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Heterogenität an Schulen. Ein Vergleich zwischen Norwegen und Deutschland

Titel: Heterogenität an Schulen. Ein Vergleich zwischen Norwegen und Deutschland

Hausarbeit , 2018 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: B.Sc. Monique Schulz (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der in Deutschland im Jahre 2009 in Kraft getretene Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtete Deutschland sowie die anderen Vertragsstaaten ein inklusives Bildungs- und Schulsystem zu entwickeln und gesetzlich festzulegen. Durch den Einsatz eines inklusiven Bildungs- und Schulsystems soll Schülern „ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit“ (Beauftragte der Bundesregierung für die Belangen von Menschen mit Behinderungen 2017) ein Recht auf Bildung ermöglicht werden. In einem inklusiven Schulsystem werden Schüler mit Behinderungen in allgemeinbildende Schulen inkludiert und in ihren persönlichen, sozialen und fachlichen Kompetenzen gestärkt. Diese Vielfalt von Schülern bedeutet folglich eine größere Heterogenität in den Klassen und Schulen. Die Heterogenität an deutschen Schulen ist durch die im Jahre 2015 beginnende Flüchtlingskrise in Deutschland noch weiter in den Fokus der Politik, Bildungswissenschaft und Gesell- schaft geraten. Neben der Inklusion von physisch und psychisch beeinträchtigten Schülern wird von den Schulen verlangt, dass Migrations- und Flüchtlingskinder in die allgemeinbildende Schulen integriert bzw. inkludiert werden.

Der Umgang mit Heterogenität in den internationalen Bildungs- und Schulsystemen, im Hinblick auf Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit eines jeden Schülers, unabhängig seines Geschlechts oder soziokulturellen Hintergrunds, wird regelmäßig von der OECD, im Rahmen der PISA-Studie, erhoben. Die PISA-Erhebung des Jahres 2015 zeigte deutlich, dass die Bildungserfolge deutscher Schüler eng mit ihren sozio-ökonomischen Hintergründen korrelieren. Des Weiteren erzielten Schüler mit einem Migrationshintergrund ebenfalls deutlich schlechtere Ergebnisse als Schüler ohne Migrationshintergrund. Somit konnte weder eine soziale Chancengleichheit, noch eine Chancengleichheit zwischen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund ermöglicht werden. Im Gegensatz zu Deutschland zeigt das norwegische Bildungs- und Schulsystem eine weitaus geringere Korrelation zwischen dem sozialen Status der Erziehungsberechtigten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begrifflichkeiten und ihre Bedeutungen im bildungspolitischen Kontext

2.1. Heterogenität

2.2. Integration

2.3. Inklusion

3. Das norwegische Bildungssystem

3.1. Gestaltung des norwegischen Bildungssystems

3.2. Umgang mit Heterogenität im norwegischen Schulsystem

4. Diskussion

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht, welche Maßnahmen für einen erfolgreichen Umgang mit Heterogenität in norwegischen Schulen festgelegt und angewandt werden, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen für das deutsche Bildungs- und Schulsystem zur Förderung der Chancengleichheit abzuleiten.

  • Analyse theoretischer Grundlagen zu Heterogenität, Integration und Inklusion.
  • Strukturelle Untersuchung des norwegischen Bildungssystems und seines Umgangs mit Vielfalt.
  • Vergleichende Analyse der Herausforderungen im deutschen und norwegischen Schulwesen.
  • Entwicklung von Perspektiven für die Weiterentwicklung des deutschen Schulsystems.

Auszug aus dem Buch

3.2. Umgang mit Heterogenität im norwegischen Schulsystem

„Oberstes Bildungsziel ist die Motivierung des Einzelnen sich in einer Art und Weise zu verwirklichen, die der Gemeinschaft zugute kommt.“ (Norwegisches Ministerium für Bildung, Wissenschaft und kirchliche Angelegenheiten 1995, S. 40).

Das oben genannte Ziel des norwegischen Bildungsministeriums stellt bis heute ein Leitziel des norwegischen Bildungssystems dar, nämlich, dass jeder Mensch ein Recht auf Bildung hat, unabhängig von der sozialen oder kulturellen Herkunft, des Geschlechts und körperlichen, sozialen oder anderen Beeinträchtigungen (vgl. MER 2014, S. 1). Darüber hinaus ist eine grundlegende Forderung der norwegischen Bildungspolitik, dass von der Institution Schule neben der reinen Wissensvermittlung auch die Wertevermittlung im Zentrum stehen soll, durch die eine demokratische und eigenständige Denkweise ermöglicht werden.

