die damalige russische Gesellschaft für das tragische Schicksal von Onegin und Tatjana verantwortlich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textnahe Analyse des Romans in Kombination mit einer Untersuchung des historischen gesellschaftlichen Kontextes und vergleicht diese mit heutigen Moralvorstellungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Charaktereigenschaften der Protagonisten, des Ehrenkodex, der damaligen Moral sowie der spezifischen Anforderungen, die die Gesellschaft an Individuen stellte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie „Eugen Onegin“, „gesellschaftliche Zwänge“, „Ehre“, „Moral“ und „literarische Analyse“ beschreiben.

Warum spielt das Duell eine so entscheidende Rolle für die Handlung?

Das Duell repräsentiert den tödlichen Ehrenkodex der Zeit, dem sich die Charaktere unterwerfen müssen, was letztlich zum Tod von Lenskij und zur Zerstörung des sozialen Friedens führt.

Wie verändert sich das Verhältnis von Tatjana zu ihrer Umwelt im Verlauf des Romans?

Tatjana gibt ihren romantischen Traum von Liebe auf und unterwirft sich den gesellschaftlichen Erwartungen, indem sie eine standesgemäße, aber lieblose Ehe eingeht, der sie treu bleibt.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Schicksal von Onegin und Tatjana. Die Rolle der Gesellschaft
Untertitel
Puškins Roman "Eugen Onegin"
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
2,4
Autor
Susanne Wrobel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V425612
ISBN (eBook)
9783668704688
ISBN (Buch)
9783668704695
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schicksal onegin tatjana rolle gesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susanne Wrobel (Autor:in), 2012, Das Schicksal von Onegin und Tatjana. Die Rolle der Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/425612
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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