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Gesundheitsrelevante Persönlichkeitsmerkmale und Stressmodelle in der Persönlichkeitspsychologie. Klassische Testgütekriterien und die antisoziale Persönlichkeitsstörung

Título: Gesundheitsrelevante Persönlichkeitsmerkmale und Stressmodelle in der Persönlichkeitspsychologie. Klassische Testgütekriterien und die antisoziale Persönlichkeitsstörung

Tarea entregada , 2018 , 24 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Sandra Waldeyer (Autor)

Pedagogía - Psicología de la personalidad
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Zur Erklärung von Zusammenhängen zwischen Persönlichkeit und Krankheit haben Suls und Rittenhouse (1990) sowie Smith und Williams (1992) vier denkbare Ansätze vorgeschlagen, von denen drei in dieser Ausarbeitung näher erläutert werden. Ein Ansatz geht davon aus, dass sowohl Persönlichkeitseigenschaften als auch Krankheitsverläufe auf den gleichen biologischen Prozessen basieren könnten. Somit würde eine korrelative Verbindung zwischen Persönlichkeit und Krankheit bestehen. Dieser Zusammenhang kann am Beispiel der koronaren Herzkrankheit verdeutlicht werden. Es besteht die Möglichkeit, dass eine Person eine erbliche Vorbelastung für die Entwicklung einer koronaren Herzerkrankung hat und dasselbe Gen auch für eine Prädisposition, die zu feindseligem Verhalten führt, ursächlich ist. Es wird davon ausgegangen, dass sowohl die Erkrankung als auch die Persönlichkeitseigenschaft Feindseligkeit primär mit demselben Gen zusammenhängen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Aufgabe D1

Aufgabe D2

Aufgabe D3

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich mit zentralen Themen der Persönlichkeitspsychologie und deren gesundheitsrelevanten Auswirkungen auseinander. Ziel ist es, die theoretischen Ansätze zum Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und körperlichem Wohlbefinden zu analysieren, verschiedene Stressmodelle zu erläutern und die Qualitätsmerkmale psychologischer Diagnoseverfahren kritisch zu bewerten.

  • Zusammenhänge zwischen Persönlichkeit und Gesundheitsverläufen
  • Kognitive und affektive Persönlichkeitsmerkmale als Risiko- oder Schutzfaktoren
  • Entstehung und Bewältigung von Stress im beruflichen und privaten Kontext
  • Grundlagen der psychologischen Testtheorie (Hauptgütekriterien)
  • Klinische Diagnostik der antisozialen Persönlichkeitsstörung

Auszug aus dem Buch

Aufgabe D1

Zur Erklärung von Zusammenhängen zwischen Persönlichkeit und Krankheit haben Suls und Rittenhouse (1990) sowie Smith und Williams (1992) vier denkbare Ansätze vorgeschlagen, von denen drei im Folgenden näher erläutert werden.

Ein Ansatz geht davon aus, dass sowohl Persönlichkeitseigenschaften als auch Krankheitsverläufe auf den gleichen biologischen Prozessen basieren könnten. Somit würde eine korrelative Verbindung zwischen Persönlichkeit und Krankheit bestehen. Dieser Zusammenhang kann am Beispiel der koronaren Herzkrankheit verdeutlicht werden. Es besteht die Möglichkeit, dass eine Person eine erbliche Vorbelastung für die Entwicklung einer koronaren Herzerkrankung hat und dasselbe Gen auch für eine Prädisposition, die zu feindseligem Verhalten führt, ursächlich ist. Es wird davon ausgegangen, dass sowohl die Erkrankung als auch die Persönlichkeitseigenschaft Feindseligkeit primär mit demselben Gen zusammenhängen (Maltby, Day & Macaskill, 2011, S. 851-852).

Ein weiterer Ansatz nimmt an, dass die Verhaltensweisen den Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Krankheit moderieren. Personen zeigen folglich aufgrund ihrer Persönlichkeitseigenschaften bestimmte Verhaltensweisen. Die individuellen Verhaltensweisen wie beispielsweise Rauchen, Alkohol, Drogen oder ungesunde Ernährung haben entsprechende Effekte auf die Gesundheit und können das Erkrankungsrisiko erhöhen (Maltby et al., 2011, S. 820). Als passendes Beispiel für dieses Modell kann die Verhaltensdisposition des Sensation-Seeking (engl. sensation - Empfindung, seeking - suchen) genannt werden. Nach Zuckerman (1974) charakterisiert dieses Persönlichkeitsmerkmal Personen, die ein besonders ausgeprägtes Bedürfnis nach neuen, abwechslungsreichen und aufregenden Eindrücken haben. Zur deren Befriedigung werden physische und soziale Risiken in Kauf genommen. So kann sich das Bedürfnis nach aufregenden Erfahrungen in der Tendenz zu risikoreichen Freizeitaktivitäten wie Freeclimbing oder Basejumping, die ein hohes Verletzungsrisiko bergen, zeigen. Auch die Einnahme illegaler berauschender Substanzen werden trotz bekannter negativer gesundheitlicher Auswirkungen als neuer erstrebenswerter Anreiz gesehen (Häcker, 2018).

