Pragma- und dialoglinguistische Analysen anhand des Romans "Die Blechtrommel" von Günter Grass


Seminararbeit, 2017

18 Seiten, Note: 1,00

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Erzähltechnik und die Formen der Redewiedergaben

3. Dialoge in Erzähltexten

4. Pragma- und dialoglinguistischer Ansatz als Mittel der Dialoganalyse
4.1 Analyse I.: Familiengespräche
4.2 Analyse II: Gespräche mit Bebra
4.3 Analyse III.: Gespräch am Atlantikwall

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1.Einleitung

In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit einem der wichtigsten Werken der Weltliteratur, mit dem Roman die Blechtrommel von Günter Grass. Anhand dieses Romans führe ich eine pragma- und dialoglinguistische Analyse mit besonderer Konzentration auf bestimmte Dialoggruppen durch. Zu den von mir zu analysierenden Dialoggruppen gehören die Familiengespräche, Gespräche zwischen Oskar und seinem Meister Bebra bzw. die Gespräche der Soldaten am Atlantikwall. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht die Beschreibung der Beziehung der sprachlichen Äußerungen in Form von Dialogen zur literarischen Funktion. In dieser Untersuchung geht es mir um die Fragen: Welche Beziehung besteht zwischen der Erzählerrede und Figurenrede? Welche Funktionen erfüllen die Dialoge in diesem Roman? Wie korreliert die linguistische Analyse mit der literarischen?

Meine Analyse besteht aus zwei Teilen, aus einem theoretischen und praktischen Teil. Im ersten Teil meiner Arbeit werfe ich einen kurzen Blick auf die Erzählstrategie des Autors, die Formen der Redewiedergaben und die Charakteristiken der Dialoge in literarischen Texten. Des Weiteren beschäftige ich mich mit dem Forschungsbereich der pragma- und dialoglinguistischen Analyse literarischer Texte. Im Rahmen des theoretischen Teiles erläutere ich die Begriffe, die für die Analyse relevant sind.

Im praktischen Teil liegt der Schwerpunkt allgemein auf die Beschreibung der Funktion der Gespräche und ihre Beziehung zu den narrativen Ebenen bzw. die Analyse bestimmter Dialoggruppen mit pragma- und gesprächslinguistischen Mitteln.

1959 erschien der Roman Die Blechtrommel, der den Autor berühmt machte. Nach der Veröffentlichung der Blechtrommel erlangte die deutsche Nachkriegsliteratur internationale Beachtung. Den Erfolg verdankte der Roman der kraftvollen Sprache und der epischen Darstellungstechnik, aber vor allem der Themenauswahl. Der Zwerg Oskar Matzerath erzählt in einer Pflegeanstalt rückblickend sein Leben. Im Roman verflechten sich die Lebensabschnitte von Oskar, seiner Familie und dem kleinbürgerlichen Milieu mit der Geschichte Deutschlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit dem Aufstieg und Niedergang des Nationalsozialismus. Der Roman ist in drei Büchern aufgeteilt. Im ersten Buch geht es daher um die Vorkriegszeit, im zweiten um den Krieg und im dritten Buch um die Nachkriegszeit. Während Oskar über sein Leben berichtet, bildet er neben der Geschichte Deutschlands auch das gesellschaftliche Milieu von der Jahrhundertwende bis nach dem zweiten Weltkrieg ab. (Durzak 1971, S. 119)

2. Die Erzähltechnik und die Formen der Redewiedergaben

Unter den verschiedenen Erzählstrategien werde ich den Erzählmodus hervorheben. „Unter der Kategorie des Modus behandeln wir diejenigen Momente des Erzählens, die den Grad am Mittelbarkeit [ Distanz ] und die Perspektivierung des Erzählten betreffen.“ (Martines/Scheffel 1999, S. 47)

