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Aneignung und Umdeutung des öffentlichen Raumes durch Street Art am Beispiel Adbusting

Titre: Aneignung und Umdeutung des öffentlichen Raumes durch Street Art am Beispiel Adbusting

Dossier / Travail , 2018 , 36 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Art - Installations / L’art moderne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Phänomen Street Art stellt sich heute als eine Kunstform dar, mit welcher vor allem auch Protest artikuliert wird. An den künstlerischen Protest gegen die inzwischen unvermeidbar gewordene Konfrontation mit Werbung im öffentlichen Raum soll in der vorliegenden Arbeit angeknüpft werden.

Werbeflächen nehmen immer größere Areale des Öffentlichen in Beschlag. Durch ihre Vielzahl und Wirkmächtigkeit ist kaum mehr Platz für andere Äußerungen und Botschaften. Doch auch Werbetafeln sind nicht gefeit vor Street Art. Der öffentliche Raum fungiert als Galerie der Street Artists, und auch Werbeflächen im städtischen Bereich gehören dazu.

Zu klären ist, welchen Einfluss Street Art auf das Stadtbild hat und haben kann. Als spezifisches Beispiel dienen sogenannte Adbuster, welche auf verschiedenste Art und Weise Werbung so verändern, dass die Intention der Werber ad absurdum geführt wird.

Im Mittelpunkt der vorliegenden Ausarbeitung steht entsprechend folgende Forschungsfrage: Können Adbuster Machtverhältnisse im öffentlichen Raum in Frage stellen oder ihn gar durchbrechen und verändern? Entsprechend steht auch die Frage im Raum, ob das Handeln der Adbuster moralisch gerechtfertigt ist. Letztlich soll ein Beitrag dazu geleistet werden, dem Phänomen des Adbusting mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Dabei soll verdeutlicht werden, dass Street Art in der Auseinandersetzung mit der Frage „Wem gehört die Stadt?“ und dem Aufkommen von „Right-to-the-city-Bewegungen“ eine Rolle spielt und deshalb nicht außer Acht gelassen werden sollte.

Um der Thematik zu begegnen, wird zunächst der vielschichtige Begriff des Raums differenziert betrachtet. Hierbei werden die Ausführungen des Soziologen Henri Lefebvre dargestellt und erläutert. Darauf aufbauend wird der Begriff des öffentlichen Raums skizziert und sein Wandel im neoliberalen Zeitalter dargestellt. Anschließend wird gezeigt, welche Rolle Werbung im Machtgefüge des öffentlichen Raums einnimmt und welche Bedeutung ihr zugeschrieben werden kann.

Im zweiten Teil wird das Phänomen Street Art in den Fokus gerückt. Nach einer Darstellung der historischen Entwicklung sowie einer kurzen Einführung in die verschiedenen Erscheinungsformen und dem Aufzeigen des subversiven Charakters der Street Art wird Adbusting und sein Vorkommen im öffentlichen Raum detailliert veranschaulicht. Darauf aufbauend werden ausgewählte Arbeiten der beispielhaft ausgewählten Gruppe „Dies Irae“ untersucht und in den Kontext der Ausarbeitung gestellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Forschungsansatz und Forschungsgegenstand

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Annäherung an den Begriff des öffentlichen Raums

2.1 Henri Lefebvre und der Raum

2.2 Der öffentliche Raum

2.3 Die neoliberale Stadt und der Wandel des öffentlichen Raums

2.4 Werbung im öffentlichen Raum

2.5 Künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum

3. Annäherung an das Phänomen Street Art

3.1 Entstehung und Entwicklung

3.2 Der subversive Charakter der Street Art

4. Adbusting

4.1 Kommunikationsguerilleros im Kampf um öffentlichen Raum

4.2 Adbusting: Politische Kunst oder Vandalismus?

4.3 Raumaneignung und -umdeutung durch Adbuster anhand ausgewählter Beispiele

5. Das Beispiel Dies Irae

6. Kritische Reflexion

7. Konklusion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern Adbusting als Form der Street Art zur Rückgewinnung und Umdeutung des öffentlichen Raums in der neoliberalen Stadt beitragen kann. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf das Potenzial von Adbustern, bestehende Machtverhältnisse im öffentlichen Raum kritisch zu hinterfragen, zu durchbrechen oder nachhaltig zu verändern.

  • Analyse des Begriffs des öffentlichen Raums unter Berücksichtigung von Henri Lefebvre
  • Untersuchung der Rolle von Werbung als dominantes Element im städtischen Machtgefüge
  • Darstellung von Street Art und Adbusting als künstlerische Strategien des Widerstands
  • Fallbeispielanalyse der Adbusting-Gruppe "Dies Irae"
  • Diskussion des Spannungsfeldes zwischen politischer Intervention und Vandalismus

Auszug aus dem Buch

1.1 Forschungsansatz und Forschungsgegenstand

Das Phänomen Street Art hat längst Einzug gehalten in Orten auf der ganzen Welt, hat die äußere Erscheinung von Städten nachhaltig verändert und stellt sich heute als eine Kunstform dar, mit welcher neben zahlreichen unverfänglichen Intentionen vor allem auch Protest artikuliert wird. Beispielsweise gegen Gentrifizierung und andere kapitalistische Auswüchse, Krieg und Ungerechtigkeit oder Werbung im öffentlichen Raum. An diesen Punkt, den künstlerischen Protest gegen die inzwischen unvermeidbar gewordene Konfrontation mit Werbung im öffentlichen Raum, soll in der vorliegenden Arbeit angeknüpft werden. Werbeflächen nehmen immer größer werdende Areale des Öffentlichen in Beschlag und scheinen als Teil der alltäglichen Umgebung weitgehend akzeptiert. Botschaften der Reklame sind in unserer städtischen und kapitalisierten Lebenswelt zur Normalität geworden und gerade die viel frequentierten Räume, die sich in besonderem Maße für Werbung eignen, sind längst Hoheitsgebiet der PR-Abteilungen.