Zusammenfassung der Kapitel

Aufgabe D1: Dieses Kapitel erläutert verschiedene wissenschaftliche Ansätze, die den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und körperlichen Gesundheitszuständen erklären, und definiert kognitive sowie affektive Faktoren als Schutz- oder Risikofaktoren.

Aufgabe D2: Der Text befasst sich mit der Definition von Stress, verschiedenen Stressmodellen – insbesondere dem transaktionalen Modell nach Lazarus – sowie den Mechanismen der Stressbewältigung (Coping) durch verschiedene Ressourcen.

Aufgabe D3: In diesem Teil werden die klassischen psychologischen Testgütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität behandelt und die klinische Diagnostik der antisozialen Persönlichkeitsstörung anhand des DSM-IV detailliert dargestellt.

Schlüsselwörter

Persönlichkeitspsychologie, Gesundheitspsychologie, Stressbewältigung, Coping, Selbstwirksamkeit, Kohärenzsinn, Salutogenese, Testgütekriterien, Objektivität, Reliabilität, Validität, Antisoziale Persönlichkeitsstörung, DSM-IV, Psychopathie, Stressmodell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Schnittstelle zwischen Persönlichkeitspsychologie und Gesundheitswissenschaften, wobei der Fokus auf den Ursachen von Gesundheit und Krankheit sowie der wissenschaftlichen Qualität psychologischer Diagnostik liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen der Gesundheitsentstehung, die Entstehung und Regulation von Stress sowie die methodischen Anforderungen an Persönlichkeitstests.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die theoretische Aufarbeitung und Erläuterung von Zusammenhängen zwischen Persönlichkeit, Verhalten und Gesundheit sowie die Vermittlung psychodiagnostischer Kernkompetenzen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse etablierter psychologischer Theorien und Klassifikationssysteme, wie z.B. dem transaktionalen Stressmodell von Lazarus oder dem DSM-IV für Störungsbilder.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Ansätze zur Krankheitsentstehung, detailliert die Stresstheorie inklusive Coping-Strategien und erläutert die Hauptgütekriterien sowie die Diagnose einer antisozialen Persönlichkeitsstörung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Salutogenese, Stressmanagement, Testgütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität) und Antisoziale Persönlichkeitsstörung.

Wie unterscheidet sich Eustress von Distress?

Eustress wird als positiv empfunden und wirkt motivierend sowie leistungsfördernd, während Distress als negativ wahrgenommener Stress zu Überforderung und gesundheitlichen Risiken führt.

Welche Kriterien sind bei der Diagnose einer antisozialen Persönlichkeitsstörung nach DSM-IV entscheidend?

Entscheidend sind unter anderem die Missachtung sozialer Normen, Impulsivität, Aggressivität, das Fehlen von Reue und die dauerhafte Verletzung der Rechte anderer, beginnend ab dem 15. Lebensjahr.

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Detalles

Título
Gesundheitsrelevante Persönlichkeitsmerkmale und Stressmodelle in der Persönlichkeitspsychologie. Klassische Testgütekriterien und die antisoziale Persönlichkeitsstörung
Universidad
University of Applied Sciences Riedlingen
Calificación
1,0
Autor
Sandra Waldeyer (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
24
No. de catálogo
V426437
ISBN (Ebook)
9783668709003
ISBN (Libro)
9783668709010
Idioma
Alemán
Etiqueta
Stressmodell Persönlichkeit Coping Persönlichkeitsstörung Persönlichkeitsmerkmal Lazarus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sandra Waldeyer (Autor), 2018, Gesundheitsrelevante Persönlichkeitsmerkmale und Stressmodelle in der Persönlichkeitspsychologie. Klassische Testgütekriterien und die antisoziale Persönlichkeitsstörung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426437
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