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Messerschmidts didaktischer Ansatz des Globalen Lernens in "Beziehungen in geteilten Welten - Bildungsprozesse in der Reflexion globalisierter Projektionen und Repräsentationen"

Title: Messerschmidts didaktischer Ansatz des Globalen Lernens in "Beziehungen in geteilten Welten - Bildungsprozesse in der Reflexion globalisierter Projektionen und Repräsentationen"

Term Paper (Advanced seminar) , 2018 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bachelor of Arts, Diplomierter Fachlehrer Nico Schloß (Author)

Pedagogy - General
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Diese Analyse möchte den Text „Beziehungen in geteilten Welten – Bildungsprozesse in der Reflexion globalisierter Projektionen und Repräsentationen“ von Astrid Messerschmidt durchleuchten, um herauszufinden, ob der dort dargebotene didaktische Ansatz zum Globalen Lernen breitenwirksam Problemfelder im gesellschaftlichen Globalisierungsgefüge aufzulösen vermag.

Anhand Meiers formaltheoretischer Didaktikanalyse wird erkundet, ob die didaktische Theorie eine logische Kohärenz zwischen den Komponenten 1) lokalisierte Problemdimensionen beziehungsweise Ausgangssetzungen, 2) hieran ansetzende Methoden zur Behebung und zur Idealzielerreichung im schulischen Lehr-Lernprozess und 3) Zielvorstellungen selber aufweist. Ebenso wird geprüft, ob die drei Komponenten jeweils adäquat durchdacht sind und ob das didaktische Modell auf all seinen Ebenen empirisch abgesichert ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kurze Einführung in den Text

3 Implikationsanalyse

3.1 Der axiomatische Ausgangspunkt der Argumentation

3.1.1 Allgemeingesellschaftliche Problemdimensionen

3.1.2 Problemdimensionen im Bildungsprozess des Globalen Lernens

3.1.3 Hypothesenbildungen Messerschmidts aus den Problemdimensionen

3.1.4 Positive Wirkmechanismen im gesellschaftlichen Globalisierungsgebilde

3.2 Kritik am axiomatischen Ausgangspunkt

3.3 Logische Schlussfolgerung aus dem axiomatischen Ausgangspunkt

3.4 Verhältnis der logischen Schlussfolgerung und der Argumentation des Textes

4 Untersuchung der theoretischen Strukturbedingungen

4.1 Zielvorstellungen des didaktischen Ansatzes zum Globalen Lernen nach Messerschmidt

4.2 Notwendige Komponenten zur Erreichung der Zielvorstellung

4.2.1 Vielgestaltige Selbstreflexionsprozesse des Lernenden und Lehrenden

4.2.2 Reflexionen zu gesellschafts-kulturellen Phänomenen

4.2.3 Gesamtgesellschaftliche Handlungsherausforderungen auf Ebene der Menschenrechte

4.2.4 Filmischer Annäherungsprozess

4.3 Zusammenfassung des theoretischen Ansatzes in seiner Wenn-Dann-Struktur

5 Kritik der Methode des didaktischen Ansatzes

5.1 Betrachtung der strukturellen Textdarstellungsweise der Bedingungsvariablen

5.2 Untersuchung der Folgerichtigkeit ausgehend vom axiomatischen Ausgangspunkt über die Bedingungsvariablen bis hin zu den Zielvorstellungen

5.3 Besprechung der Zielvorstellungen

6 Beurteilung der empirischen Fundierung des didaktischen Ansatzes

7 Reproduktionsmomente sozialer Ungleichheit im didaktischen Ansatz

8 Fazit

9 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Analyse verfolgt das Ziel, den didaktischen Ansatz von Astrid Messerschmidt zum Globalen Lernen mittels einer formaltheoretischen Didaktikanalyse zu untersuchen, um zu prüfen, ob die Theorie logisch kohärent aufgebaut, adäquat durchdacht und empirisch abgesichert ist sowie breitenwirksam zur Lösung gesellschaftlicher Problemlagen beitragen kann.

