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Die Identität des Ostseeraums

Título: Die Identität des Ostseeraums

Trabajo , 2005 , 28 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Susanne Opel (Autor)

Política - Otros temas de política internacional
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Der Ostseeraum bemüht sich, als Region zusammenzuwachsen. Gemeinsame Projekte, Ideenaustausch und eine gemeinsame Geschichte sind Grundlagen für die Zusammenarbeit. Einer der Stützpfeiler wäre eine gemeinsame Identität aller Ostseeanrainer. Diese Arbeit untersucht, in wieweit diese vorhanden ist, oder entstehen könnte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Eine gemeinsame „Ostsee-Identität“?

2. Erläuterung der Begriffe

2.1. Identität

2.2. Kultur

2.3. Ostseeraum

3. Mögliche Identitätsansätze für den Ostseeraum

3.1. Nordische Mythen

3.2. Der „neue“ Norden

3.3. Das Meer des Friedens

3.4. Die Neue Hanse

3.5. Die Nördliche Dimension der EU

3.6. Yule-land und Amber Gateway

3.7. Wissensgesellschaft Ostsee

3.8. Anderes

4. Die Ostsee-Identität der Anrainerstaaten

4.1. Deutschland

4.1.1. Mecklenburg-Vorpommern

4.1.2. Schleswig-Holstein

4.2. Skandinavien

4.3. Finnland

4.4. Die Transformationsstaaten

4.4.1. Das Baltikum

4.4.2. Polen

4.4.3. Russland

5. Viele „Ostseen“, aber (noch) keine Ostsee-Identität

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob sich nach dem Ende des Kalten Krieges ein gemeinsames Zusammengehörigkeitsgefühl oder eine „Ostsee-Identität“ unter den Bewohnern der Anrainerstaaten entwickelt hat. Ziel ist es, auf Basis einer theoretischen Begriffsklärung und der Analyse verschiedener identitätsstiftender Ansätze und politischer Visionen aufzuzeigen, wie weit dieser Prozess der Identitätsbildung in den einzelnen Anrainerstaaten bisher fortgeschritten ist.

  • Grundlagen der Identitätsbildung im regionalen Kontext
  • Analyse historischer und aktueller Identitätsansätze (z.B. Neue Hanse, Nordische Mythen)
  • Untersuchung der Ostsee-Identität in Deutschland und Skandinavien
  • Identitätsrelevanz in den Transformationsstaaten (Baltikum, Polen, Russland)
  • Bewertung des aktuellen Stands einer gemeinsamen Ostsee-Region

Auszug aus dem Buch

3.4. Die Neue Hanse

1988 brachte der damaligen schleswig-holsteinische Ministerpräsident Björn Engholm seine Vision einer „Neuen Hanse“ ins Gespräch. Seiner Meinung nach sollten die positiven Eigenschaften der Hanse wieder aufleben und eine neue Art der Zusammenarbeit im Ostseeraum mit den alten Idealen, wie inneren Freiheiten, patriarchalischen Demokratien in den Hansestädten, Vereinheitlichung von Handels- und Rechtsnormen rund um die Ostsee, internationaler Arbeitsteilung, grenzüberschreitendem, völkerverbindendem Austausch, und dem Einander näher bringen der Menschen auf kulturellem Gebiet entstehen. Die „Neue Hanse“ sollte die neue symbolische Identität für Ostseeraum werden: ein Netzwerk unabhängiger Städte ohne Zentrum und Hierarchien.

Engholm begründete seine Idee mit dem bereits vorhandenen Wir-Gefühl der Bewohner des Ostseeraums, das auf sozialen Standards, ähnlichem Gemüt, gemeinsame Lebensgrundlage durch Klima, maritime Umwelt, Gelassenheit, Zurückhaltung, Verlässlichkeit, Gerechtigkeitssinn, etc. basiere. Dieses Wir-Gefühl sei die Grundlage für eine „länderübergreifend[e], nicht hierarchisch[e], netzwerkintegriert[e]“ offene Kooperation, basierend auf Konsens und Transparenz.

1990 fand eine große Konferenz zum Thema „Neue Hanse“ in Kotka, Finnland statt, und spätestens jetzt wurden auch die Politiker der anderen Ostseeanrainerstaaten auf die Idee und die Existenz des Ostseeraums aufmerksam. „[T]he Baltic Sea Area […] [was] now [an] expression[ ] in the public discussion – a new space was thus named – and in consequence began to exist.”