Durch ihre Vielzahl und Wirkmächtigkeit im öffentlichen Raum ist kaum mehr Platz für andere Äußerungen und Botschaften. Das Machtgefüge des öffentlichen Raums der neoliberalen Stadt des 21. Jahrhunderts scheint also klar hierarchisiert, die Pole Position besetzen die werbenden Konzerne. Doch auch Werbetafeln sind nicht gefeit vor Street Art. Der öffentliche Raum fungiert in seiner Gesamtheit als Galerie der Street Artists und auch Werbeflächen im städtischen Außenbereich gehören dazu. Angeschlossen an die Darstellung der Rolle der Werbung im öffentlichen Raum ist demnach zu klären, welchen Einfluss Street Art auf das Stadtbild hat und haben kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Raumaneignung ein und definiert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich des Adbustings als Mittel zum Aufbruch neoliberaler Machtstrukturen im öffentlichen Raum.

2. Annäherung an den Begriff des öffentlichen Raums: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Raumproduktion nach Henri Lefebvre und diskutiert den Wandel des öffentlichen Raums hin zu einer kommodifizierten und werbedominierten Sphäre.

3. Annäherung an das Phänomen Street Art: Hier werden die historische Entwicklung, die verschiedenen Erscheinungsformen und der subversive Charakter der Street Art als Ausdrucksform urbaner Kunst beleuchtet.

4. Adbusting: Das Kapitel definiert Adbusting als spezifische, kulturkritische Spielart der Street Art und untersucht deren Strategien der Kommunikationsguerilla zur Störung kommerzieller Werbebotschaften.

5. Das Beispiel Dies Irae: Eine praxisorientierte Fallstudie über die Adbusting-Gruppe "Dies Irae", die ihre Aktionen, Motivationen und deren Wirkung im öffentlichen Raum analysiert.

6. Kritische Reflexion: Eine kritische Einordnung der Ergebnisse, die Forschungslücken aufzeigt und zukünftige wissenschaftliche Ansätze zur Auseinandersetzung mit Adbusting vorschlägt.

7. Konklusion: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass Adbusting zwar oft im kleinräumigen Maßstab agiert, aber dennoch ein wirkmächtiges Instrument zur Infragestellung konsumorientierter Stadtgestaltung darstellt.

Schlüsselwörter

Adbusting, Street Art, öffentlicher Raum, neoliberale Stadt, Konsumkritik, Raumaneignung, Dies Irae, Kommunikationsguerilla, Stadtentwicklung, Machtverhältnisse, Außenwerbung, Urban Art, Widerstand, Subversion, Recht auf Stadt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Adbustings als eine Form der Street Art, die sich kritisch mit der massiven Präsenz von kommerzieller Werbung im öffentlichen Raum auseinandersetzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Produktion von öffentlichem Raum, die Macht der Werbeindustrie, die Möglichkeiten des künstlerischen Widerstands (Street Art) und die soziopolitische Bedeutung von Adbusting.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu ergründen, ob Adbusting als Mittel der Raumaneignung und Umdeutung Machtverhältnisse im öffentlichen Raum in Frage stellen oder gar durchbrechen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die durch Literaturanalyse und eine fallbasierte Untersuchung (Interviews/Aktionen der Gruppe "Dies Irae") methodisch gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Raumkonzepte sowie die Rolle von Außenwerbung erläutert, gefolgt von der Analyse der Street Art-Bewegung und einer detaillierten Auseinandersetzung mit Adbusting als Interventionsform.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Adbusting, öffentliche Raumproduktion, Konsumkritik, Subversion und recht auf Stadt charakterisieren.

Wer oder was ist "Dies Irae"?

Dies Irae ist eine aktivistische Adbusting-Gruppe, die durch gezielte, oft illegale Eingriffe in Werbevitrinen auf gesellschaftspolitische Themen wie Rassismus oder Kommerzialisierung aufmerksam macht.

Warum wird Adbusting im Kontext der "neoliberalen Stadt" diskutiert?

Weil die neoliberale Stadt durch eine zunehmende Kommodifizierung und Privatisierung öffentlicher Flächen geprägt ist, was den öffentlichen Raum primär als Konsumzone definiert – genau gegen dieses Machtmonopol richtet sich das Adbusting.

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Résumé des informations

Titre
Aneignung und Umdeutung des öffentlichen Raumes durch Street Art am Beispiel Adbusting
Université
University of Münster
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
36
N° de catalogue
V426491
ISBN (ebook)
9783668754362
ISBN (Livre)
9783668754379
Langue
allemand
mots-clé
Street Art Adbusting öffentlicher Raum Werbung Stadtgeographie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2018, Aneignung und Umdeutung des öffentlichen Raumes durch Street Art am Beispiel Adbusting, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426491
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Extrait de  36  pages
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