  • Formaltheoretische Untersuchung der Kohärenz didaktischer Komponenten
  • Kritische Beleuchtung von Bedingungsvariablen und Zielvorstellungen
  • Analyse des didaktischen Einsatzes filmischer Medien
  • Prüfung der empirischen Fundierung des Konzepts
  • Untersuchung auf Reproduktionsmomente sozialer Ungleichheit

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Allgemeingesellschaftliche Problemdimensionen

Zum einen führt Messerschmidt allgemeingesellschaftlich wirkende Problemdimensionen auf. a) So charakterisiert sie Probleme, die mit der Konsistenz des Weltmarktes bzw. Globalisierungsgebildes einhergehen: Dergestalt weist sie auf die durch die Globalisierung verursachte Zuspitzung der Unterschiede zwischen Verelendung und Wohlhabenheit sowie des Schürens skrupelloser Machtrivalitäten um z.B. Ressourcen hin (vgl. S. 198). Daneben identifiziert sie den Kolonialismus als Bedingungsfaktor für die bestehenden Weltverhältnisse (vgl. S. 201). Zudem stellt sie die Kolonialisierung und Entwicklungshilfe aufgrund des beiden immanenten Zivilisierungsgedankens auf eine gleiche Stufe. Der Westeuropäer sehe sich bei beiden Erscheinungsformen als Helfender und dazu überhaupt Fähiger und Auserkorener gegenüber Afrikanern, denen seiner Ansicht nach aufgrund ihrer von ihm zugeschriebenen Hilflosigkeit geholfen werden muss (vgl. S. 205f.).

b) Auch beschreibt sie Unrechtmäßigkeiten, die sich auf der Seite der Bevorteilten des Weltmarktes bzw. Globalisierungsgebildes ergeben: Dieserart macht sie auf die Suggestion durch die Profiteure des Systems aufmerksam, dass die Globalisierung eine gemeinschaftliche Weltgesellschaft, aus der alle einen Vorteil ziehen, hervorbringe (vgl. S. 198). Ebenso hebt sie das Abfärben des Kolonialismus auf den „zivilisatorisch“ erreichten Lebensstil, die bürgerliche Weltsicht des Mitteleuropäers und den entwickelten deutschen Bildungsgedanken hervor (vgl. S. 200f.). Weiterhin ist sie der Auffassung, dass die Agierenden der Entwicklungshilfe a) aus dem Verständnis eines westeuropäischen Weltbildes mit universalistischem Geltungsanspruch und linearem Fortschrittsglauben handeln sowie b) aus dem westeuropäisch-bürgerlichen, irrealen Selbstwunsch heraus, sich als Kämpfer für Gerechtigkeit und Initiator revolutionärer Umwälzungen aus dem imperialistischen Kapitalismus heraufheben zu wollen (vgl. S. 199, 201 & 205). Fernerhin erwähnt sie die Entlastungsstrategie von Westeuropäern, das Gefühl zu haben, etwas Gutes für die Menschheit beim Leisten von Entwicklungshilfe zu vollbringen (vgl. S. 205).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die brisante globale Lage und führt in das methodische Vorgehen der formaltheoretischen Didaktikanalyse ein.

2 Kurze Einführung in den Text: Dieses Kapitel gibt einen strukturellen Überblick über das Werk von Messerschmidt und beschreibt dessen zweigliedrigen Aufbau.

3 Implikationsanalyse: Die Analyse legt den axiomatischen Ausgangspunkt von Messerschmidts Theorie offen und unterzieht diesen einer kritischen Prüfung.

4 Untersuchung der theoretischen Strukturbedingungen: Dieses Kapitel stellt die Zielvorstellungen sowie die notwendigen Komponenten des didaktischen Ansatzes, insbesondere den filmischen Zugang, detailliert dar.

5 Kritik der Methode des didaktischen Ansatzes: Die Methode wird kritisch hinterfragt, wobei insbesondere die Logik und die Wirksamkeit des filmischen Zugangs thematisiert werden.

6 Beurteilung der empirischen Fundierung des didaktischen Ansatzes: Hier wird konstatiert, dass eine empirische Absicherung der theoretischen Annahmen vollständig fehlt.

7 Reproduktionsmomente sozialer Ungleichheit im didaktischen Ansatz: Dieses Kapitel zeigt auf, wie das Modell Gefahr läuft, soziale Ungleichheiten eher zu zementieren statt abzubauen.

8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der untersuchte Ansatz die eingangs gestellte Forschungsfrage nach der Breitenwirksamkeit negieren muss.