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Oskar fungiert sowohl als Erzähler, als auch Protagonist der Erzählung. Diese Dualität beeinflusst die Perspektive, aus der die Geschichte erzählt wird. Oskar, als Erzähler weiß mehr über die Vergangenheit[1] und stellt die Erzählung des Ich-Erzählers in Frage, als Protagonist berichtet er aus dem Mittelpunkt der Handlung und aus einer „Froschperspektive“[2] (Durzak 1971, S. 124). Diese Dualität in der Oskars Erzählhaltung wechselt sich ständig z.B. „ Dr. Dösch empfing mich mit offenen Armen. Oskar war froh, dass er ihn nicht an sich drückte. Die Schreibmaschine eines grünen Pullovermädchens schwieg, als ich eintrat. Dösch meldete mich beim Chef an. Oskar nahm Platz [...].“ (Grass 1974, im Weiteren Bt., S. 460) Die Dualität lässt sich damit erklären, dass einmal der dreißigjährige Oskar, der in einer Heil- und Pflegeanstalt wohnt und mit Hilfe seiner Trommel sich zurückerinnert und berichtet. Andere Male erzählt Oskar, in Form eines Ich-Erzählers, der an den Geschehnissen als Kind teilnimmt. Im Roman taucht auch ein auktorialer Erzähler auf, in Form von Ich-Erzähler, der Oskars Erzählung kommentiert bzw. korrigiert. (Schröder 1986, S. 9) „Niemand hätte vom Strand aus sehen können, wie Greff das Fahrrad ablegte [...]. Fragen sie mich bitte nicht, woher ich das weiß, Oskar wusste damals so ziemlich alles [...].“ (Bt., S. 241) „Ich möchte jedoch bei der Wahrheit bleiben, Oskars Feder in den Rücken fallen und hier berichtigen, daß erstens Jans letztes Spiel [...] kein Grandhand, sondern ein Karo ohne Zwein war, [...].“ (Bt., S. 200)

Neben der Perspektive spielt die andere Art des Erzählmodus, der die Distanz zwischen dem Erzähler und der Erzählung prägt, eine wichtige Rolle. Ein dramatischer Modus, durch den die Distanz verringert wird, macht einen größeren Einfluss auf den Leser. Die Helden der Erzählung kommen zu Wort in den Gesprächen, in der Konversation durch 1) autonome direkte Rede und 2) direkte Rede, die als dramatische Elemente im Erzähltext und der szenischen Gestaltung dienen. Als Mittel der transportierten Redewiedergaben von Figuren gelten 3) die indirekte Rede, 4) die erlebte Rede und 5) die berichtete Rede. Diese Redeformen deuten darauf, dass der Erzähler nur ein Vermittler ist. (Martines/Scheffel 1999, S. 51)

1) „ Lankes: Das sind die Nonnen, Herr Oberleutnant.

Herzog: Was heißt hier Nonnen. Und wenn es nun keine Nonnen sind?“ (Bt., S. 282)

2) „ »Quatsch nich son Zeug«, sagte dann Mama, [...]. “ (Bt., S. 129)

3) „ Viele sagten später, sie habe meinen mutmaßlichen Vater Matzerath verflucht und den Mörder ihrer Tochter genannt.“ (Bt., S. 132)

4) „ Es kam mir der Gedanke, ich könne mit Herbert ein Kompagnongeschäft ins Leben rufen.“ (Bt., S. 148)

5) „Oskar sagte ihm einige nette Dinge über seine akrobatischen Leistungen als Clown, nannte ihn hochmusikalisch […].“ (Bt., S. 91)

3. Dialoge in Erzähltexten

Der Begriff Dialog wird häufig synonymisch für die Ausdrücke Gespräch oder Konversation verwendet.[3] Der Dialog ist ein Gespräch, das mindestens zwischen zwei Kommunikationspartner mit Sprecherwechsel um ein bestimmtes Thema vollzieht. Zu den allgemeinen Charakteristika der Dialoge in literarischen Texten gehört die Unterbrechung der epischen Erzählweise. Dialoge sind vom Autor verfasst und einem literarischen Ziel untergeordnet, deswegen können sie als Kunstmittel betrachtet werden. (Brinker/Sager 2006, S. 13) Wie es schon oben erörtert wurde, stehen für den Autor mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, um Dialoge bzw. Figurenrede wiederzugeben, die meistens nicht von Anfang bis Ende rekonstruiert sind. Die Dialogpartien werden auch mit narrativer Einleitung und Kommentaren des Erzählers versehen. In literarischer Hinsicht lassen sich verschiedene Funktionen zum Einbetten von Dialogen zuordnen, wie die Charakterisierung der Personen (Herkunft, Beruf, Alter usw.), durch die Verwendung persönlicher Idiolekte oder Dialekte und Vorantreiben der Handlung. Sie dienen dem Autor dazu, nicht nur die Perspektiven, Ansichten und Meinungen der Figuren, sondern auch die Beziehungen zwischen ihnen zum Ausdruck zu bringen. Als weitere Eigenschaft der Dialoge gilt auch, dass sie den Textaufbau abwechslungsreich machen und verschiedene Motive wieder aufgenommen werden. (Betten 1994, S. 528)