Mit dem Rückgriff auf die Hansezeit wird auch impliziert, dass kulturelle, wirtschaftliche und politische Verbindungen in der Region schon seit Jahrhunderten existieren. Die Hanse ist ein starkes Integrationsmoment für die Menschen rund um die Ostsee:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Eine gemeinsame „Ostsee-Identität“?: Einführung in die geopolitische Neugestaltung des Ostseeraums nach dem Kalten Krieg und Begründung der Notwendigkeit einer Identität für zukünftige Gemeinschaftsprojekte.

2. Erläuterung der Begriffe: Definition der zentralen Konzepte Identität, Kultur und Ostseeraum für den weiteren Verlauf der Untersuchung.

3. Mögliche Identitätsansätze für den Ostseeraum: Darstellung verschiedener Konzepte wie der Nordischen Mythen, der Neuen Hanse oder der Wissensgesellschaft als potenzielle identitätsstiftende Merkmale.

4. Die Ostsee-Identität der Anrainerstaaten: Analyse der nationalen Ausprägungen und Verhältnisse zur Ostsee-Region, unterteilt nach geografischen und politischen Gruppen.

5. Viele „Ostseen“, aber (noch) keine Ostsee-Identität: Fazit zur aktuellen Identitätslage, das die Heterogenität betont und das Fehlen einer einheitlichen, aber das Vorhandensein guter Ansätze für eine regionale Identität konstatiert.

Schlüsselwörter

Ostseeraum, Ostsee-Identität, Regionenbildung, Neue Hanse, Nordische Mythen, Geopolitik, Identitätsbildung, Kulturraum, Nordische Dimension, Transformationsstaaten, Ostseewoche, regionale Identität, Wissensgesellschaft, Amber Gateway, Identitätskonzepte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert, ob sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ein wirkliches Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Anrainerstaaten der Ostsee entwickelt hat und wie eine solche regionale Identität theoretisch und praktisch begründet wird.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Identitätsforschung, die Analyse regionaler Integrationskonzepte sowie die unterschiedlichen politischen und kulturellen Einstellungen der einzelnen Anrainerstaaten gegenüber dem gemeinsamen Ostseeraum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, zu untersuchen, inwieweit das Konzept der Ostsee-Region bereits in der Identität ihrer Bewohner verankert ist und welche Ansätze für eine künftige Identitätsbildung besonders vielversprechend sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine qualitative Analyse, indem sie existierende theoretische Konzepte (wie die „Neue Hanse“ oder die „Nördliche Dimension“) mit dem realen politischen Diskurs und der Identitätslage in verschiedenen Anrainerstaaten vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Vorstellung verschiedener Identitätsansätze (Mythen, Netzwerke, Kooperationsformen) und eine länderbezogene Untersuchung der Identitätsentwicklung in Deutschland, Skandinavien, dem Baltikum, Polen und Russland.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie „Ostsee-Identität“, „Regionenbildung“, „Transformation“, „Hanse-Tradition“ und „Wissensgesellschaft“, welche die verschiedenen Ansätze zur Einigung des Raumes beschreiben.

Warum ist das Konzept der „Neuen Hanse“ kritisch zu betrachten?

Obwohl die Idee der Neuen Hanse eine symbolische Identität schaffen sollte, ist sie in manchen Ländern historisch negativ belastet, da sie teils mit deutscher Dominanz assoziiert wird und nicht alle Anrainerstaaten gleichermaßen integriert.

Wie unterscheiden sich die Identitäten der Anrainerstaaten?

Es zeigt sich ein deutliches Gefälle: Während Länder wie Deutschland oder die baltischen Staaten aktiv Identitätsforschung betreiben, orientieren sich andere, wie Polen, traditionell stärker kontinental oder, wie die skandinavischen Länder, stärker an ihrem nordischen Selbstverständnis.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Identität des Ostseeraums
Universidad
University of Rostock
Calificación
2
Autor
Susanne Opel (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
28
No. de catálogo
V42617
ISBN (Ebook)
9783638406130
ISBN (Libro)
9783638656719
Idioma
Alemán
Etiqueta
Identität Ostseeraums
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Susanne Opel (Autor), 2005, Die Identität des Ostseeraums, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42617
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