9 Literaturverzeichnis: Verzeichnis der in der Analyse verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Globales Lernen, Didaktikanalyse, Globalisierungsgebilde, Bildungsungleichheit, Reflexion, Machtstrukturen, Weltmarkt, Menschenrechte, Filmische Annäherung, Westeuropäisches Weltbild, Soziale Ungleichheit, Bildungsprozesse, Transkulturelle Prägung, Didaktische Theorie, Machtkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit führt eine formaltheoretische Didaktikanalyse des Textes von Astrid Messerschmidt zum Globalen Lernen durch, um dessen didaktische Qualität und gesellschaftliche Wirksamkeit kritisch zu bewerten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Axiomatik des Globalen Lernens, die theoretischen Strukturbedingungen der Bildungsarbeit, die methodische Einbindung filmischer Medien sowie die Frage nach der Reproduktion sozialer Ungleichheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, aufzudecken, ob der didaktische Ansatz eine logische Kohärenz aufweist und ob er tatsächlich dazu geeignet ist, die beschriebenen globalen Problemlagen im schulischen Kontext erfolgreich zu adressieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Analyse verwendet?

Die Analyse folgt den Prinzipien der formaltheoretischen Didaktikanalyse nach Meier, die eine strukturierte Untersuchung von Ausgangslage, Methoden und Zielvorstellungen beinhaltet.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Implikationsanalyse des Ausgangspunktes, die Untersuchung der theoretischen Bedingungen (insbesondere der Filmwahl) und eine kritische Beurteilung der empirischen Fundierung sowie der methodischen Folgerichtigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Globales Lernen, Machtstrukturen, didaktische Reflexion, soziale Ungleichheit und die kritische Auseinandersetzung mit westeuropäischen Weltbildern.

Warum übt der Autor Kritik an der Verwendung von Filmen im Unterricht?

Die Kritik basiert darauf, dass Filme als einseitig-subjektive Medien betrachtet werden, deren Auswahl (durch westeuropäische Regisseure) und Einsatz ohne pädagogische Anleitung die beabsichtigte Reflexion eher behindern oder gar zur Reproduktion von Machtverhältnissen führen kann.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Breitenwirksamkeit des Konzepts?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Ansatz aufgrund mangelnder empirischer Fundierung, logischer Brüche und der Gefahr, bestehende Ungleichheiten zu reproduzieren, nicht als breitenwirksames Mittel zur Lösung globaler gesellschaftlicher Problemfelder dienen kann.

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Details

Title
Messerschmidts didaktischer Ansatz des Globalen Lernens in "Beziehungen in geteilten Welten - Bildungsprozesse in der Reflexion globalisierter Projektionen und Repräsentationen"
College
University of Flensburg
Grade
1,0
Author
Bachelor of Arts, Diplomierter Fachlehrer Nico Schloß (Author)
Publication Year
2018
Pages
24
Catalog Number
V426239
ISBN (eBook)
9783668709393
ISBN (Book)
9783668709409
Language
German
Tags
Formaltheoretische Didaktikanalyse Didaktikanalyse Globale Lernen didaktischer Ansatz Messerschmidt Bildungsprozesse Bildungsprozess Projektion Repräsentation Globalisierung Armut Reichtum didaktische Theorie Lehr-Lernprozess Schule Ausbeutung axiomatisch Weltmarkt Macht Kolonialisierung Kolonialismus Ressourcen Zivilisierung Entwicklungshilfe Westeuropäer Mitteleuropäer Fortschritt Fortschrittsglaube Erste Welt Zweite Welt Dritte Welt global Kapitalismus kapitalistisch Tourist 68er Neokolonialismus Norden Süden Selbstprojektion Afrika Vagabund Bildungswesen Bildungstheorie Marktmechanismen Lehrerpersönlichkeit Außenreflexion Selbstbild Heilsbringer Gesellschaftsgefüge Verzerrung Universalitätsanspruch Dasein Menschheit Weltbürger Weltbild Islamist institutionell Menschenrechte hermeneutisch AfD Selbstwahrnehmung Fremdwahrnehmung selbstverschuldet
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Bachelor of Arts, Diplomierter Fachlehrer Nico Schloß (Author), 2018, Messerschmidts didaktischer Ansatz des Globalen Lernens in "Beziehungen in geteilten Welten - Bildungsprozesse in der Reflexion globalisierter Projektionen und Repräsentationen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426239
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