In den Mittelpunkt des linguistischen Interesses sind die Dialoge in den 70er Jahren gerückt. „In linguistischer Hinsicht ist ein Gespräch zunächst eine Folge von sprachlichen Äußerungen.“ (Brinker/Sager 2006, S. 11) Unter dem gesprächsanalytischen Aspekt versteht man gesprächsorganisatorischen Verfahren, damit die Struktur eines Gespräches erschlossen werden kann. Bei einem pragmatisch orientierten Ansatz liegt der Akzent auf die situative und kommunikativ-funktionale Betrachtung der Dialoge. ( Brinker/Sager 2006, S. 16;19)

4. Pragma- und dialoglinguistischer Ansatz als Mittel der Dialoganalyse

In den 60er Jahren geriet statt des Satzes der Text, als oberste sprachliche Einheit, ins Zentrum des linguistischen Interesses. In den 70er Jahren kam man zu der Auffassung, dass jede Ä ußerung mit kommunikativen Funktion als Text betrachtet werden kann, infolgedessen wird der Text als sprachliche Handlung (Sprechakt) erfasst. Eine textpragmatische Analyse konzentriert sich u.a. auf die Bestimmung bzw. Beschreibung der Funktion der sprachlichen Ä ußerungen im Text. Die Vorläufer dieser textlinguistischen Richtung, der Sprechakttheorie, waren John L. Austin und John R. Searle. Gemäß der Theorie sind die Sprechakte (z.B. Frage, Vorwurf, Befehl) die kleinsten Einheiten der Kommunikation, in der sie als Abfolge von Sprechakten, als sog. Sequenzpaare wie Gruß-Gegengruß, Frage-Antwort, Vorwurf- Rechtfertigung/ Entschuldigung, vorkommen. Bei der Bestimmung der Sprechakte bieten die sprachlichen und grammatischen Mittel, wie die Satztypen, Wortstellung, Abtönungspartikel, Höflichkeitsformen, Intonation, explizit performative Verben (bitten, fragen, versprechen usw.) eine Möglichkeit, die auf die Absicht des Sprechers verweisen. Diese Kommunikationssignale werden als Illokutionsindikatoren genannt. (Meibauer 2001, S. 84ff)

In der kommunikationsorientierten Textlinguistik geht es darum, „daß Texte immer in konkrete Kommunikationssituationen eingebettet sind und stets in einem Kommunikationsprozeß stehen, in dem Sprecher und Hörer mit ihren sozialen und situativen Voraussetzungen die wichtigsten Bedingungen darstellen.“ (Viehweger 1980, S.11) In der Kommunikation folgen die Beteiligten an einem Gespräch einer allgemeinen Regel, wie die Regel der Sprecherwechsel oder der kommunikativen Interaktion, die H. Paul Grice das Kooperationsprinzip und die Konversationsmaximen nennt, damit er die Kriterien der rationalen Gesprächsführung beschreibt. (Meibauer 2001, S. 24ff)

1) Maximen der Quantität: der Beitrag soll informativ sein, wie es die Kommunikationsabsicht verlangt.

2) Maximen der Qualität: Der Beitrag soll wahr sein.