Durch die Vermittlung von Akzeptanz und Respekt gegenüber Anderen sollen die Schüler auf die Demokratie, Integration und Inklusion, die Zusammenarbeit und das interkulturelle Lernen vorbereitet werden (vgl. Schulz-Gade 2014, S. 194). Durch diese Zielsetzung ist die Heterogenität ein fester Bestandteil des norwegischen Schulsystems, dessen Berücksichtigung durch die Gesetze des Ministeriums für Bildung und Forschung (=‚the Education Act’) geregelt wird (vgl. ebd.). Diese Gesetze stellen die Grundlage des nationalen Bildungssystems dar, aber „die Schulen [erstellen] ihre eigenen Lehrpläne im Rahmen der landesweiten Curricula“ (Ratzki 2009a, S. 114). Es muss also beachtet werden, dass die Umsetzungen der Gesetze in den norwegischen Schulen stark durch die oben erwähnte Dezentralisierung variiert. Die Gesetze beziehen sich einerseits allgemein auf den Umgang mit Heterogenität in der Primar- und Sekundarstufe (I+II), andererseits aber auch explizit auf die Inklusion von Schülern mit sprachlichen, physischen und/oder psychischen Beeinträchtigungen (vgl. MER 2014, S. 6, 11, 14f. , 20, 30-33).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die rechtliche Notwendigkeit inklusiver Bildung und stellt die Diskrepanz bei der Chancengerechtigkeit zwischen dem deutschen und norwegischen Schulsystem anhand der PISA-Studien dar.

2. Begrifflichkeiten und ihre Bedeutungen im bildungspolitischen Kontext: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Heterogenität, Integration und Inklusion und ordnet diese in den aktuellen bildungswissenschaftlichen Diskurs ein.

3. Das norwegische Bildungssystem: Der Abschnitt erläutert den Aufbau des norwegischen Schulsystems und analysiert detailliert, wie der Staat und die einzelnen Schulen gesetzlich und pädagogisch mit Heterogenität umgehen.

4. Diskussion: Hier findet ein kritischer Vergleich zwischen dem deutschen und norwegischen Bildungssystem statt, bei dem Herausforderungen identifiziert und mögliche Anpassungsmaßnahmen für Deutschland abgeleitet werden.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit politischer Unterstützung sowie einer angepassten Lehrerausbildung für eine gelingende Inklusion.

Schlüsselwörter

Heterogenität, Inklusion, Integration, Schulsystem, Norwegen, Deutschland, Chancengleichheit, Bildungsreform, Lehrerausbildung, individuelle Förderung, PISA-Studie, Gemeinschaftsschule, Bildungsgerechtigkeit, Sonderpädagogik, Unterrichtsgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Umgang mit Heterogenität an Schulen und vergleicht dabei die Bildungssysteme von Norwegen und Deutschland, um Ansätze für eine inklusive Schulentwicklung zu finden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf den bildungspolitischen Begriffen Integration und Inklusion, der Struktur des norwegischen Schulsystems sowie dem Vergleich mit deutschen Bildungsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage lautet, welche Maßnahmen für einen erfolgreichen Umgang mit Heterogenität in norwegischen Schulen angewandt werden und wie diese zur Verbesserung der Chancengleichheit im deutschen Schulsystem beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einem bildungswissenschaftlichen Systemvergleich der Schullandschaften in Norwegen und Deutschland.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine detaillierte Beschreibung des norwegischen Modells und eine kritische Diskussion der deutschen Situation im Vergleich dazu.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Heterogenität, Inklusion, Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und Gemeinschaftsschule.

Warum wird Norwegen als Vergleichsland herangezogen?

Norwegen dient als Referenzmodell, da es laut PISA-Studien eine weitaus geringere Korrelation zwischen sozialem Hintergrund und Bildungserfolg aufweist als Deutschland.

Welche Rolle spielt die Lehrerausbildung laut der Autorin?

Die Autorin hebt hervor, dass die Lehrerausbildung in Norwegen ein Vorbild sein könnte, da sie stärker auf pädagogisches Handeln und individuelle Diagnostik fokussiert ist.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Heterogenität an Schulen. Ein Vergleich zwischen Norwegen und Deutschland
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,0
Autor
B.Sc. Monique Schulz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
23
Katalognummer
V426462
ISBN (eBook)
9783668709539
ISBN (Buch)
9783668709546
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildungswissenschaften Heterogenität Vergleich Schulsysteme Deutschland Norwegen Inklusion Integration
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Sc. Monique Schulz (Autor:in), 2018, Heterogenität an Schulen. Ein Vergleich zwischen Norwegen und Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426462
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