3) Maximen der Relevanz: Der Beitrag soll relevant sein (bezogen auf den Gesprächsgegenstand und die Gesprächssituation)

4) Maximen der Modalität: Der Beitrag soll klar sein (die Reihenfolge, Bedeutung)

Die Pragmatik beschäftigt sich auch mit den kontextabhängigen und zusätzlichen Bedeutungen der Ä ußerungen, genauer was dahin steckt, deswegen kann man zum Gesagten durch konversationelle Implikaturen zusätzliche, angedeutete Bedeutung zuordnen. Implikaturen kommen nach Grice dadurch zustande, dass Sprecher die Konversationsmaximen entweder verletzen oder befolgt. (Meibauer 2001, S. 26)

Die linguistische Gesprächsanalyse zählt zu den jüngeren Forschungsgebieten der Linguistik. Die Methode und Begriffe der Gesprächsanalyse wurden an Alltagsgesprächen erarbeitet, die von den literarischen Gesprächen in mehreren Hinsichten abweichen, obwohl das Ziel der Autoren ist, je authentische Dialoge zu konzipieren. Zu einem der markantesten Unterschiede gehört, dass die Alltagsgespräche spontan zwischen zwei Personen zustande kommen, während ein literarischer Dialog von einem Autor verfasst und nicht von Anfang bis Ende dargestellt wird. Die Form und Anteil der Hervorhebung der Dialoge liegt am Autor, von dem sie konstruiert werden. (Schwitalla/Thüne 2009, S. 45)

Zur Gesprächsanalyse bietet die von Kallmeyer entwickelte Ordnungsstruktur eine Grundlage, die aus den folgenden Ebenen besteht: die Gesprächsorganisation (formaler Ablauf des Gesprächs), die Darstellung von Sachverhalten (Gesprächsthemen und -inhalten), das Handeln (z.B. Ziele und Zwecke eines Gesprächs), die sozialen Beziehungen zwischen den Gesprächspartner, die Modalität (z.B. Ernst, Betroffenheit, Ärger) und die Herstellung von Reziprozität (Verständigung und Kooperation zwischen den Gesprächspartner). (Thüne 2010, S. 335) Bei der Analyse von Gesprächen werden alle Dimensionen von Interaktion berücksichtigt, von verbalen, paraverbalen und nonverbalen Phänomenen bis hin zur Situation selbst. (Brinker/Sager 2006, S. 62)

4.1 Analyse I.: Familiengespräche

In diesem Teil untersuche ich zwei Gespräche zwischen den Familienmitgliedern. Es ist wichtig zu erwähnen, dass im Roman mehrere Familiengespräche vorkommen und eins von ihnen, ein Streitgespräch zwischen Agnes und Matzerath, von Schwitalla und Thüne[4] auch mit pragma- und gesprächslinguistischen Mitteln analysiert wurde. Im von ihnen analysierten Gespräch geht es um einen Vorwurf, der von Agnes initiiert wird „Du bist schuld, du hast schuld.“ (Bt., S. 124) Matzerath lässt den Vorwurf seiner Frau außer Acht und sprich nur über das Essen. Er antwortet ganz selbstbewusst „Aalen gibt es, basta.“ (Bt., S. 124) In von mir ausgewählten und zu analysierenden Gesprächen und auch im von Schwitalla und Thüne[5] untergesuchten Gespräch lassen sich die Charakterisierung der Figuren und die Veränderung der Beziehung zwischen ihnen sehr gut zu erkennen. Anhand der Analyseverfahren der oben erwähnten Autoren nehme ich zwei andere Familiengespräche unter die Lupe. Das erste Gespräch, womit ich mich beschäftige, findet nach dem ersten Schultag statt.

… Sie taten es dem Onkel Jan Bronski gleich, seufzten, wenn sie mich von oben her betrachteten, kramten alte Geschichte, wie meinen dritten Geburtstag aus: »Die offene Falltür! Du hast sie offen gelassen, stimmts! Du warst in der Küche und vorher im Keller, stimmts! Du hast eine Konservendose mit gemischtem Obst für den Nachtisch hochgeholt, stimmts! Du hast die Falltür zum Keller offen gelassen, stimmts!« Es stimmte alles, was Mama dem Matzerath vorwarf und stimmte dennoch nicht, wie wir wissen. Aber er trug die Schuld und weinte sogar manchmal, weil sein Gemüt weich sein konnte. Dann mußte er von Mama und Jan Bronski getröstet werden, und sie nannten mich, Oskar, ein Kreuz, das man tragen müsse, ein Schicksal, das wohl unabänderlich sei, eine Prüfung, von der man nicht wisse, womit man sie verdiene. (Bt., S.67)

Der Sprechakt ist bei diesem Beispiel eindeutig ein Vorwurf, der in direkter Rede wiedergegeben und in der narrativen Ebene explizit erwähnt wird „Es stimmte alles, was Mama dem Matzerath vorwarf“. Der narrative Teil gibt hier ein Interpretationsangebot und macht den Dialog verstehbar, dass es hier um Agnes Vorwurf geht, die eine alte Geschichte über Oskars Treppensturz an seinem dritten Geburtstag wieder aufgenommen hat. Wegen des Sturzes bleibt das körperliche und geistige Wachstum ihres Sohnes scheinbar aus, was zur erfolglosen Einschulung und damit Agnes Aufregung führt. Auffällig sind die ständigen Wiederholungen des Wortes „stimmts“ am Ende der Sätze, die Anrede „Du“ am Anfang der Sätze und die Ausrufezeichen, die auf die Intonation verweisen. Das Wort „stimmts“ könnte als Vergewisserungssignale des Sprechers gelten, aber in diesem Fall erwartet der Sprecher keine Rückmeldung, wie bei einer Frage. Die ganze Äußerung kann als Tatsache betrachtet werden, wo es keinen Platz für die Gegenrede gibt. Demzufolge bleibt das erwartbare Sequenzpaar des Vorwurfs aus. In diesem Sinne geht es hier nicht um einen Dialog, sondern nur um eine direkte Redewiedergabe bzw. eine misslungene Kommunikation. Die Reaktion des Hörers, Matzerats, wird in dem narrativen Teil beschrieben. Er weint und sagt nichts, das Schweigen kann in diesem Beispiel als Ausdruck von Schuldgefühl betrachtet werden. In der narrativen Ebene befindet sich der Verweis darauf, dass „was Mama dem Matzerath vorwarf, […] stimmte […] nicht, wie wir wissen.“ In diesem Fall verletzt der Sprecher die Maxime der Qualität, weil seine Aussage falsch sein kann. Oskar stellt offenbar Matzerats schlechtes Gewissen dar, denn er hat ihn schuldig gemacht. (Durzak 1971, S. 121) Des Weiteren findet sich ein Gespräch um Oskar zwischen den Anwesenden statt, das durch indirekte Rede in Konjunktiv wiedergegeben wird. Im Gespräch haben sie Oskar zuerst ein Kreuz, dann ein Schicksal und eine Prüfung genannt. Diese Beschreibung passt in einem weiteren Sinne zur Schilderung des zweiten Weltkrieges. Was Oskar für seine Familie bedeutet, genau das bedeutet der Zweite Weltkrieg für die Welt.

[...]


[1] „Er weißt aber weniger über die Gegenwart, als der auktoriale Erzähler.” (Bernhard 2001, S. 52)

[2] „Perspektive eines dreijährigen Kindes, als das Oskar äußerlich erscheint.” (Durzak 1971, S. 124)

[3] Brinker findet die Bedeutung des Begriffs Gespräch neutraler und deswegen geeigneter für die Bezeichnung des Forschungsbereiches – linguistische Gesprächanalyse – als die Ausdrücke Dialog oder Konversation. (Brinker/Sager 2006, S. 9ff)

[4] Schwitalla Johannes/Thüne Eva-Maria (2014): Dialoge in erzählender Literatur. Pragma- und dialoglinguistische Analysen am Beispiel der „Blechtrommel” von Günter Grass. In: Der Deutschunterricht 2, S. 36–49.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Pragma- und dialoglinguistische Analysen anhand des Romans "Die Blechtrommel" von Günter Grass
Hochschule
Szegedi Tudományegyetem
Note
1,00
Jahr
2017
Seiten
18
Katalognummer
V426218
ISBN (eBook)
9783668706576
ISBN (Buch)
9783668706583
Dateigröße
565 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
pragma-, analysen, romans, blechtrommel, günter, grass
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, Pragma- und dialoglinguistische Analysen anhand des Romans "Die Blechtrommel" von Günter Grass, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426218

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